sweet, sweet love

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
12.01.2018
27.04.2019
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Soo und hier direkt das 3. Kapitel!!

<<Ich will nicht auf diese Party>>motzte Annabteh und betrachtete sich zweifelnd im Spiegel. Sie trug einen hellblauen Jeansrock und ein schwarzes schulterfreies Oberteil, was sie sich von Piper geliehen hatte. Dazu silberne Creolen, eine Kette und schwarze Vans, ihre Lieblingsschuhe. <<Doch du gehst>> sagte Piper streng. Sie sah natürlich wieder mal umwerfend aus mit ihrem bordeaux roten Spagettitop und einer engen schwarzen Hose. <<Du hast gut reden. Du siehst super aus>> murmelte Annabeth. Sie fühlte sich einfach nicht wohl in dem Outfit. Wenn es nach ihr gewesen wäre hätte sie eine einfache Jeans und ein T-Shirt angezogen. Simpel und vor allem sehr bequem. <<Ihr seht beide heiß aus>> sagte Will und grinste. <<Und jetzt heul nicht rum und trink einen Schluck Wein>> wendete er sich an Annabeth und drückte ihr eine Flasche voll Billigwein in die Hand. Annabeth verdrehte kurz die Augen, nahm dann aber die Flasche und nahm ein paar großzügige Schlucke. Annabeth war kein großer Fan von Partys. Zu laute Musik, zu viele betrunkene Menschen und viel zu viel Alkohol. Dabei war Annabeth keine Spaßbremse, ganz im Gegenteil, aber sie bevorzugte kleinere Gruppen von Leuten, die im Kopf noch so klar waren, dass man zivilisiert miteinander reden konnte. Tanzen war generell nicht so ihr Ding.  Schon wenn sie daran dachte, wie sich die Mädchen in ihren viel zu knappen Outfits an die voll Testosteron geladenen Jungs schmiegten, löste in ihr einen Brechreiz aus. Nein, Annabeth würde an diese Party gehen, ein paar Bier trinken, mit ihren Freunden Spaß haben und dann wieder gehen. Die im Traum hätte sie daran gedacht, dass es ganz anders kommen würde.....

Als die drei Leos Party erreichten, war die bereits in vollem Gange. Leo hatte seine halbe Stufe eingeladen und in der Werkstatt tummelten sich mindestens 40 Schüler. Annabeth staunte nicht schlecht. Die Jungs hatten ganze Arbeit geleistet. Ganz hinten im Raum, zwischen lauter Boxen und Mikrofonen, stand Nico mit seiner Band und spielte irgendwelche laute Rockmusik. Rechts an der Wand, stand eine lange Bar aus Holz, hinter der Percy und Jason fleißig Alkohol ausschenkten und sich hin und wieder einen Shot genehmigten. Auf der anderen Seite stand ein Beerpongtisch, an dem sich die Stollbrüder gerade ein heftiges Duell mit Katie und Miranda lieferten. Sogar einen Trichter hatten sie aufgestellt, dort tranken Clarisse und Beckendorf gerade um die Wette. Angelina, Beckendorfs Freundin stand kopfschüttelnd daneben. Der ganze Raum war über und über mit buntem Licht und Girlanden bedeckt. Es sah wirklich toll aus. <<Wow>> murmelte Piper neben ihr und starrte dabei die ganze Zeit auf Jason. Annabeth lachte und war auf einmal gar nicht mehr so schlecht drauf. Sie zog ihre zwei besten Freunde an die Bar. <<Kommt Leute, wir trinken was>> Doch zu spät erinnerte sie sich daran, wer genau da hinter der Bar auf sie wartete. <<Hey Neunmalklug>> begrüßte Percy sie mit einem frechen Grinsen. Und Annabeth musste sich ein zweites Mal eingestehen, dass er verdammt gut aussah. Er trug ein weißes T-Shirt, durch dass sich seine Muskeln leicht abzeichneten. Seine Haare waren verstrubbelt wie immer und seine grünen Augen funkelten. <<Algenhirn>> nickte Annabeth ihm kurz zu. <<Drei Wodka-Lemon bitte>> sagte Will zu Percy und der wendete seinen Blick von Annabeth ab und fing an die Getränke zu mischen. Piper und Jason neben ihnen waren in ein Gespräch vertieft. Pipers Wangen waren so rot wie ihr T-Shirt und sie warf ihm dabei die ganze Zeit schmachtende Blicke zu. Die Arme war ihm hoffnungslos verfallen. <<Wenn ich jemals so enden werde wie Pipes, dann schlag mich bitte>> schrie sie in Wills Ohr um die laute Musik zu übertönen. Dieser lachte nur und drückte ihr den Wodka-Lemon von Percy in ihre Hand. Annabeth nahm einen Schluck und lächelte zufrieden. Sie mochte dieses Zeug. Viel zu süß, aber man schmeckte den Alkohol nicht. <<Ich geh tanzen, kommst du mit?