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- Dirty Things.

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Kanata Wakamiya (Reiga) Takashiro Giou Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
16.01.2018
22.03.2020
13
31.649
6
Alle Kapitel
37 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
03.06.2019 2.341
 
Hallöchen, Popööööchen ♥
Ich habe mich beeilt und wirklich angestrengt, aber da ich zur Zeit an einem eigenen Buch arbeite... naaeew -_-
Ja, ist ja gut meine Lieben! Ich hoffe ihr mögt es heute etwas süßer,
bevor wir im nächsten Kapitel die dreckige Wahrheit platzen lassen. Ich habe mir einiges überlegt und ich denke,
dass es wirklich Ü18 werden wird :) Dafür küsse ich nun jedes eurer Herzen und hoffe ihr nehmt mir die kommenden
Quälereien, die ich mir für die Beiden überlegt habe, nicht übel ♥

Lied ( Liegt mir echt am Herzen, also hört rein! )
https://www.youtube.com/watch?v=mcdO9UP0hp8

Ganz viel Liebe an die süßen Kommentare von: rosenengel und natürlich H0rst3r ♥
Ihr habt mich motiviert und ebenso die Empfehlungen, von denen ich zu gerne wüsste, von wem sie sind ♥
Status: Noch nicht auf Rechtschreibung geprüft.

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Noch immer liege ich in meinem Bett, den seidenen Bezug bis zum Hals gezogen und einen bereits warmen Lappen auf der Stirn.
„Du bist unmöglich.“, beschwerte sich das schöne Mädchen mit ihrem Karamellhaar, als sie einen neuen und kühlen Waschlappen auf meine Stirn legte, während der Alte kommentarlos in der Schüssel mit Wasser landet.
„Das darfst du nicht noch einmal machen, hörst du?“, schimmert sie mich mit ihren feuchten Augen an und ich weiß, wenn ich sie nun nicht besänftige, weint sie hemmungslos. Das ertrage ich nicht und so lächele ich sie freundlich an, auch dann noch, als ihre Fingerspitzen meine Haut berühren, was mich erzittern lässt.
Ich weiß, dass niemand etwas dafür kann, dass ich Schmutz bin und doch geben sie sich mit mir ab, pflegen mich und sehen mich als Teil von ihnen. So etwas habe ich nicht verdient, nicht wo ich diese Dinge in meinem Kopf zusammen spinne. Mit einem leichten Hüftschwung gleitet sie aus der Tür und versichert mir, dass sie in nur wenigen Augenblicken zurück sei mit Suppe, die der Koch extra für mich zubereitet hat. Jedes Gericht riecht köstlich, doch wirklich etwas herunter bekomme ich wohl wieder nicht und so bitte ich sie mich alleine essen zu lassen.
Es fiel bis jetzt nicht auf, dass ich das Geschirr später noch halbvoll einfach selbst in die Küche brachte.
Seit eine Woche liege ich hier mit Fieber und leichtem Husten, während die Welt sich einfach weiterdreht, ohne dass ich Gelegenheit bekomme, auszusteigen, wenn ich denn wollte.
Noch wurde ich bisher in jeder Nacht mit diesen Bildern in einem rauchigen Rot und dem Mann, den ich so verehrte, erschüttert und aus meinem Schlaf katapultiert. Wird das jemals aufhören? Wie lange kann ein Mensch so etwas ertragen? Ich bin schwach und verweichlicht, wenn ich mich mit den Anderen vergleiche. Sie kämpfen nach der Schule gegen Duras, zumindest hatte Luca mir das erklärt, als ich mich nicht mehr im Bett hatte halten können.
„Yuki.“; klopft es an und noch bevor ich den Eintritt gewähren kann, steht da der Mann, den ich vor Kurzem noch im Schlaf beobachtet habe.
„Luca?“ Wo ist...?“, fange ich an mich nach Touka zu erkundigen, als er mit einer Weichheit in der Stimme erklärt, dass sie sich mit Tsukumo stritt und es wohl noch etwas dauern würde, bis ich mein Essen von ihr bekäme.
