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- Dirty Things.

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Kanata Wakamiya (Reiga) Takashiro Giou Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
16.01.2018
22.03.2020
13
31.649
6
Alle Kapitel
37 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
17.08.2018 2.653
 
Hallöchen, Popöchen! ♥
Alsoooo, da bin ich mit Kapitel 4! Ich hoffe, ihr freut euch so sehr wie ich, denn eigentlich befinde ich mich in einem richtigen Krea-Tief! Aber ich mag euch nicht ewig warten lassen.
Die Story ist für meine bessere Hälfte, welche ich sehr mit Yuki identifiziere, da sie ihr Wohl immer hinten an stellt, um Anderen zu helfen! Sie ist ein richtiges Baka! Aber ich liebe sie ♥

Danke, an das/ die Kommis von zum 3. Kapitel: chantalbonnie ♥ Ganz viel Liebe an das einzige Kommi zu diesem Kapitel ♥

- Anti ~ Schwarzleser!  
Kapitel 1- 3 überarbeitet.
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Mit Mühe bekämpfe ich meinen gequälten Geist, welcher unaufhörlich an mir zerrt. Wie wunderschön weich der Teppich unter meinen Sohlen auch ist, trotzdem schäme ich mich für meinen Aufzug. Meine nackten Füße treiben mich schleichend die wunderschöne Treppe hinunter, doch das Geländer will ich nicht berühren. Zu groß die Angst, alles zu beschmutzen und meine Geiselnehmer zu verärgern. Gedanklich wische ich mir über meine frierenden Arme, welche wieder zittern. Wird diese Kälte je verschwinden? Mein Instinkt befiehlt mich in eine Dusche, doch meine Beine mich genau entgegengesetzt zur Tür. Ich fühle die Krämpfe in meinem Magen tanzen, während ich ernsthaft versuche mich nicht wieder zu übergeben. „Yuki!“, pfeffert es in meine Richtung. Geschockt halte ich in meiner Bewegung inne, versteife mich. Erneut ertönt mein Name, von dem ich annehme, dass er zu mir gehört. Ich rühre mich keinen Millimeter, ehe mich ein strahlendes Lächeln zum Aufsehen zwingt. Struppiges Haar in einem Rotbraun und bernsteinfarbene Augen mustern mich durchdringend. Mit einer knappen Schürze bekleidet, einem Kochlöffel bewaffnet, richtet er erneut das Wort an meine Gestalt. „Du musst bestimmt einen riesigen Hunger haben?“, fragt der wirklich hübsche Küchenjunge. „Tooma.“, entflieht es meiner trockenen Kehle. Toima? Heißt der junge Mann so? Wenn ja, woher weiß ich es? Ein breites Lächeln schleicht sich auf die feinen Gesichtszüge meines Gegenübers. „Wie wäre es mit Tomatenbrot?“, durchdringt er mein Gedankenwirrwarr sanft. Ich lehne dankend ab, doch vermeide jede unnötige Bewegung. Die Augenbrauen, welche genauso struppig sind, ziehen sich in der Mitte warnend zusammen. Der Kochlöffel schwingt gefährlich nah, als er sich mit wedelndem Finger zu mir beugt. Hastig weiche ich zurück, was einen wehleidigen Blick in sein schönes Gesicht zaubert. Ich bin mir sicher, dass er es nur gut meint, jedoch bekomme ich, trotz meines so beißendem Hungers, nichts herunter. „Du gehst mir nicht hungrig aus dem Haus!“, fängt er mütterlich an zu sprechen, ehe er feierlich davon stapft. „Warte kurz, Yuki.