>> fragte Will und Annabeth schüttelte den Kopf. <<Nein danke, du weißt dass ich nicht tanzen kann, ich sehe aus wie ein Elefant in Highheels>> lachte Annabeth und Will stimmte mit ein. Er selbst war ein ausgezeichneter Tänzer. Er tanzte in einer Hip-Hop Gruppe mit und hatte schon einige Wettbewerbe gewonnen. Will verabschiedete sich mit einem Highfive und bahnte sich einen Weg durch die Menge. Annabeth lehnte sich mit dem Rücken an die Bar und beobachtete die Leute vor sich. Das Beerpongspiel war mittlerweile kurz vor dem Ende, die Stolls führten, mit einem Becher mehr als Katie und Miranda. Die waren gerade am Zug und versuchten voller Konzentration, was bei der Menge Alkohol, die die beiden schon getrunken zu haben schienen, gar nicht mal so einfach war. Als sie auf der Tanzfläche nach Will Ausschau hielt, sah sie stattdessen Drew und Rachel, die beiden größten Zicken der Schule, wie sie ihre Körper aneinander rieben und mit dem Arsch wackelten. Annabeth verdrehte die Augen und kippte ihren Wodka auf einem Zug hinunter. Als sie sich wieder umdrehte, um ein weiteres Getränk zu holen, was war sie aber auch durstig heute, war Percy gerade dabei, mit irgendeinem Mädchen aus der 11. Zu flirten. Annabeth schüttelte nur den Kopf und lief hinter die Bar um sich das Getränk selbst zu mischen. Percy und Jason schienen sie nicht einmal zu bemerken und sie machte sich einen weiteren Wodka-Lemon und trank ihn mit wenigen Schlucken leer. Aus dem Augenwinkel bemerkte sie, wie Percy der blonden Schönheit immer näherkam und ihr Kopf wurde ganz heiß. Was regte sie sich so auf? Das war Percy Jackson. Der größte Player der Schule. Warum stellte sie sich vor, dass sie an der Stelle des Mädchens stand. Dass er Annabeth die Aufmerksamkeit schenkte und nicht diesem dummen, viel zu aufgedonnerten Mädchen. Seit dem Vorfall am Strand ging er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Irgendwas hatte sich an diesem Tag geändert. Und sie hasste sich dafür. Aus lauter Frust über ihre eigenen Gedanken, nahm sie die Wodkaflasche und nahm ein paar kräftige Schlucke davon. <<Hey, was machst du da!>> rief Jason und nahm ihr die Wodkaflasche weg. <<Nur für befugtes Personal>> fügte er grinsend hinzu. Annabeth zuckte nur mit den Achseln und machte sich davon, nicht ohne zu realisieren, dass Percys Blick auf ihr ruhte. <<Hey Annabeth!>> hörte sie eine Stimme und als sie sich umdrehte, kam Leo auf sie zu. Annabeth wunderte sich ein bisschen, sie hatte noch nie ein Wort mit ihm gewechselt. <<Lust auf ne Runde Beerpong? Die Stollbrüder brauchen jemand, der sie wieder von ihrem hohen Ross runterholt>> grinste er und legte seinen Arm um sie. Annabeth, die den Alkohol langsam spürte, grinste dämlich nickend zurück und lies sich von Leo zum Beerpongtisch führen. Wenn Jackson Spaß mit anderen Mädchen haben konnte, konnte sie das schon lange.



Percy erwischte sich den ganzen Abend dabei, wie er immer wieder nach Annabeth Ausschau hielt. Seit sie hier aufgetaucht war, hatte er für niemand anderen mehr Augen gehabt. Sie sah sogar noch besser aus als sonst, das Outfit betonte ihre langen Beine und ihr Haar schimmerte golden. Als er sie das letzte Mal gesehen hatte, spielte sie Beerpong mit Leo und den Stollbrüdern. Dabei hatte sie die drei Jungs ziemlich alt aussehen lassen, was sie für Percy noch viel attraktiver machte. Nicos Band war mittlerweile fertig mit ihrem Auftritt und der Raum war jetzt mit der Musik der Stollbrüder erfüllt. Percy bewegte sich leicht zur Musik, während er immer noch Getränke mischte. Die Party war wirklich ein voller Erfolg, es waren sogar noch mehr Leute da, als sie eingeladen hatten. Jeder schien sich unheimlich zu amüsieren und auch Percy hatte seinen Spaß. Er hatte den ganzen Abend mit unzähligen Leuten geredet und dabei sogar neue Gesichter kennengelernt. Da war zum einen Frank, ein großer aber trotzdem unscheinbarer Chinese, mit dem er zusammen Spanisch hatte. Ein Fach, was beiden eher Schwierigkeiten bereitete. Hätte Percy ihn früher gekannt, hätte er ihn auf jeden Fall für die nächsten Tryouts ihrer Footballmannschaft angemeldet, doch dafür war es jetzt leider zu spät. Dann war da noch seine Freundin Hazel, die in die 11. Klasse ging und Kampfsport machte. Außerdem hatte er sich langjährigen Partyfreunde Beckendorf unterhalten. Und natürlich hatte er die meiste Zeit mit Jason hinter der Bar herumgealbert. An solchen Partys wurde ihm immer wieder aufs Neue bewusst, wie froh er war, solche tollen