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- Dirty Things.

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Kanata Wakamiya (Reiga) Takashiro Giou Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
16.01.2018
22.03.2020
13
31.649
6
Alle Kapitel
37 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
12.05.2018 1.272
 
- Halli Hallo meine Mäuse ♥

Da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel :)
Ich arbeite auch schon am dritten Kapitel, aber will euch ja nicht zu spamen.
Danke an die lieben 3 Menschis, die mir ihre Meinung mitgeteilt haben! Ihr seid spitze ♥
Ich versuche nun schneller und effektiver hochzuladen, denn scheinbar findet die Story anklang. Wenn Yuki noch OC wirkt, dass ändert sich noch, denn schließlich ist er traumatisiert.
Ihr wollt sicher wissen, wieso? Dann müsst ihr dabei bleiben!

Kommi & so tut nicht weh und freut mich ♥
Viel Liebe an euch Herzwesen! ♥
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Hastig rutsche ich auf die Knie und schließe die Augen, denn ich will gerade keine neugierigen Augenpaare auf mir spüren. Ich halte für einen winzigen Moment die Luft an, in der Hoffnung die Zeit würde einfach stehen bleiben und mit ihr, diese ganzen fremden Gestalten. „Yuki!“, reißt es mich aus den Gedanken. Ich weigere mich aufzusehen, mich dieser kühlen Welt voller Schmutz zu stellen. Mein Herz pumpt wie ein Kompressor, meine Hände zittern, als ich sie um mich schlinge. Mein Kopf ist so voll, doch sobald ich etwas ordnen will, furchtbar leer. Wie kann so etwas sein? Ich bin doch nicht auf den Kopf gefallen und doch bekomme ich keine Antworten auf meine Fragen. Erneut ertönt ein sanftes „Yuki...“, doch auch dieses Mal wehre ich mich gegen den Drang hinzusehen. Es durchfährt mich wie ein heftiger Blitz, als ich die warme Berührung auf meinem Haar spüre. Augenblicklich setzt dieses schlagende Stück Fleisch in meiner Brust aus und ich zuckt schmerzend zusammen. „Yuki, wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht!“ Eine besorgte Mädchenstimme klingelt mich aus diesem Schockzustand. Ich kann mich gar nicht so schnell wehren, wie sie mir um den Hals fällt. Mein Hirn hämmert mir brachial gegen den schützenden Schädelknochen. „Geh weg!“, fordere ich das fremde Mädchen mit einem Schubs auf mich nicht zu berühren, worauf ein entsetztes Raunen durch die Runde fährt. Ich bemerke gar nicht, dass sich Tränen in meinen Augenwinkeln sammeln, erst nachdem der Schwarzhaarige sich zu mir hockt und direkt in meine Augen starrt, wird es mir klar. Was soll das? Hör auf damit! Ich will mich seinem Blick entziehen, doch fokussiere ich nur noch diese silbernen Seelenspiegel. Ich würde schwören, dass für einen kleinen Augenblick alles ruhig und idyllisch in mir war. „Du siehst erschöpft aus.“ Die raue und herrische Stimme dieses Mannes jagt mir einen warmen Schauer über den Rücken, doch auch bei seinem Versuch mich zu berühren weiche ich zurück. Ich rappele mich wieder auf, meine Arme um mich geschlungen. Mir ist immer noch so furchtbar übel, doch immerhin muss ich mich nicht mehr auf diesen teuren Boden übergeben. Ich hebe meinen Blick, wobei mein etwas zu langes Haar mir vor den Augen liegt. Dennoch kann ich die enttäuschten und erschrockenen Blicke nicht übersehen. „Du musst etwas essen, du Geist!“ Ich schaue verwirrt zu dem anderen jungen Mann mit wüsten, blonden Haar. „Hotsuma! Musst du gleich wieder dein Revier markieren?“ Alle lächeln nun amüsiert, nur ich nicht. Das Mädchen, mit den langen Haaren, welches wie Seide an ihrem Körper hin und her wippt, wedelt nun ermahnend vor dem Blonden mit ihrem zierlichen Finger. „Yuki, es stimmt.“ Das bezieht sich wahrscheinlich auf die Mahlzeit, die ich zu mir nehmen soll. Ich zittere immer noch, obwohl die Anderen sich scheinbar schon mit dieser Situation angefreundet haben. Ich bin also dieser Yuki...? Und wie komme ich hier her? Warum wissen diese Leute wer ich bin und wie ich heiße, wo ich selbst nicht einmal weiß, wen ich darstelle?. „Kommt, ich glaube die beiden brauchen einen Moment.