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(1) Jahrestag

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Fili Kili OC (Own Character) Thorin Eichenschild
20.01.2018
08.04.2018
3
13.584
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Dieses Kapitel
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20.01.2018 4.970
 
Hallo ihr Lieben,

dies ist eine Geschichte, die ich quasi noch auf Halde hatte und als kleines Geschenk für Luise poste, da ich mit dem „Urlaub im Auenland“ nicht voran komme. Es sind drei Teile. Wie immer gilt, dass sie keine Spoilergefahr für die Haupt-FF hat (die eh gelöscht ist) und Vorkenntnisse ebenfalls nicht notwendig sind. Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte.

Für alle, die Amilia und Kíli aus meiner Haupt-FF nicht kennen: ich stelle mir beide mit einer Größe zwischen 1,50m und 1,60m vor.

Viel Spaß beim Lesen.

Liebe Grüße

Eure Ela

***



Jahrestag Teil 1



Kíli wachte früh am Morgen im Schlafzimmer der Gemächer auf, die er nach der Schlacht der fünf Heere gemeinsam mit Amilia bezogen hatte. Er bemerkte, dass die Bettseite der Menschenfrau bereits verwaist und kalt war. Es war ungewöhnlich, dass sie nicht gemeinsam aufstanden. Genauso war es ungewöhnlich, dass die Menschenfrau vor dem Zwergenprinzen wach wurde und früher, als er, das Bett verließ. Sie liebte es, lange auszuschlafen und war am frühen Morgen nicht gerade die umgänglichste Person, die der Braunhaarige kannte. Bei der Reise zum Erebor war ihm dies zuvor niemals aufgefallen. Sicherlich war dies auch den besonderen Begleitumständen der Reise geschuldet gewesen. Hier in ihren Gemächern konnte sie ganz sie selbst sein. Aber an diesem Morgen hatte Amilia besonders zeitig aufstehen müssen und ihn vermutlich nicht wecken wollen. Ein schönes Gefühl war dies für den Bogenschützen jedoch ganz und gar nicht.

In dem großen und gemütlichen Bett, das mit schier unzähligen weichen Kissen geschmückt wurde, kam er sich nun ziemlich verloren und einsam vor. Es passte allerdings zu diesem Tag, den er sich eigentlich ganz anders vorgestellt hatte. Sie beide konnten es nicht genau sagen, an welchem Tag sie ein Paar geworden waren, da sie sich zu diesem Zeitpunkt in den Verließen des Düsterwaldes befunden hatten. Eigentlich wäre es Amilia bestimmt möglich gewesen, den Elbenprinzen zu fragen. Hierzu war aber der Zwerg zu stolz, einen Elben um Hilfe zu bitten. Vor allem, da es dieser Hilfe überhaupt nicht bedurfte. Für ihn und Amilia verkörperte ohnehin der Tag ihrer ersten Begegnung ein viel wichtigeres Datum. Der Tag der Sommersonnenwende war für sie beide auf mehrere Arten einen Wendepunkt in ihrem Leben. Und dieser Tag war genau ein Jahr her.

Kíli ließ die letzten Monate noch einmal in seinem Geiste vorbeiziehen. Ihr erstes Kennenlernen auf der Großen Oststraße war alles andere, als harmonisch verlaufen. Sie hatte ihn gerettet, nachdem er von einem Warg gepackt worden und dem sicheren Tode geweiht gewesen war. Nach seiner Rettung hatten sie sich dermaßen in die Haare bekommen, dass die Spannung in der Luft zum Greifen gewesen war. Später in der Nacht hatten sie sich durch einen bloßen Zufall noch einmal getroffen. Gandalf hatte es bereits damals gewusst, dass es kein Zufall, sondern Schicksal gewesen war. Sie hatten sich im Mondschein ausgesprochen und sofort eine enge Verbundenheit gespürt. Viel später hatte er es erst bemerkt, dass es keine freundschaftliche oder geschwisterliche Verbundenheit, sondern die wahre Liebe war, die er für diese Frau empfand. Ein Zwerg verliebte sich in seinem Leben nur ein einziges Mal. Und auch Amilia liebte ihn bedingungslos. Dennoch hatten sie auch die Schattenseiten kennengelernt, die mit diesen berauschenden Gefühlen einhergingen und waren mit Verlustängsten konfrontiert worden. Gerade durch diese schwierigen Situationen war es für die beiden von besonderem Wert und keine Selbstverständlichkeit, dass sie sich gefunden hatten und nun ihr Leben gemeinsam verbringen durften.

Dies war aber auch der Grund, weshalb Kíli dermaßen enttäuscht war, dass Amilia für den heutigen Tag, der ihm selbst so viel bedeutete, anscheinend nicht besonders viel übrig hatte. Sie konnte diesen Tag nicht vergessen haben. Sie vergaß nie etwas. Noch dazu hatte er in der letzten Zeit öfters beiläufig betont, dass sie sich bald ein Jahr kennen würden.