“, befiehlt Tooma mir mit einer ruhigen Art, sodass ich mich nicht wegbewege. Wohin soll ich auch gehen? Da krampft es wieder. Mein Herz setzt gefühlt jeden zweiten Schlag aus. Ich begreife nicht warum, aber ich werde es für mich behalten. Luca. Wieso habe ich ein so furchtbares Gefühl in mir toben, welches mich antreibt, durch einen Ozean voller Keime zu wandern, ohne es zu bereuen? Mit einer Geschwindigkeit, die ich dem Koch gar nicht zugetraut habe, steht er mit einem Papiertütchen wieder vor mir. Freundlich, mit verspieltem Stolz, hält er mir den wunderbar duftenden Beutel entgegen und verbeugt sich förmlich. Was geschieht hier? Es fühlt sich sehr unangenehm an, den dreckigen Beutel an meine Brust gedrückt zu bekommen, aber noch schwerer zu ertragen ist die Förmlichkeit, mit der er mich behandelt. „Iss sie. Ich kann deinen Magen bis hier her knurren hören!“, gibt er mit gespitzten Lippen von sich und sieht mich ein letztes Mal durchdringend an, so als würde sich diese hübsche Erscheinung um mich sorgen. Dieser Gedanke dreht mir den Speisekanal rücklings um. Damit er sich nicht sorgen muss, verkrampfe ich meine Lippen zu einem Lächeln und nicke ihm dankend zu. Der junge Tooma scheint sich sehr zu freuen, denn mit dem Versprechen mir noch mehr leckere Dinge zuzubereiten, wendet er sich freundlich ab und huscht davon. Von allen Verrückten hier, jagt er mir keine Angstblitze durch den Körper. Luca.... Ich sehne mich nach ihm, ohne einen Grund dafür zu haben. Wieso ist der nette Mann, namens Katsumi Tooma, so freundlich zu mir, wo ich doch ein Fremder bin? Mein Kopf dröhnt mir warnend zu, mich ja nicht zu erinnern. Ich seufze tief. Woher kenne ich die Namen dieser Menschen? So viele Fragen und doch keine passenden Antworten. Wer bin ich schon, dass ich das Recht auf Antworten habe? Ich bin schmutzig. Meine goldbraunen Augen fahren durch die riesige Lobby, welche ebenfalls edel aussieht und ich mich hüten werde, auch nur eines dieser Möbelstück zu berühren. Meine nackten Sohlen brennen, sodass ich mich wieder an die duftende Tüte in meinem Arm erinnere. Wie viel Schmutz ziert wohl dieses braune Papier? Mein Herz legt einen kleinen Doppelschlag hin, als ich meine Bedenken hinunterschlucke und hineinsehe. „Wundervoll.“, stelle ich fest, als meine Augen auf die wunderschön verpackten Brötchen, welche saftig nach Tomate und Kräuter riechen, treffen und die vielen verschiedenen Farben in der Tüten wirken lassen. In jedem der vier Brötchen schmiegt sich Salat an die weiche Innenseite des Gebäcks und sorgt für ein saftiges Grün. Mein Magen rebelliert und peinigt mich heftig, als ich beschließe nicht weiter auf die dünnen Scheiben des marinierten Fleisches einzugehen, welches furchtbar saftig aussieht. Der Struwwelpeter ist mit Sicherheit einer des besten Köche in... Wo genau befinde ich mich? Eigentlich ist das auch gar nicht so wichtig, denn ich habe sowieso keinen Ort an den ich zurückkehren kann, oder? Niemand hatte sich auf den Weg gemacht und mich aus den Klauen..., ich stoppe diesen heftigen Gedankengang schnell, denn mir steigt ein erbarmungsloser Schmerz in den Kopf. „Ist ja schon gut.“, schimpfe ich mein pochendes Denkorgan. Ich ergebe mich und versuche gar nicht erneut darüber nachzudenken, wieso ich hier bin. Ich würde sowieso keine Antwort bekommen. Ich stehe mir praktisch selbst im Weg, denn meine Erinnerungen kämpfen gegen mein verlorenes Herz. Ich werde schon gewinnen, nur nicht heute. Mit der Essen bewaffnet, kehre ich der Lobby den Rücken und stehe vor einer riesigen Tür aus Marmor. Was wird passieren, wenn ich mich nach draußen begebe? Wird sich das Rudel von Schönheiten über mich hermachen? Ich schüttele den Kopf, denn wenn sie mich töten wollten, hätten sie es schon getan. Diese Frage habe ich also geklärt, bleibt nur noch die Tatsache, dass ich barfuß bin. Meine Blicke mustern die teuren Holzmöbel, die Ledersessel und bleiben dann bei einem sauberen Regal hängen. „Yuki...“, lese ich das Namensschild auf dem Schuhregal laut vor. Wenn der Teufel nicht in meinem Kopf Sprengübungen machen würde, so würde ich mich versuchen zu erinnern. Ich quittiere den klaffenden Schmerz in meinem Rückenmark mit einem sanften Keuchen. Meine Brust brennt wie ein Waldbrand, welcher dutzende Bäume verschlingen wird, wenn ich kein Wasser finden kann. Ich verstehe dieses ganze Wirrwarr nicht, doch platzt mir fast die Brust, wenn ich an die anderen Menschen denke. Ich habe ein wirklich ungutes Gefühl, welches verschwörerisch die Knochen meines Gerüstes hinaufsteigt. Warum nur reagiere ich so auf sie? Meine Instinkte zischen mich bösartig an, sodass ich ohne nachzudenken die dreckige Schublade öffne, mir die weißen Sneaker anziehe und mich durch einen Türspalt presse. Zu meiner Überraschung ist sie nicht abgesperrt. Bin ich vielleicht kein Gefangener? Es fällt mir gedanklich ein Stein vom Herzen, als ich beschließe das Rudel nicht mehr zu Geiselnehmern zu machen. Ein wenig erleichtert stolpere ich die ersten Schritte über den schön angelegten Kiesweg, ehe ich den Regen wahrnehme, welcher in kleinen Tropfen auf mein Haupt plätschert. Nun kann ich mich meiner Natur nicht mehr entziehen und ein zierliches Lächeln umspielt meine femininen Gesichtszüge. Regen ist wunderschön. Sekunden später wird mir erst bewusst, worüber ich mich da eigentlich freue. Schmutziges Regenwasser, welches aus Schweiß und Urin, der verdunstet war, besteht. Ich möchte diesen Augenblick ein wenig länger genießen und so verwerfe ich jeden unnatürlichen Gedanken aus meiner Denkweite. Mit einem weißen Shirt bekleidet, stehe ich nun da und drängele die Tüten mit dem Essen an meine Brust, damit es etwas vor dem Wasser geschützt ist. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe zu essen, aber ich werde diese nette Geste wirklich würdigen und dieses Geschenk gut behandeln! Ich kann mich an kein Geschenk erinnern, welches ich je bekommen habe. Die Blätter der Bäume peitschen unter dem Wind heftig auf den Boden auf, was mich aber nicht erschreckt. Wo genau will ich eigentlich noch einmal hin? Mein Herz erinnert mich mit einem erschütternden Hieb an mein Verlangen. „Luca!“, zische ich, ehe mir die Blitze am Himmel auffallen, welche in einem gleißenden Lila die Bäume zerstören. Ohne an meine scheuernden Sohlen zu denken, nehme ich Anlauf und sprinte los. Die Bäume wickeln mich förmlich ein, so dicht scheinen sie sich um das Anwesen zu schmiegen.  Es dauert kaum Minuten, ehe ich stolpere, das Gleichgewicht verliere und mit einem stumpfen Ziehen im Knie auf der Erde lande. Dafür habe ich jetzt keine Zeit! In mir steigt Adrenalin auf, welches meinen ganzen Körper in einen Zustand versetzt, den ich nicht kenne. Mit einem emsigen Hieb stehe ich wieder fest auf beiden Beinen, das schmerzende Knie vergessend. Ich laufe weiter, die Brote dicht an mich gedrückt. Mein Speichelfluss nimmt drastisch zu, meine Lunge presst unaufhörlich Sauerstoff in meine Venen und mein Wille schiebt mich durch den fallenden Regen. Im Rennen befreie ich den Weg von einigen Ästen, die mich nicht durchlassen wollen. „Touko!“, höre ich eine Männerstimme krächzen. Mein Nackenfell steht mir zu Berge. Fließende Bewegungen dreschen auch den letzten Busch weg und geben mir einen Blick auf das Geschehen. Luca! Touko! Tsukumo!
Sie alle kämpfen gegen riesige Hunde. Kurz funkeln hässliche Bilder in meinen Kopf auf, doch wie ausgewechselt, werfe ich sie in die hinterste Ecke meines Bewusstsein. Ich muss ihnen helfen! Warum? Es ist ein Gefühl! Ich eile, idiotisch wie ich bin, auf das Mädchen zu, welches keuchend am Boden liegt. Ihr karamellfarbenes Haar liegt verteilt auf dem matschigen Untergrund. Ich beachte meine Umgebung nicht. Alles in meinem Inneren zieht mich zu der Verletzten. Ihre Augen sind geschlossen. Angst durchströmt meinen Körper. „YUKI!“, brüllt jemand meinen Namen und lässt mich bitterlich zusammenzucken. Ich wende meinen Blick zu der Person. Luca. Ehe ich begreifen kann, in welcher Lage ich mich befinde, teilt ein schwarzes Schwert den riesigen Hund in Zwei. Kurz halte ich die Luft an, doch schnell donnert mir das Mädchen in den Kopf. „Luca? Touko ist ...“, ich breche ab, denn er Schwarzhaarige widmet sich einer dieser Kreaturen. Elegant wirbelt er durch die Luft, nicht weniger gekonnt, wie die anderen Drei. Kreischende Geräusche schneiden die Luft in tausend kleine Teile, doch mein Gehör gilt nur den klagenden Atemzügen des Mädchens. Sie öffnet nur kurz die Augen, um meinen Namen flehend zu nennen. Gut, jetzt bin ich hier, aber was kann jemand wie ich schon machen? Ich bin ein Niemand! Ich bekomme nur am Rand meines Augenwinkels mit, wie der Blonde gegen einen dicken Stamm fliegt und sich nicht mehr rührt. „Hotsuma!“, schreie ich, ohne mir im Klaren zu sein, was ich da eigentlich tue. Mein Herz bebt. Mein Blut presst sich durch die viel zu engen Arterien. Meine Augäpfel pochen wild gegen mein Innenleben. Ich habe Angst, sodass ich fast anfange zu weinen. Ich will nützlich sein! Ich muss ihnen helfen, wo sie doch so freundlich zu mir sind! Mein Beben verwandelt sich in ein Zittern. Ich sitze neben dem Mädchen und versuche die blutende Wunde mit meinen Händen zu zuhalten, aber so wird sie sterben. Ich spüle den aufkommenden Ekel herunter, denn der hat hier nun keinen Spielraum. Panik raubt mir meine Beherrschung, als ich mich gegen die salzige Flüssigkeit in meinen Augenwinkeln nicht mehr wehren kann. Hilflosigkeit macht sich breit, als ich die klaffenden Wunden an Luca sehe, welcher keine schmerzverzerrten Geräusche von sich gibt. Er tut so, als habe er keine Verletzungen. Dabei sind sie so deutlich, wie die der Anderen. Ich schließe die Augen, ehe ich tief in mich kehre. „Ich helfe dir, Touko.“, verspreche ich, ohne zu wissen, ob ich es halten kann. Dunkelheit greift nach meinem Hirn, doch ich vertreibe sie. Mein pumpendes Stück Fleisch beruigt sich von einer zur anderen Minute. In mir wird alles warm und hell. Ich werde ihnen helfen. Ich bin es diesen Menschen schuldig. Meine Gedanken irren zu den Brötchen, welche neben mir im Dreck liegen. Ein Lächeln schmückt mein weibliches Gesicht und beruhigt mich, ehe ich den rauschenden Wind in meinen Ohren fixiere. Ich bin nicht nutzlos, wenigstens dieses eine Mal nicht. „Yuki, nicht.“, keucht die Verletzte. Ich öffne meinen Augen nicht und spüre wie die Lebensenergie meinen Körper druchfließt und wieder verlässt. Was geschieht nur mit mir? Ich spüre die Wunden, an den Stellen, wo sie eben noch bei ihr gewesen waren. Ich gebe keinen Schmerzenslaut von mir, sondern konzentriere mich nur noch stärker auf den Duft des Windes und die Wärme der Sonne. Licht schimmert in meinem inneren Auge. „Yuki, hör auf damit!