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Ein Herz von Schwarz und Gold

von Zarafina
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Haizaki Shōgo Kise Ryōta OC (Own Character)
15.01.2018
15.01.2018
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Haizaki Shōgo – Das Herz von Schwarz und Gold (I)

„Verdammt“, brüllte er und kickte eine leere Blechdose mit voller Wucht quer über den Bahnsteig. Köpfe drehten sich nach ihm um.
„Glotz nicht so“, knurrte er die neben ihm stehende, äußerst verunsicherte Frau an. Unter seinem aggressiven Blick zuckte sie merklich zusammen und machte zwei Tippelschritte zurück, was von ihm nur mit einem abfälligen Schnauben quittiert wurde. Was wollte er eigentlich hier... ach ja. Er wollte weg. Wusste selbst nicht genau wohin. Einfach in den nächsten Zug und weg, würde sich ja eh kein Schwein nach ihm umsehen. Selbst die Schule nicht. Ha. Die wären sogar noch froh, wenn er sich nicht mehr blicken ließe. Als der Zug einfuhr, nahm er mürrisch seine Tasche und stieg ein. Ohne auf irgendwelche bedürftigen Personen zu achten, ließ er sich auf den nächsten Sitz fallen und machte die Augen zu.

Etwas war komisch. Haizaki konnte nicht genau sagen was, aber irgendetwas kam ihm jetzt hier verdammt faul vor. Seine Augenlider flogen auf.
„Hä? Was'n jetzt los?“ Fahles Licht schien durch die verdreckten Glasscheiben hinein. Es dämmerte... es dämmerte? Oh man, wie lange hatte er denn jetzt hier drin gesessen? Allerdings gab es da noch etwas, was ihn stutzig machte: Er war allein. Und der Zug stand.
„Endstation oder was? Ach verdammt. Wo bin ich überhaupt?“ Langsam stand er auf, streckte sich. Dann fiel sein Blick auf die Tasche. Dass die bis jetzt noch keiner mitgenommen hatte. Irgendwo hatte er ja ein kleines bisschen drauf gehofft. Theoretisch... könnte er sie ja jetzt auch einfach hier vergessen. Einfach... vergessen. Langsam näherte er sich dem Ausgang und drückte auf den Knopf. Biep biep biep. Die Türen glitten auf, doch er trat noch nicht nach draußen. Lange Sekunden vergingen, bis er schließlich beide Hände zu Fäusten ballte, leise fluchte, sich dann doch noch die Tasche schnappte und auf den Bahnsteig trat. Und er war umgeben von wunderschönen, aufregenden, Abenteuer versprechenden... Feldern.
„Oh kommt schon... ich wollte doch nur weg. Aber das heißt doch nicht dass ich ins ALLERLETZTE DRECKSKAFF BEFÖRDERT WERDEN WIIIIIIIILL!“ Bei dem Wutschrei flog ein Schwarm schwarzer Vögel aus dem nächstgelegenen Buschwerk auf. „Ja verpisst euch nur, VERPISST EUCH!“ Beinahe Funken sprühend stampfte er zur Unterführung und als ob es nicht sowieso schon genug gewesen wäre, prallte er um die Ecke herum noch heftig mit einer anderen Person zusammen.
„Pass doch auf!“ Sauer sah er vor sich auf den Boden, auf dem jetzt ein etwa gleichaltes Mädchen kniete.
„Also entschuldige mal, du bist doch in mich reingerannt!“, entgegnete sie empört und klopfte sich wenig erfolgreich den Dreck von den Klamotten. „Willst du mir nicht aufhelfen?“
„Nein“, brummte er unverblümt. Ihr blieb der Mund offen stehen.
„Wie bitte? Um Himmels Willen, wird Zeit dass ich hier wegkomme. Und das obwohl ich nur etwa zwei Stunden hier war, ich bin nämlich in den falschen Bus gestiegen weißt du?“ Während sie von sich hin plapperte, stand sie auf und suchte ihre Sachen zusammen. „Ihr Landpomeranzen seid wirklich überhaupt nicht höflich, schlimm ist das. Steht der Zug schon? Dann muss ich jetzt-“
„Endstation“, unterbrach er genervt.
„Was?“
„Willkommen in der Pampa!“, herrschte er sie an. Und damit ließ er sie stehen.


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Hallöle, Zara meldet sich hier mit einer zweiten Geschichte ^^ Ich weiß nicht ob einige meine alte noch kennen, aber hier gelten natürlich die gleichen Dinge wie zuvor. Kritik, Anregungen sowie ein paar Motivationskekse sind natürlich immer gerne gesehen ;)
Das erste Kapitel dient der Einführung, bitte verzeiht dass es so kurz ist ^-^
Also dann, bis bald!
 
 
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