Menschen um sich herum zu haben. Sie hatten ihn schon durch die ein oder andere schwierige Situation gebracht und ihm immer zur Seite gestanden. Vor allem aber, machten sie den Verlust seines Vaters deutlich einfacher. <<Hey Percy, ich soll dich ablösen>> ertönte eine Stimme und als Percy aufsah stand Reyna vor ihm. Reyna ging erst seit zwei Jahren auf ihre Schule, aber Percy hatte sich ziemlich schnell mit ihr angefreundet. Sie war extrem schlau und ohne sie hätte Percy seine Highschoolabschluss vermutlich gar nicht machen können. Außerdem war sie ziemlich tough, sie machte Karate und man sollte es sich genau überlegen, ob man sich mit ihr anlegen wollte. <<Danke Reyna, du bist ein Schatz>> grinste er und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Reyna verdrehte die Augen und wischte sich den nicht vorhandenen Speichel von der Wange, lächelte aber. Percy nahm sich seinen Becher mit Wodka-Lemon, schnappte sich seinen besten Freund, dessen Schicht von Pollux übernommen wurde, und zog ihn mit zur Tanzfläche. Dort hielt er sofort Ausschau nach blonden Engelslocken, sah aber nur Leo, der engumschlungen mit Calypso tanzte und grinste. Er tanzte eine Weile mit Jason, als sich Drew zu ihnen gesellte und anfing, ihren Arsch an Jasons unterer Hälfte zu reiben. Sofort drehte Percy sich zum Gehen um, das wollte er wirklich nicht mitansehen, als er mitten in der Bewegung erstarrte. Einige Meter weiter entdeckte er Luke, ein Arschloch eine Stufe über ihm, mit dem er sich letztes Jahr angelegt hatte. Damals war Luke der Quarterback ihrer Mannschaft gewesen, allerdings kein guter. Er war kein Teamplayer, wollte immer, dass alle nach seiner Pfeife tanzten, nur dass er gut dastand. Dann hatte er angefangen Castor, den damaligen Neuling zu penetrieren und da hatte es Percy gereicht. Er hatte Luke zur Rede gestellt, was mit einer heftigen Schlägerei und dem Rauswurf von Luke aus der Mannschaft geendet hatte. Seitdem war Percy der Quarterback. Und jetzt stand Luke neben Annabeth, seiner Annabeth, den Arm um sie geschlungen und heftig auf sie einredend. Percy kochte vor Wut und mit einigen großen Schritten war er bei den beiden. Als Luke ihn bemerkte verzog er seinen Mund zu einem spöttischen Grinsen und seine eisblauen Augen funkelten belustigt. <<Na sieh mal einer an wen haben wir denn da? Percy Jackson mein alter Freund>> sagte er und streckte Percy seine Hand für einen Handschlag hin. Percy ignorierte sie. <<Was willst du hier Luke du bist nicht eingeladen>> erwiderte Percy kalt. Luke zuckte mit den Schultern. <<Die Werkstatt ist groß genug und ich bin sicher nicht der einzige uneingeladene Gast hier>> antwortete er. <<Aber der einzige nicht erwünschte>> entgegnete Percy mit zusammengebissenen Zähnen. Annabeth, die bis jetzt nur ruhig daneben gestanden zu haben schien, meldete sich zu Wort. <<Jackson, was is dein Broblem? Lass uns einfach in Ruh. Wir komm gut allein zu Rech>> lallte sie und starrte ihn böse an. Erst jetzt fiel Percy auf, dass sie sich an Luke festklammerte, weil sie ohne ihn offenbar nicht mehr geradestehen konnte. Annabeth war völlig betrunken. <<Genau>> feixte Luke <<am besten lässt du uns einfach in Ruhe>> während er das sagte wanderte seine Hand immer weiter hinunter, bis sie Annabeths Hintern erreichte. Die war offenbar so betrunken, dass sie nichts bemerkte, oder noch schlimmer, es ihr nichts ausmachte. Percy ballte seine Hände zu Fäusten. <<Luke lass sie los>> sagte er drohend, doch Luke lachte nur dämlich und sein Griff auf Annabeths Hintern wurde stärker. Das schien auch Annabeth zu bemerken, denn ihre Augen wurden größer und sie schlug Lukes Hand weg. <<Was fäll dir ein du ekliges Schwein!