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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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17.01.2018 1.043
 
Einige Tage waren vergangen ,seit Tiberius mit seinen Männern ins Lager zurückgekommen war und die Wunde des Speers war bereits sehr gut verheilt. Ab und an hatte der Sohn des Imperators noch Schmerzen, doch im Vergleich zu dem Schmerz in seinem Inneren, waren diese noch zu ertragen. Gaius hatte sich seit dem Tag, als er bei ihm im Zelt war nicht mehr in seiner Nähe blicken lassen. Vermutlich war das auch Teil seines Plans. Von Tag zu Tag sehnte sich Tiberius mehr nach den Berührungen des Älteren. Immer, sobald der junge Römer so weit war, zu behaupten, seine mentale Stärke wäre zu ihm zurückgekehrt, musste Gaius nur in seinem Blickfeld erscheinen, und sofort flammte wieder Sehnsucht in Tiberius´ Augen auf. Es schien ihm wie ein Teufelskreis, einerseits verabscheute er Cäsar und dessen Charakter, doch andererseits wollte er von ihm berührt und gehalten werden. Ein Zwiespalt der sein Innerstes langsam und qualvoll auseinanderriss. Sein Stolz hatte ihn immer davon abgehalten, um etwas zu bitten, lieber wäre er gestorben. Doch in dieser Sache hatte er seinen Stolz schon so oft hinuntergeschluckt und um Berührungen gebeten, fast schon gefleht. Niemand hatte ihn je so unterwürfig, willig und flehend gesehen wie Gaius. Was diesem natürlich sehr zu Gute kam. Für Cäsar war es ein Leichtes, dem Jüngeren diese Psychospielchen anzutun. Und, im Grunde genommen musste er nicht einmal viel dafür tun, in den meisten Fällen reichte eine kleine Berührung seinerseits aus. Es war ein ewiges, schmerzhaftes Hin und Her, dass Tiberius einfach nicht mehr länger aushalten würde, früher oder später würde der jüngere daran zerbrechen.

Mit schwerem Herzen, aber tiefer Entschlossenheit ging der Sohn des Imperators auf das Befehlszelt zu, in dem sich meist sein Vater und, oder Cäsar aufhalten. In diesem Fall befand sich jedoch nur sein Vater darin. ,,Tiberius, geht es dir besser?“, fragte dieser und legte die Landkarte in seiner Hand beiseite. Kurz nickte der Angesprochene und meinte dann mit etwas gedrückter Stimme:,, Vater, wo ist Gaius?“ Kurz sah sein Vater ihn misstrauisch an und antwortete dann vorsichtig:,, In seinem Zelt, er ist mir heute nicht von Nutzen. Aber, du willst doch nicht schon wieder einen Streit mit ihm führen oder?“ ,,Nein Vater. Kein Streit. Es gibt nur etwas dass wir klären müssen.“, versicherte der Schwarzhaarige seinem Vater und machte sich dann auf den Weg zu Gaius´ Zelt. Mit dem Funkeln von Entschlossenheit in den Augen stand Tiberius vor dem Zelt des Blonden, doch dieses Funkeln erlosch bei dem Anblick der sich ihm bat, als er eintrat. Auf Gaius´ Matratze lag eine Sklavin. Sie lag auf dem Bauch, er über sie gebeugt und küsste gerade ihren Nacken. Wie erstarrt blieb Tiberius stehen und schaffte es nicht auch nur ein einziges Wort zu sagen. Als Gaius´ Blick langsam zu dem Schwarzhaarigen wanderte und er diesen nun aus dem Augenwinkel heraus ansah, breitete sich ein Grinsen in seinem Gesicht aus. ,,Sieht aus als hätten wir besuch.