„Iss.“, fordert mich der Schwarzhaarige auf, als er mir das Tablett mit der hölzernen Schüssel auf den Schoß stellt. Es riecht nach gekochten Möhren, Algen und Hühnchen. Wenn mir das Magen nicht voller Steine liegen würde, so wüsste ich nicht, wie viele Portionen ich wohl verschlingen konnte. Es riecht einfach genauso gut wie die Tomatenbrötchen. Das ganze Haus muss duften wie ein Kräutergarten.
„Willst du etwas Anderes?“, fragt mich Luca, nachdem ich noch immer keinen Löffel der Suppe in meinen Mund geschoben habe. Ich schüttelte meinen Schopf, worauf mir mein Haar ins Gesicht fällt. Ich unterdrücke noch gerade das Zucken in meinem Körper, als seine starken Finger die noch feuchten Haare aus meinem Gesicht wischen.
„Danke, Luca.“
Sein Blick fällt durch die Fenster, die noch immer eingeschneit sind. Wenn mich dieser wunderschöne Bezug nicht wärmen würde, würde ich sicher ebenso erfrieren, wie die kleinen Gräser unter der Schneedecke.
„Ist alles in Ordnung?“, schellt seine Frage in die Brandung meines Inneren. Warum glaubt er, dass ich nicht in Ordnung bin.
„Glaubst du, dass der Weg zu einem selbst viel schwerer ist, als der zu einer Person?“, flüstere ich, ehe ich mich ertappen wie ein trauriges Lächeln meine Miene ziert. Warum habe ich nicht wie immer reagiert? Warum sage ich nicht, dass alles okay ist? Noch ehe ich mich umentscheiden kann die Frage zu revidieren, spüre ich wie die Matratze neben mir nachgibt. Luca sitzt, wie so oft, in all seiner Schönheit neben mir. Scheinbar noch immer so mager, bleich und besorgt, aber noch immer wunderschön. Alles an ihm lädt ein zum verweilen und das tue ich auch. Ich hefte meinen Blick auf seine silbernen Augen, die mich abschätzen und nicht sicher sind, was sie sehen.
„Tut mir leid, Luca. Das muss das Fieber sein.“, lüge ich ihn an, weil ich ihm nicht die Mühe wert sein kann, die diese Antwort mit sich bringt. Sein Blick gleitet an mir vorbei, wieder zurück zu mir und wieder durch das Fenster.
„Egal welchen Weg du nimmst, ich gehe ihn mit dir.“
Das silberne Schimmern in seinen Augen haut mich jedes Mal vollkommen um und die kleine Mauer, welche ich um mich baute, stürzt ein und zerfällt wie ein Keks. Die Wärme seiner Stimme umschmeichelt meinen Geist, streichelt mein Inneres und dringt bis tief in mein Herz hinein. Die Venen, die mich sonst nur sporadisch am leben halten, pumpen nun unaufhörlich Blut in meinen fiebrigen Körper.
„Das ist gut...“, säusle ich so leise, dass ich mir nicht sicher bin, ob Luca es gehört hat, aber das ist auch gar nicht weiter wichtig. Es zählt einzig und allein der Gedanke, dass er mich nicht alleine lässt, obwohl ich so abweisend und resigniert gegenüber Allen bin.
Ich seufze.
„Ich möchte dir etwas zeigen, Yuki.“, flüstert er so leise, als habe er Angst, dass jeder Ton mein Herz brechen würde. Nickend, wickele ich mir den Mantel aus weißer Seide um die Hüften zusammen und steige aus dem Bett. Luca steht schon bereit, mir die Hand entgegen streckend, bereit mich durch die ganze Welt zu tragen und zu halten, wenn ich ihn bitte. Kurz überlege ich, ob ich mich überwinde kann ihn zu berühren, doch wie könnte ich das nicht?
„Ich schaffe das, danke.“, weise ich ihn dennoch zurück, freundlich aber ich sehe wie die warme Miene sich zu einer Grimasse verziehen will. Er lässt mir meinen Freiraum und hält bereits die große Tür auf, als ich schon den kühlen Luftzug spüre. Wieso ich nicht frage, wohin wir gehen? Ist das nicht egal, wenn man in diese Augen schaut?