“; krächzt nun eine dumpfe Männerstimme. Ich nehme sie, wie in Watte gepackt wahr, öffne meine Augen und weite Diese, als ich den funkelnden Himmel sehe. Bin ich das gewesen? Meine Hand liegt immer noch auf dem Mädchenkörper, welches mich nun besorgt ansieht. Erneut ertönt mein Name. Ich wende mich dem Schwarzhaarigen zu, welcher ebenso geschockt ist, wie Shusei. Ich lächele sanft, ehe sich ein gequälter Laut dieser Bestien durch den Wind in unsere Ohren überträgt. Sie verschwinden jaulend! Super! Ich muss mich noch ein wenig mehr anstrengen. „YUKI!“, schießt Luca nach vorn, um nach mir zu greifen, doch kracht er mit einem widerlichen Geräusch von dem Schutzwall zurück, welcher mich in einem Gold umgibt. „Hör auf, bitte.“, bettelt nun das Mädchen flehend. Wieso soll ich aufhören euch zu helfen? Ich verstehe es nicht, doch betrachte ich Touko mit ihrem Karamellhaar. „Bitte bleib liegen, deine Wunden...“, fange ich bekümmert an sie zu beruhigen. „Mir geht es viel besser, Yuki...“, haucht sie mir auf ihren Körper deutend zu. Die Wunde! Sie ist weg! „Danke.“, flüstert sie mir niedergeschlagen zu, als ich den berstenden Schmerz in meiner Taille spüre. „Ah.“, fahre ich zusammen. Erschrocken weiten sich die Augen Touko's. „Alles in Ordnung.“, verspreche ich ihr, wobei das wirklich gelogen ist. Zum Glück sitze ich, denn sonst würden meine Beine den Schmerz nicht tragen können und definitiv versagen. Ich keuche schwer auf, als die Worte Luca's zu mir durchdringen. Seine silbernen Augen suchen die Meinen und finden Diese auch. In ihnen liegt so viel Schmerz und Trauer. Ich blicke an ihm vorbei, ehe ich eine dumpfe Hitze spüre, die mich fast in Asche verwandeln soll. Meine Lunge kollabiert, so glaube ich überzeugt davon zu sein. Die Riesenhunde sind weg, doch dieser Wall will sich nicht zurückziehen. Ich heile also die Wunden der Anderen, wenn ich sie auf mich übertrage? „Wie schön.“, lächele ich in den Regen hinein. Ich bin nützlich für sie. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso ich noch lebe und sie mich nicht getötet haben? Sie sind so freundlich. „Hotsuma?“, keucht Shusei erleichtert, als sich dieser aufrappelt und auf sein Schwert stützt. Ich bin dankbar, ihnen geholfen zu haben. Ihnen in Zukunft helfen zu können. Der Qualm in meinen Lungen ist nicht sichtbar, aber ich würde schwören, dass ich innerlich am verbrennen bin. Haben sie alle solche Schmerzen spüren müssen? Mein Herz verzieht sich noch ein bisschen mehr und windet sich an meiner Wirbelsäule zusammen. Nein, sie sollen nicht leiden! Ich bekomme nicht mehr viel mit, da mich Watte weich einpackt. Das Licht scheint besonders zu sein. Ist das meine Kraft? Ich bin doch ein Niemand, ich bin Dreck. Ich keuche nun, worauf mir etwas Blut aus der berstenden Lunge entflieht. Alarmiert stürzen alle auf mich zu, doch aus Angst schließe ich die Augen. Ich wehre mich nicht, als ich spüre, wie die Schwärze mich zärtlich liebkost und ummantelt. Der Schmerz wird bei mir sein, sodass ich mich nicht allein durch diesen Dschungel an Qualen treiben muss. Ich spüre nur den Aufprall auf etwas Weichem. Es muss Touko sein, auf der ich lande, denn ihr erschrockenes Gewimmer nach Luca, vernehme ich als Letztes.
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