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- Dirty Things.

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Kanata Wakamiya (Reiga) Takashiro Giou Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
16.01.2018
22.03.2020
13
31.649
6
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
17.04.2019 3.012
 
JA ICH LEBE ! Halluuuuuw ~ Mich gibt es noch! ♥
Und hier ein weiteres Kapitel fürs Herzchen! Weil das nächste wieder etwas Düsterer wird,
dachte ich, streichele ich vorher noch einmal eure Herzen, damit ich sie vielleicht zerfetzen kann! ♥
DANKESCHÖÖÖÖN an meine Kommischreiber, wegen den ich erst wieder Mut hatte zu schreiben! ♥
Ich liilaaaaliiiebe euch!

Monkey D Kira ♥
LoveNatsumi93 ♥ ♥ ( Much Loove )
rosenengel ♥
H0rst3r ♥ ♥ ( soooo Much more Looove ♥ )

& die Empfehlungen, auch wenn ich nicht weiß von wem sie sind!
Lied: https://www.youtube.com/watch?v=2J0QDTr5vaQ
Ich hoffe ihr habt Spaß und ich verspreche, das nächste Kapitel kommt zügig!

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Müde blinzele ich meine Augen auf, schweife durch den Raum und atme vorsichtig aus. Es ist ein Bild für die Götter. Ich meine, ich habe Luca bereits schlafen sehen, doch noch nie scheint er den heilenden Zustand des Schlafes mehr gebraucht zu haben wie jetzt.
Unbewusst strecke ich meine Hand in das weiche, schwarze Fell Sodoms und gleite es in sachten Bewegung entlang. Warmes und zufriedenes Schnurren, fast Brummen, schien diese Stille in ein Meer aus Tönen zu verwandeln.
Wieder gleiten meine bernsteinfarbenen Augen auf die schlafende Schönheit. Etwas Staub wirbelt um ihn herum, doch berührt kein einziges Körnchen Schmutz Luca. Kann es sein, dass sogar bei seiner Anmut jede Staubflocke in ihrer Substanz zerfällt und gar nicht anders kann, als inne halten?
Sein feines, rabenschwarzes Haar liegt ihm getrocknet auf den Schultern, welche sicher einmal breiter gewesen waren. Ich schlucke die Sorgen herunter.
Friert er denn gar nicht? Und wieder gelten meine Gedanken dem Schönling, der erschöpft vor sich hindämmert. Völlig in Gedanken verstrickt, streiche ich mir den Mantel, welcher mich vor der Kälte behütet, ab.
Natürlich bleibt das Ausbleiben der Streicheleinheit einem gewissen Hundewesen nicht verborgen und so hebt dieses seinen Kopf und starrt mich mit seinen goldenen Augen fragend an. Fast hätte ich gelacht, doch irgendetwas scheint krampfhaft gegen Positives in meinem Inneren anzukämpfen.
Ich beschwichtige Sodom mit einem freundlichen Lächeln, deute auf den Mantel und gebe ihm zu verstehen, dass ich mich ihm gleich sicher wieder widmen würde. Ein ausgiebiges Gähnen seinerseits später landet sein Maul wieder auf meinem Schoß. Noch immer haften seine Blicke wachend über mich.
„Keine Sorge. Es ist alles gut.“, lüge ich dem Tierwesen entgegen.
Vorsichtig hieve ich den Lederstoff über den Schlafenden und versuche wirklich außerordentlich behütend vorzugehen, damit ich ihn nicht aus diesem erholenden Zustand zwinge.
Ob ich endlich verstanden habe, was hier eigentlich vor sich geht? Nein, ich bin nicht in der Lage diese Bilder in meinem Kopf zu einer Geschichte zusammenzusetzen. Mir fehlt einiges an Erinnerungen und noch immer plagt mich die Angst fürchterlich, etwas erlebt zu haben, dessen Wissen ich nicht verkraften kann.
In Gedanken gehe ich jeden Moment mit Luca durch und erröte etwas vor Scham, als ich mich in der Situation wiederfinde, wie ich seine Wangen berühre. Weich, so weich wie eine einzelne Feder.
Ich kann noch immer diese Angst, diese Trauer und die Sorge in seinen silbernen Augen fühlen, die mich nicht loslassen will. Was ist nur geschehen, dass ich ihm so wichtig bin? Wieso rettet er mich immer wieder? Er ist seit ich denken kann, was kein sehr langer Zeitraum ist, an meiner Seite und bewacht mich, wie ein teures Juwel.
