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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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15.01.2018 870
 
Als die ersten Sonnenstrahlen den Morgen ankündigten, trat Tiberius bekleidet mit seiner Rüstung und fertig für die Reise aus seinem Zelt und begrüßte mit schlechter Laune seine Männer. Diese verneigten sich kurz vor dem Sohn des Imperators und setzten sich auf ihre Pferde. Bevor der junge Römer sich selbst auf sein Pferd schwingen konnte, hielt ihn die Stimme seines guten Freunde auf. ,,Du wolltest einfach losreiten ohne dich zu verabschieden?“, fragte Sabinus belustigt und schritt auf Tiberius zu. Dieser lächelte versteckt und meinte:,, Ich wollte dich nicht wecken. Du schliefst so ruhig.“ Vorsichtig umarmte der Soldat den Schwarzhaarigen und flüsterte kaum hörbar:,, Konzentrier dich auf deine Mission. Denke nicht an diesen miesen Kerl, Gaius. Ich wünsche dir viel Erfolg.“ Tief atmete Tiberius durch und meinte dann atemlos:,, Danke.“ Nachdem sich die beiden voneinander gelöst hatten, trat der Soldat einige Schritte zurück und nickte. Einen kurzen Blick warf ihm der Schwarzhaarige noch zu, schwang sich dann auf sein Pferd und befahl seinen Männern loszureiten. Einige Momente sah Sabinus noch den davon ziehenden Römern hinterher und machte sich dann auf den Weg zu Tiberius´ Vater, um diesem zu berichten, dass sein Sohn bereits aufgebrochen war.

Als Sabinus am Vormittag die Landkarten des Imperators in dessen Befehlszelt sortierte, trat plötzlich jemand ins Zelt ein und packte den Soldaten von Hinten an den Seiten. Kurz erschreckte dieser und wagte es nicht, seinen Blick nach hinten zu wenden. Zwei starke Arme schlangen sich um seinen Körper und eine raue Stimme meinte ruhig:,, Erschrecke nicht.“ Keine zwei Sekunden dauerte es, bis Sabinus die Stimme erkannte und fuhr erschrocken herum. Mit zittriger Stimme meinte der Soldat:,, G….Gaius.“, und ging einige Schritte zurück. Der Angesprochene jedoch trat ebenso weiter auf den Jüngeren zu und entgegnete mit ernster Stimme:,, Für dich immer noch Cäsar.“ ,,Es tut mir leid, Cäsar. Ich habe dich nur nicht erwartet.“, entschuldigte sich Sabinus und verneigte sich kurz. Grinsend fuhr der Blonde durch die dunkelbraunen Haare des Jüngeren und sah ihn mit funkelnden Augen an. In den Blauen Iriden war pure Lust zu erkennen, welche Sabinus tief einatmen lies. Mittlerweile waren beide so weit zurückgewichen, dass der Jüngere bereits halb auf dem Tisch saß und dem Älteren tief in die Augen sah. Sich in die Enge getrieben fühlend versuchte Sabinus zur Seite auszuweichen, wurde jedoch von den Händen des Blonden aufgehalten. ,,Bitte, lass mich gehen.“, meinte der dunkelbraunhaarige Soldat und versuchte sich aus dem Griff des Älteren zu befreien. Gaius jedoch zog ihn näher an sich, legte eine Hand auf den Hintern des Jüngeren und sagte:,, Du hast beinahe den selben Körperbau.“ Sofort stieg leichte Panik in Sabinus auf und er versuchte Gaius von sich zu stoßen. Da dies jedoch nicht funktionierte, stemmte er seine Hände gegen den Blonden und meinte hastig:,, Nicht! Du begehst einen Fehler.“ ,,Wieso einen Fehler?“, fragte der Blonde grinsend und zog eine Augenbraue nach oben. Doch die Antwort die Sabinus ihm gab, lies sein Grinsen schwinden und die Ernsthaftigkeit in das Gesicht des Blonden zurückkehren. ,,Es wäre nicht Recht. Das könnte ich Tiberius nicht antun. Und, du solltest das auch nicht“, meinte der junge Soldat und schaffte es dann doch den Blonden von sich zu stoßen. Es war nicht besonders überraschend, dass Gaius nicht verstanden hatte, was Sabinus ihm damit sagen wollte, doch immerhin begriff er es so weit, dass er vom Soldaten abließ und wortlos das Zelt verließ. Sabinus war es nicht fremd, dass Gaius in der Abwesenheit von Tiberius seinen Spaß bei anderen suchte, doch nie hätte er gedacht, dass er jemals ihn anfassen würde. Er war schließlich der beste Freund von Tiberius, und würde dieser wissen, was beinahe geschehen wäre, wer weis was dann passieren würde. Sabinus wusste, dass Tiberius sein Herz an den älteren Römer verloren hatte, und dass ihm dessen Art und Weise wie er mit ihm umging, jedes Mal aufs Neue das Herz brach. Der Soldat konnte nie verstehen, was der Sohn des Imperators an dem Blonden so anziehend fand, doch er musste es auch gar nicht verstehen. Als bester Freund war es seine Pflicht für den anderen da zu sein. Auch wenn er dessen Interessen nicht immer verstehen konnte, unterstützte er diese immer wieder.

Der Mond stand schon hoch am Himmel als Tiberius und seine Männer das Lager der zurückgebliebenen Aufständischen erreichten und darüber herfielen, wie ein Rudel hungriger Wölfe. Das Blut der Feinde spritzte umher und befleckte die Rüstungen der Römer. Tiberius erhob gerade sein Schwert, um einen der Rebellen zu köpfen, da spürte er einen stechenden Schmerz in der Schulter und bemerkte nach einigen Augenblicken erst, dass ein Speer diese durchdrungen hatte. Zu seinem Glück war einer seiner Männer in seiner Nähe und erledigte den Rebell, noch bevor dieser ihn töten konnte. Mit großer Mühe hielt Tiberius sich auf den Beinen und sah sich, auf dem von Blut getränktem Feld um. Das Blut der Rebellen schimmerte im Mondlicht und der Geruch von Eisen erfüllte die Luft. Mit einem leichten Lächeln sah der Römer sich noch einmal um und ging dann in die Knie. Einer seiner Männer fing ihn zum Glück auf und stütze ihn. Der Schmerz in seiner Schulter überrumpelte Tiberius so sehr, dass er nach kurzer Zeit das Bewusstsein verlor und in den Armes des anderen Soldaten zusammenbrach.
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