Code Red

GeschichteDrama, Thriller / P18
James T. Kirk Leonard McCoy Montgomery Scott OC (Own Character) Spock
21.01.2018
22.04.2019
23
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7
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AN:
Diese Geschichte geisterte schon seit einer kleinen Ewigkeit in meinem Kopf herum und zu Teilen auch auf meinem Laptop, und nachdem ich dann vor Weile zum ersten Mal „Beyond“ gesehen habe, war das die Initialzündung, ernsthaft an der Story weiter zu arbeiten.
Sie spielt, wie erwähnt, genau in der Zeit auf die zu Beginn von „Beyond“ in Kirks Monolog nicht näher eingegangen wird, doch drei Jahre können verdammt lange sein im unendlichen Raum und eine Menge kann passieren.  Diese Geschichte enthält eine alternative Version, warum Jim am Anfang von Beyond so unglaublich (Weltraums-)müde, fast schon leicht depressiv erscheint und alles, was mit der Enterprise zu tun hat, endgültig an den Nagel hängen will.
Es wird verhältnismäßig düster und dramatisch für Star Trek zugehen, also seid gewarnt (obwohl die Charaktere natürlich sie selbst bleiben dürfen!).
Als zusätzliche Warnung sollte ich vielleicht noch mit auf den Weg geben, dass im Laufe der Handlung auch die Erwähnung von Gewalt - allerdings nicht explizit - vorkommt und sich Stück für Stück menschliche Abgründe auftun werden.
Allen, die ich mit diesem Vorwort jetzt noch nicht abgeschreckt haben sollte, wünsche ich nun viel Spaß beim Lesen!  




Prolog



                                               „Can something like this be pulled from under our feet?
                                                               Leaving our skin and burning coals to meet
                                                                                         Tell me now“


                                                                  („Between two points“, The Glitch Mob)





Dunkelheit.
Schwärze.
Vollkommen und absolut, ein Universum ohne Sterne.
Sie liegt zusammen gekrümmt auf dem Boden und kommt langsam wieder zu sich, wartet, dass der Schmerz nachlässt, obwohl sie weiß, dass er niemals ganz aufhören, vollständig verblassen wird. Sich ein weiteres Mal ein Echo in ihren Körper gegraben hat.
Tränen tropfen von ihren Wangen und ihrem Kinn hinunter, doch sie weint nicht, schluchzt nicht, sie gibt keinen Laut von sich, ihr Gesicht eine Maske aus Stein.
Regungslos zwingt sie sich, weiter zu atmen, tiefer, gleichmäßiger.
Irgendwann reicht es zum Aufstehen und sie schleppt sich ins Badezimmer.
Als sie später nur mit einem Handtuch bekleidet das Spiegelschränkchen über dem Waschbecken öffnen will, fällt ihr Blick auf die Reflexion ihres bleichen Gesichtes.
Leere, stumpfe Augen starren ihr entgegen, so schrecklich bekannt, dass sie plötzlich jegliche Beherrschung verliert.
Abrupt schlägt sie mit den Fäusten auf ihr Spiegelbild ein, immer wieder, zerschlägt, zertrümmert und zerschmettert es, bis winzige, scharfkantige Scherbenstückchen um ihren Kopf herum fliegen und ihre Knöchel bluten.
Der Hass und die Verzweiflung katapultieren das Adrenalin wie Gift durch ihre Venen und sie stürmt in ihr Schlafzimmer zurück, wo sie mit blutverschmierten Händen wahllos nach irgendeiner Uniform grapscht und nur Sekunden später aus der Tür stolpert.
Der lange, helle Gang vor ihrem Quartier ist seltsam leer zu dieser Stunde.
Sie rennt.
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