Nach der Schlacht der fünf Heere hatte die schönste Zeit ihres gemeinsamen Lebens begonnen und auch die Zukunft gehörte ihnen. Der Sommer neigte sich dem Ende zu und der Durinstag war nicht mehr fern. Kurz nach diesem Tag würde ihr gemeinsamer großer Tag sein und sie könnten endlich heiraten. Thorin selber würde die Vermählung durchführen, damit das gesamte Volk Amilia akzeptierte. Schließlich hatte es diese Situation noch nie gegeben, dass ein Zwergenprinz eine Menschenfrau ehelichte. Das Volk verehrte Thorin, da er den Zwergen wieder eine Heimat und unermesslichen Reichtum verschafft hatte. Niemand von den Langbärten würde folglich dieser Verbindung widersprechen.

Nachdem Smaug die Seestadt verwüstet hatte, wurde Thal nun wieder aufgebaut. Große Teile der Stadt waren bereits fertig gestellt und erstrahlten in neuem Glanz. Die Menschen, deren Häuser noch nicht bewohnbar waren, lebten vorübergehend im Erebor. Dies hatte es noch nie zuvor gegeben. Aber sie waren es den Menschen schuldig, die durch die Zwerge ihre alte Heimat verloren hatten. Daher fiel Amilia im Erebor nicht besonders auf. Die königlichen Gemächer durften ohnehin nur von den engsten Freunden und Vertrauten der Königsfamilie betreten werden. Thorin hatte es seinem Neffen und Amilia gestattet, bereits nach der Schlacht und ihrer Verlobung im Königstrakt zusammen zu leben. In der Öffentlichkeit zeigten sie sich selten gemeinsam. Aber es gehörte auch nicht zu den Stärken der Zwerge, vor aller Augen Liebesbekundungen auszutauschen.

Genau vor einem Jahr hatte ihre gemeinsame Zeit begonnen und Kíli wollte den heutigen Tag zusammen mit Amilia verbringen. Leider hatte sie andere Pläne.

Obwohl der Anlass ihrer Abwesenheit ein freudiger war, war Kíli dennoch bitter enttäuscht. Amilia hatte sich heute mit Dís auf den Weg gemacht, um die schönsten Stoffe für das Brautkleid auszusuchen und andere Besorgungen für die Feier zu erledigen. Seine Mutter hatte darauf bestanden, das Brautkleid eigenhändig zu nähen. Sie war eine begnadete Näherin. In den Ered Luin hatte diese Fähigkeit auch einen Großteil dazu beigetragen, die Familie zu ernähren. Zwerginnen übten eigene Berufe aus und hatten ihren eigenen Kopf. Dennoch hatten Fíli und Kíli als Zwerglinge gehütet werden müssen, sodass Dís auch aus den einfachsten Stoffen die wundervollsten Kleider hatte nähen können. Niemals zuvor hatte die Königsfamilie im Erebor vor der Vertreibung durch den Drachen Smaug daran gedacht, dass eine von Dís‘ Lieblingsbeschäftigungen eines Tages dafür sorgen sollte, dass sie die Zwerglinge ernährte. Der Bogenschütze hoffte, dass er eines Tages ebenfalls eine Familie haben würde und sie alle in besseren Zeiten leben könnten.  

Kíli stand auf, um das Schlafgemach zu verlassen und ließ den Blick durch die Stube wandern. Es war schon ein seltsames Gefühl, alleine zu frühstücken. Er beobachtete den massiven Holztisch und ließ seine Finger über die Holzmaserung und die eingravierten Zwergenrunen gleiten. Ihm wurde bewusst, dass er noch nie mit Amilia an diesem prachtvollen und großen Tisch gegessen hatte, den Thorin hatte anfertigen lassen. Zu Beginn hatte die gesamte Gemeinschaft  immer zusammen die Mahlzeiten eingenommen. Nachdem Dís den Erebor erreicht hatte, bekochte sie ihre Familie täglich. Sie hatte darauf bestanden, wie in den Ered Luin wieder für die gesamte Familie kochen zu dürfen. Und es gefiel ihnen, wenn sie zu fünft an dem großen Tisch in den Gemächern der Zwergenprinzessin die Mahlzeiten einnehmen konnten. Sie waren zu einer großen Familie geworden. Ein Frühstück bei seiner Mutter konnte er heute nicht erwarten, da sie unterwegs war. Als Mitglied der Königsfamilie brauchte er jedoch nur in die Küche gehen und würde alles zubereitet bekommen, wonach es ihm beliebte, sodass er sich auf den Weg dorthin begab, nachdem er sich vollständig eingekleidet hatte.