>> giftete sie und holte schon mit der Hand zum Schlag aus, doch jemand anders kam ihr zuvor. Percy packte Luke am Kragen und warf ihn auf den Boden. <<Lass Annabeth in Ruhe>> knurrte er. Lukes Augen verengten sich zu Schlitzen. Er sprang auf und ehe Percy sich versah, knallte Lukes eiserne Faust auf sein Auge. <<Du blöder Wichser>> schrie Percy. Er holte selbst zum Schlag aus, als ihn jemand von hinten packte und wegzog. Percy windete sich, er wollte dieses Arschloch windelweichprügeln, doch der Griff mit dem er festgehalten wurde war unnachgiebig. Es war Frank. <<Beruhige dich Percy. Das bringt doch nix. Luke ist und bleibt einfach ein Arschloch. Die andern bringen ihn gerade raus. >> und tatsächlich. Luke wurde gerade von einem ziemlich genervten Jason und einem grimmig dreinschauenden Beckendorf zur Tür gebracht. <<Er hat sich an Annabeth rangemacht>> murmelte Percy und die Wut und das Adrenalin fielen langsam von ihm ab. Alles was blieb war der pochende Schmerz unterhalb von seinem linken Auge. Blut lief über seine wange und Frank gab ihm ein Taschentuch um es wegzuwischen. Sie so zu sehen, in den Armen von diesem Arschloch, hatte ihn fertig gemacht. <<Danke Bro>> sagte er und schlug mit Frank ein. <<Kein Thema. Ich hätte genauso reagiert wenn sich jemand an mein Mädchen rangemacht hätte>> Jetzt wurde Percy rot. Sein Mädchen. Annabeth war nicht sein Mädchen. Ganz im Gegenteil. Sie hasste ihn. Percy seufzte und wendete sich wieder Frank zu. <<Komm Frank, wir gehen was trinken>> sagte er und klopfte seinem neuen Freund auf die Schulter. Doch wie das Schicksal nicht anders wollte, war ihm eine andere Person zuvorgekommen. Annabeth lehnte an der Bar und versuchte wie es aussah, Reyna davon zu überzeugen ihr ein weiteres alkoholisches Getränk zu geben. <<Büütte Reyna nur noch eins>> sagte sie und schob ihre Unterlippe zu einem Schmollmund vor. Mit diesem Blick hätte ihr Percy ein Getränk und zwei Shots obendrauf gegeben, doch Reyna blieb eiskalt. <<Nein Annabeth es reicht für heute>> sagte sie. Annabeth schmollte und erblickte Percy und Frank, die auf sie zu kamen. <<Algenhirn, ich will noch was zu trinken>> sagte sie süßlich und lächelte ihn an. Percy wurde augenblicklich heiß, doch er ließ sich nichts anmerken.  <<Okay pass auf wir machen einen Deal. Du tanzt ne Runde mit mir und dann bekommst du dein Getränk>> Eigentlich wollte Percy ihr keinen Alkohol mehr geben, sie hatte wirklich genug getrunken, doch Percy wusste, dass sie seinen Vorschlag sowieso nicht annehmen würde. <<Also guut>> flötete Annabeth und nahm Percys Hand. Sie zog ihn hinter sich auf die Tanzfläche und Percy erhaschte einen letzten belustigten Blick von Frank bevor er mitten in der tanzenden Menge stand. Gerade kam “Low” von Florida und Annabeth fing gerade vor ihm an, Bewegungen zu machen, die Percy ihr absolut nicht zugetraut hätte. Er musste sich zusammenreißen nicht die ganze Zeit nur auf ihre Brüste zu starren und betrachtete stattdessen ihr Gesicht, dass vom Alkohol schon ganz gerötet war. <<Weiß du Algenhirn, eigentlich wollte ich heut gar nich kommn, aber jetzt wo ich hier bin, ists eigentlich gans cool>> strahlte Annabeth. Percy lächelte und fing ebenfalls an sich zu der Musik bewegen. Annabeth hüpfte nun vor ihm her und stieß dabei mit mehreren um sie herumtanzenden Menschen zusammen, doch das schien sie nicht zu stören. Sie lachte und kreischte und in der nächsten Sekunde lag sie auf dem Boden. Percy lachte und er streckte ihr seine Hand entgegen. Überraschenderweise ergriff sie seine Hand und er zog sie hoch, allerdings mit so viel Schwung, dass sie ihre Hände auf seiner Brust abstützen musste. <<Upsi>> gluckste sie, verringerte ihren Abstand aber um keinen Zentimeter. Genau in diesem Moment ertönte ein langsameres Lied, “Don’t let me Down” von den Chainsmokers und Percy sah verlegen in Annabeths Gesicht. Die schlang zu Percys völliger Verwirrung ihre Arme um seinen Hals und grinste benebelt. Percys ganzer Körper kribbelte und ihm liefen Schauer über den Rücken. Sie war ihm so nah. Er legte seine Hände an ihre Hüfte und zog sie noch ein kleines Stück näher an sich. Sie protestierte nicht. Im Gegenteil. Sie schmiegte sich an ihn und legte ihren Kopf auf seine Schultern. Ihr Atem kitzelte seinen Nacken, was Stromschläge in Percys Körper verursachte. Wenn ihm heute Morgen jemand erzählt hätte, dass er an Leos Geburtstag eng umschlungen mit Annabeth
