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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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17.01.2018 922
 
Tiberius war bewusst, dass das was Gaius von ihm verlangte, eine Demütigung war, die ihn dann sein gesamtes Leben verfolgen würde. Gebrandmarkt wurden ausschließlich Sklaven, sonst niemand. Der Schwarzhaarige war sich unsicher darüber welchen Schmerz er länger tragen konnte, den Schmerz der Demütigung, oder den Schmerz den er empfinden würde, wenn er Gaius bei einer anderen Person sehen würde. Für Tiberius war diese Frage nicht zu beantworten, denn das eine würde Schmerz für seinen Verstand und Stolz bedeuten, das andere für sein Herz. Er war eigentlich nicht der Mensch, der nach dem handelte, was sein Herz ihm sagte, doch er stellte sich ernsthaft die Frage, ob es sich dieses mal nicht lohnen würde, einfach mal das zu tun, wozu sein Herz ihm riet. Mit Sabinus hatte er schon darüber gesprochen, und dieser meinte, er solle dem auf gar keinen Fall nachgeben. Doch Tiberius hatte schon so lange gegen seine Sehnsucht angekämpft und wusste um ehrlich zu sein auch nicht, wie lange er das noch konnte. Er wollte nichts lieber, als in den Armen des Älteren einschlafen und beim Aufwachen immer noch dessen Arme um sich spüren. Tief in seinen Gedanken verloren, bemerkte der Römer gar nicht, dass sein Vater das Zelt betrat. ,,Womit quälst du deinen jungen Verstand?“, kam es plötzlich vom Imperator und sein Sohn zuckte kurz zusammen. ,,Es ist nichts. Ich bin nur müde, das ist alles.“, versuchte Tiberius sich aus der Situation zu retten, doch es war noch nie seine Stärke gewesen, seinen Vater anzulügen. Dieser verschränkte seine Arme und meinte:,, Tiberius, es ist dir deutlich anzusehen, dass dich etwas beschäftigt. Worum geht es?“ Einige Minuten herrschte Stille und der jüngere Römer versuchte in Gedanken, die Frage so zu formulieren, dass sein Vater nicht unbedingt alles herausfinden würde. Als sein Vater ihn dann eindringlich ansah, atmete er tief durch und fragte dann:,, Vater, welcher Schmerz ist wohl länger zu tragen? Der Schmerz einer Demütigung, die einen bis ans Lebensende verfolgt, oder der Schmerz eines gebrochenen Herzens?“ ,,Tiberius, lass mich dir eines erklären. Es gibt viele Entscheidungen in deinem Leben, die du mit deinem Verstand lösen müssen wirst, doch so eine Entscheidung gehört nicht dazu. Wenn es um die Liebe geht, wirst du kein Glück finden, solange du mit deinem Verstand entscheidest. Die Liebe geht manchmal Wege die wir niemals verstehen werden und deshalb ist es auch besser diese nicht zu hinterfragen und das Herz entscheiden zu lassen.“, erklärte Crassus seinem Sohn und legte eine Hand auf dessen Kopf. Tiberius war erstaunt. Ohne dass sein Vater genau wusste worum es ging, traf er mit seiner Antwort den Nagel auf dem Kopf. Dies war die erste Meinung eines anderen, die ihm wirklich weiterhalf. Auch wenn Tiberius sich sicher war dass, wenn sein Vater gewusst hätte um was es geht, er vermutlich genau das Gegenteil gesagt hätte. Crassus schätzte Cäsar, doch er konnte dessen Charakter ebenso wenig leiden wie Tiberius es konnte. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, bedankte sich Tiberius bei seinem Vater und ging dann aus dem Zelt.

Als Cäsar Tiberius auf sich zukommen sah, grinste er und leckte sich über die Lippen. Vorsichtig griff Gaius an die Hüfte des Jüngeren und meinte:,, Hast du es dir überlegt?“ Der Jüngere vergrub fest seine Hände in den Haaren des Blonden, zog dessen Gesicht nahe an seines hinunter und antwortete:,, Brandmarke mich wo du willst, solange ich dann in deinen Armen liegen darf.“ Mit einem noch breiteren Grinsen berührten Gaius´ Lippen leicht die von Tiberius und der Blonde fragte:,, Überall wo ich will?“ Mit bebenden Lippen nickte der Jüngere und flüsterte:,, Überall wo du willst.“ Nun drückte der Ältere fest seine Lippen auf die des Jüngeren und lies seine Hände unter die Tunika des Schwarzhaarigen wandern. Während ihres intensiven Kusses lies Gaius seine Hände auf Erkundung gehen, um eine geeignete Stelle zu finden, an der er sein Brandmal platzieren wird. Bei jeder neuen Körperstelle, die Gaius berührte, kam ein erregtes Keuchen aus Tiberius´ Kehle und er legte leicht seinen Kopf in den Nacken. Plötzlich blieben die Hände des Blonden an den Innenschenkel des Jüngeren stehen und Cäsar grinste. ,,Hier?“, fragte Tiberius unsicher und schmiegte seine Stirn an die des Älteren. Dieser nickte wortlos und legte dann seine Lippen an das Ohr des Schwarzhaarigen. Leise flüsterte er:,, Da ist deine Haut noch makellos und so empfindlich.“, und zwickte sanft in die Haut eines Innenschenkels von Tiberius. Dieser zog scharf die Luft ein und gab einen kurzen Laut des Schmerzes von sich. ,,Gaius….ah…nicht da, bitte.“, flehte der Jüngere mit schmerzverzerrtem Gesicht und versuchte die Hände des Blonden von seinen Innenschenkeln wegzuschieben. Cäsar konnte darüber nur schmunzeln und entgegnete:,, Doch, genau da.“ Nun legte Tiberius seine Arme um den Hals des Älteren, drückte ihn zu sich hinunter und meinte:,, Du bist so ein verdammter Sadist.“ Kurz lachte Gaius auf und presste dann seine Lippen auf die des Jüngeren. Dessen zittern war kaum zu übersehen. Natürlich war Tiberius es, der zu Gaius gegangen war und sich dafür entschieden hatte sich brandmarken zu lassen, doch etwas Angst kam doch in ihm hoch. Er konnte sich vorstellen, wie weh es tun musste, das glühen heiße Eisen auf der Haut zu spüren. Aber am schlimmsten war, dass Gaius sich genau eine der empfindlichste Stellen seines Körpers ausgesucht hatte, um ihn dort zu brandmarken. Da Cäsar das Zittern auch bemerkte, legte er nochmal seine Stirn gegen die von Tiberius und flüsterte:,, Hast du Angst vor den Schmerzen?“ Kurz und wortlos nickte der Schwarzhaarige, seufzte dann tief und antwortete:,, Ja, aber die Schmerzen werden es wehrt sein.“
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