Held wider Willen

von Landriel
GeschichteHumor, Freundschaft / P12
Freddie Faulig Sportacus Stephanie
20.01.2018
01.02.2018
2
2418
1
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Dieses Kapitel
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Hallo meine Lieben. Diese Fanfiktion ist entstanden, als ich letztens auf Lazytown durch das Number one Meme im Internet zurückgekommen bin. Bitte unterstützt Stefan Karl aka Freddie Faulig bei seinem Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs, damit er uns weiterhin im Fernsehen unterhalten kann und noch vielen Kindern ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. https://www.gofundme.com/2tm9tqk

Disclaimer: Das Lazytown Universum und alle Charaktere gehören Magnus Scheving. Julianna Rose Mauriello, Magnus Scheving und Stefan Karl gehören (leider hust hust) sich selbst. Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte. Sie dient lediglich zum Zwecke der Unterhaltung.
Da ich die Serie, aufgrund von Stefan Karls schöner Stimme nur im Original gucke, werden hier einige Namen anders sein.
Robbie Rotten=Freddie Faulig
Bessie Busybody=Senta Senfdazu
Stingy=Meini
Milford Meanswell=Meinhard Meintsgut

Außerdem ist Sportacus, wie im Theaterstück, ein Elf.

Und jetzt viel Spaß!
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Es war ein wundervoller Morgen, wie jeder andere. Die Sonne schien über Lazytown und tauchte die Stadt in fröhliche helle Farben. Hoch oben im Luftschiff, war Sportacus gerade dabei, einige schwindelerregende Saltos und Sprünge zu vollführen, bevor er nach den Kindern sehen würde. So wie immer. Lachend griff er sich einen Apfel vom Tisch, bereit einen großen Bissen zu nehmen. Biep, biep! Die Frucht blieb vor dem offenen Mund schweben. Sportacus, du hast einen Termin!, verkündete die Computerstimme. Die Stirn des Helden legte sich in Falten. Dann fiel es ihm ein. Entsetzt griff er sich an den Kopf und stieß einen frustrierten Laut aus.
„Verdammt, die Versammlung! Wie konnte ich das nur vergessen?“
Einmal im Jahr traf sich das Elfenvolk, um zu besprechen, welche Fortschritte und Erfolge die ausgesandten Helfer erzielt hatten. Und er, als Nummer zehn, durfte natürlich auf keinen Fall fehlen. So ungern er die Kinder auch allein ließ, er musste sich so schnell wie möglich auf den Weg machen. Aber nicht, ohne sich vorher von ihnen zu verabschieden.

Stephanie, Trixie, Stingy, Pixel und Ziggy spielten Fußball auf dem Sportplatz.
„Los, Ziggy!“, rief das pinkhaarige Mädchen.
Voll konzentriert und entschlossen, das entscheidende Tor zu machen, lief der Junge vorwärts. Er schaffte es, Pixel und Trixie auszuweichen und schoss den Ball mit all seiner Kraft. Von der eigenen Stärke überwältigt, fiel Ziggy auf den Rücken und der Ball beschrieb einen hohen Bogen durch die Luft. Er würde irgendwo weit weg im Gebüsch landen oder, noch schlimmer, im Vorgarten von Bessie.
„Oh nein!“, stöhnte Stephanie besorgt.
Wie aus dem Nichts tauchte Sportacus auf, fing das runde Objekt ab, drehte sich im Sprung und kam vor den Fünfen zum Stehen.
„Seid ein bisschen mehr vorsichtig beim Spielen“, tadelte er lächelnd und half Ziggy auf.
„Genau, schließlich ist das mein Fußball!“, warf Meini empört ein.
Pixel lachte. „Geht klar. Möchtest du vielleicht mitspielen?“
Nun seufzte der Held. „Genau das ist der Punkt. Ich kann leider nicht. Ich muss nachhause, zu einem Treffen.“
Überraschung breitete sich auf allen Gesichtern aus und Sportacus wurde mit „Wie lange?“ „Wann kommst du zurück?“ und „Was, wenn wir ein Problem haben?“ bombardiert.
Abwehrend hob er die Hände. „Hey, ganz ruhig. Es dauert nur einen Tag und ehe ihr’s euch verseht, bin ich auch schon wieder da.“ Dann verstummte er abrupt. So weit weg von Lazytown würde er nicht bekommen, wenn sie in Schwierigkeiten gerieten, wurde ihm klar. Die Reichweite seines Kristalls war begrenzt. Irgendwer musste ihn vertreten. Stutzig ließ er den Blick über die kleine Menge vor ihm schweifen. Die einzige Person, die in Frage käme, war Stephanie. Doch sie wurde nur allzu oft selbst Teil von Ärger und konnte die Verantwortung noch nicht allein tragen. Bürgermeister Meanswell und Bessie Busybody mussten sich um ihre eigenen Aufgaben kümmern.
„Wartet hier!“, rief Sportacus, bevor er auch schon losraste.