In der Küche traf er auf Thorin und Dwalin. Letzterer klopfte ihm zur Begrüßung herzlich auf die Schulter, während der König ihm zunickte. Beide schienen zu spüren, dass er keinen großen Redebedarf besaß.

Der Zwergenprinz stocherte mit der Gabel in seinem Frühstück herum und Dwalin beobachtete ihn mit einem Stirnrunzeln, beließ es aber dabei, sich in Schweigen zu hüllen.

Thorin sprach ihn hingegen an:

„Kíli. Ich muss mit dir reden. Wegen dem Durinstag und eurem großen Tag. Es sind noch ein paar Vorkehrungen für beide Feierlichkeiten zu treffen.“

Der junge Zwerg zuckte mit den Schultern. Er hatte heute sowieso nichts Besseres zu tun. Was er für Amilia und sich geplant hatte, war nun hinfällig geworden. Fíli seinerseits war ebenfalls in Aufgaben eingebunden.

Dwalin richtete plötzlich ebenfalls das Wort an den jungen Prinzen:

„Wir sollten unbedingt wieder mit den Kampfübungen anfangen. Wir haben das in der letzten Zeit echt schleifen lassen. Nicht, dass du mir noch aus der Form kommst.“

„Ich schicke meinen Neffen zu dir, wenn wir fertig sind.“

Kíli fragte sich bereits, welche Prozedur sich als die schlimmere erweisen würde. Er war nicht sonderlich begeistert, mit seinem Onkel ernsthafte Unterhaltungen zu führen. Aber von Dwalin nach Wochen ohne Übungskämpfe über den Platz gescheucht zu werden, war ebenfalls auch keine Freude. Lange Zeit hatte er nach der Schlacht gebraucht, um endlich wieder eine Waffe in die Hand nehmen zu können. Letztendlich verdankte er dies nur einer List, die sich Amilia ausgedacht hatte. Sie war der Grund, wieso er wieder damit begonnen hatte, mit Pfeil und Bogen zu üben. Danach hatte er die Übungen mit dem Schwert wieder aufgenommen. Die Erinnerungen an die Schlacht verfolgten ihn schon viel zu lange. Diese Erinnerungen hielten ihn zwar nicht mehr so fest umklammert, aber sie würden ihn niemals gänzlich loslassen.

Nachdem alle mit dem Frühstück fertig waren, gingen Thorin und Kíli in das Arbeitszimmer des Königs, um dort in den großen und einladenden Sesseln vor einem riesigen Holztisch Platz zu nehmen. Kíli hatte seinerseits das Gefühl, in dem weichen Stoff zu versinken und war insgeheim froh darüber, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit niemals an diesem Ort über die Geschicke seines Volkes nachdenken und diese leiten müsste.

An dem heutigen Tag wurden jedoch allerlei Dinge bezüglich der nahenden Festlichkeiten besprochen. Irgendwann wollte Thorin wissen, welche Edelsteine Amilia besonders gern mochte. Er wollte den Brautschmuck anfertigen lassen und Edelsteine für das Brautkleid aus dem Schatz heraussuchen lassen. Es war bei den Zwergen Brauch, dass die Brautkleider der Königsfamilie üppig verziert wurden.

Kíli begann daraufhin unruhig auf dem Stuhl hin und her zu rutschen. Er wusste, dass Amilia keinen besonderen Halsschmuck tragen wollte. Sie wollte nur den Mondanhänger tragen, den er ihr in Bruchtal geschnitzt hatte. Aber er wollte seinem Onkel auch nicht vor den Kopf stoßen, sodass er unschlüssig war, was er Thorin antworten sollte.

„Amilia möchte als Halsschmuck nur den Holzanhänger tragen. Sei bitte nicht verärgert. Er bedeutet uns beiden aber unendlich viel. Außerdem sind in ihm die blauen Diamanten verarbeitet, die du uns geschenkt hast. Und ich habe den Anhänger mit Mithril übergossen. Wir möchten die Ringe ebenfalls aus Mithril anfertigen lassen. Wegen dem Kleid solltest du mit Mutter sprechen. Die Edelsteine sollten schon zum Stoff passen.“

Thorin gab sich mit der Antwort zufrieden und fragte:

„Wie geht es Amilia eigentlich?“

„Ich denke, so wie immer. Wieso fragst du?“

Kíli konnte es manchmal selber nicht glauben, wie sich Thorins Verhalten Amilia gegenüber in den letzten Monaten geändert hatte. Zuerst hatte sein Onkel Amilia als die Frau an seiner Seite abgelehnt. Eine gemeinsame Zukunft war in den Augen des Königs undenkbar gewesen. Nun war er immer besorgt um sie und wollte sie regelrecht mit Geschenken überhäufen.

„Na ja….es ist halt so“, begann Thorin leicht zu stammeln.

Der Prinz blickte seinen Onkel fragend an. Es kam selten vor, dass Thorin um Worte rang. Schnell machte er sich daher Sorgen, ob Amilia wirklich krank war und sie ihm dies verheimlichte. War sie womöglich gar nicht mit Dís wegen der Hochzeit unterwegs, sondern zu einem Heiler gegangen? Aber sie hatte ihm in der letzten Zeit keine Anhaltspunkte dazu gegeben, sich um ihren Gesundheitszustand zu sorgen. Und sie war ebenfalls in Bruchtal in Heilkünsten ausgebildet worden.

„Fühlt sie sich etwa unwohl? Hat sie dir etwas gesagt? Ist sie krank und verheimlicht dies vor mir?“, fragte Kíli nun aufgebracht.

„Nun ja…deine Mutter und ich. Wir wünschen uns so sehr, dass ihr ein Kind bekommt. Euer Kind wäre auch für mich wie ein Enkelkind.“

Der Bogenschütze schaute seinen Onkel völlig entgeistert an. Wenn er nun mit allem gerechnet hätte, aber nicht mit diesem Wunsch.

Auch Thorin wirkte langsam so, als ob ihn die Situation peinlich berührte. Fíli würde eines Tages König sein. Jedoch war auch Thorin kinderlos und dafür dankbar, dass seine Schwester zwei so wunderbaren Söhnen das Leben geschenkt hatte und die Linie Durins gesichert war. Er würde es gewiss begrüßen, wenn die Familie bald Zuwachs bekommen würde. Und doch glaubte Kíli nicht, dass seine Kinder mit Amilia jemals eine große Rolle in der Thronfolge einnehmen würden. Sie wären niemals reine Zwerge.

„Seit so vielen Monaten lebt ihr jetzt bereits zusammen. Deine Mutter und ich machen uns einfach Gedanken, ob Kinder aus dieser Verbindung entstehen können. Schließlich ist Amilia keine Zwergin. Oder möchtest du mir erzählen, dass ihr bis zur Hochzeit tatsächlich in getrennten Betten schlaft und euch an das Protokoll haltet? Genügend Platz hättet ihr ja bei so vielen Zimmern.“

Kíli bemerkte, wie ihm das Blut heiß in die Wangen stieg und wusste nicht, was er auf die letzte Frage antworten sollte. Auch seine Ohren begannen zu glühen und er spürte, wie das Blut in ihnen rauschte. Wie sollte er seinem Onkel einigermaßen diskret mitteilen, dass sie kaum die Finger von einander lassen konnten? Schließlich rang er sich dann doch zu einer Antwort durch:

„Wir leben so zusammen, als ob wir bereits verheiratet wären.“

Thorin hatte seine letzte Frage mit einem Augenzwinkern untermalt. Kíli fand diese Frage jedoch alles andere, als amüsant. Schließlich hatte er sich dieselbe auch schon oft gestellt. Zu Beginn hatte er sich eher davor gefürchtet, Nachwuchs in die Welt zu setzen. Aber nachdem sie in die königlichen Gemächer hatten einziehen dürfen, hätte er sich über ein Kind gefreut. Es gäbe für ihn nichts schöneres, als dass aus ihrer Liebe neues Leben entstehen könnte. Aber in den letzten Monaten war dies nicht geschehen. Er hatte auch nicht mit Amilia darüber gesprochen. Sie genossen einfach ihre gemeinsame Zeit und waren glücklicher, denn je. Dennoch fragte er sich, warum es mit einem Kind nicht klappte. Lag es daran, dass sie von verschiedenen Völkern abstammten? Wenn er ehrlich zu sich selbst war, kratzte es schon ein wenig an seinem Zwergenstolz, dass sich kein Nachwuchs ankündigte. Fíli zog ihn auch schon regelmäßig auf, dass er ihn in der Kunst des Bogenschießens eigentlich als besseren Schützen in Erinnerung hätte.

„Es tut mir leid, Kíli. Ihr seid jung. Genießt euer Leben. Mahal wird euch noch Kinder schenken. Lasst euch durch mein dummes Gerede nicht unter Druck setzen. Bei einem Zwergenpaar sind 10 Jahre keine Seltenheit. Wir sollten uns alle in Geduld üben.“

Thorin bereute es bereits, seinen Neffen auf dieses Thema angesprochen zu haben. Dies spürte Kíli nur allzu deutlich an dessen Worten und an dem Versuch, die peinliche Unterredung wie folgt zu umgehen:

„Du solltest auf andere Gedanken kommen. Geh nun zu Dwalin.“

Und doch nahm der Prinz den Vorschlag gerne an, obwohl er sich fragte, ob sich das Kämpfen als das kleinere Übel herausstellen würde.


Seine Befürchtungen sollten sich auch bewahrheiten. Dwalin schien seinen Spaß daran zu haben, ihn über den Waffenübungsplatz zu scheuchen. Obwohl der Waffenmeister wusste, dass Kíli in der letzten Zeit nicht viel für den Schwertkampf getan hatte, zeigte er kein Erbarmen. Immer hatte er einen bissigen Kommentar auf den Lippen. Die mangelnde Übung der letzten Wochen machte sich schnell bemerkbar. Kíli fragte sich, ob es ihm in einigen Stunden überhaupt noch möglich wäre, sich zu rühren. Ihm taten jetzt schon Muskeln weh, von denen er vorher gar nicht gewusst hatte, dass es sie gab. Oder hatte er es in den letzten Monaten einfach vergessen?

„Ich wette, dass sogar Amilia besser kämpft, als du. Du wirst jetzt die gesamten Übungen wiederholen. Du hast wohl alles vergessen, was ich dir einst beigebracht habe!“, brüllte Dwalin.

Kíli hatte daraufhin genug und warf sein Schwert wie ein trotziger Zwergling auf den Boden. Er hatte dies schon Ewigkeiten nicht mehr getan, aber die Entwicklung der Ereignisse an diesem Tag zerrte unbarmherzig an seinen Nerven.

„Wenn ich jetzt weitermache, werde ich mich die nächsten Tage nicht mehr rühren können!“

„Ist dies für mich von Belang? Amilia ist doch sowieso mit Dís unterwegs. Das dauert bei Frauen ewig, wenn sie für Festlichkeiten einkaufen. Für sie wirst du deine Kräfte heute Abend wohl kaum benötigen. Und vielleicht hättest du heute Morgen besser nicht so sehr in deinem Speck mit Rührei herumgestochert, sondern dies gegessen. Dann wärest du womöglich mehr bei Kräften“, spottete der ältere Krieger.

„Sehr witzig, Dwalin“, gab Kíli gepresst von sich. Immerhin hatte er eine Frau. Dwalin konnte das nicht von sich behaupten.

Bevor Kíli noch etwas Unbedachtes von sich geben konnte, erschien Fíli auf dem Übungsgelände. Der Braunhaarige fragte sich, wie es Fíli immer wieder schaffte, in den richtigen Momenten für ihn da zu sein.

„Wie siehst du denn aus, Bruderherz?“, fragte er den Jüngeren und schaute an ihm herab.

„Dwalin fand es witzig, mich über den Platz zu scheuchen.“

„Das sehe ich. Du siehst aus, als hättest du dich wie ein Warg durch den Staub gerollt.“

„Wenn ich dir einen Rat geben darf, Fíli…schaff dir am besten nie eine Frau an. Dann vergisst du alles, was du vorher übers Kämpfen wusstest. Und deswegen werden wir jetzt die ganzen Übungen noch einmal wiederholen, Kíli. Ich dulde keine Widerrede!“

„Das geht leider nicht, Dwalin. Kíli und ich werden in der Bibliothek gebraucht. Laut Balin duldet dies keinen Aufschub“, fiel ihm der Thronerbe ins Wort.

„Na gut, Junge. Wenn du mir eine Frage beantwortest, dann lass ich dich gehen. Würdest du mir empfehlen, mir in Thal eine Menschenfrau zu suchen? Amilia scheint dich so zu fordern, dass du nicht einmal mehr wenige Augenblicke ein Schwert halten kannst. Oder wieso ist dir dein Schwert eben aus der Hand gefallen?“

Kíli spürte, dass er bedrohlich nahe an einem Wutausbruch stand. Bei Amilia verstand er keinen Spaß. Dies hatte auch Dwalin schon bei der Ankunft der Zwerge im Erebor zu spüren bekommen. Bereits jetzt hatte er seine Hände so fest zu Fäusten geballt, dass diese zitterten. Aber Fílis Worte sorgten dafür, dass sein Blut nicht überhitzte und er etwas Dummes anstellen konnte.

„Komm kleiner Bruder. Wir lassen Dwalin alleine. Er soll sich erstmal eine Frau suchen, bevor diese Unterhaltung weitergeführt wird.“

Schnell waren sie aus Dwalins Sicht- und Hörweite und der Blondhaarige erkundigte sich besorgt nach den Übungseinheiten:

„War es so schlimm mit Dwalin?“

„Er weiß gar nicht, wovon er redet. Die Übungen waren furchtbar. Und seine bissigen Kommentare kann er sich ebenfalls sparen.“

„Jedenfalls habe ich mich dazu genötigt gesehen, einzuschreiten. Mir ist es immer noch gegenwärtig, wie du den Bierkrug in deiner Hand zerbrochen hast, als Dwalin sich Amilia gegenüber anzüglich geäußert und dies noch nicht einmal ernst gemein hat. Oder als du ihm noch etwas anderes an den Kopf geworfen hast, das ich aber nicht wiederholen möchte, da das reine Aussprechen jedem Mann Schmerzen bereitet.“

„Moment mal. Bei letzterem warst du aber nicht anwesend! Wer hat dir das erzählt?“

„Ich mach dir einen Vorschlag, Kíli. Vergessen wir dies und wir nehmen ein Bad.“, gab Fíli hastig von sich.

„Ich dachte, wir müssen in die Bibliothek?“

„Natürlich nicht, du Dummkopf! Die Bibliothek ist Balins Reich. Balin und Thorin sind anscheinend die Einzigen, vor denen Dwalin Respekt hat. Ich wusste, dass er dich dann gehen lassen würde.“

Kíli musste schmunzeln. Zu gerne würde er Dwalins Gesicht sehen, wenn er von seinem Bruder erfahren würde, dass die beiden Prinzen nicht in der Bibliothek geholfen hätten.

„Nun kleiner Bruder, Dwalin kann man manchmal nur mit Köpfchen besiegen.“

Er zwinkerte Kíli zu und die jungen Zwerge begaben sich in den Königstrakt, um direkt auf Fílis Gemächer zuzusteuern. Obwohl es in den letzten Monaten unendlich viel zu tun gegeben hatte, hatten sie es sich nicht nehmen lassen, sich zweimal wöchentlich in den Räumlichkeiten des Thronerben zu treffen, um in dem großen Badebecken ein gemeinsames Bad zu nehmen. In den Königsgemächern befanden sich eigene Bademöglichkeiten, sodass sie nicht die großen Gemeinschaftsbecken nutzen mussten, die sich tiefer im Erebor befanden. Sie tauschten sich in diesen Momenten immer über alles aus. Es war ihnen wichtig, füreinander da zu sein. Und Fíli hatte scheinbar heute das Gefühl, dass sein Bruder ihn brauchte, da er ihn zu einem spontanen Bad eingeladen hatte.

Fílis Räumlichkeiten ließen nicht darauf schließen, dass sie sich in dem Teil des Erebor befanden, in dem die reichste Zwergenfamilie lebte. Aber sie waren kein Leben als König und Prinzen in den Ered Luin gewohnt gewesen, sodass sie die Räumlichkeiten zwar einladend, aber nicht übermäßig prunkvoll einrichteten. Zunächst gab es ebenfalls reichlich andere Baustellen und Zerstörungen im Erebor, die es zu beseitigen galt. Die Anhänger des Königshauses hatten es daher als vermessen angesehen, als Erstes kostbare Einzelstücke für ihre Räume anfertigen zu lassen. Die Gemächer waren sauber und verfügten über funktionierende Kamine und Rohrleitungen. Die eigenen Badebecken waren eine wunderbare Annehmlichkeit. Wie in Kílis und Amilias Bad waren auch in dem des Thronerben die Fliesen in einem warmen Grauton gehalten.

Beide Brüder streiften sich geschwind die Kleidung ab, nachdem sie warmes Wasser eingelassen hatten. Sie setzten sich auf zwei gegenüberliegende Sitzbänke und Kíli spürte, wie das wohlige Nass seine angespannten Muskeln lockerte.

Recht schnell ergriff Fíli das Wort:

„Was ist denn los, Kíli? So niedergeschlagen und gereizt habe ich dich schon lange nicht mehr gesehen. Als ich Thorin vorhin getroffen habe, hat er gesagt, dass du bereits beim Frühstück nicht bei der Sache gewesen seist. Du brütest doch nichts aus, oder? Du und Amilia hattet doch keinen Streit?“

„Nein, natürlich nicht.“

„Und was bedrückt dich dann?“

„Versprich mir, mich nicht auszulachen.“

„Habe ich jemals über dich gelacht?“

„Heute vor einem Jahr habe ich Amilia kennengelernt. Ich wollte mit ihr einen schönen gemeinsamen Tag verbringen und heute Abend im Mondschein ein Picknick machen.“

„Du hast dich in dem letzten Jahr verändert, seitdem du Amilia kennengelernt hast. Nie hätte ich geglaubt, dass du für eine Frau ein romantisches Abendessen vorbereiten willst. Aber du warst schon immer ein Romantiker.“

„Jedenfalls verlief der Tag ganz anders, als erwartet. Erst hat Thorin mich mit seinem Wunsch nach königlichem Nachwuchs aus der Fassung gebracht und dann musste ich mich mit Dwalin herum ärgern. Und Amilia scheint der Tag auch nicht wichtig zu sein. Sie hat sonst immer alles im Kopf. Und daran denkt sie nicht?“

„Vielleicht möchte sie gerade deswegen an diesem Tag die Besorgungen für die Hochzeit erledigen.“

Von der Seite hatte es Kíli noch gar nicht betrachtet. Immer wieder fand sein Bruder die richtigen Worte für ihn.

„Aber ich frage mich auch, wann ihr mich zum Onkel macht“, stichelte Fíli.

„Du bist der Thronerbe, Fíli. Du solltest dich um Nachwuchs kümmern.“

Kíli betrachtete daraufhin seinen älteren Bruder. Er war mit seinen blonden Haaren und den breiten Muskeln unglaublich gutaussehend. Alle Zwerginnen schauten ihm hinterher, sobald sie ihn sahen. Dennoch hatte es bisher keine geschafft, sein Herz zu erreichen.

„Weißt du, Kíli. Ich genieße es jetzt, dass du bereits eine Frau gefunden hast. Ich kann mich nun zurücklehnen und warten, bis die Richtige kommt. Und ehrlich gesagt bin ich wirklich froh darüber, dass Onkel noch nicht mit dem Wunsch und Rat auf mich zugekommen ist, dass ich mir eine Frau suchen muss. Oder viel schlimmer wäre es, wenn er mir eröffnen würde, dass er eine Frau für eine Vernunftehe für mich gefunden hätte.“

„Thorin wird keine Vernunftehe für dich aushandeln. Wir wissen, dass dies bisher nicht geschehen ist. Und er wird dies auch nicht tun. Zunächst ist er selbst in der Pflicht. Und er hat gesehen, wie viel Unglück es bringt, Liebe verhindern zu wollen. Niemals werde ich seinen Anblick vergessen, wie er Amilia und mich um Verzeihung gebeten hat.“

„Wusstest du eigentlich sofort, dass Amilia die Richtige ist, als ihr euch begegnet seid?“

Kíli hatte über ihre erste Begegnung nie besonders ausführlich mit Fíli gesprochen. Sein Bruder wusste, dass sie ihm das Leben gerettet hatte. Dennoch wusste er nicht, dass bereits damals die Funken gesprüht hatten. Dies war jedoch keiner Zuneigung geschuldet gewesen.

„Ehrlich gesagt konnte ich sie anfangs nicht leiden. Sie hat mir das Leben gerettet. Sie hat den Warg getötet, der mich geschnappt hatte. Ebenfalls hat sie die anderen Orks getötet. Ich habe dermaßen neben mir gestanden, dass ich mich nicht einmal richtig bedanken konnte. Ich habe etwas Unkluges zu ihr gesagt und dann hat sie es geschafft, mich zu Boden zu befördern und saß plötzlich auf mir, um mir eine Waffe an den Hals zuhalten. Amilia hat mich aufgezogen, wieso ich keinen richtigen Bart habe und ob ich mit einem Schmiedehammer noch nicht umgehen könnte und mir immer auf die Finger hauen würde.“

„Langsam begreife ich, wieso du über eure erste Begegnung nicht reden wolltest. Ich habe immer geglaubt, dass es daran gelegen hat, dass dich ein Warg geschnappt hat. Daran möchte ich am liebsten auch nicht denken.“

Kíli wusste, wie sehr sein Bruder damit zu kämpfen gehabt hatte, dass der Bogenschütze von einem Warg in das offene Gras gezogen worden war. Schnell versuchte er von diesem Ereignis abzulenken, da sich alles zum Guten gewendet hatte und er nicht wollte, dass die Stimmung kippte.

„Aber glaub mir, sie hat die Vorzüge eines kurzen Barts durchaus zu schätzen gelernt. Und sie hat es interessant gefunden, dass ich als Waffe einen Bogen gewählt habe. Sie hat schließlich die gleiche Waffe gewählt und weiß, wie viel Übung und Konzentration dies verlangt. In der Nacht haben wir uns zum Glück ausgesprochen. Aber an Liebe habe ich da nicht gedacht. Ich fühlte mich mit ihr verbunden. Auf der Reise wurde es dann jedoch immer schwerer, kameradschaftlich miteinander umzugehen. Ich wusste nicht, wie ich mit meinen Gefühlen umgehen sollte und hatte Angst, auf Ablehnung zu stoßen. Im Verließ im Düsterwald haben wir uns dann zum ersten Mal geküsst. Einmal waren die Elben zu etwas zu gebrauchen.“

Fíli konnte sich das Lachen nicht verkneifen und sprach:

„Es passt zu dir, etwas Törichtes zu sagen Und lässt du dir das heute immer noch von deiner Herzendsame gefallen?“

„Was?“

„Dass sie dich auf den Rücken wirft?“, stichelte Fíli.

