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Überraschung

von Xiayane
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Alexander Hamilton George Washington Hercules Mulligan John Laurens Marquis de Lafayette Thomas Jefferson
11.01.2018
11.01.2018
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„Das geht doch nicht.“, maulte Hamilton bevor er die nächste Tür im Flur aufriss, nur in einen weiteren leeren Raum zu schauen. Perplex sah er sich um. Erst nach links, dann nach rechts und zur Sicherheit nochmal nach links.
„Sollten hier nicht irgendwo Leute sein?“, fragte er sich selbst, während er zurück in Büro von Herr Washington ging, welcher heute auch abwesend zu sein schien. Wie erwartet war des Büro immer noch leer. Hatte er irgendwas verpasst oder warum war niemand da? Mit einen leisen knacksen öffnete sich die Tür zum Büro und Alexander drehte sich überrascht um. Erwartet hatte er nun eigentlich das Gesicht von Washington zu sehen, doch erblickte er eine Frau mit blonden Haaren und braunen Augen, welche zögerlich in der Tür stehen blieb.
„Herr Hamilton, was machen sie denn hier?“, fragte die Frau, bei der es sich um eine Mitarbeiterinnen von Washington handelte. Wenn sich der Mann recht erinnerte war ihr Name Rachel oder so in der Art.
„Wo ist Washington und der Rest? Habe ich etwa was verpasst und der 11. Januar seit neustens ein Feiertag?“, fragte er sie. „Wissen sie das nicht? Mister Washington hat den meisten Leuten heute freigegeben, da er selbst etwas privates zu tun hat. Ich bin nur hier, da ich gestern etwas vergessen habe.“, erklärte sie ihm höflich.
Verwirrt ging der junge Mann an der Frau vorbei und begab sich zum Ausgang des Gebäudes. Eigentlich war es sein Plan in die Bibliothek von Washington zu gehen, welche sich auch in diesem Gebäude befand, um sich die nötigen Bücher für seine Arbeit zu holen, doch konnte er das ohne den Schlüssel von dem alten Mann vergessen. Noch mal würde Washington es ihm sicher nicht verzeihen, ohne Erlaubnis die Tür aufzubrechen um einzubrechen und Bücher zu lesen. Eine Woche lang hatte er daraufhin Hausarrest. Das musste man sich mal vorstellen. Hamilton wohnte ja noch nicht mal bei den Washingtons, weshalb der Mann ihn gezwungen hat eine Woche lang bei ihnen einzuziehen, nur um ihn innerhalb dieser sieben Tage Hausarrest zu geben.
Aber da war noch etwas anderes merkwürdiges. Washington sah sich doch selbst als sein Vater und die beiden waren auch im ständigen Kontakt, warum hat er ihm nicht erzählt, dass er heute was zu tun hat. Wenn er so darüber nachdachte, war heute allgemein ein merkwürdiger Tag.
Heute morgen war auch keine Anwesend, als er aufgestanden ist, wobei er sonst einer der Ersten ist, der aufwacht. Dabei ist es Donnerstag und an diesem Wochentag geht John sonst erst gegen Mittag los. Lafayette und Hercules waren auch wie vom Erdboden verschluckt und antworteten nicht auf seine Nachrichten.
Aber er kann sich nicht daran erinnern, dass am 11. Januar irgendwas besonderes war.