Chase tanzen würde, hätte er die Person vermutlich ausgelacht. Allerdings konnte Percy nicht ignorieren wie sehr Annabeth schwankte. Sie hatte sich fast mit ihrem ganzen Körpergewicht auf ihm abgestützt, weil sie sich selber nicht mehr halten konnte. <<Annabeth du musst was trinken>> sagte Percy in ihr Ohr. <<Und zwar Wasser>> Annabeth reagierte nicht und als Percy sie ein bisschen von ihm wegdrückte, merkte er, dass sie ihre Augen geschlossen hatte. <<Annabeth komm jetzt>> sagte Percy sanft und Annabeth schüttelte den Kopf. <<Will schlaafen>> murmelte sie und schlang ihre Arme wieder um seinen Hals, doch Percy nahm ihre Arme und legte den einen um seine Schulter. <<Wir gehen mal kurz an die frische Luft okay?>> sagte er zu ihr und er zog sie mit sich in Richtung Ausgang. Draußen setzte er sie auf eine Bank. <<Bin gleich wieder da, ich hol nur kurz was zum trinken>> sagte er zu Annabeth, die ihm kaum zuhörte sondern fasziniert die Grashalme vor ihr auf dem Boden betrachtete. Schnell rannte Percy hinter die Bar und nahm sich eine der Wasserflaschen, die irgendwo auf dem Boden rumlagen. <<Alles klar mit ihr? Ich hab euch rauslaufen sehen. Die Kleine ist ja völlig am Ende>> fragte Pollux besorgt. Percy nickte nur und rannte zurück zu Annabeth. Die hatte ihre Hände auf ihre Oberschenkel abgestützt und atmete schwer. <<Alles klar?>> fragte Percy vorsichtig. <<Mir is schlecht>> wimmerte Annabeth und sah ihn mit großen grauen Augen an. Sie sah so süß aus, wenn sie betrunken war. <<Hier, trink bisschen Wasser, dann geht’s dir besser>> sagte Percy er setzte sich neben sie und streckte ihr die offene Flasche entgegen. Sie nahm ein paar kräftige Schlucke und sah ihn dankbar an. Dann sackte sie wieder in sich zusammen und ihr Kopf fiel auf seine Schulter. Ihre Haare rochen nach Erdbeere. <<Ich will nach Hause>> murmelte Annabeth. Percy nickte. <<Ich such kurz deine Freunde, die können dich nach Hause bringen. Warte hier>> Annabeth nickte und Percy machte sich auf die Suche nach Will und Piper. Aber, wie hätte es auch anders sein sollen, war von Will und Piper keine Spur. Percy seufzte und versuchte die beiden mit dem Handy zu erreichen. Vergeblich. Na toll. Dann musste er sie wohl oder übel nach Hause bringen. Erleichtert entdeckte er Thalia, die große Schwester von Jason, die sich dazu bereit erklärt hatte, die Partygäste, die keine Mitfahrgelegenheit hatten, nach Hause zu fahren. <<Thalia, ich brauche dich. Wir müssen Annabeth nach Hause bringen. Sie ist völlig am Ende>> sagte er und Thalia hob ungläubig die Augenbrauen. <<Annabeth Chase ist betrunken? Das ich das noch erleben darf>> sagte sie kopfschüttelnd und folgte dem völlig panischen Percy nach draußen. Dort lag sie, auf der Bank eingerollt und am ganzen Körper zitternd. Percy zog sofort seine Sweatshirtjacke aus, die er beim Wasser holen mitgenommen hatte und legte sie Annabeth um die Schultern. <<Komm Annabeth, wir fahren nach Hause>> flüsterte er und half ihr dabei aufzustehen. Sofort schwankte sie und wäre beinahe hingefallen, doch Percy hielt sie fest. Thalia hatte in der Zwischenzeit das Auto geholt und half Percy dabei, Annabeth ins Auto zu befördern. <<Ich weiß wo sie wohnt>> sagte er zu Thalia, während er sich neben sie auf den Beifahrersitz fallen ließ. Annabeth wohnte in der gleichen Straße wie er, nur einige Häuser weiter. Es war eine schöne Wohngegend, alle Häuser hatten einen Garten und die Straßen waren von jeglichem Müll befreit. Sie fuhren aus der Einfahrt von Leos Garage aus und Annabeth fing an, Autogeräusche nach zu machen. Thalia und Percy grinsten. <<Sie ist echt süß wenn sie betrunken ist>> lachte Thalia und Percy konnte ihr da nur zustimmen. Als sie schließlich vor Annabeths Haustüre standen und Percy schon dabei war auszusteigen, hielt Annabeth ihn am Arm fest. <<Ich kann so nich nach Hause. Meine Mutter würde sofort aufwachen und wenn sie mich so sieht bringt sie mich um>> sagte sie panisch. Percy seufzte. Daran hatte er gar nicht gedacht. Mrs. Chase war eine sehr strenge und erst zu nehmende Frau. Er wollte nicht, dass Annabeth Probleme bekam. <<Okay. Gib mir mal dein Handy>> befahl Percy ihr und Annabeth streckte ihm ihr entsperrtes iPhone entgegen. Er tippte drei Nachrichten ins Handy, eine für Annabeths Mutter, eine für Piper und eine für Will. Dann drehte er sich zu Annabeth um. <<Du kommst mit zu mir.>>sagte er bestimmt und bedeutete Thalia zu seinem Haus zu fahren. Dort angekommen half er Annabeth aus dem Auto und machte sich auf den Weg in Richtung Haustüre. >>Bist du dir sicher dass du das alleine schaffst?>> fragte Thalia und Percy nickte. >>Du hast schon genug getan. Und ich denke mal dass du heute noch öfters gebraucht wirst. Ich komm klar.>> Damit fuhr Thalia los und ließ einen erschöpften Percy und eine ziemlich betrunkene Annabeth zurück.  



