Alice Madness Returns - Gaming Trouble

GeschichteAbenteuer, Humor / P18
Alice Grinsekatze Herzkönigin OC (Own Character) Verrückter Hutmacher
09.01.2018
11.01.2018
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09.01.2018 1.329
 
Es war ein Tag wie jeder andere. Die Sonne stand hoch am Himmel, der Mond ließ sich jedoch nicht vertreiben und war ebenfalls noch in seiner vollen Pracht zu bewundern. Im Haus herrschte ruhe, war es doch gerade einmal Morgens um 9. Da in dem Haus ausschließlich junge Leute wohnten war es klar das diese es ausnutzten und bis in die Puppen schliefen.
Doch nicht jede Wohnung war so ruhig wie es den Anschein machte, ganz oben im Dachgeschoss wurden die Fenster aufgerissen, ein wütender Fluch erklang und im nächsten Moment flogen Federn durch die Gegend. Man konnte zu dieser Szenerie nur sein Beileid aussprechen, zumindest für das einst so flauschige Kissen, da dessen Inhalt nun mehr oder weniger auf dem Boden verteielt war, oder aber auf den beiden anwesenden Personen. Diese starrten sich noch einen Moment lang wütend an ehe sie in Lachen ausbrachen.
„Du weist genau das du mich nicht wecken sollst!“
„Du wolltest doch!“
„Wollte ich nicht.“
„Doch.“
„Nein.“
„Ich hab Tee.“
„Okay, dann schon.“
Ein helles Lachen erklang und erfüllte den Morgen, das unwillige Brummen des anderen ging nur unter, doch das Lächeln auf seinen Lippen konnte er nicht verstecken. Seufzend warf er ein letztes mal das Kissen auf die andere und erhob sich dann aus dem tropfnassen Bett. Unwillig starrte er an sich herunter, doch mehr als einen bösen Blick brachte er nicht zustande.
„Wenigstens bist du gleich sauber.“
„Dann hättest du Seife mit einmischen sollen.“
„Merk ich mir.“
„Wag es dir.“
Gerade als die junge Frau etwas erwidern wollte schrie sie erschrocken auf und starrte ihren Mitbewohner entsetzt an. Dieser hatte die Arme um sie gelegt und wünschte ihr grinsend einen guten Morgen. Wenn er schon mit einem Eimer Wasser geweckt wurde, so wollte er das Gefühl der Sauberkeit doch wenigstens teilen.
„Ich hasse dich!“
Lachend rannte der durchnässte junge Mann nach unten, gefolgt von einer weniger begeisterten, nun ebenfalls nassen Mitbewohnerin. Da dort wirklich eine Tasse Tee stand war der morgendliche Zoff schnell vergessen und sie brachten es zustande in Harmonie zu Frühstücken. Was man wohl eher bezeichnen konnte als Teezeit. Denn während er eine Kanne Tee leerte, griff sie zu einer Schachtel Pralinen und pfiff sich diese in den Hals.
Eine Weile herrschte schweigen, doch nach einem stummen Blickaustausch erschien auf beiden Gesichtern ein Lächeln was jedem Angst gemacht hätte – es war ein Wunder das ein einzelner Mensch so breit grinsen konnte. Es dauerte nur Sekunden bis alles stehen gelassen wurde und sich beide einen Wettlauf in Richtung Wohnzimmer  lieferten. Nicht weil sie unbedingt als erstes Dort sein wollten – viel eher hatten sie nur ein einziges Sofakissen. Wie sagte man auch so schön? Wer zuerst kommt der mahlt zuerst, zwar war es hier auf das Kissen zu beziehen, doch wer es hatte, der hatte es.
Kreischend wurde ein Faustschlag ausgeteielt, dort ein Tritt in die Seite, dann wieder eine Kopfnuss oder ein Schlag in den Magen. Wenn man nicht wüsste das diese beiden die besten Freunde waren könnte man denken sie wollten sich Gegenseitig umbringen – doch wirklich verletzen taten sie sich nie. Diese kleinen Auseinandersetzungen die sie jeden Tag führten, dienten viel eher der Entspannung und als kleines Ventil für ihre Energie. Momentan waren Ferien und beide zu faul um sich irgendwelchen Aktivitäten an der frischen Luft hinzugeben. Man nannte sie in diesem Haus nicht umsonst die „Vampir-WG“ - mochte daran liegen das man sie selten draußen sah und dann nur mit Sonnenbrille da sie die Sonne nicht mehr gewöhnt waren. Viel lieber verschanzten sie sich in der Wohnung, schmissen ihre Konsolen an und verbrachten ihre Zeit davor.
„Super gemacht.“ - „Du bist genauso schuld.“
Wieder wurden wütende Blicke ausgetauscht, doch schnell wurde nur mit der Schulter gezuckt und das so beliebte Kissen wurde einfach ignoriert. Als sei es erleichtert aus dem Schussfeld zu sein rutschte es in der Ecke hinunter und schien in sich zusammen zu sacken, es schien als würde es erleichtert ausatmen – die Freiheit genießen.
