Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
Alle Kapitel
21 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
31.01.2018 932
 
Es waren bereits einige Tage vergangen und das Herr von Tiberius´ Vater befand sich wieder in Rom. Der Sohn des Imperators war erleichtert darüber, dass er nun endlich wieder Zuhause war und seinen kleinen Bruder in die Arme schließen konnte. Dieser war überglücklich seinen Bruder wieder zu sehen.

Kaum war Tiberius in sein Zimmer gegangen, um sich von den vergangenen Tagen zu erholen, klopfte es schon an seiner Türe. Als der Schwarzhaarige diese öffnete stand Sabinus davor und fragte:,, Darf ich hinein kommen?“ Stumm nickte Tiberius und deutete seinem guten Freund, er solle eintreten. Nachdem der Schwarzhaarige sich auf sein Bett gesetzt hatte, nahm auch der Dunkelbraunhaarige platz und fragte vorsichtig:,, Und, wie fühlst du dich, nach all dem, der vergangenen Tage?“ Kurz nahm Tiberius sich Zeit um tief durchzuatmen, fuhr sich mit einer Hand durch die kurzen Haare und meinte:,, Es ist alles in Ordnung, mir geht es gut.“ ,,Und deine Differenzen mit Cäsar?“, hackte der Soldat nach und versuchte dabei, nicht all zu verständnislos zu klingen. Einige Minuten hielt der Schwarzhaarige Inne, fuhr mit seinem zitternden Zeigefinger sanft über seine eigenen Lippen und antwortete fast flüsternd:,, Das hat sich alles geklärt.“ Etwas unsicher beobachtete Sabinus den anderen und schloss kurz die Augen. Als er diese wieder öffnete, meinte der Soldat:,, Du hast dich doch anders entschieden, oder irre ich mich?“ Mit unsicherem Blick wandte der Sohn des Imperators sich ab und biss sich leicht auf seine Lippen. Er konnte es einfach nicht sagen, er konnte Sabinus nicht sagen, dass er schwach geworden ist und sich auf die Abmachung mit Cäsar eingelassen hat. Da Tiberius nach einigen Minuten immer noch kein Wort sagte, senkte Sabinus seinen Blick zu Boden und meinte:,, Tiberius, das ist doch bitte nicht dein Ernst. Bitte sage mir, du hast nicht eingewilligt.“ ,,Doch, das habe ich.“, flüsterte Tiberius beschämt und schaffte es nicht Sabinus in die Augen zu sehen. ,,Das kann doch nicht wahr sein!“, kam es nun etwas lauter vom Dunkelbraunhaarigen, der sich sofort vom Bett erhob und Tiberius wütend ansah. ,,Bitte beruhige dich. Es hat doch nichts mit dir zu tun.“, versuchte der Schwarzhaarige den anderen zu beruhigen und erhob sich ebenso vom Bett. ,,Ich soll mich beruhigen? Du bist mein bester Freund Tiberius. Du lässt dich wie ein Sklave behandeln und ich soll mich beruhigen?“, schrie Sabinus aufgebracht und wandte sich vom anderen ab. ,,Du verstehst das nicht Sabinus! Ich liebe ihn!“, platzte es aus dem Schwarzhaarigen heraus, welchem bereits Tränen in den Augen standen und dessen Lippen bebten. Einige Male atmete Sabinus tief durch und meinte dann:,, Ja du hast recht. Ich verstehe dich nicht. Ich wusste ja schon länger, dass du ihn liebst, doch dass du dich deshalb wie ein Sklave behandeln lässt ist wirklich das letzte. Herzlichen Glückwunsch, gebrandmarkt als Cäsar´s Hure, und das für immer.“ ,,Hör auf!“, meinte Tiberius in ruhigem Ton, da bereits einige Tränen seine Wangen hinunter liefen und zu Boden tropfte. Doch Sabinus konnte seine Wut einfach nicht verstecken und schrie ungewollt:,, Verstehst du nicht das Gaius es nicht ernst meint! Er spielt immer noch mit dir und das wird sich nie ändern!“ Plötzlich und ohne Vorwarnung traf die Hand des Schwarzhaarigen das Gesicht des Soldaten. Dieser sah auf den etwas Kleineren hinab und konnte in dessen Augen brennende Entschlossenheit erkennen. ,,Hör auf!“, meinte Tiberius erneut und fügte dann mit Schmerz in der Stimme hinzu:,, Sag so etwas nicht. Auch wenn du es nicht verstehen kannst, ich liebe ihn. Du wusstest immer schon dass ich etwas für ihn empfinde. Also, sprich nicht so über ihn.“ Vorsichtig nahm Sabinus die Hand des Anderen, legte seine Handfläche an die von Tiberius und meinte mit sanfter Stimme:,, Ich weis besser als jeder Andere hier, wie viel Gaius dir bedeutet, jedoch weis ich auch besser als die Anderen, wie sehr er dich verletzen kann Und, ich möchte dich doch nur davor bewahren, dass er dich noch einmal verletzt.“ ,,Im Moment bist jedoch du es, der mich verletzt.“, antwortete Tiberius mit erdrückter Stimme und versuchte seine Hand von der seines Freundes weg zu nehmen. Doch dies gelang ihm nicht, da der Dunkelbraunhaarige ihn festhielt und entschuldigend sagte:,, Verzeih, das war nicht meine Absicht.“ Natürlich wusste Tiberius, dass Sabinus ihn niemals beabsichtigt verletzen würde, doch in diesem Moment war er viel zu wütend und verletzt, als dass er einen klaren Gedanken fassen hätte können. ,,Bitte geh.“, forderte der Kleinere der beiden und wand sich von Sabinus ab. Gekränkt nickte dieser und verlies ohne ein weiteres Wort den Raum.

Tiberius war sich gar nicht sicher, welches Gefühl im Moment überwiegte. War es das Gefühl der Trauer, oder das Gefühl der Wut. Der Schwarzhaarige war immer schon sehr einfach wütend zu machen, doch nie von Sabinus. Der Soldat hatte ihm bisher noch nie einen Grund gegeben, auf ihn wütend zu sein. Doch die zuvor ausgesprochenen Worte des Dunkelbraunhaarigen trafen Tiberius tief. ,,Ich bin doch nicht seine Hure.“, flüsterte er kaum hörbar und legte eine seiner Hände an sein Gesicht, das bereits von Tränen übersät war. Leicht strich Tiberius mit seinem Daumen über seine Lippen und schloss für einige Minuten die Augen. Wie konnte Sabinus nur so etwas behaupten? Der Schwarzhaarige konnte sich das nicht erklären. Es war nicht nur die Tatsache, dass Sabinus meinte, dass Gaius ihn wieder nur getäuscht hätte. Am meisten schmerzte es Tiberius, wie sein bester Freund über IHN dachte. Nie hatte es jemand gewagt ihn als Hure zu bezeichnen. Mit dem Niveau einer Hure verglichen zu werden war noch viel erniedrigender als mit dem eines Sklaven verglichen zu werden. Manche Römer würden dies vielleicht nicht so sehen, Tiberius jedoch schon.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast