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Bon Appetit my Love

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Kojiro Shinomiya Megumi Tadokoro Soma Yukihira
12.01.2018
12.01.2018
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„Es ist einfach köstlich!“
„Merci...“ Kojiro neigte höflich lächelnd den Kopf. Man hatte extra nach ihm verlangt um ihm als Koch seine Anerkennung zu verkünden aber das war schon lange keine Seltenheit mehr. „Wir werden ab sofort sicher öfters herkommen“ der Mann strahlte und nahm gleich den nächsten Happen des gepriesenen Menüs in den Mund. Sein Gesicht sprach Bände und Kojiro lächelte „Es freut mich, dass ich ihren Geschmack getroffen habe. Bitte lassen sie es sich weiter schmecken“ der Mann nickte nur, den Moment genießend und Kojiro zog sich zurück. Nach seinem Abschluss gab es nur ein Ziel für ihn und das hatte er erreicht. Er arbeitete als Chefkoch in einem der erfolgreichsten Restaurants Japans. Der Weg hierher war nicht einfach gewesen und gespickt mit Tränen, harter Arbeit und Intrigen aber er hatte es alles überstanden. Und es würde noch weiter gehen, seine Reise würde hier nicht sein Ende finden.

Beschwingt drückte er die Tür zur Küche auf die gegen einen unvorhersehbaren Widerstand traf und Kojiro verwirrt zur Seite schaute. „Au...“ das junge Mädchen mit ihren geflochtenen Haar und der völlig absurden Haarspange in Form einer Blume stand direkt hinter der Tür und hatte diese in ihrem Schwung abbekommen. Sie rieb sich die Stirn und schaute Kojiro an, plötzlich schien der Schmerz vergessen und sie stellte sich stramm wie beim Militär „E...Entschuldigung! Ich stand im Weg!“
„Was...?“ Kojiro schaute sie an als dann das Lachen des Chefs zu ihm drang „Schau nicht so Shinomiya. Du warst ja eben nicht hier um es zu wissen. Das hier ist Megumi Tadokoro. Sie hat eben erst ihren Abschluss hinter sich gelassen und wird uns ab sofort unterstützen.“ Der Chef stellte sich neben dem Mädchen und legte etwas grob seinen Arm um ihre Schultern. Kojiro schaute von ihm wieder sie an, doch sie wich seinem Blick schnell aus und knete die Hände.
Wieso war sie denn so nervös? Als ob jemand seine Gedanken gehört hatte, kam es von einem seiner Kollegen „Du machst der Neuen jetzt schon Angst Shinomiya“ die anderen stimmten in das kurze Gelächter mit ein. „Du kannst dir von ihr ja ein wenig über die Schulter schauen lassen“ meinte der Chef dann und pattete noch einmal die zierliche Schulter des Mädchens. Kojiro schaute ihn an „Bei mir? Ich bin beschäftigt, ich habe keine Zeit sie zu unterrichten...“ plötzlich antwortete ihm eine liebliche Stimme und triefte nur so vor Unsicherheit „I...ich werde sie nicht aufhalten! Versprochen!“ noch immer blickte sie nicht auf und Kojiro war sich sicher, dass sie hier nach ein paar Tagen gnadenlos untergehen würde.

Doch ehe er was erwidern konnte lachte sein Chef auf und schob Megumi bestimmt in Kojiros Richtung „Das wirst du nicht, keine Sorge. Lass dich von seiner Art nicht einschüchtern. Er ist immer so, kann dir aber sicher noch einiges beibringen“ mit einem Zwinkern ließ er die beiden dann stehen und jegliche Widerworte wurden somit untergraben.

Kojiro ging dann einfach los und Megumi stand erstmal noch da ehe sie sich dann dazu entschied ihm zu folgen. Sie wirkte wie ein treuer Welpe und Kojiro konnte sich bald schon nicht mehr ignorieren. Hatte er nicht auch einmal so angefangen? Nein, eigentlich nicht aber sie war hier neu, ein junges Mädchen und kannte wahrscheinlich nicht das Leben in einer Großküche. „Megumi war dein Name?“ interessierte ihn eigentlich nicht aber er wollte, dass sie etwas lockerer wurde. Und ihm auch nicht mehr so verkrampft zu schaute, als würde er hier einen krassen Zaubertrick vorführen! „Was? Oh! Ja! Megumi Tadokoro!....“
„Hm...“ er bearbeitete weiter das Fleisch und entfernte geschickt die Sehnen daraus „Hol die Schalottenzwiebeln und schneide sie in Würfel“ wies er sie dann an und sie stürmte sofort los „Ja!“ mit einem leisen Seufzen blickte er vom Fleisch auf und ihr nach. Sie mogelte sich wie ein Wiesel schnell an die anderen Köche vorbei bis in den Lageraum hinter.

Kojiro legte das Messer beiseite und massierte sich mit Daumen und Zeigefinger die Mitte seiner Nasenwurzel.
„Kopfschmerzen? Ich hab ne Tablette dabei...“ bot sein Kollege neben ihn an „Nein danke. Ich war nur nicht darauf gefasst den Lehrer zu spielen... das stört mich grade“
„Ach komm, sie ist doch niedlich...“
„Das ist überhaupt nicht relevant“ erwiderte Kojiro scharfzüngig „Sie steht die ganze Zeit hinter mir und schaut mir bei jeder noch so kleinen Tätigkeit über die Schulter. Was ich hier mache, müsste sie eigentlich alles gelernt haben!“
„Sie ist sicher nur aufgeregt. Außerdem hat der Chef ja angewiesen, dass du ihr alles zeigen sollst“
„Aber nicht die kompletten Lehrjahre!“ sein Kollege lachte daraufhin und schnitt den Lauch mit schnellen, fließenden Bewegungen weiter als es schepperte und die beiden mit den Köpfen herum fuhren.
Megumi stand angespannt da während der Topf mit dem frisch Zubereiteten gradewegs auf den Boden gelandet war und der Kollege in einer Salve aus Wut los fluchte „Kannst du nicht aufpassen!? Das kann ich alles noch mal machen!“
„Es tut mir so leid!“ ihre Stimme war schrill und weinerlich geworden, besänftige den Kollegen aber in keinster weise. Er meckerte weiter und sammelte ein paar Reste vom Boden auf „Ich helfe ihnen!“ Megumi ging in die Hocke und streckte die Hand aus als sie am Handgelenk gepackt und hoch gezogen wurde „Nicht! Das ist noch heiß und du könntest dich verbrennen!“ nachdem er sie ernst angeschaut hatte, zierte nun ein kleines Lächeln sein Gesicht und Megumi erwiderte es.

„Typisch Soma...“ gab Kojiros Kollege nur von sich und wandte sich dann wieder seiner Arbeit zu. Kojiro schaute noch zu den beiden jungen Köchen wie sie kurz ein paar Worte wechselten und Megumi sogar leise lachte. Er gab ihr zwei Zwiebeln in die Hand und Kojiro drehte sich weg.
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