Moonlight - Wie es hätte weitergehen können...

GeschichteRomanze, Fantasy / P18
Beth Turner Josef Kostan Mick St. John
14.01.2018
17.03.2018
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14.01.2018 1.697
 
Wieso kannst du dich daran erinnern?“, fragte Beth mit zittriger Stimme.

Jetzt oder nie, Mick St. John, ermutigte ich mich. Es sind nur vier kleine Wörter, aber sie würden für uns beide die Welt bedeuten; es könnte so vieles mit ihnen anders werden.

Ich holte tief Luft und sah ihr Ernst in die Augen. „Weil ich dich liebe!“ War doch nicht so schwer oder?

Beth sah mich einen Moment lang perplex an, dann veränderte sich ihr Ausdruck und sie trat entschlossen ein Stück näher zu mir bis unsere Körper sich fast berührten. Es kam mir so vor, als wären wir uns noch nie so nah gewesen. Dann lag ihr weicher Mund auf meinem und ihr Körper presste sich fest an meinen. Ihr zunächst zögerlicher Kuss wurde mehr und mehr leidenschaftlich und ich erwiderte ihn mit der gleichen Liebe, die sie mir entgegenbrachte.

Ein Teil von mir erinnerte sich ein die offne Tür und es kostete mir einiges an Mühe mit einer Hand Beths Hüfte loszulassen und die Tür dann einen Schubs zu geben. Aber schon als sie ins Schloss fiel, hatte ich keinen Gedanken mehr für Sie übrig.

Ich gab mich nun ganz meiner Beth hin, und meine überwältigende Leidenschaft für Sie überschattete das aufkommende vampirische Verlangen in mir. Es war in diesem Moment begraben unter einer Lust, die ich schon seit längerem in dieser Heftigkeit nicht mehr verspürt hatte.

Ich drückte Beth an die Wand, den Mund leicht geöffnet auf ihren. Eine Hand hatte ich in ihren Haaren vergraben und die andere machte sich nun auf Wanderschaft über Beths Körper. Beth fuhr mit ihrer Zunge lüstern über meine Lippen und ich stöhnte leise, als sie diese in meinen Mund schob und sich unsere Zungen in einen wilden Tanz vereinten.

Beths Atem ging schneller. Ohne von meinem Mund abzulassen strich sie mir langsam den Mantel von den Schultern und er fiel zu Boden. Es war so, als würde eine lange Last mit ihm abfallen. Doch als ich spürte, wie ihre Finger den obersten Knopf meines Hemdes umfassten, löste ich mich abrupt  von ihr und trat einen Schritt zurück.

Sie rang nach Atem und ein gequälter Ausdruck trat auf ihr Gesicht. „Was ist los, Mick?“

Ich nahm ihre Hände in meine. „Beth, ich weiß zu was das führt, wenn wir jetzt weitermachen. Ich habe im Moment die Kontrolle über mich. Aber ich werde nicht mehr so stark sein können, wenn wir mit einander schlafen. Was wenn….“

Beth unterbrach mich, indem sie mir einen Finger auf die Lippen legte. „Ich vertraue dir, bitte wende dich nicht mehr von mir ab!“ Ihr Blick wurde weicher und sie sah mich liebevoll an. „Auch ich liebe dich, alles von dir! Ja auch den Vampir in dir. Und weil du mich liebst, wirst du mich nicht umbringen, egal was passieren wird.“ Sie nahm mein Gesicht in ihre Hände.

„Und vielleicht gefällt es mir ja sogar…“ fügte sie leise hinzu. Ihr würde es gefallen, wenn ich sie beiße und ihr Blut trinke?

Auf irgendeine Art reagierte ich auf ihr Geständnis nicht so wie ich erwartet hatte; die Vorstellung erregte mich. Entschlossen machte ich den Schritt, den ich mich von ihr entfernt hatte, wieder auf sie zu und schon küssten wir uns wieder. Meine Lust erreichte neue Höhen und ich hob sie hoch, um sie in ihr Schlafzimmer zu tragen.

Dort angekommen stellte ich sie zurück auf ihre Füße und begann sie aus ihren Klamotten zu schälen, während sie sich wie vorhin an meinem Hemd zu schaffen machte. Sie fuhr mit den Finger von Knopf zu Knopf über meine nackte Haut, die unterer ihren Fingern prickelte. Wieder entfuhr mir ein leises Stöhnen, welches von ihr mit einen lasziven Lächeln belohnt wurde. Schließlich streifte sie mir das Hemd vollends von den Schultern.

Ihre Jacke und ihr T-Shirt sowie ihre Jeans lagen mittlerweile auf dem Boden, ich hätte  nur einen Bruchteil meiner Aufmerksamkeit gebraucht, um meinen Händen das ausziehen aufzutragen. Nun allerdings lag meine ganze Aufmerksamkeit auf Beths Oberkörper. Mein Blick wanderte von ihrem Nabel über ihren Bauch zur ihren Brüsten, die nur von ihrem BH bedeckt wurden, und blieb schließlich einen Augenblick an ihrer Kehle hängen. Ich konnte ihr erregtes Blut durch ihre Adern Pumpen sehen und für einen kurzen Moment spürte ich, wie sich meine Eckzähne verlängerten. Reiß dich zusammen, Mick!

Beth, die kokett an meiner Gürtelschnalle spielte, holte mich wieder aus meiner Starre zurück. Noch einmal wanderte mein Blick über ihren perfekten Oberkörper. „Du bist wunderschön!“, raunte ich.

Ich konnte mich nicht länger zurückhalten und drückte sie aufs Bett. Ich legte mich vorsichtig auf Sie und wir küssten uns erneut mit voller Leidenschaft, während es in meiner Hose zunehmend enger wurde. Himmel, wann habe ich jemals solche Lust bei jemanden verspürt? Bei Coraline war es niemals so intensiv gewesen.

Wieder glitten Beths Finger über meinen Bauch zu meinem Gürtel und öffneten ihn diesmal. Ohne den Tanz unserer Zungen zu unterbrechen, half ich ihr mich meiner Hose zu entledigen. Nun lagen wir beide in Unterwäsche übereinander.

Ich löste meine Lippen von ihren und wanderte küssend, leckend und saugend an ihrem Hals entlang. Sie schmeckte himmlisch. Ich befreite ihre Brüste aus ihren Körbchen und während ich eine ihrer Knospen mit der Zunge und meinen Zähnen verwöhnte, zwirbelte ich die andere zwischen meinen Fingern.

Beth stöhnte und krallte ihre Fingernägel in meinen muskulösen Rücken. Ihre Reaktion ließ meine Erektion noch mehr wachsen. Mit meiner freien Hand strich ich ihre Seite entlang zu ihrem Höschen und meine Finger zeichneten den Bund nach. Dann zerriß ich es mit einer schnellen Bewegung.

Mein Finger und meine Lippen quälten sie unterdessen weiter, Beth begann sich unter mir zu winden. Ich hörte, wie ihr Herz immer schneller zu pochen begann. „Bitte Mick!“

Ich unterbrach meine Tätigkeit und sah ihr in die Augen. „Was möchtest du, Liebste Beth?“

„Dich… alles von dir! Ich will dich in mir spüren, bitte!“ Ihre Stimme bebte vor Vorfreude.

Ihre Worte steigerte meine Lust auf sie ins unermessliche. Eine kurze Bewegung meiner Hand und meine Boxershorts lag auf dem Boden. Beth spreizte bereitwillig die Beine und während ich meine Lippen wieder auf ihre legte, drang ich mit einem harten Stoß in sie ein. Sie stöhnte erschrocken auf.

Ich verharrte in meiner Bewegung. „Ist alles okay?“, fragte ich panisch. Sie nickte nur und küsste mich wieder.

Ich begann mich langsam in ihr zu bewegen, aber mit jedem Stoß verlor ich mehr und mehr die Kontrolle. Meine Stöße wurden heftiger, aber Beth passte sich meinem Rhythmus an. Gott, wie gut sie sich anfühlt, dachte ich. Mit einem animalischen Stöhnen kam der Vampir in mir wieder zum Vorschein, aber diesmal konnte ich nicht wieder einsperren.

