Von Wörterschrottplätzen und geistigem Dünnschiss – Ein Schreibratgeber

GeschichteAllgemein / P16
08.01.2018
09.04.2019
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Von Wörterschrottplätzen und geistigem Dünnschiss – Ein Schreibratgeber



Einleitung


Ach herrje. Was hat Opisthocomus da schon wieder online gestellt? Ist er jetzt zum Schrottsammler geworden? Hat er Verdauungsprobleme? Hat er einfach zu viel Zeit? Was ist das überhaupt für ein bescheuerter Nickname? Kann ich die Einleitung auch überspringen?

Äh, langsam. Immer der Reihe nach:

Was hat Opisthocomus da schon wieder online gestellt? – Hrhrhr. Wart’s ab.
Ist er jetzt zum Schrottsammler geworden? – Nein.
Hat er akute Verdauungsprobleme? – Was sind das bitte für Fragen?!
Hat er einfach zu viel Zeit? – schon wieder daneben!
Was ist das überhaupt für ein bescheuerter Nickname? – Jetzt wird’s langsam persönlich!
Kann ich die Einleitung auch überspringen? – kein Kommentar -.-“


Spaß bei Seite: Ich heiße Dich herzlich zu meiner Kolumne zum Thema „Schreiben“ willkommen!


Halt, halt. Nicht so schnell. Kolumne? Was war das noch gleich? Ist das nicht so ein Dings-da-Text, den man in der Brigitte oder Gala, zwischen Diät-Rezepten und Kreuzworträtsel findet? Nun ja, fast …

oOo


Aus meiner ‚Nicht ganz ernst zu nehmenden Enzyklopädie der literarischen Fremd- und Bekanntwörter‘:

Kolumne, die = Textform, bei der ein Autor oder eine Autorin seine geistigen Ergüsse zu einem bestimmten Thema seinen Mitmenschen nach Gutdünken aufdrängt.

oOo


Kurz: Ich darf also schreiben, was mir gerade in den Sinn kommt. Prima!

Bei mir geht’s nur eben nicht um europäische Königshäuser oder vegane Kochrezepte, sondern um das Handwerk des Schreibens.

Direkt vorab für alle augenrollenden und müde lächelnden Leser: ich möchte gar nicht behaupten, dass ich formvollendete Meisterwerke verfasse. Schön wär’s! *selbstvergessener Blick über den Rand des Laptops hinweg … andächtiges Seufzen*

Ich schreibe seit gut einem Jahr.
Das ist nicht besonders lang, stimmt. Dennoch lernt man gerade am Anfang unfassbar viel - was daran liegt, dass man unfassbar viel falsch macht. Wer meine erste Geschichte gelesen hat weiß, was ich meine. Die ist - jetzt im Nachhinein betrachtet - nicht besonders toll. Ehrlich. Das ist keine falsche Bescheidenheit, sondern eine Tatsache.

Aber es ging bergauf. Zwar nicht steil, aber die Tendenz war da. Dank Fernstudium Belletristik, Austausch mit anderen Autoren, Reviews von Lesern und dem einen oder anderen Schreibratgeber, wurden die Kapitel runder und die Leser zufriedener. Die zweite Geschichte ist schon nicht mehr so schlecht.
Das größte Lob kam von einer Leserin, die mir schrieb, dass man einen deutlichen Fortschritt in Sachen Schreibstil erkennt. Wäre ich nicht so unsportlich, hätte ich wohl einen Purzelbaum vor Freude geschlagen.

Was lernen wir also daraus? Genau. Üben, üben, üben!
 
Wusstest Du, dass es eine 10.000-Stunden-Regel gibt? Ein amerikanischer Autor namens Gladwell vertritt die These, dass man etwas – eine Sportart, ein Instrument, ein Handwerk – erst wirklich virtuos beherrscht, wenn man zehntausend Stunden geübt hat.
Nur mal zur Info. Ein Jahr hat 8.760 Stunden.
Davon verbringen wir jedoch die meiste Zeit mit Schlafen, Arbeiten, Essen, Netflix oder dem Bespaßen unserer Mitmenschen, Haustiere oder Zimmerpflanzen.

Du siehst: Schreiben lernt man nicht über Nacht. Wichtig ist, dass man seine Prioritäten richtig setzt.

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen werde ich unterschiedliche Aspekte & Themen behandeln.

Regelmäßig ist übrigens eins meiner Lieblingswörter.
Weihnachten ist regelmäßig (1x pro Jahr)
Die Uhr wird regelmäßig umgestellt (2x pro Jahr)
Ich räume regelmäßig die Bude auf (ähm, ja … lassen wir das …)

Für Wünsche bin ich übrigens offen. Wenn Du mir mitteilst, Du hättest gerne ein Kapitel zum Thema „Was tun, wenn ich tagelang nur geistigen Dünnschiss hervorbringe?“ - Bitte dann sollst Du das auch bekommen. Natürlich sollten Deine Fragen etwas mit dem Thema ‚Schreiben‘ zu tun haben. Also nicht so etwas wie: „Sind Hühner eigentlich Tiere oder Vögel? Ich weiß, sie haben Federn, also ähneln sie Vögeln. Aber sie können nicht fliegen, also können sie ja keine Vögel sein und sind wahrscheinlich eher Tiere. Lieber Opisthocomus, kannst Du mir weiterhelfen?“ [Frei zitiert nach: Gute-Frage.net]

Jetzt reicht es aber langsam mit der Einleitung, oder? Im ersten (eigentlichen) Kapitel geht es dann um … „10 Gründe, warum meine Geschichte nicht gelesen wird“

Ich freue mich von Dir zu hören – egal ob Review, Nachricht, Reiterkurier, Posteule, Brieftaube, Mail, Morsebotschaft.

Bis bald,

Dein Opisthocomus
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