Vollkommen in Gedanken versunken, ob heute doch noch irgendwas außergewöhnliches auf dem Plan stand, bemerkt Alexander erst viel zu spät, dass er vergessen hat, darauf zu achten, was vor ihm liegt, weshalb der Zusammenprall mit der Person vor ihm unvermeidlich war.
„Aua, hey-“, brachte Alexander gerade so heraus, bevor er sah mit wem er hier zusammen gestoßen ist und er wütend schluckte.
„Jefferson.“, grollte er.
„Hamilton.“, erwiderte der Größere genauso wenig erfreut über das zusammentreffen der Beiden.
„Was machst du denn hier?“
„Das geht dich gar nichts an! Aber wenn du es unbedingt wissen willst, ich war bei Washington.“, fauchte Hamilton. Ein Lachen von Seiten Jefferson war zu hören.
„Hat der kleine Junge von seinem Daddy etwa nicht gesagt bekommen, dass er heute nicht da ist.“, sagte er mit einen gespielt entsetzten Ton. „Klappe Jefferson!“, schrie der Kleinere.
„Willst du wissen was Washington heute macht?“, fragte Jefferson hämisch.
Die rasende Wut, welche in Alexander schon aufkam, wenn er den Mann nur sah, konnte er schlecht unterdrücken, doch war zugleich auch der Wunsch da, zu wissen was heute los ist, weshalb er nur schlecht nein dazu sagen konnte.
„Was tut er?“
Ein fieses Grinsen schlich sich auf das Gesicht von Thomas und er ließ sich schön viel Zeit, bevor er mit der Antwort anfing.
„Du musst wissen, er- aua!“, unterbracht er seinen Satz. Madison hat ihm von unten gegen das Kinn geschlagen und ihn damit zum schweigen gebracht. Erst jetzt wurde der Mann wirklich bemerkt, welcher wohl schon die ganze Zeit neben Jefferson stand.
„Jemmy? Was soll das?“, beklagte sich der Größte in der Runde.
„Musst du dich wirklich so kindisch verhalten? Thomas, du weißt doch das es Washington wichtig ist.“, antwortete James und sah seinen Freund strafend an. Widerwillig stöhnte Jefferson auf und drehte sich von Hamilton weg.
„Schon gut, ich verrate es ihm nicht. Zufrieden?“
„Warte! Was ist jetzt mit Washington?“, wollte Hamilton immer noch wissen, doch bekam er nicht die ersehnte Antwort von seinem Rivalen.
„Finde es doch selbst heraus.“, rief der Größere bevor er zusammen mit Madison verschwand.

„Arschloch.“, murmelte Alexander, bevor er seinen Weg fortsetzt. Sein nächstes Ziel war die Unibibliothek, in der er wenigstens ein wenig arbeiten konnte. Schließlich war es für den Studenten noch nicht genug, nur die Aufgaben des nächsten Semesters vorgearbeitet zu haben.
Ein Klingeln ließ ihn aus seinen Gedanken fahren, bis er ein paar Sekunden später realisierte, dass es sich bei dem Erzeuger dieses Tons um sein eigenes Handy handelte. Er fummelte das Objekt aus seiner Jackentasche und sah auf den Display.

1 neue Nachricht von: Martha Washington

Alexander, wärst du so nett vorbei zu kommen und mir auszuhelfen? George ist nicht da und es ist zu viel Arbeit für mich alleine.


Entrüstet seufzte Hamilton und tippe seine Antwort ein, immerhin konnte er Martha keine Bitte abschlagen.

Geht in Ordnung. Ich bin gleich da.


Damit änderte sich sein nächstes Ziel und er machte sich auf den Weg zum Haus von Martha und George Washington. Zumindest war der Student froh darüber, dass sich die Frau gemeldet hat und nicht so wie der Rest seiner Freunde einfach für heute verschwunden ist. Vielleicht kann sie ihm auch sagen wo Washington ist und warum er ihm nichts davon erzählt hatte.
Das Haus der beiden lag etwas abseits von der Stadtmitte. Es war ruhig und gleichzeitig nicht weit weg vom Gesehen, einfach perfekt. Vor der Haustür holte Alex seinen Schlüsselbund heraus, wo sich unter anderen der Schlüssel für das Haus befand, welchen Martha ihm schon vor einiger Zeit gegeben hatte.
„Martha? Wobei brauchst du denn Hilfe?“, fragte er während er die Tür öffnete und seinen Schlüssel wieder aus dem Schloss zog.

Booom! Boom! Boom!

„Überraschung!“


Perplex sah Alex zu wie vor ihm langsam buntes Papier in Form von kleinen Punkten oder langen schmalen Streifen, zusammen mit Glitzersternchen auf ihm hinunter rieselte. Es dauerte ein wenig bis er realisierte wer alles anwesend war. Um ihm herum standen John, Hercules, Lafayette, Washington, Eliza, Angelica, Peggy, Martha und auch Aaron. Ja, überrascht war er, doch warum machten seine Freunde sich die Mühe ihn zu überraschen? War es wegen seiner letzten Seminararbeit? Nein, seine Arbeiten waren immer super und besonders, da stach die letzte nicht unbedingt heraus. Was hat er sonst noch getan? Nichts was das hier rechtfertigte.

„Danke, aber warum?“, fragte er schlussendlich um die Antwort von den anderen zu bekommen. Die anderen sahen ihn etwas verwirrt an, bis sein Freund John endlich das Wort ergriff.
„Alex... weißt du nicht was heute für ein Tag ist?“, fragt er vorsichtig.
„Der 11. Januar.“
„Und was ist am 11. Januar?“, frage nun Lafayette.
„Der 11 Tag des Jahres. Somit sind es nur noch 354 Tage bis zum Jahresende. 355 Tage bei einem Schaltjahr.“, meinte Alexander.
„Nein, nein Alex, wir meinen Geschichtlich.“, lachte Laurens und wollte ihn auf die richtige Leitung bringen. Doch Alexander musste erst mal überlegen was alles am 11. Januar passiert ist.
„Am 11. Januar 1935 hat Amelia Earhart als erste Mensch erfolgreich einen Alleinflug von Honolulu, Hawaii, nach Oakland, Kalifornien getan.“, sagte er nach kurzer Zeit.
Stille kehrte in den Raum ein. Keiner traute sich, auch nur ein Wort gegen Alexanders falsche Erklärung für die Überraschung, zu verlieren. Angelica hatte genauso wie ihre kleine Schwester Eliza Probleme nicht anzufangen zu lachen.
„Nein, Alexander.“, sagte nun Washington.
„Was dann?“, wollte der kleinste Mann ihm Raum nun wissen.
„Du... du weißt es wirklich nicht?“, fragte Laurens ungläubig nach. „Mein Gott...“, erklang nun auch Hercules.
„Soll ich jetzt auswendig wissen, was alles am 11. Januar passiert ist?“
Wieder kehrte Stille ein, welche von dem leisen lachen der Schwestern unterbrochen wurde.

„Also?“, fragte Alexanders wieder.
„Verdammt noch mal Hamilton. Heute ist dein Geburtstag!“, löste Burr nun endlich das Geheimnis auf.
Geschockt sah er zu den anderen. „Mein Geburtstag? Stimmt, der ist am 11. Januar. Ups, habe ich wohl vergessen.“, meinte Alexander.
„Vergessen? Wie kann man seinen Geburtstag vergessen?“, fragte Lafayette.
„Der war mir noch nie so wichtig.“, tat Hamilton das Thema ab. Dennoch konnte man eine leichte Röte aus Peinlichkeit auf seinen Wangen sehen, da er so etwas banales wie seinen Geburtstag vergessen hat. Vor allem das er dieses Banner, welches mitten im Raum hängt und die großen Aufschrift „Happy Birthday Alexander“ trägt, nicht sofort bemerkt hat.
„Vergessen wir einfach mal Alexanders Vergesslichkeit und feiern nun!“, lachte Laurens und gab seinen Freund einen Kuss auf die Wange.

Noch einige Stunden lang dauerte die Feier an, bis am Abend jeder wieder zu sich nach Hause ging, was für Hamilton, Laurens, Mulligan und Lafayette das selbe Ziel war, da sie gemeinsam in einer WG wohnten.
„Nacht ihr beiden.“, sagte Hercules noch bevor er mit Lafayette in seinem Zimmer verschwand. Müde ließ sich nun auch Alexander auf sein Bett fallen und sah die Decke an.
„Jetzt im ernst, hast du wirklich deinen Geburtstag vergessen Alex?“, fragte John nochmals.
„Ich hatte wichtigeres zu tun.“, murrte der Kleinere.
„Na ja zumindest,“, begann John seinen Satz und zog nebenbei sein Shirt aus, „ist dein Geburtstag noch nicht vorbei. Bist du bereit für noch ein Geschenk?“
„Wenn es von dir ist, immer.“, schmunzelte Hamilton und küsste seinen Freund auf die Lippen.


Selbst bei der Tatsache, dass Lafayette und Hercules in einem Zimmer auf der anderen Seite des Flurs saßen, konnten sie das laute Stöhnen von Alexanders trotzdem hören. Mit einem Lächelnd sah Lafayette seinen Freund an.
„Mon ami, ich habe die Wette gewonnen.“, sagte er und streckte die Hand aus. Seufzend nahm Hercules zehn Dollar aus der Tasche und legte sie dem Franzosen in die Hand.
„Wie kam ich eigentlich auf die Idee, dagegen zu wette? War doch klar das sie Sex haben werden.“, meinte Hercules.
Wieder war ein lautes Stöhnen von dem Geburtstagskind zu hören.
„Also... die Bars haben noch offen. Lust zu gehen?“, fragte Hercules.
„Immer doch, besser als den beiden beim Sex zuzuhören.“, entgegnete Lafayette und verließ mit dem anderen Mann die Wohnung, um den beiden Verliebten ihre Privatsphäre zu lassen.

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So, mein Geburtstag Hamilton One Short ist somit auch fertig.

Xiayane
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