Annabeths Kopf war kurz vorm Explodieren. Mühselig öffnete sie die Augen und kniff sie bei dem ihr entgegenkommenden Licht sofort wieder zusammen. Fluchend setzte sie sich auf und rieb sich ihre pochende Stirn. Als sich ihre Augen allmählich an das Tageslicht gewöhnten, realisierte sie, dass irgendetwas nicht stimmte. Sie lag nicht in ihrem Bett. Sie war auch nicht in ihrem Zimmer. Es war auch nicht das Zimmer von Will, ebenso wenig wie das von Piper. Wo war sie? Misstrauisch sah sie sich um. Eine Wand des Zimmers war blau gestrichen, auch die Bettwäsche in die sie eingewickelt war, war blau, ebenso wie der Vorhang, der die hereinscheinende Sonne allerdings nur leicht abschwächte. An der blauen Wand stand sich ein Sofa gegenüber einer Kommode mit einem Fernseher darauf. An der Tür war eine Stange befestigt, an der man womöglich Klimmzüge machen konnte. Dieses Zimmer gehörte definitiv einem männlichen Wesen. Peinlich berührt und erschrocken zugleich überprüfte Annabeth, ob sie noch Klamotten anhatte. Sie atmete erleichtert auf. Zwar hatte sie nicht mehr ihre Sachen an, sondern einen großen, ebenfalls blauen Pulli, aber darunter trug sie, den Göttern sei Dank, ihre Unterwäsche. Jetzt musste sie nur noch herausfinden wem dieses Zimmer gehörte. Doch diese Frage schien der geheimnisvolle Junge ihr genau in diesem Moment beantworten zu wollen. Die Tür öffnete sich und zu Annabeths Entsetzten betrat kein anderer als Percy Jackson den Raum. Zu allem Überfluss, als wäre Annabeths Situation nicht schon schlimm genug, war er nur mit einem Handtuch bekleidet und sah dabei, wie Annabeth zähneknirschend feststellen musste, extrem gut aus. Als Percy sie sah und womöglich realisierte, dass Annabeth nicht mehr schlief, zuckte er kurz zusammen, lächelte dann aber spöttisch. <<Die Alkoholleiche ist aufgewacht>> stellte er grinsend fest. Genau in diesem Moment meldete sich Annabeths dröhnender Kopf wieder zu Wort und Annabeth stöhnte unwillentlich. <<Ah und einen Kater hat sie auch wie ich sehe. Warte ich hol dir ein Glas Wasser>> sagte er und verschwand wieder aus der Türe. Als er einige Minuten später mit einem riesigen Glas Wasser wiederkam, war er, zu Annabeths Bedauern, mit einer Jeans und einem grauen T-Shirt, was ihm, zugegeben äußerst gutstand, bekleidet. Er reichte ihr das Glas und Annabeth leerte es in einem Zug. <<Danke das hab ich echt gebraucht, sonst wär mein Kopf noch explodiert>> sagte sie und brachte ein Lächeln zustande. Percy winkte ab und setzte sich auf die Bettkante. <<Wie geht’s dir?>> fragte er und Annabeth meinte einen besorgten Unterton herauszuhören. <<Mein Kopf tut weh und ich glaube ich werde heute keinen Bissen hinunter bekommen, aber ansonsten ist alles gut>> gab sie zurück und Percy grinste. <<Kein Wunder, bei deinem Zustand gestern. Ich glaub du warst die betrunkenste Person auf der ganzen Party>> lachte er und Annabeth wurde rot. Sie hatte so gut wie keine Erinnerung mehr an den Abend. Sie erinnerte sich lediglich an den Anfang und das Beerpongtunier. Und sie erinnerte sich daran, dass sie mit Percy getanzt hatte.... Und dass es ihr gefallen hatte... Aber davon ließ sie sich natürlich nichts anmerken. Annabeth stöhnte frustriert. <<So schlimm?>> fragte sie beschämt. <<Naja, du konntest fast nicht mehr laufen, hast einen halben Liter Bacardi Cola geext und Leo schwört, dass er dich beim Rauchen erwischt hat. Aber sonst war es völlig in Ordnung>> erklärte Percy und grinste. Annabeth vergrub ihren Kopf in ihren Händen. <<Und wo sind überhaupt meine Klamotten?>> fragte sie dann misstrauisch. <<Die hast du vollgekotzt. Zum Glück vor meiner Haustüre. Ich hab sie in die Waschmaschine getan>> Jetzt verwandelte sich ihr Scham in ein schlechtes Gewissen. >>Warum bin ich überhaupt hier? Und weiß meine Mum Bescheid?>> fragte sie und merkte wie langsam Panik in ihr aufstieg. Ihre Mutter machte sich wahrscheinlich entsetzliche Sorgen und hatte womöglich schon die Polizei gerufen. Percy hob beschwichtigend die Hände. <<Alles gut, ich hab alles im Griff. Ich hab deiner Mum geschrieben, dass du bei Piper schläfst und Will und Piper hab ich natürlich auch Bescheid gegeben. Die beiden hab ich übrigens nirgends gefunden, sonst hättest du natürlich bei denen geschlafen>> beruhigte er sie. Annabeth atmete tief durch und blickte Percy an. Er hatte Ringe unter den Augen und einen Bluterguss auf der rechten Wange. <<Was hast du gemacht?