Wir schreiten aus dem Zimmer, die dampfende Suppe zurücklassend und liefen den roten Teppich entlang bis wir in einem Flügel des Anwesens sind, den ich noch nie gesehen habe. Eilig fahre ich jeden Winkel ab und stelle fest, dass es furchtbar kühl hier ist. Nirgends hängt ein Bild, nur schwarze Tapete mit dunkelroten Ornamenten.
„Wo sind wir?“, frage ich nun doch sichtlich irritiert.
„In meinem Zimmer.“, erklärt er mir kühl und wartet bis ich ganz dich neben ihm stehe, bevor er die dunkle Eichentür aufschiebt.
Mir stockt der Atem. Ich weiß ja, dass Luca etwas besonderes ist, aber seine Art zu schlafen, ist ebenso sonderbar.
Ich erblicke ein riesiges Bett in der selben Farbe der Tür, eine unglaubliche Fensterfront mit Balkon und...
„Wie unglaublich schön...“, fehlt mir noch immer die Sprache, als ich die Decke des Zimmers sehe. Sie wirkt so lebendig und echt, so als gäbe es gar kein Dach in diesem Zimmer. Wild funkelten kleine Welten in einer tiefschwarzen Nacht und nichts sheint noch von Bedeutung zu sein. Immer wieder blitzen kleine Sterne und Schnuppen auf, nur um in dem Nichts zu verschwinden aus dem sie gekommen sind.
Als ich endlich wieder bereit bin die Luft in meine Lungen zu lassen, wird mir bewusst, dass dies etwas ist, dass sonst niemand über Luca weiß.
„Ich komme hier oft her, wenn ich mich verirre.“, gibt er ruhig und warm von sich, dass ich nicht genau verstehe was er meint. Luca? Als ob er sich ebenso mal in sich selbst verirrt, wo er doch so stark ist und ein Held – mein Held.
Ich realisiere erst dass ich weine, als er mir die salzige Träne von der Wange küsst. Nein, es ekelt mich nicht an. Der Zauber, den er hier wirkt wird mich sehr bald verzehren und mir den Weg weisen, den ich zu gehen habe, oder? Ist das seine Art mir zu sagen, dass ich nicht alleine mit meinen Sorgen bin? Das auch er mal das Ziel aus den Augen verliert?
„Luca...“, schluchze ich, als er zärtlich über meine Stirn streichelt und sich nach meinem Fieber erkundigt.
Über uns tanzen die Sternen ihren eigenen Tanz, während unsere Herzen ebenso in ihrem ganz eigenen Takt schlagen. Noch immer fühle ich die warmen Lippen des Schwarzhaarigen auf meiner Haut, wie sie langsam unter ihr verbrennt und sich auflöst – wie ein Vogel davon fliegt. Und mit ihr meine Angst alleine mit all dem Chaos in mir zu sein.
Mein Blick heftet sich immer wieder an die sternenklare Nacht, die mitten im Raum aus dem Nichts mit ihrem Zauber für sie wirbt.
Wieder schauen wir beide uns das Vorbeiziehen einer kleinen Sternschnuppe an, als mir nun endlich klar wird, dass Luca seinen Augen ebenso verführerisch wie diese Nacht schimmern. Alles an ihm ist so sonderbar – so anders, so besonders.
„Ich werde immer bei dir sein, Yuki.“
„Auch wenn ich mich verlaufe?“, gebe ich ehrlich von mir.
„Ich beschütze dich damit das nicht passiert.“, redet er ruhig, während ich seine Hand gegriffen habe, welcher Teufel auch immer mich da reitet. Ich habe plötzlich das Bedürfnis ihm mit dieser idiotischen Geste zu zeigen, dass ich mich nicht kampflos dieser Dunkelheit in mir hingeben werde! Ich halte seine Hand und wenn ich am aufgeben bin, lasse ich ihn mich führen, weil ich weiß, dass er die schönste Nacht selbst ist.
Meine Wangen glühen, als er sein Gesicht direkt vor mir platziert. Seine schwarzen Haare spiegeln das Licht der Sterne wider und hüllen ihn in einen Schleier ein, der nicht von dieser Welt sein kann.
Er umfasst meine Hand nicht, aber ich bin mir sicher, dass er das aus Rücksicht tut. Ehe ich mich ganz in diesem Anblick verliere, weiche ich errötet zurück und stolpere dabei fast über meine eigenen Füße.
Wie soll es anders sein? Luca umfasst meine Taile, den weichen Stoff, der meinen Körper einhüllt und hebt mich an. Obwohl er so dünn geworden ist, scheint er noch immer sehr viel Kraft zu haben. Vorsichtig und ohne ein Wort zu sagen, setzt er mich auf der schwarzen Tagesdecke aus Fleece ab, nur um sie mir dann unter dem Hinter wegzuziehen und mich an den Schultern ins Kissen zu drücken.
„Aber Luca..., dass ist dein...“, versuche ich zu protestieren, weil ich sein Zimmer nicht noch länger mit meiner Anwesenheit beschmutzen will. Dieser anblick brennt noch immer wie eine Flamme in meinem Herzen.
„Was Mein ist, ist auch Dein.“, flüstert er leise in mein Ohr, ehe er auch meinen Kopf in die schwarze Bettwäsche drückt. Darf ich diesen Augenblick genießen? Darf ich mich einfach diesem Moment hingeben und atmen?
„Wohin gehst du?“, unterbreche ich meine Gedanken, als ich sehe, wie der Schwarzhaarige zur Tür geht und diese schon fast erreicht. Seine Beinen sind so schnell, dass ich mit meinen Augen nicht folgen kann...
„Du musst etwas essen.“, erklärt er mir kurz seine Beweggründe, doch ich verneine es, da ich keinen Hunger habe – schon länger nicht mehr.
„Du hast gesagt, du verlässt mich nicht...“, setze ich an, ehe er in seiner Bewegung innehält und sich mir zu dreht, „Also, bitte,...wenn es okay für dich ist..., bleib bei mir.“ Meine Stimme klingt nach einem verletzten Welpen und doch scheint er von seinem Vorhaben nur sehr widerwillig abzulassen, also verspreche ich ihm, dass ich gleich morgen früh alles aufessen würde, was er finden kann.
Zufrieden bleibt er im rahmen stehen, als ich den Blick an die Decke werfe und mich frage, wie schön es wohl sein muss, ein Stern zu sein.
„Schlaf etwas.“, bat er mich, doch ich schüttele den Kopf und wies ihn an sich zu mir zu setzen. Er rutscht auf die Matratze und ich werfe ihm etwas von der ebenso feinen Bettwäsche über den Schoß.
Er lehnt mehr gegen die Rückenlehne, doch das genügt mir. Wenn er bei mir ist, habe ich das Gefühl nicht ganz zu ertrinken, den Weg zu verlieren.
Noch eine ganze Weile schauen wir beide dem Spektakel zu und die Bilder in meinem Kopf scheinen mir wenigstens dieses Mal gut gesinnt, denn sie formen ein Farbenspiel, dass ich nie vergessen kann. Für den Moment reicht das doch aus, oder?
Es klingt egoistisch, aber dieser Augenblick gehört nur uns. Mir und dem schwarzen Schatten, der sich wie ein bleierner Anker um mein Herz legt.
„Danke.“, säusle ich, als mir schon fast die Augen zu fallen.
„Du kannst wann immer du dich verloren fühlst herkommen und deinen Weg finden.“, flüstert er, aus Angst mich wieder aus dem erholendem Schlaf zu reißen, der mich gleich erwarten würde.
„Danke.“, wiederhole ich mich aufrichtig und fühle wie die Welt sich nun weiterdrehen kann, denn ich habe hier einen Ort, der in meinem Tempo voranschreiten würde.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube in seiner sonst so kalten Miene ein sanftes Lächeln gesehen zu haben, als ich für einen kurzen Moment blinzele um mich zu versichern, dass dies kein Traum sei.
Warme Lippen legen sich auf meine Stirn und wenn ich leise bin, kann ich sogar sein Herz schlagen spüren, wie es die Holzlehne in sich aufsaugt.
„Schlaf, Yuki. Ich werde hier sein, wenn du aufwachst.“
Ich weiß genau, dass er da sein wird, weil er das immer war. Ich gebe mich nun dem leichten Zupfen meinen Körpers hin, der mich um etwas Ruhe bittet.
Doch ich weiß zu dem Zeitpunkt nicht, dass das Erwachen das wohl viel schlimmere Übel ist.
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