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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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14.01.2018 830
 
Das kalte Wasser umspülte die leicht gebräunte und makellose Haut von Tiberius Hüften, der tief einatmete und spürte, wie Gänsehaut sich auf seiner Haut breit machte. Kurz zuckte der Römer zusammen und lies sich dann bis zum Hals ins Wasser gleiten. Obwohl die Luft um ihn herum eigentlich ziemlich warm war, stach es doch für einen kurzen Moment als das kalte Wasser auf den warmen Körper traf. Als Haut und Wasser sich endlich aneinander gewöhnt hatten, lehnte sich Tiberius an einen der Steine, die sich an einigen Stellen rund um den See befanden und schloss die Augen. Eigentlich hatte der Junge vor gehabt, seine Gedanken für einige Momente beiseite zu legen und seinen Kopf frei zu bekommen, doch kaum hatte er seinen Kopf leicht in den Nacken gelegt, wanderten seine Gedanken unkontrollierbar zu Gaius. So oft sehnte er sich nach den Berührungen des Mannes, der ihn immer wieder demütigte und wortwörtlich zu Boden drückte. So sehr er sich selbst auch dafür hasste, konnte er dieser Sehnsucht nichts entgegensetzen. Kaum dachte Tiberius wieder an die Berührungen des Blonden, schon konnte er diese wieder auf seiner Haut spüren. Erschrocken von seiner eigenen Mentalen Schwäche riss er die Augen auf und richtete sich wieder auf. Einige Momente richtete Tiberius seinen Blick Richtung Himmel und atmete tief durch. Kaum hatte er das letzte bisschen Luft eingeatmet, tauchte er komplett unter. Vor seinen Augen bündelte sich das Licht des Mondes unter Wasser und schimmerte weis. Das Wasser im See war so ruhig, dass Tiberius selbst unter Wasser die Sterne sehen konnte. Einige Momente betrachtete er diese und tauchte dann weiter nach unten. Doch besonders weit kam er nicht, da plötzlich eine Hand nach einem seiner Füße griff und ihn an diesem Richtung Wasseroberfläche zog. Kaum hatte der junge Römer sich aufgerichtet, begrüßten ihn auch schon die Hände des Blonden, die an seinen Hüften lagen. Noch bevor Tiberius auch nur ein Wort sagen konnte, hatte ihn Gaius schon an sich gezogen und drückte fordernd seine Lippen auf die des Jüngeren. Dieser lies den Kuss erst ohne eine einzige Regung von ihm zu und starrte auf einen Punkt, weit in der Ferne. Als Gaius merkte, dass der Junge wie erstarrt schien, krallte er sich fest in dessen Haare und zog Tiberius´ Kopf etwas harsch nach hinten. Nun lagen die Augen des Jüngeren auf dem Älteren und ließen keinerlei Emotionen darin erkennen. So gut er konnte, versuchte der junge Römer seine Wut, seinen Ärger und seine emotionale Schwäche zu verstecken und meinte heiser:,, Nun mach schon! Das ist ein Befehl.“ Dass Gaius die Leere in den Augen von Tiberius nicht bemerkte, war für diesen keine besonders große Überraschung, da das Interesse des Blonden eher im Körperlichen lag. Kaum hatte der Jüngere diese Worte ausgesprochen, schlang der Ältere seine Arme um die Hüfte des Jüngeren und hob diesen aus dem Wasser. Grob presste Tiberius seine Lippen auf die von Cäsar und unterdrückte dabei jegliche Emotion. Auch wenn man es ihm von Außen nicht ansah, in seinem Inneren tobte ein Krieg zwischen seinen Gefühlen und seinem Kopf. Seinem Gefühl nach tat ihm die Nähe des Blond gut, aber auch weh. Tiberius liebte die Momente in denen sie zusammen waren, doch umso mehr tat es ihm weh, zu wissen dass der Ältere dabei rein gar nichts fühlte. Solange dieser seinen Spaß haben konnte, war ihm alles recht. Tief in seinem Inneren wusste Tiberius, dass er Gaius für sich alleine haben wollte, auch wenn sein Kopf sich gegen diese Vorstellung sträubte. Sein Verstand betrachtete die Situation anders. Es war nicht zu leugnen dass der Blonde arrogant und selbstgefällig war und dachte er sei etwas besseres als andere. Genau diese Eigenschaften bezweckten dass sich der Kopf des Jüngeren so dagegen stellte. Zu allem Übel übernahm jedoch immer wieder sein Gefühl die Oberhand und schaltete den Kopf für einige Momente aus. Keine zehn Minuten brauchte Tiberius um sich wieder dafür zu entscheiden, sich dem Blonden hinzugeben. Es waren diese wenigen Momente in denen Tiberius die Nähe des Älteren genießen konnte und diesen auch spüren konnte. Cäsar war bekannt dafür dass er keine zehn Minuten dazu brauchte, um Tiberius zur Weißglut zu bringen, doch andererseits brauchte er wiederum keine zwei Minuten um ihn dazu zu bringen, seinem Charm zu verfallen. Ein Vorteil den der ältere Römer auch gerne ausnutze. Was er dabei im Inneren des Jüngeren anrichtete, war ihm weder zuvor noch jetzt bewusst. Schneller als es Tiberius lieb gewesen wäre war ihre gemeinsame Nacht vorbei und wieder wurde er alleine zurückgelassen. Auch wenn er es gewollt hatte, fühlte der Junge sich missbraucht und musste sich einige Tränen verdrücken. Schluchzend lag Tiberius in der Wiese und starrte Richtung Himmel. ,,Warum? Warum ist es jedes Mal das Selbe?“, flüsterte Tiberius zu sich selbst und wischte sich mit seinem Arm einige Tränen aus dem Gesicht, die er nicht länger unterdrücken konnte. Die zweite Hand legte der Junge auf sein Herz, versuchte ruhig zu atmen und meinte leise:,, Warum kannst du mich nicht lieben, wie ich dich?“
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