Kíli verstand diese Anspielung sofort. Es war unter Zwergen kein großes Geheimnis, dass die Männer es nicht besonders schätzten, wenn die Frauen beim Liebesspiel die dominante Position einnahmen. Vor seinen Kameraden würde er dies niemals zugeben, aber ihm gefiel es, wenn auch Amilia ab und zu oben war. Nicht umsonst drehte er sich manchmal unauffällig auf den Rücken. Wobei sie immer betonte, dass es ihr nicht darum ging, die Zügel in der Hand zu halten. Dies war auch nicht ihre Art. Ihr ging es darum, dass sie ihm genussvolle Momente schenken wollte. Und es war mehr als das. Amilia machte ihn regelrecht wahnsinnig, wenn sie dafür sorgte, dass sie beide in den Wonnen ihrer Vereinigung gefangen waren und er dabei die Lust und das Verlangen nach ihm in ihrem Gesicht sehen konnte. Was sprach eigentlich dagegen, wenn sie es in der Hand hatte und ihn in den Wahnsinn trieb und es offensichtlich für sie selbst auch wunderschön war? Aber dieses Geheimnis wollte er seinem Bruder nicht anvertrauen. Sollte er es doch selbst eines Tages herausfinden, sofern die Damen nicht allesamt eingeschlafen waren, bis er sich der Waffenkammer entledigt hatte, die er stets mit sich herumtrug.

„Na warte Fí, das wird dir noch leid tun, dass du so frech zu mir bist!“

Kíli spritzte seinem Bruder Wasser ins Gesicht und drückte ihn dann unter Wasser. Sie spielten und rangelten so eine ganze Weile. In diesem Moment waren sie keine Anhänger des Königshauses. Sie waren einfach glückliche Brüder. Irgendwann mussten sie jedoch wieder zu Atem kommen und ließen lachend voneinander ab. Kíli musste es sich eingestehen, dass sich seine Laune schlagartig gebessert hatte. Das Wasser hatte nicht nur den Schmutz von den Übungsstunden beseitigt, sondern auch seinen Geist gereinigt.

Als sie aus dem Wasser gestiegen waren und wieder ihre Kleidung angelegt hatten, sprach der Ältere:

„Ich habe einen weiteren Vorschlag für dich. Ich werde uns nun Abendessen besorgen. Essen wir bei dir?“

„Wieso denn bei mir?“

„Weil wir sonst immer bei Mutter essen. Da werden wir heute aber nicht erfolgreich sein. Und ich habe eure Gemächer schon lange nicht mehr gesehen. Ich möchte gerne wissen, ob sich bei der Einrichtung etwas geändert hat. Ich werde Amilia zwar nicht ersetzen können, aber ich möchte, dass du dein Abendessen mit Gesellschaft bekommst.“

Obwohl der Jüngere die Augenbraue hochzog, da Fílis letzter Besuch nun auch nicht allzu lange her war, sagte er:

„Abgemacht.“



Kíli begab sich geradewegs zu seinen Gemächern, während Fíli die entgegengesetzte Richtung in dem mit Fackeln eingesäumten Gang einschlug. Er war unendlich dankbar, dass er einen so wunderbaren großen Bruder hatte, der immer für ihn da war. Fíli hatte es tatsächlich geschafft, dass er wieder gute Laune bekommen hatte. Als er die Tür öffnete, schlug ihm sofort ein köstlicher Essensgeruch entgegen. Verwundert blieb er stehen. Er traute seinem Bruder zwar viel zu, jedoch nicht, dass er in dieser kurzen Zeit die Gemächer schneller, als er, erreicht hatte und Essen auf dem Tisch servieren konnte. Ein Zauberer war er dann doch nicht und einen Schlüssel besaß er ebenfalls nicht.

Kíli betrat weiter die Stube, die mit vielen Kerzen erleuchtet war, die alle sicher auf Stein und nicht auf Holz standen. Amilia dachte einfach immer an alles. Im Kamin prasselte ebenfalls ein einladendes Feuer, das den Raum in einem gemütlichen Licht erscheinen ließ.

„Amilia?“, fragte er schüchtern.

„Hättest du etwa jemand anderen in unseren Gemächern erwartet, da du glaubtest, ich sei unterwegs? Sollte ich eifersüchtig sein?“, hörte er ihre Stimme, sah jedoch nicht, in welchem der Räume sie sich momentan befand.

„Bei Durin! Nein!“, gab er voller Nachdruck von sich, obwohl er in der Tonlage der Menschenfrau leichte Belustigung herausgehört hatte. Sie wusste es nur zu gut, dass er ihr verfallen war. Ein Zwerg konnte sein Herz nur ein einziges Mal verschenken und ihr gehörte seins vermutlich seit ihrer ersten Begegnung.

„Dann werde ich dir mal Glauben schenken.“

Kíli bemerkte, dass sich von hinten zwei Arme um seinen Bauch geschlungen hatten. Amilia presste sich eng an seinen Körper und säuselte ihm ins Ohr:

„Ich habe dich heute vermisst.“
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