Ohne groß miteinander zu reden wurde die Konsole gestartet, der Bildschirm leuchtete fröhlich grün auf und hüllte sie in gespenstiges Licht. Doch es hielt nicht lange an, war doch bald schon der Titel des Spiels zu sehen.
Alice Madness Returns.
Keiner von ihnen wusste wie oft sie nun schon dieses Spiel gestartet und durchgezogen hatten doch noch nie hatten sie wirklich alles gefunden was es zu finden gab. Ständig fehlte ihnen irgendein Teil und sie waren stur genug um es sooft zu wiederholen bis sie endlich alles haben würden. Sie waren vernarrt in Geheimnisse und Specials, so das sie sich auch diese nicht entgehen lassen wollten. Irgendwas musste ja passieren wenn sie alle Gegenstände gefunden hätten.
Eine Weile herrschte schweigen während der männliche der beiden genervt auf die Knöpfe drückte. Er war nicht wirklich genervt, nur musste er bei dem Prolog immerwieder die Augen verdrehen, Alice hatte Probleme, ja das wussten sie – und doch bekamen sie nicht genug von dem Game.
„Dir wird es bald schon wieder gut gehen.“
„Was maulst du Alice an? Der Doctor nervt mehr.“
Ein genervtes Stöhnen folgte und nur das gemurmelte: „Komm mir nicht mit dem Vollidioten, dem sollte man sein Diplom entziehen“, ließ darauf schließen das er seiner besten Freundin zustimmte. Wer auch immer diesem Doctor das Diplom ausgestellt hatte gehörte genauso gefeuert wie der Doctor. Es war doch einfach ätzend jemanden solch einer Folter auszusetzen. Es war doch offensichtlich das niemand der armen Alice helfen wollte.
Endlich war es so weit, gleich würde es ins Wunderland gehen, beide grinsten schon vor Freude, denn jetzt mussten sie nurnoch der weißen Katze folgen und sie würden im Wunderland sein. Allerdings zogen beide die Augenbrauen irritiert zusammen – sie hatten es sooft gespielt das sie sich eigentlich ziemlich sicher waren das bei der Verfolgung der Katze keine Schatten an den Häusern entlang huschten. Auch sollten sich keine Schatten heraus lösen und Alice verfolgen.
„Du siehst das doch auch, oder?“
„Mhhm.“
Beide schüttelten den Kopf, schoben auf ihren nichtvorhandenen Schlaf der letzten Nacht und liefen der Katze weiter hinterher. Doch nicht nur die Schatten schienen verrückt zu spielen, auch dunkle Pflanzen, die nur so von Gift triefen zu schienen wuchsen aus dem Boden heraus – es wurde diesmal kommentarlos ignoriert. Sie waren einfach übermüdet, das musste es sein. Eine andere Möglichkeit gab es einfach nicht, es war unmöglich das sich ein Spiel einfach veränderte – es sei denn irgendjemand pfuschte darin herum – allerdings war keiner von beiden dazu fähig, also fiel diese Version weg.
Alice fiel, rauschte durch Messer und Blut, schrie gequält auf. Langsam bekamen die beiden Freunde wirklich ihre Zweifel. Egal wie übermüdet sie auch waren, wer konnte sich so einen Quatsch zusammen träumen? Das sie beide auch noch das selbe sahen war zutiefst irritierend, doch sie konnten nicht anders als nur auf den Bildschirm zu starren. Der Kontroller war schon längst auf den Boden gerutscht als die beiden sich nach vorne beugten um mehr zu sehen und gemeinsam wieder zurück zuckten als das Licht ausfiel.
Sie sahen sich an, wollten sich gerade gegenseitig fragen ob sie die Rechnung bezahlt hatten – doch sie wurden durch einen quälenden Schrei aus dem Vorhaben gerissen. Erschrocken sahen sie zum Bildschirm, sahen Alice, in einem Käfig sitzen. Sie war an einem Stuhl gefesselt und schien sie gequält anzustarren. Ihre Lippen bewegten sich, formten lautlos Worte doch keiner von ihnen konnte sie lesen. Die dunkle Stimme die in dem Zimmer widerhallte lenkte sie ab.
„Alice, endlich habe ich dich. Das Wunderland, wird endlich mir gehören.“
Ein eiskalter Schauer lief über den Rücken der beiden Freunde, beschehrte ihn eine Gänsehaut. Das kalte Lachen was folgte verstärkte dieses unbestimmte Gefühl der Angst, welches die beiden überkam, nur.
Das Licht fing von einem Moment auf den nächsten an zu flackern, schien doch wieder zu leben, allerdings nur bis es entgültig dunkel wurde da auch der Bildschirm ausfiel.
An alles was sie sich dann noch erinnern konnten war ein heller Blitz und ein Schrei der ihnen das Blut in den Adern gefroren ließ. Danach verloren sie beide das Bewusstsein.
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