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- Dirty Things.

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Kanata Wakamiya (Reiga) Takashiro Giou Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
16.01.2018
22.03.2020
13
31.649
6
Alle Kapitel
37 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
23.09.2018 2.640
 
Hallöchen, popöchen ♥
Ein neues Kapitel & somit auch wieder Lesestoff für euch!
Mein erster Dank geht vor Allem an meine fleißen Kommentarschreiber:
DangerTsukino - Danke mein kleines Wesen! ♥
LoveNatsumi93 - Eine Schubkarre voll Liebe für dich ♥
H0rst3r - Ich liebe deine Kommis ♥ Herzis für dich!
Unbekannt123 - Danke auch dir anonymerweise ♥
rosenengel - Danke ♥
Kapitel 6 überarbeitet.
!!ACHTUNG!! Es gibt ein Drabble zu diesem Kapitel , welches ich ebenfalls heute hochgeladen habe. Dies zeigt die Situation, wenn Luca nicht gekommen wäre, um Yuki zu holen.
https://www.fanfiktion.de/s/5ba763080001d44c377e4f6f/1/-Du-hast-ihm-die-Fluegel-gebrochen-

Das Kapitel ist vielleicht verwirrend, aber keine Sorge, dass wird sich im nächsten Part ändern, denn dies ist Part 1 von 2. Wenn ihr also jetzt nicht ganz verstanden habt, worum es geht, nicht schlimm.
Und bitte beachtete das ab nun auch nicht jugendfreie Inhalte folgen werden.
Viele Bussys für euch ♥ Schwarzleser brennt in der Hölle!
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Der Schnee heftet sich an meinen zitternden Leib, als gehöre er seit Anbeginn der Zeit zu mir. Ich schüttele ihn während des Laufens ab. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich umherirre, doch noch habe ich genug Kraft um nach Luca zu suchen! Ich werde nicht aufgeben. Ich muss diesen Mann finden und ihm sagen, dass er an nichts Derartiges die Schuld trägt. Ich wische mir zum zehnten Mal die Tränen aus den Augenwinkeln. Hoffnungslos stapfe ich durch den dichten Wald, welcher kaum noch als ein solcher erkennbar ist. Eng schlingen sich die verschneiten Bäume aneinander, so als würden sie genauso frieren wie ich. Kurz halte ich inne. Ich bin so jämmerlich. Mein ganzer Körper wehrt sich gegen mein Vorhaben auch nur eine Sekunde länger in diesem Wirrwarr aus Geäst herumzuirren, doch ich weigere mich auf sein Kapitulieren einzugehen. Ich bin so schon nutzlos! Ich will wenigstens nicht noch zu einer Last werden. Ich bin es ihm schuldig. Bei jedem Augenblick nach meinem Erwachen saß er ruhig an meiner Bettkante, regte sich keinen Millimeter um mich nicht aufzuschrecken. Dicke Flocken landen in meinem Gesicht, als ich dieses zum Himmel recke. „Wo bist du nur, Luca?“, flüstere ich bibbernd. Jeder Knochen in meiner Gestalt jaulte auf, doch ich gebe nicht nach. Nicht, bevor ich ihn gefunden habe. Irgendwo muss er doch sein! Mein Blick schweift über die glitzernde Decke aus Weiß, welche wahrscheinlich nie reiner sein könnte. Trotzdem ekele ich mich vor dem kühlen Nass. Darf ich diesen himmlischen Ort beschmutzen? Meine widerliche Existenz würde sicher nur für Unruhe in diesem Meer aus Schönheit sorgen. Ich sträube mich. Alles in mir schüttelt sich. Ich schnaufe erschöpft auf, nachdem ich mein rechtes Bein aus der Schneekuhle befreit habe. Mein weißes Shirt ist bereits vollkommen durchtränkt und ich bin mir fast sicher, dass sich kleine Eiszapfen bilden. Ein dichter Rauch flieht bei jedem Atemzug aus meiner Mundöffnung und bildet gedanklich seinen Namen. Luca, wo bist du? Warum sehne ich mich nach dir, wo ich doch kaum weiß, wer du bist? Alles was mich leitet sind diese Gefühle, dich niemals verlieren zu dürfen. Es ist bereits tiefste Nacht und sicher etliche Grade unter dem Nullpunkt, doch ich würde es mir niemals wagen aufzuhören nach ihm zu suchen. Solch eine Schuld habe ich vorher noch nie gespürt, weder in meinem Traum, noch in dieser Realität. Meine Zähne schlagen zitternd aufeinander, als meine Hand erschöpft nach einem Ast versucht zu greifen. Nur einen kurzen Augenblick später rutsche ich vom eisigen Geäst weg und falle in eine kühle Decke aus Flocken. Kalt. Entsetzlich kalt. Immer noch wärmer als meine Seele, dennoch fährt mir ein Schlag durchs Mark. Ich huste ergeben auf, doch öffne meine Augen wieder. Für einen kurzen Augenblick lasse ich dieses gefrorene Nass meinen kompletten Körper benetzen. Ich spüre es. Das Leben. Den Schmerz. Den Ekel. Das Verlangen. All das sind Dinge, die ich glaubte vergessen zu haben. Meine Atmung bäumt sich und rebelliert gegen das Verlangen meine Augen zu schließen. Die Müdigkeit greift nach mir. Ein kurzer Moment des Erholens ist doch kein Verbrechen, oder? Sekunden vergehen, als sich meine Lider schließen und die Winterluft mich das Frösteln lehrt. Aus meiner Nase läuft unaufhörlich Sekret. Ekelhaft. Meine Zehen merke ich kaum noch, denn die dünnen Sneaker sind durchfeuchtet. Ein Kribbeln in meinen Armen schreckt mich auf, denn der Gedanke an ihn versetzt mir einen warnenden Hieb. Ich darf ihn keine Minute länger in dem Glauben lassen Schuld zu sein! Ich hieve mich mit meiner verbliebenen Kraft auf, versuche den Drang zu ignorieren, mich wieder in die kühlen Arme des Winters zu begeben. Übelkeit ist immer gegenwärtig mein Begleiter. Angst ebenso. Angst um ihn. Angst vor Verschmutzung. Angst eine Belastung zu sein. Angst vorm Schlafen. Wacklig wieder auf meinen Beinen stehend, starte ich einen neuen Versuch mich durch den meter-hohen Schnee zu kämpfen. Die Nacht ist kühler, als der Tag, oder kommt mir das nur so vor? Die Kälte hat aber auch seine guten Seiten, denn ich merke die geschundenen Lippen nicht mehr. Mit aufeinander knallenden Zähne durchquere ich eine Astgabelung nach der Nächsten. Die schreienden Klagen meines Herzens schiebe ich beiseite, denn ich habe keinen Platz dafür. Ich keuche immer häufiger, den Schmerz kaum noch spürend. Das ist ein gutes Zeichen, oder? Ich habe mich also an die Temperatur gewöhnt. Nass hängt mein Haar mir in die Stirn, verdeckt etwas meiner frierenden Haut. Das Klappern meines Gebissen wird lauter, trotz dessen dass ich die Kühle kaum noch spüre. Ich sehne mich nach dem weichen Bezug meiner Decke. Meine Hose ebenso aufgeweicht. Mein Kopf streckt sich erneut Richtung Himmel. Ich gehe zu Boden. Müde und erschöpft ergebe ich mich dem Winter, dem Wald und der Hoffnungslosigkeit ihn nicht finden zu können. „Luca...“, presse ich matt flehend hervor, in der Hoffnung, dass es ihn erreicht. Ich habe das Gefühl versagt zu haben, alles zu verlieren. Träume, Wünsche und Hoffnungen. Mit ihm geht scheinbar mehr von mir, als ich erahnen kann. Meine Lunge berstet unter dem Druck der kalten Luft, welche meinen ausgekühlten Mundraum passiert. Ich schließe meine Augen, nachdem ich ein letztes Mal den sternenbedeckten Himmel erblickt habe. Es ist nicht mehr kalt. Es fühlt sich nur noch leer an. Mein Inneres.
Sogar mein Körper weigert sich nicht mehr, meine Entscheidung anzunehmen. Keine klagenden Schreie und erbärmlichen Hilferufe mehr. Ruhe. Ich kann meine bernsteinfarbenen Augen kaum offen halten, als ich die Stimme des Schwarzhaarigen vernehme. Ich halluziniere schon...
Aus einem mir unbekannten Grund erinnere ich mich an die leckeren Brötchen, welche so schmackhaft in mein Papptütchen ausgesehen hatten. Ich beschimpfe mich innerlich, sie nicht gegessen zu haben. Wieso bereue ich in einer solchen Situation, etwas Derartiges? Der Geruch von Tomaten wiegt mich fast in einem festen Schlaf. Die Anordnung von Fleisch und Salat und die saftigen Farben malen Bilder in meinen Gedanken, die mich wirklich beruhigen. „Yuki!“, brüllt es erneut, doch ich lasse diese Bildermalerei nicht los. „Luca, du hast keine Schuld.“, keuche ich mit geschlossenen Augen. „Sodom!“, befehlt die liebliche Stimme hetzend. Ich bin kaum noch in der Lage etwas zu vernehmen, außer dem lockenden Geruch von Tomatenbrot. Etwas Weiches schmiegt sich jaulend an mich, kaum trockener als ich. Leise rieselt der Schnee friedlich in dicken Flocken auf mich, bedeckt mein weißes Fleisch, mein zartes Gesicht. Ich höre knarzende Schritte durch den Schnee stampfen, fast rennend. Ein Windhauch zaubert etwas mehr des weißen Glitzers in meine Richtung. „Was tust du hier, Yuki? Wieso bist du wach?“, bricht die Stille durch diese heftigen Worte. Mit einem solch bissigen Ton habe ich nicht gerechnet. Ich bin übergeschnappt. Ich stelle ihn mir bereits vor, obwohl er nicht hier sein kann. Wie durchgeknallt kann man eigentlich sein? Wie weit liegen Wahnsinn und Angst zusammen? Scheinbar sehr dicht. Ich bin nicht fähig meine tauben Lippen zu bewegen, als sich die Wärme des Felles von mir löst, nur ein murrendes Schmatzen entgleitet mir. „Es sind minus 15 Grad!“, faucht die Stimme des Schwarzhaarigen. Ich lächele. „Es ist wieder warm, jetzt, wo du da bist.“ Kurze Stille durchzieht den Wald, das Geäst und die dichte Schneelandschaft. Ein bellendes Knurren erreicht meine verschleierten Ohren. Sie wollen nichts hören, außer den süßen Klang seiner Stimme. „Luca, du bist nicht Schuld. Ich war müde.“, gebe ich matt und zufrieden von mir. Wieder knurrt er und zischt erzürnt vor sich hin. Was ist nur los mit ihm? Sanft, aber schweigend, werde ich angehoben. „Idiot!“, höre ich den schönen Mann das erste Mal fluchen. Hat er das jemals zuvor getan? Meine Fantasien gehen mit mir durch! Mit Leichtigkeit trägt er mich durch den Wald und strahlt eine solche Wärme dabei aus, dass ich kaum glaube, jemals etwas Wärmeres gespürt zu haben. Zwischen all dem Chaos in mir ist also noch immer Platz für etwas Wärme. Danke, Luca. Auch wenn du sicher nur ein Gespinst meines Hirnes bist. Mich durchfährt kein Ekel, auch nicht, als er mich berührt und ich ihn. Verloren öffne ich die Augen und strecke meine Hand nach ihm aus. Da er nur eine Einbildung ist, kann ich es doch ein einziges Mal wagen, oder? Verschwommen starre ich in die silbernen Seelenspiegel, welche vor Wut und Sorge nur so funkeln. Erst zögern meine Fingerspitzen die weiche Haut zu berühren, ihn zu verschmutzen. „Du wirst nicht sterben, wenn ich dich berühre, oder?“, frage ich mehr zu mir, als ich es das Trugbild frage. Entsetzen und Verwirrtheit spiegeln sich nun in den silbernen Edelsteinen wieder. „Warum sollte ich?“, fragt sein Blick ohne auch nur ein Wort über seine Lippen zu lassen. „Schon gut.“, hauche ich mich der Müdigkeit ergebend. Immer wieder zischt er vor sich her, fast so als versuche er jemanden zu beschwören oder zu verfluchen. Das Brummen durchzieht seinen ganzen Körper, dass ich es an seiner Brust lehnend in mich aufnehme. Die Luft ist kaum noch fühlbar kühl. Ich zittere. Meine Zähne haben aufgehört aufeinander zu schlagen. Bitte, bleib noch ein wenig. Geh nicht, wenn ich den echten Luca schon nicht finden kann. Zwei Monate Schlaf haben wohl doch nicht gereicht um die Müdigkeit aus meinem Körper zu vertreiben. „Schweig lieber, spare dir deine Kraft.“
Stille. Meine müde Hand verweilt noch immer mit den Fingerspitzen an seiner Wange, die weiche und warme Haut spürend. Ist er schon immer so warm gewesen? Wie ein kleiner Kamin. Nach wenigen Momenten des Zögern umfassen meine Hände nun das Gesicht des schönen Trugbildes. Ich fühle tiefste Zufriedenheit. Der Schleier auf meinen Bernsteinen wird dichter und meine Händen gleiten schlapp an seinem Gesicht herunter. „Danke.“

Ich keuche gehetzt auf, als ich die nackten Körper in meinem inneren Auge sehe. Wie kann man etwas so Widerwärtiges machen? Ich spüre den Ekel mich übermannen. Tränen laufen unaufhörlich aus meinen Augen. „Yuki, ich bin da.“, greift er mit wirren und komisch klingenden Wortfetzen nach meinem Bewusstsein. „Luca, wie kann man so Etwas tun?“, keuche ich. Ich rieche den Schmerz, den Schweiß und die Angst noch immer in meiner Nasenhöhle. Wie schwarzer Teer hat sie sich festgesetzt. Ich kann mich noch an die Gestalt erinnern, die meinen Namen geflüsterte hatte, nachdem sie mich an Stellen umspielte, an denen sich mein Magen 180° drehte. Ich bebe noch immer. Ich kann noch immer die raue Zunge an meiner Brust spüren, wie sie sich ihren Weg über meinen Bauch zu meinem Schaft suchte. Bitte nein! Innerlich schrie alles, doch die Gestalt gab nicht nach. Schmutz! „Yuki, du bist so rein und vorbildlich. So wirst du nie zu mir gehören. Da bekomme ich das Verlangen dich zu brechen, damit du an meiner Seite leben kannst.“ Diese Worte schallen wie ein Gong in meinem krachenden Schädel nach. Das darf niemals passiert sein! Nicht er – nicht Kanata! Niemals. Ich huste auf, kaum noch irgendetwas wahrnehmend. Meine Muskeln straff gespannt und nur bereit auseinander zu fliegen, wenn ich mich nicht beherrschen kann. Immer wieder erzittere ich unter den Berührungen. Ich bin diese leidende Person gewesen, die ich nicht retten konnte in meinem Träumen. Das alles bin ich. Jede Träne die ich nicht trocknen konnte, ist meine gewesen. Jede Wunde, jede Zelle die vor Angst schrie, all das gehörte mir. Diese Bilder sind krank! Wie kann ich mir etwas so Schreckliches zusammen spinnen? Mein Atem setzt einen Moment aus und trifft auf geweitete Augen. „Sag mir all das, was du nicht alleine tragen kannst.“, gibt Luca von sich. Erst jetzt begreife ich, dass er nie ein Trugbild gewesen ist, sondern tatsächlich existent. Sein Griff um mich wird enger, sodass ich es nicht wage Luft zu holen. Die kleine Feuerstelle an der wir sitzen, verströmt eine angenehme Wärme, doch mich fröstelt es wieder. Wie soll ich ihm diese Gedanken, Visionen erklären? Er wird nur Abstand suchen und mich für verrückt halten. Nein. Auf keinen Fall. Ich versuche meinen Brustkorb zu bändigen, damit er sich nicht mehr sorgen muss. Silberne Augen durchbohren mich förmlich auf der Suche nach Antworten. Ich schiebe mich etwas von ihm weg. Wie ein Keks zerbröselt meine Maske, mein Lachen, mein Leben, mein Inneres. Immer wieder entgleisen meine Gedanken an diesen Bildern, wie er mich berührt – er, Kanata, mein Freund. Er würde so etwas niemals tun! Ich würge. Mich von Luca abwendend, schaue ich mich um. Holzwände, Fenster, welche man vor Schnee kaum noch sehen kann. Er muss mich hier her gebracht haben, nachdem ich dort draußen ermüdet bin. Staub war das geringste Problem, denn dieser fühlt sich auf meinem Körper nur wie Lava an. Ertragbar. Viel heftiger ist dieser Gedanke daran, was wohl noch alles mit mir passiert ist. Warum weiß ich nichts von der Zeit vor meines Erwachens? Meine Knie angewinkelt, lege ich mein Kopf darauf ab und wende mein Blick starr der Wand entgegen. Das Atmen fällt mir schwer, je öfter ich hinterfrage, was diese Existenz für einen Sinn hat. Was stimmt nicht mit mir? Was ist kaputt gegangen in der Zeit, an die ich mich nicht erinnern kann? Ich spüre den beißenden Blick Luca's auf mir. „Danke.“, versuche ich so aufrichtig wie möglich zu klingen. Ein sanftes Lächeln schenke ich ihm, wo meine Augen doch die Wahrheit über meinen Gemütszustand verraten. Mein Herz setzt einen Schlag aus, als sich wieder Szenen in meinem Schädel abspielen, die ich keinem wünsche, je zu erleben. Das Beißen an meiner Brust ist schlimm, doch nichts tut mehr weh, wie die Tatsache, dass Kanata Schausteller meiner Fantasie ist. Ich kann mein Bewusstsein nicht vor mir versperren, sodass ich mich der Bilderflut ergeben muss.
„Ist alles in Ordnung, Yuki?“, mustert mich der besorgte Mann.
„Ja, danke. Mach dir keine Sorgen.“
„..“, brummt er nur vor sich her.
Ich schenke ihm ein Lächeln. Falsch und verlogen. Nur die Sorge muss schwinden.
„Wo warst du?“, Lucas Stirn legt sich in Falten, als er meine Frage hört, mit der ich nur vom eigentlichen Thema ablenken will. Ich sehne mich nach ihm, aber meine Angst zu groß, dass er in mein Chaos stürzt.
Es dauert wenige Sekunden bevor er sich wegdreht. Warum will er mir nicht sagen, wo er war? Warum verschwindet er und taucht dann einfach wieder auf? Wer ist er? Ein Geist? „Luca...“, flüstere ich seinen Namen, wieder zu ihm aufblickend. Sein Kopf schiebt sich aufmerksam in meine Richtung. „Ich habe gedacht, dich nie wieder zu sehen. Das war grausam...“ Ehe ich etwas sagen kann, worauf ich sowieso keine Antwort bekomme, fliegt sein schwarzer Mantel über mich. „Zieh ihn an. Es ist kalt.“, zischt er nur besorgt zurück. Ohne an den Schmutz zu denken, fange ich den großen Fetzen Stoff auf, schiebe meine Arme durch ihn hindurch und schweife mit meinem Blick durch das Flackern der Flammen. Wo war er...?
Ich schlucke bitter auf, als ich für einen Moment diese Bilder beiseite schieben kann. Ich muss mich ihnen stellen, nur muss ich schweigen. Niemand soll mich so sehen. Mein Blick verliert sich in den verschiedensten Tönen der Flammen. Sanft kuschelt sich Sodom an mich, von dem ich mittlerweile weiß, dass es ein Wolf ist.
Ich würde brechen, dass weiß ich, sowie es Kanata gesagt hatte.
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