Robbie Rotten hatte den besten Traum seines Lebens! Gerade wurde ihm der Preis für die faulste Person der ganzen Welt verliehen.
„Hiermit überreiche ich Ihnen im Namen aller ihre wohlverdiente Belohnung!“, sprach der Präsident und hängte ihm das Band einer glänzenden Goldmedaille um den Hals.
Sportacus indessen rollte sich heulend auf dem Boden zusammen, weil er mit leeren Händen ausging.
Bumm, bumm, bumm! Dumpfe Schläge ließen das Versteck erschüttern. Grunzend schreckte Robbie aus dem Schlaf auf. Mit einem wütenden Knurren sah er auf die Uhr.
„Wer wagt es mich in dieser Herrgottsfrühe zu wecken? Es ist noch nicht mal Mittag!“
Von Fluchen begleitet, strich er sich durch die Haare. Das veranlasste ihn, vor lauter Schreck aus dem Sessel zu fallen. Seine sonst so akribisch zurückgekämmt und am Pony zur Schmalzlocke hochtoupierte Pracht, fiel ihm in dunklen Locken ins Gesicht. Er hatte sich ja noch gar nicht fertiggemacht! Lidschatten und Eyeliner waren bestimmt auch ganz verwischt. So konnte er unmöglich nach draußen! Das unsägliche Hämmern ertönte von neuem. Robbie biss sich auf die Lippe. Was ihn morgens zwei Stunden im Bad kostete, konnte er unmöglich in zwei Minuten vollbringen. Ach, was sollte es schon? Schließlich hatte ihn die Stadt bereits in den lächerlichsten Verkleidungen gesehen und er war ohnehin als Idiot verschrieben. Zur Not besaß Robbie die richtige Maschine, um denjenigen die Erinnerung zu löschen. Missmutig erklomm der Bösewicht die Leiter.
„Was ist?“, grollte Robbie, während er die Luke aufstieß und ein Jaulen unterdrückte, als er sich den Kopf stieß.
Im nächsten Moment riss er erstaunt die Augen auf. Vor ihm stand nicht etwa einer dieser Gören. Es war Sportacus in all seiner Pracht. Das Sonnenlicht fing sich in seinen Iriden und ließ sie noch blauer wirken. Augenblicklich schämte sich Robbie für sein chaotisches Aussehen.
Sportacus störte es offenbar nicht. „Tut mir leid, wenn ich dich geweckt habe, Robbie. Aber ich habe eine sehr wichtige Aufgabe und nur du kannst sie ausführen.“
Der Schwarzhaarige war vollkommen verwirrt. Was für eine wichtige Aufgabe konnte das schon sein? Alles was dieser blaue Elf und sein Gefolge taten, war herumzuspringen, Krach zu machen und blöde Lieder singen.
Der Held holte tief Luft. „Ich muss für einen Tag verreisen. Deshalb brauche ich jemanden, der auf die Kinder aufpasst. Du bist der einzige Erwachsene mit genügend Zeit und dem erforderlichen Verantwortungsbewusstsein. Ich vertraue dir meinen Kristall an.“
Robbie glaubte sich verhört zu haben. Sportaflop übergab ihm das Kommando. Entweder hatte ihm dieses ganze Rumflippen den Verstand aus der Birne geschüttelt oder eine Überdosis Powersnacks hatte sein Hirn geschädigt. Das war genau der Grund, warum Robbie von solchen Dingen nichts hielt.
„Und du hast keine Angst, ich könnte die Kleinen stattdessen wieder zum Faulsein verführen und dein kostbares Werk zerstören?“, entgegnete er schließlich.
Sportacus legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Robbie, mir geht es hier um viel mehr als nur Sport und gesunde Ernährung. Denkst du etwa, das sind die einzigen Gründe, warum ich herkam? Denn das hätte auch jeder Kinderarzt lösen können. Diese Kinder waren voll mit Fantasie und Energie, doch niemand hat sie unterstützt. Deswegen haben sie ihre Zeit nicht ausgenutzt und sich gestritten. Ich bin unglaublich froh, dass Stephanie mich geholt hat. Was sie brauchen, ist jemand, der sie anregt, ihre Ideen für Positives zu verwenden und voneinander zu lernen. Ich weiß, dass du nicht wirklich böse bist. Und ich sehe auch, wie sehr du dazugehören willst. Du kannst diese Chance nutzen, um zu beweisen, wer du wirklich tief in deinem Inneren bist. Ich hoffe, du nutzt sie.“
Mit diesen Worten drückte Sportacus auf den Verschluss seiner Weste, auf dem eine große Zehn prangte. Die einzelnen Teile sprangen auf und offenbarten einen Kristall in ihrer Mitte. Sein Inneres war durchsichtig und glitzerte magisch. Offensichtlich kostete es ihn Mühe, sich davon zu trennen. Aber schließlich nahm er den kostbaren Stein und legte ihn in Robbies Hände. Fast schon zu schnell für das menschliche Auge war er davongerannt.
Robbies gesamter Körper begann zu zittern, als ihm das Ausmaß der Verantwortung bewusst wurde. Er hätte schwören können, dass sich etwas Warmes tief in seinem Herzen ausbreitete. Viel wahrscheinlicher war es allerdings, dass er sich das nur einbildete. Schließlich war er Robbie Rotten, der beste Bösewicht aller Zeiten. Oder etwa nicht?
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