Dabei bin es nur ich, nichts Wertvolles. Einfach nur ich. Yuki.
Mir wird ganz warm ums Herz..., so mulmig, als ich mich an die warme Brust des Schönlings erinnere. Darf ich so etwas überhaupt fühlen? Was ist denn nur in mich gefahren? Ich muss wirklich den Verstand verloren haben...
Ein Schnauben zeigt mir deutlich, dass ich noch in der Schuld eines kleinen Fellbündels stehe und so streiche ich dem Glänzen des Fells entlang. Kurz darauffolgt  ein ergebenes Schnurren. Es scheint ihm zu gefallen.
Ich ziehe das bereits trockene Shirt über und schiebe die feuchte Tierschnauze von meinen Beinen.
„Ich brauche etwas frische Luft. Pscht.“ , lege ich meinen Zeigefinger auf die spröden Lippen. Sodom scheint nicht eine Sekunde daran zu denken mich auch nur einen Meter aus dem Sichtfeld seiner goldenen Seelenspiegeln zu lassen.
Wo noch eben ein schlafendes Tier lag, steht nun ein prachtvoller, schwarzer Wolf an meiner Seite, bereit mich bis ans Ende der Welt zu geleiten. Luca noch immer schlafend, schleiche ich mich an ihm vorbei – vergebens.
„Yuki?“
Ich wende mich der rauen Stimme entgegen und habe jedes Mal das Gefühl mein Herz würde zerspringen, wenn ich die Sorge und die Angst darin höre
„Oh Luca. Du bist wach?“, gebe ich etwas nervös von mir.
„...“
„Ich will nur etwas Holz holen, denn das Feuer geht aus.“, lüge ich, denn eigentlich suche ich nur einen kurzen Augenblick um mich meinem Inneren zu stellen. Ohne ein Wort zu sagen steht der Schwarzhaarige auf und klopft sich, zu meinem Verwundern, nun doch etwas Staub von dem Mantel, der gerade noch auf meinem Körper heftete.
„Du musst mir nicht helfen.“, bitte ich ihn, sich noch etwas auszuruhen, denn der Weg Heim würde sicher anstrengend werden. Er weicht jedoch kein Stück von meiner Seite, seufzt nur etwas erschöpft und richtet sich dann in seiner vollen Pracht auf.
„Yuki...“, brummt er in die Ferne blickend durch das Fenster. Ich traue mich nicht etwas zu sagen, schweige ihn nur fragend an. Leer und mit totaler Unruhe im Brustkorb hebe ich mein zierliches Gesicht zu ihm empor.
Luca ist wirklich so viel größer.
Luca ist noch immer nicht gestorben, obwohl ich ihn berührte. Vielleicht ist das jedoch auch nur ein Traum in meiner geistesgestörten Fantasie gewesen? Ich wage es nicht noch einmal zu tun.
„Ja, Luca?“
Kurz herrscht eine Stille, nur der Staub rieselt und die letzten Stücke des Holzes flackern auf und knistern zu meinem Herzschlag. Plötzlich wird mir so heiß und meine Rippen drohen zu brechen, durch das Beben meines Herzens.
„Ich werde dich nie wieder alleine lassen.“
Das letzte Knistern scheint nicht in der kleinen Feuerstelle gewesen zu sein, sondern ganz tief in meinem Inneren. Ich habe das Gefühl, dass etwas von dem Eis, dass mich ausfüllt, zu schmelzen beginnt. Noch immer schmiegt sich der kleine Sodom an mich.
Ich verstehe diesen Satz nicht ganz, doch etwas regt sich in mir.
Kurz scheint die Angst aus meinen Knochen zu weichen und nur Platz für diese Hitze zu lassen. Meine Finger stoppen in ihrem Zittern und erschlaffen an meiner Seite.
„Luca...“, flüstere ich, ihm endlich in die Augen blickend.
Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, was ich gerade erlebe, aber ich wünsche mir so sehr, dass es so bleiben könnte. Noch immer füllt mich das bloße Hören seiner tiefen Stimme aus und noch immer hallen seine gesprochenen Worte in meinem Kopf wider.
Ich lasse dich nie wieder allein. Nie wieder.
Wieso scheint sich in seiner Nähe alles zum Guten zu wenden? Warum hämmert das schlagende Stück Fleisch in meiner Brust so hart um sich, wenn er mir nahe kommt. Ist das denn noch normal? Darf das denn überhaupt so sein? Gibt es denn keine Gesetze, mit denen ich mir dieses Verhalten erklären kann?