>> fragte sie und zeigte auf sein Gesicht. <<Ach das ist nichts>> antwortete er und Annabeth hakte nicht weiter nach. Das war nicht das erste Mal, dass sie ihm mit einem blauen Auge gesehen hatte. Er geriet öfter mal mit Typen aneinander und das endete meistens in einer Schlägerei. Noch so ein Grund warum sie ihn bis jetzt nicht ausstehen konnte. Dann stellte sie ihm die Frage, die ihr schon die ganze Zeit auf der Zunge gelegen hatte. <<Haben wir?>> sie zeigte auf das Bett worauf sie beide saßen, Percy bekam große Augen und schüttelte dann energisch den Kopf. <<Nein nein, ich hab im Gästezimmer geschlafen>> stotterte er und wurde ein wenig röter. Annabeth nickte und ihr wurde ein bisschen warm ums Herz. Er hatte ihren beinahe komatösen Zustand also nicht ausgenutzt um sich an sie ranzumachen. Ganz im Gegenteil, er hatte sich um sie gekümmert. Augenblicklich schlich sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen. Percy erwiderte das Lächeln. <<Danke>> sagte sie und sah ihm dabei in die Augen. Grün traf grau. Für eine Weile sagte keiner etwas, dann sah Annabeth hektisch weg. Sie spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht kroch. Percy räusperte sich. <<Hast du Hunger?>> fragte er dann beinahe schüchtern,<< Meine Mum hat uns Frühstück gemacht>> Annabeth bejahte erfreut. Sie glaubte zwar immer noch nicht, dass sie etwas essen konnte, aber die Aussicht nach einem Kaffee und noch mehr Wasser schien verlockend. Annabeth folgte Percy nach unten in die Küche. Das Haus, in dem er mit seiner Mutter wohnte war zwar nicht sonderlich groß, dafür aber hell durchleuchtet und gemütlich. Man fühlte sich sofort wohl. Was Annabeth zuerst auffiel war, dass Percys Zimmer nicht der einzige Raum im Haus war, der von der Farbe blau dominiert wurde. Einige Wände, die Treppe, der Esstisch und das Sofa waren in einem schönen hellen Blauton gehalten. Auch die Kissen, Teppiche und Vorhänge waren blau. Die Jacksons schienen diese Farbe wirklich sehr zu mögen. Annabeth grinste.  <<Kaffee?>> fragte Percy und Annabeth nickte. Sie setzte sich an den Küchentisch und schaute aus dem Fenster. Von hier aus konnte man sogar die Einfahrt zu ihrem Haus sehen. <<Aber eins muss ich dir echt lassen Chase, du bist echt ne gute Trinkerin. Ich glaub ich hab noch nie ein Mädchen so viel trinken sehen. Ich bin echt beeindruckt>> sagte Percy während die Kaffeemaschine lief. <<Ich bin selbst total überrascht von mir>> grinste Annabeth. Und das war sie wirklich. Bis jetzt hatte sie sich immer über die ganzen betrunkenen Leute beschwert, die die Kontrolle über ihren Körper verloren hatten, gestern war sie selbst eine davon gewesen. Dabei hatte alles so normal angefangen. Bis zu dem Moment als sie Percy mit diesem Mädchen gesehen hatte. Von dem Augenblick war alles aus dem Ruder gelaufen. Dabei wusste sie nicht einmal wieso. Annabeth hatte Percy schon tausendmal mit irgendwelchen Mädchen gesehen und oftmals waren sie nicht nur am flirten gewesen. Aber aus irgendeinem unerklärlichen Grund hatte sie es gestern nicht kalt gelassen, stattdessen hatte sie sich die Kante gegeben. Und sie sollte die Jahrgangsbeste sein? Lächerlich. Percy stellte ihr ihren Kaffee hin. <<Also wir haben Mums berühmte Blaubeerpancakes, Toast mit Nutella oder Marmelade oder Müsli>> zählte Percy auf und stopfte sich dabei einen Pancake in den Mund. Trotz Annabeths protestierendem Magen entschied sich Annabeth für einen Blaubeerpancake. Er schmeckte köstlich. Percy, der ihr gegenübersaß, erzählte ihr, dass er gemeinsam mit seiner Mutter auf das Rezept gekommen war und dass es seitdem keinen einzigen Tag gegeben hatte, an dem er keinen dieser süßen Köstlichkeit als Frühstück verspeist hatte. <<Ihr versteht euch ziemlich gut, du und deine Mum oder?