“; ertönte die leise Stimme des Blonden und die Sklavin sah Richtung Tiberius. In diesem kam immer mehr Wut hoch und er biss fest seine Zähne aufeinander. Da Tiberius bemerkte, dass Cäsar nicht vorhatte sich von der Sklavin zu lösen, meinte er mit ernster Stimme:,, Sklavin! Raus!“ Sofort stürmte die Sklavin an ihm vorbei und verneigte sich dabei kurz. Cäsar konnte kein einziges Wort sagen, da kam der Jüngere schon auf ihn zu und packte mit seiner Hand einen Arm des Blonden, damit dieser sich nicht von ihm abwenden konnte. ,,Ich bin keine deiner Huren.“, kam es wütend von dem Schwarzhaarigen, der sich fest eine Träne verdrücken musste. Er würde hier vor Gaius jetzt bestimmt nicht weinen, diese Genugtuung würde er ihm nicht bieten. Doch kaum hatte Tiberius dies gesagt, fing Gaius noch mehr an zu grinsen und fragte:,, Ach, wirklich nicht? Und, wieso bist du dann hier?“ Diese einzige Frage hatte es geschafft den Jüngeren völlig aus dem Konzept zu bringen und er sah nur beschämt zur Seite. Natürlich wusste Tiberius warum er gekommen war, doch dass Gaius es wagte so eine Frage zu stellen, erschütterte in ziemlich. Da der Jüngere unfähig war etwas zu tun, packte Gaius sanft dessen Hüfte und zog ihn näher an sich. So schnell konnte der Blonde gar nicht reagieren, da landete auch schon Tiberius Faust in seinem Gesicht. Unbeeindruckt spuckte Gaius das Bisschen Blut aus und meinte:,, Wenn du keine Hure bist, wieso kommst du immer wieder zu mir?“ Doch eine Antwort des Jungen wartete der Blonde gar nicht mehr ab, sondern drückte ihn gegen den Tisch, der in seinem Zelt stand und meinte mit ruhiger Stimme:,, Du willst mich für dich alleine, nicht wahr.“ Mit neuem Funkeln in den sonst dunklen Augen, krallte sich Tiberius in die blonden Haare und antwortete:,, Ich will dein sein.“ Ohne ein weiteres Wort legte Gaius seine Lippen auf den Hals des Jüngeren und wartete auf weitere Worte des anderen. Dieser neigte seinen Kopf zur Seite, um Gaius besseren Zugang zu seinem Hals zu gewähren und fügte noch leise hinzu:,, Und, das nicht nur für eine weitere Nacht.“ Sanft biss der Blonde in die weiche Haut und leckte das kleine bisschen Blut das aus den Bissabdrücken quoll weg. ,,Willst du das wirklich?“, fragte Gaius mit einem grinsen nach, als Tiberius ein leises Stöhnen entkam, aufgrund der Zunge an seinem Hals. ,,Mehr als alles andere.“, antwortete der Schwarzhaarige völlig in Trance und schloss seine Augen. Tiberius genoss die Berührung des Älteren, mehr als er es in diesem Moment sollte. Eigentlich hatte er vorgehabt eine Sachliche Unterhaltung zu führen, doch dazu war es nicht gekommen. Kaum hatte Tiberius seine Augen einige Minuten geschlossen, schon konnte er zwei Finger an seiner Hinterseite fühlen und keuchte erregt auf. ,,Lasse dich von mir brandmarken.“, kam es flüsternd von Gaius, dessen blaue Augen auch bereits ein Funkeln in sich trugen, ob es das selbe Funkeln war wie bei Tiberius wusste dieser nicht genau. Erregt und doch empört antwortete der Jüngere:,, Ich bin kein Sklave.“ ,,Wenn du mir gehören willst, dann lasse dich von mir brandmarken.“, war alles was Cäsar noch dazu sagte und bis nun sanft in die Schulter des Schwarzhaarigen. Dieser war nun zwischen drei Gefühlen gefangen. Erstens, in dem Gefühl der Erregung, zweitens im Gefühl der Liebe, die er empfand und drittens, im Gefühl der Demütigung, durch die Worte von Gaius.
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