Beths Körper begann unter mir zu zucken und ihr Blut lief heiß und schnell durch ihren Körper. Ich bewegte mich immer noch heftig in ihr und begann ihren Hals mit Küssen zu liebkosen. Dabei kratze einer meiner Eckzähne über ihre Haut und es entstand ein kleines rotes Rinnsal. Es machte mich wahnsinnig!

Beth war kurz davor ihren Höhepunkt zu erreichen, während ich weiter ihren Hals liebkoste und über den kleinen Kratzer leckte. Meine Stöße wurden noch erbarmungsloser. Ich war ebenfalls kurz davor, die vollkommene Ekstase zu erreichen. Doch irgendetwas hielt uns beide noch zurück.

„Beiß mich, Mick!“, hörte ich Beth atemlos rufen. „Ich möchte, dass du mein Blut trinkst und dich ganz mir hingibst. Ich weiß, du willst es!“

Sie möchte es? Ich war einen Moment wie erstarrt. Wie konnte sie das wollen? Doch dann begriff ich; sie wollte uns in jeglicher Hinsicht vereinigen, mich auf alle erdenklichen Weisen spüren. Sie wollte sich mir vollends hingeben und mir alles von ihr geben. Sie liebt mich! Das muss es sein! Sie möchte, dass ich die Wärme ihres Körpers in mir habe.

Meine Lust und Liebe überwältigte mich und es war nicht nur der Vampir in mir, der seine Zähne mit einem weiteren Stoß meines Glieds in ihren Hals borte; es war mehr die Liebe und das Gefühl ihr alles von mir zu geben und sie gab ihrerseits alles von ihr. Während ich genüsslich ihr Blut trank und ihre Wärme in mir aufnahm, kam sie mit einem lauten Schrei zu Höhepunkt und schenkte mir diesen wundervollen Moment. Ich genehmigte mir einen letzten köstlichen Schluck ihres Blutes und ergoss mich heiß und heftig in sie.

Ich leckte über die beiden Einstiche an ihrem Hals, um sie zu versiegeln, rollte mich von ihr herunter und zog Beth fest in meine Arme. Sie zuckte immer noch von dem Nachhall ihres Orgasmus. Einen Moment lagen wir einfach nur schweigend da und ließen die Eindrücke auf uns wirken. Schließlich öffnete Beth die Augen und sah mich liebevoll an.

„Danke…“, flüsterte sie leise. „Das war unglaublich!“

Ich streichelte ihren Rücken und küsste ihre Schläfe. „Ich habe zu danken, Liebste. Du hast mir alles von dir so bereitwillig geschenkt. Ich möchte, dass du mein bist, von jetzt an für alle Zeit!“

„Ich gehöre dir!“ Beth Stimme klang bestimmt, aber ich fühlte, dass die Müdigkeit sie langsam überfiel. „Ich kann aber nur für alle Zeit bei dir sein, wenn du mich in deine Welt lässt..“ Ihre Stimme war nur noch ein Murmeln und kurz darauf schlief sie in meinen Armen.

Sie in meine Welt lassen? Bittet sie mich etwa darum, sie zu verwandeln? Aber das hatte sie doch nie gewollt… hat der Sex wohlmöglich ihre Meinung geändert? Aber will ich das auch? Kann ich es überhaupt? Ich muss unbedingt mit Joseph reden.

Eine Weile sah ich Beth, die jetzt meine Beth war, beim schlafen zu. Sie sah so friedlich aus, aber auch so zerbrechlich. Ich ließ im Gedanken den Tag Revue passieren: Der Plan um Emmas Ausbruch, der Plan B, die Hinrichtung von Emma und Jackson… Und schließlich meine Vereinigung mit Beth, in jeglicher Hinsicht.

Ich war glücklich, das erste Mal seit vielen Jahren fühlte ich mich vollkommen. Ich hatte mich Beth endlich geöffnet und erkannt wie sehr ich mich danach gesehnt hatte und wie falsch ich mit meiner Zurückhaltung gelegen hatte. Heute Nacht war alles perfekt gewesen und Beth war immer noch bei mir und sie liebte mich. Meine Ängste waren verschwunden.

Von nun an wollte ich mit Beth Zusammensein und bleiben. Ich würde alles tun, damit unsere besondere Beziehung hielt.
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