>> fragte Annabeth und Percy wurde ernst. <<Ja. Sie ist die einzige Familie die ich noch habe. Und ich liebe sie über alles>> Annabeth wurde ein wenig traurig. Es musste schlimm sein seinen Vater zu verlieren. Ihre Eltern lebten zwar getrennt, ihr Vater hatte mittlerweile eine neue Frau und zwei Kinder mit ihr, aber Annabeth bekam ihn trotzdem jede zwei Wochen zu Gesicht. Klar, es war anfangs schwer gewesen und sie hatte einige Jahre gebraucht um den familiären Wandel zu akzeptieren, aber jetzt war sie doch froh, dass sie ihn noch in ihrem Leben hatte. <<Tut mir leid. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie das gewesen sein muss>> sagte Annabeth mitfühlend. <<Schon in Ordnung. Klar, es war hart, aber es ist jetzt 10 Jahre her. Wir kommen schon klar>> winkte er ab. Annabeth sagte nichts und Percy wechselte schnell das Thema. Sie redeten noch ganze zwei Stunden. Über die Schule, über das, was sie nach ihrem Abschluss machen wollten und wen sie am wenigsten vermissen würden. Percy wollte erst mal ein Jahr arbeiten gehen, die Welt sehen. Er wusste noch nicht ob er studieren sollte, geschweige denn was genau. Was anderes hatte Annabeth auch nicht von ihm erwartet. Percy war ein sehr spontaner und impulsiver Mensch, der sie Sache einfach auf sich zukommen ließ und in den Tag hineinlebte. Ganz im Gegensatz zu Annabeth, die schon eine genaue Vorstellung von ihrer Zukunft hatte. Architekturstudium und dann ein eigenes Architekturbüro aufmachen. Das war der grobe Plan. Percy blickte auf die Uhr. Die Zeiger zeigten halb 1. Er sprang auf. <<Fuck schon so spät?! Ich muss noch abbauen helfen sonst sind die fertig bis ich komme!>> rief er und begann hektisch damit den Tisch abzuräumen. Annabeth half ihm dabei. Dann stürmte Percy aus der
Küche und kam kurz darauf mit Annabeths Sachen zurück. <<Hier, die Klamotten sind zwar noch etwas nass, aber besser du kreuzt mit denen, statt mit meinem Pulli bei deiner Mum auf>> Annabeth nickte. <<Ausnahmsweise mal ein guter Beitrag von dir Algenhirn>> grinste sie. <<Nicht so frech Neunmalklug! Sonst erzähle ich deiner Mutter wo du wirklich die Nacht verbracht hast>> drohte Percy und Annabeth machte sich mit ihren Sachen auf den Weg ins Badezimmer. Dort angekommen, betrachtete sie sich erst einmal im Spiegel und unterdrückte einen Schrei. Ihre Haare waren völlig zerzaust, das Makeup verschmiert und sie hatte einer Schramme auf der rechten Wange. Schnell wusch sie sich ihr Gesicht und bändigte ihre Locken zu einem Zopf. Ihr Handy, was Percy ihr ebenfalls gebracht hatte, vibrierte. Zwölf Nachrichten und fünf Anrufe in Abwesenheit. Alle von Piper und Will. Schnell zog sich Annabeth ihre feuchten Sachen an und ging dann wieder zurück zu Percy. Der wartete bereits ungeduldig auf sie. <<Wurde auch Zeit Neunmalklug, du musst für mich keinen Schönheitswettbewerb gewinnen>> grinste er spöttisch und Annabeth verdrehte die Augen. Da war er wieder, der alte Percy. Er schloss die Haustür hinter sich und drehte sich dann zu Annabeth um. <<Soll ich dich fahren?>> fragte er und fuhr sich dabei mit der Hand durch die Haare. Noch so eine typische Jacksongeste. Annabeth schüttelte den Kopf. <<Ich wohne fünf Häuser weiter. Außerdem tut mir ein bisschen frische Luft ganz gut>> lehnte sie ab. Percy zuckte die Achseln und kam dann einen Schritt auf sie zu. <<Also dann...>> sagte er und schaute sie unsicher an, <<bis Montag>> verabschiedete sich Annabeth. Sie wollte ihn zum Abschied umarmen, doch ihre Beine waren anderer Meinung und sie lief los, in Richtung ihres Hauses. Nach zwei Schritten drehte sie sich nochmal um. <<Und Algenhirn>> Percy, der gerade in den an der Straße parkenden Wagen steigen wollte, drehte sich ebenfalls zu ihr um. <<Danke>> sagte sie lächelnd und Percy erwiderte ihr Lächeln. So sehr sie ihn auch immer noch hassen wollte, es ging nicht. In den letzten 24 Stunden war so viel passiert, was ihr Bild von Percy Jackson völlig verzerrte und sie nicht mehr so recht wusste was sie von ihm halten sollte. Sie wusste nur eins. Sie fühlte sich zu ihm hingezogen. Und dieses Gefühl musste sie so schnell wie möglich wieder loswerden.
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