Noch ehe ich den Satz beenden kann, legt er seine dünnen Finger auf meine glühende Wange, hebt mein Kinn noch ein wenig in seine Richtung und schaut mich so durchdringend an, dass meine Knie gleich nachgeben würden. Ganz sicher würden sie das!
„Du bist so rein und schön, Yuki.“, flüstert er, nicht wissend, dass mich diese Worte in ein Loch der Verdammnis schicken. Tausende Bilder rieseln auf mich ein. Brutal und zerfetzend hastet meine Lunge davon.
Wieso jetzt? Wieso muss ich mich gerade jetzt nicht unter Kontrolle haben? Noch immer starren mich seine silbernen Juwelen an. Sorge tauscht sofort den Platz mit der noch eben vorhandenen Wärme.
„Es ist...okay. Es ist alles...okay.“, haste ich heraus und umklammere meine Arme. In seiner Gegenwart scheint kein Schmutz zu existieren, kein Dreck, außer ich.
Ich schreite einen großen Schritt zurück.
„Luca, ich...“, wimmere ich, dabei vollkommen vergessend, dass ich gegen die dreckige Hüttenwand stoße. Seine Lippen verziehen sich zu einem gequälten Lächeln, zumindest deute ich das als eines.
„Ich bin da..., ich bin an deiner Seite und von dieser werde ich keinen Augenblick mehr weichen. Das verspreche ich dir bei meinem Leben.“
Seine Stimme klingt gebrochen und doch weiß ich, dass er die Wahrheit spricht, als er mir wieder die Hand auf die Wange legt. Vorsichtig, als bestünde ich aus Porzellan, gleitet er meine Haut entlang und entfernt eine aufkommende Träne. Seidig schimmern seine Augen, so als müsse sogar ein Mann wie er, etwas hinter dieser Tiefe in seinen Augen verbergen. Ich versuche ruhiger zu atmen, doch noch immer nehmen mich diese fiesen, dunklen Erinnerungen und Fantasien ein, die mich zu Boden drücken.
„Ich bin hier, Yuki.“, versucht er an mir vorbei zu sehen, nur um diese Angst in meinem Gesicht nicht ertragen zu müssen. Wenn ich ihn beschreiben müsste? Er ist dieser eine helle Stern am Himmel, der heller als jeder andere Stern schimmert und das Licht, welches von ihm ausgeht, kann ganze Ozeane in Licht erstrahlen lassen. Und doch scheint auch in ihm etwas Dunkles verborgen zu sein.
Was ist es, dass ihn so quält?
Ich kann nicht anders, als ich erneut den Kanata in meinen Bilder erblicke, welcher sich an mir vergeht. Krankhaft lacht er, als er sich meinen dünnen Körper zum Untertan macht. Noch immer kann ich nicht verstehen, warum mein Verstand etwas so Grausames zusammen fantasiert. Wieder kullern mir Tränen in kleinen Fluten über das Gesicht, über seine männlichen Finger, die noch immer mein Gesicht halten.
„Meine Erinnerungen...“, fange ich flehend an zu säuseln.
„Pscht.“, legt er mir einen Finger auf den Mund und funkelt mich wissend an. Was weiß Luca, was ich nicht weiß? Wieso scheint er zu verstehen, welche Fäulnis sich in mir breit macht, wo ich selbst nur den Geruch von Verwesung wahrnehmen kann?
„Du musst es noch nicht sagen, wenn du nicht bereit bist.“
Wärme durchflutet mich und erst jetzt wird mir bewusst, dass ich tatsächlich nicht bereit bin darüber zu sprechen. Ich kann über nichts sprechen, was ich noch nicht ordnen kann. Es tut weh, ganz tief in meiner Brust.
Vorsichtig zieht er mich zu sich, darauf achtend, mir ja nicht zu nahe zu kommen und schaut mich durchdringend an.
„Den wirst du brauchen.“
Ich bin etwas verwirrt als er mir erneut den Mantel über mein Shirt legt und ihn vorne an einer Schlaufe zubindet. Daraufhin scheint das Zittern in meinem Leib nachzulassen und die Hitze kehrt zurück.
„Die Anderen sorgen sich sicher um dich.“, gibt er ruhig von sich, als er sich wieder von mir entfernt, nur um mir dann die Tür zu öffnen.
