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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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16.01.2018 878
 
Als die Gruppe, die unter Tiberius´ Aufsicht das Rebellenlager angegriffen hatte, sich wieder ihrem eigenen Lager näherte, kam ihnen schon von weitem Sabinus entgegen. Als er jedoch sah, dass das Pferd auf dem sein bester Freund geritten war, niemanden auf dem Rücken trug, sah er panisch einen der Soldaten an und fragte:,, Was ist passiert? Wo ist Tiberius?“ Eine Antwort musste der dunkelbraunhaarige Soldat nicht einmal abwarten, da er Tiberius auf einem anderen Pferd, hinter einem der Soldaten entdeckte. Der Römer hatte die Augen geschlossen und sein Körper lehnte sich gegen den des vor ihm sitzenden. Blut zierte die rechte Schulter des Jungen und auch Teile seines Gesichtes. Seine Lippen waren aufgeplatzt und einige Tropfen Blut Klebten an den Augenbrauen des Jungen Römers. Vorsichtig übergab der auf dem Pferd sitzende Soldat Sabinus den Sohn des Imperators und meinte total entkräftet:,, Er wurde mit einem Speer verletzt.“ Darauf bedacht, dass er Tiberius nicht noch weiter verletzte, stützte Sabinus den Römer und führte ihn langsamen Schrittes Richtung seines Zeltes. Immer wieder gab der schwarzhaarige Römer qualvolle Laute und schmerzhaftes Keuchen von sich. Tiberius hatte beinahe keine Kraft mehr, um sich noch auf den Beinen zu halten und sackte dann auf seiner Matratze zusammen. Langsam atmete er ein und aus und versuchte seine Augen zu öffnen. Durch seine leicht geöffneten Augenlieder sah der Sohn des Imperators seinen besten Freund an und meinte kaum hörbar:,, Mir tut alles weh.“ Kurz beugte Sabinus sich zum anderen hinunter ,sagte:,, Ich werde deinen Vater holen. Ich bin gleich zurück.“, und verschwand aus dem Zelt. Als der Soldat das Zelt des Imperators betrat, unterhielt dieser sich gerade mit Cäsar. Lautlos trat Sabinus ein und wartete eine Aufforderung seitens des Imperators ab. Als dieser ihm deutete, er solle sprechen, trat der Soldat näher und meinte:,, Imperator, ihr Sohn ist zurück. Er ist verletzt.“ Kaum hatte Sabinus diese Worte ausgesprochen, eilte Marcus Crassus aus dem Befehlszelt und in Richtung des Zeltes seines Sohnes. Auch Sabinus und Gaius folgten dem Imperator und betraten das Zelt des Jungen Römers. Dieser schrie gerade schmerzerfüllt auf, da sein Vater ihm die Rüstung abnahm, um Tiberius´ Wunde zu versorgen. Weder Sabinus noch Gaius wagten es im Moment, sich den beiden zu nähern, da Sorgen und Wut in den Augen des Imperators deutlich zu erkennen waren.

Als Tiberius´ Wunde versorgt und sein Körper frei von Blut war, lag er erschöpft und entkräftet auf seiner Matratze und atmete schwer. Sein Vater war bereits gegangen, um ihm etwas Ruhe zu gönnen. Sabinus war noch bis vor einigen Minuten bei ihm, hatte jedoch noch einige Dinge zu erledigen. Mit schweren Augenliedern sah sich Tiberius im Raum um und schnaubte kurz. Kaum hatte der Junge die Augen geschlossen, nahm er leise Schritte wahr und obwohl er neugierig war, schaffte er es nicht seine Augen wieder zu öffnen. Einige Sekunden wartete Tiberius ab und spürte plötzlich eine warme Hand an seiner Wange. Dabei konnte der Junge sich ein tiefes Seufzen nicht verkneifen. Die warmen Finger, die an seiner Wange lagen fingen an sein Gesicht entlang zu streichen und eine ihm bekannte Stimme flüsterte:,, Was stellst du bloß immer an? Du überschätzt dich.“ Nun zierte ein leichtes Lächeln das Gesicht von Tiberius, welcher tief durchatmete und ein leises Stöhnen aus seiner Kehle lies. Kurz hustete der junge Römer und flüsterte dann:,, Gaius.“ Dies war wieder einer dieser Momente, die Tiberius so sehr liebte. Momente, in denen Gaius ihn liebevoll berührte und auch etwas Menschlichkeit an den Tag legte. In solchen Momenten fühlte sich der Jüngere einfach nur pudelwohl in der Nähe des Älteren. Auch wenn er wusste, dass dieser auch ein verdammtes Arschloch sein konnte, schlug ihm sein Herz bis zum Halse, sobald Gaius ihn berührte. Und, deshalb hoffte Tiberius auch, dass diese Berührung nicht so schnell enden würde. Sachte strich Gaius über das Gesicht des Jüngeren und drückte diesem dann einen Kuss auf die Stirn. Für einige Sekunden setzte das Herz des Jüngeren aus und er fühlte, wie sich seine Wangen rot färbten. Auch die Lippen von Tiberius schwollen leicht an und bebten ein wenig. Vorsichtig strich Cäsar erst mit seinem Daumen über die geschwollenen Lippen und drückte dann sanft seine auf die von Tiberius. Es war nur eine kurze Berührung, und doch löste sie so viel in Tiberius aus. Sein Herz schlug wie wild und zwang ihn dazu, seine Augen zu öffnen, auch wenn es ihm aufgrund der fehlenden Kraft sehr schwer fiel. Nun blickte er aus halb geöffneten Augen, in die blauen Iriden von Gaius. Dieser bemerkte plötzlich das beben in Tiberius und löste sich von ihm. Nur zu gut wusste Cäsar, wie er Tiberius dazu brachte, ihm aus der Hand zu fressen. Immer wieder schaffte Gaius es, dass der Jüngere wieder freiwillig zu ihm kam. Seine Masche war simpel. Erst gab er Tiberius das Gefühl geliebt zu werden, und dann nahm er ihm dieses Gefühl wieder weg. Dies bezweckte, dass Tiberius von selbst wieder zu ihm kam und wieder nach diesem Gefühl suchte. Mittlerweile hatte Cäsar es schon geschafft, den Jüngeren von sich abhängig zu machen. Kurz sah Gaius Tiberius noch in die glasigen Augen, und verschwand dann ohne ein Wort aus dessen Zelt. Verwirrt und mit schwerem Herzen schloss Tiberius seine Augen wieder und versuchte sich darüber klar zu werden, was das alles sollte.
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