“, mischt sich ein braunhaariger, etwas kleinerer Mann ein. „Ja, ich komme ja, Shusei!“, brummte der Blonde. Ich bleibe wacklig, aber distanziert an Ort und Stelle. Wollen sie mich gar nicht töten? Sie scheinen Freunde zu sein, denn sie verschwinden alle sofort, wie auf einen Befehl.  Meine Tränen versiegen, doch mein Herz pumpt unaufhörlich Blut durch meine viel zu engen Venen. Ich spüre, wie sich meine Gliedmaßen gegen die Kälte wehren. Das Menschenrudel verschwindet, doch meine Übelkeit bleibt... und der Schwarzhaarige. Habe ich mich vielleicht zu früh gefreut? Wird er mir etwas Schlimmes antun? Meine Augen treffen auf sein besorgtes Gesicht. Warum schaut er nur so voller Wärme und Besorgnis für einen Fremden? Ich drücke meine dünnen Fingernägel heftiger in meine Arme. Ich habe Angst den Halt zu verlieren. Ich meine, nicht dass ich das Leben verdiene, da ich kein besonders guter Mensch bin, aber ich mag die Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Ich hoffe, egal was er vorhat, er tut es schnell, denn meine Beine zittern nun ebenso sehr, wie meine anderen Gliedmaßen. Er macht keine Anstalten mir etwas zu tun, also hebe ich den Blick erneut und hoffe in seinen Augen einen Hinweis zu finden, was sein Vorhaben mit mir sein könnte. „Was haben diese Duras dir nur angetan?“ Die silbernen Seelenspiegel schauen mich durchdringend an, doch ein leichter Schimmer auf ihnen verrät mir, dass ich im Moment keine Angst haben muss. „Duras?“ Hilflos und verlassen flüstere ich diese Frage, unwissend ob er sie verstanden hat. Wieso fühle ich mich bei ihm anders, als eben vor dem ganzen Rudel voller Menschen? Er ist doch auch nur ein Fremder. Ein sehr schöner Fremder. Mein Magen knurrt, doch bewege ich mich nicht, denn ich weiß nicht, ob dies vielleicht ein Grund ist seine Meinung zu ändern und vielleicht doch auf mich los zu gehen. Wir stehen uns einen kurzen Moment schweigend gegenüber, die Luft wird dünner und mein Blick verdichtet sich, bis sich ein sanfter Nebel um mich bildet. Ich weiß nicht was hier vor sich geht, doch ich habe Angst, etwas weniger, wenn dieser mysteriöse Mann da ist, aber ich fürchte mich in diesem Haus voller Unbekannten. Ich huste kurz, worauf sich die silbernen Augen verengen und mit einem scharfen Blick zu mir herunterschauen. Er ist größer als ich. „Yuki! Ist alles in Ordnung?“ Ich traue mich kaum die Lippen zu bewegen, doch nicke ich ihm zu. Ich hasse es, wenn man sich um mich sorgen muss. Ich will für niemanden eine Last sein, denn jeder Mensch trägt schon genug Ballast mit sich.  Ich möchte jemand sein, der helfen kann, auch wenn ich nutzlos bin. Ungewollt. Ich wurde geboren und abgegeben. Da fällt mir auf, dass ich gar nicht mehr weiß, wohin ich überhaupt gegeben wurde und wie ich existiert habe. Ich packe mit meiner linken Hand gegen den schmerzenden Schädel, warte auf die Umarmung des Nebels und lächele. Es ist gut, solange mich niemand anfasst, können sie nicht dreckig werden, andersherum das Gleiche. Was ist nur mit mir geschehen? Alles an was ich mich erinnern kann... Ich keuche erschrocken auf. Blut. Ich spüre plötzlich noch nie da gewesenen Schmerzen in einem so heftigen Ausmaß, dass mir schwarz vor Augen wird. „Yuki?...Yuki! Was hast du!?“ Seine Stimme dröhnt durch diesen dichten, warmen Nebel und der Explosion an Bildern. Ich habe so gehofft, sie würden nicht zurückkehren, doch auch Hoffnung stirbt. Ich möchte nicht auf diesen dreckigen Boden stürzen, doch bleibt mir keine andere Möglichkeit, denn ich kann fühlen, wie meine Beine unter der Tonne an Blut und Schreien nachgeben. Ich schließe die Augen, lächle und bereite mich auf das dumpfe Aufprallen vor, doch vergebens. Noch bevor ich die Dielen voller Schmutz und Unreinheiten an meinem Körper spüren kann, hält mich der Mann schon in seinem Arm. „Nicht...“, hauche ich, doch scheinbar ist es ihm egal, denn er macht keine Regung. Ich kann mich nicht wehren und möchte das auch gar nicht, denn diese Wärme umhüllt mich zärtlich und streichelt mir liebevoll den Kopf. Ich vernehme nur noch eine Schwärze und unendliche Ruhe.
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