„Die Anderen? Du meinst das fröhliche Menschenrudel?“
Sein Gesicht zuckt bei der Bemerkung merklich und schon fast ziert ein Lachen sein Gesicht. Er nickt. „Ja.“
Sodom noch immer fest an meiner Seite habend, schien er sich nun fordernd vor mir zu positionieren. Was soll das...äh? Ein Jaulen später finde ich mich auf dem warmen Fellbündel wieder. Ich sitze gerade auf einem Wolf? Ich muss wirklich nicht ganz bei Sinnen sein! Ich schlucke meine Gedanken herunter, als Luca neben mich tritt.
„Komm, Yuki. Ich bringe dich nach Hause.“
Nach Hause...
Ein echtes Heim, wo ich erwünscht bin? Ein warmer Ort, an den ich gehöre? Die Melodie meines Herzen scheint seinen Worten zu folgen, ebenso Sodom, denn er setzt sich in Bewegung, als Luca in das wilde Weiß schreitet. Mein Schädel glüht.
Mein ganzer Körper sehnt sich nach Wasser, nach etwas womit ich mich von der Last reinigen kann. Von dieser Finsternis. Kann ich meine Seele wieder sauber waschen?
Es ist bemerkenswert das der Schönling nicht zu frieren scheint, denn seine Haut gleicht dem Schnee in einigen Punkten. Beides faszinierend und in seinen Bann ziehend.
In Gedanken versunken lege ich mein Haupt auf den Rücken des großen Tieres und höre das Herz in seiner Mitte schlagen. Ob meines noch eine Weile schlagen würde, wenn ich mich nicht von diesem Schandfleck in meinem Inneren befreien kann? In mir fühlt es sich nach Winter an, nur wenn er in meiner Nähe ist, spüre ich die Flammen der Sonne in meiner Seele. Darf ich das überhaupt empfinden? Ich bin ihm so dankbar, doch noch immer weiß ich nicht, wieso er mich verlasen hat oder wo auch immer er steckte. Er ist ein Mysterium. Ein wunderschönes, unergründliches Mysterium. Darf ich einen kleinen Blick in die Tiefen seiner Existenz werfen? Darf ich es mir erlauben etwas von seiner Schönheit für mich zu beanspruchen?
Was denke ich da bloß? Ich muss mir wirklich den Kopf gestoßen haben! Ich bin Abfall! Nicht würdig. Er widmet mir nur seine Zeit, weil..., er Mitleid mit mir haben muss. Schwer zu ertragen.
Mein Magen schlägt mir in die Grube meines Körpers. Hart, sodass ich mich fast übergeben muss. Natürlich tut er das aus Mitleid. Ich schließe meine Augen, den Schritten der Beiden lauschend, während ich in meine Gedankenwelt versinke und schon bald auf dem sicheren Rücken Sodoms dahingleite.
Ich rieche den Schnee, das bereits aufblühende Tagesgeschehen um mich herum und doch ist ein Geruch so dominierend. Seiner. Luca.

Ich erinnere mich nicht daran wie er mich in mein Bett gelegt hat, als ich mich wieder in dem ursprünglichen Zimmer wiederfinde. Ist das alles nur ein Traum gewesen und Luca ist noch immer fort? Ich haste nach oben, werfe die Decke mit dem schönsten Samtbezug auf dieser Welt zurück und stolpere fast über meine eigenen Füße.
„Luca?“, rufe ich verzweifelt und Angst getrieben in den abgedunkelten Raum. Keine Reaktion. Mein Puls pocht so stark, dass ich ihn ganz deutlich spüren kann.
Habe ich mir das alles nur eingebildet? Das darf nicht sein!
Er darf nicht denken, dass er an etwas die Schuld trägt...
Es darf kein Traum gewesen sein...
Noch immer fühle ich die Wärme in meinen Venen.
Bitte lass dass alles echt und wahr gewesen sein! Ich bettele und flehe, als ich endlich die Tür erreiche und diese aufstoße, ohne Vorsicht.
Ich stolpere zu dem Treppengeländer, der Treppe, welche mit diesem edlen roten Teppich ein Weg durch dieses Wirrwarr darstellt.  Noch ehe ich mich über das Gelände hechten kann, spüre ich schon schützende Hände um mich.
„Yuki, was tust du hier?“, fragt mich der Blonde, der seine Augenbrauen zu einer Grimasse verzieht. Kurz husche ich nach hinten weg, doch das Geländer drückt mich Hotsuma entgegen. Ich kann nicht fliehen vor der Berührung.
„Willst du dich die Treppen herunter stürzen?“, scheint er mich aufziehen zu wollen.
„Luca!?“, presse ich über meine trockenen Lippen.
„Luca?“, säuselt Touko nun, während sie sich an dem Blonden vorbei schiebt.
„Dem geht es gut.“, verspricht sie mit ihrem Honiglächeln und den wippenden Haaren. Ermahnend schiebt sie nun ihren Finger in die Höhe und wedelt mit ihm vor meinem Gesicht herum.
„Also wirklich Yuki!“, stimmt sie an, während ich nicht ganz folgen kann.
„Barfuß mit Fieber durch die Gegend zu laufen! Echt! Unverantwortlich!“, zischt sie mütterlich, während sie mir in die Wange kneift und schmollend ihre Lippen spitzt.
„Ich ...“, gebe ich verlegen von mir, da ich erst jetzt realisiere, dass ich in meiner Eile nur in Shorts und einem frischen Shirt aus meinem Zimmer gestürmt bin.
Meine Wangen färben sich in ein tiefes Rot und Touko kann sich kaum noch halten, als endlich das erlösende Lachen aus ihrer Kehle schallt und das gesamte Anwesen in einem Palast des Glücks verwandelt.
Peinlich berührt halte ich meine Hände schützend vor mich und stammele vor mich her. Warum muss immer ich in solche Situationen geraten? Ich will im Erdboden versinken! Aber erst nachdem ich Luca gesehen habe und weiß, dass es ihm gut geht! Danach kann ich versinken!
„Luca...“, fange ich erneut, mich für meinen Aufzug schämend, an.
„Der ist gerade bei Takashiro.“, mischt sich nun auch Shusei ein, der noch eben in sein Buch versunken auf dem Sofa gesessen hat.
Mein Puls scheint sich zu beruhigen.
„Hmpf!“, räuspert sich die Blonde noch immer tadelnd.
„Hotsuma!“, gibt sie mit ihrem süßesten Lächeln von sich. Der Angesprochene rümpft nur die Stirn, da er bereits weiß was kommen wird. Oder so ähnlich zumindest, denn bei der Blonden war nichts unmöglich und verrückt ist sie in seinen Augen sowieso. Touko hatte den Knall wohl überhört, beschwert er sich immer.
„Deine Schuhe.“, fordert sie ihn auf, als dieser noch immer nicht ganz auf dem Laufendem scheint.
„WAS?“, keucht er empört, als Shusei nicht aufhören kann zu schmunzeln, während sie fordernd ihre Hände in die Hüfte stemmt.
Ich bin sichtlich verwirrt. Ist das Menschenrudel irre geworden?
„ Na los, mach schon.“, feuert Shusei ihn an, woraufhin er nur erzürnt mit den Zähnen knirscht.
„Oder willst du, dass Yuki noch höheres Fieber bekommt?“, gibt die Blonde gespielt theatralisch von sich.
Ergeben und entrüstet huscht er aus seinen flauschigen Hausschuhen und dackelt wie ein nasser Hund davon. „Pfft!“, hört man nur aus seiner Richtung.
„Zieh sie schon an, Yuki“, werde ich von Tsukumo aufgefordert, der sich erst jetzt zu Wort meldet.
Wortlos schlüpfe ich verlegen in die Schuhe, welche noch ganz warm sind.
„Luca...?“, setze ich erneut an, als die Tür des Büros aufspringt, und ich ihn endlich sehe. Mein Herz setzt einen Schlag lang aus.
„Ich bin hier. Ich habe es dir doch versprochen.“
Seine weiche, seidige Stimme ummantelt mich und plötzlich scheint wieder alles in Ordnung zu sein, denn es ist kein Traum gewesen. Alles ist echt gewesen. Er ist echt.
Die Wärme in mir streichelt das fröstelnde Skelett, welches mich zusammenhält. Süßlich schmeckt der Speichel, wenn ich seinen Namen ausspreche.
Mein Magen beruhigt sich im selben Augenblick, wie ich ihn erblicken kann.
Die Schmerzen in meinem Kopf scheinen vergessen, ebenso das Fieber, welches mich plagt.
Er hat es mir versprochen. Immer an meiner Seite.
Es dauert kurze Augenblicke bis sich unsere Seelenspiegel treffen und die Welt für einen Moment ausblenden. „Für immer.“, säusele ich.
Er nickt, streicht mir mein wildes Haar zurück und legt seine Lippen auf meine Stirn. Sanft drückt er meinen Kopf in den Nacken und schaut mich innig an.
„Du solltest dir etwas überziehen. Du hast Fieber.“
„Ich..äh...“, stottere ich verlegen, als er sich vor mich stellt und mich so aus dem Sichtfeld der Anderen nimmt.
„Ich bin da, Yuki. Für immer.“
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