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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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08.01.2018 951
 
Als Tiberius am nächsten Morgen aufwachte, war Gaius wie immer verschwunden. Langsam streckte sich der Junge und gähnte. ,,Morgen Tiberius. Ich soll dir von deinem Vater eine Botschaft überbringen.“, kam es plötzlich von Sabinus der im Zelt auftauchte und sich dem Schwarzhaarigen näherte. Dieser erhob sich langsam von der Matratze, griff nach seiner Kleidung und meinte:,, Sabinus. Was ist so wichtig?“ ,,Ich bedaure diese frühe Störung, aber dein Vater lässt nach dir rufen. Es geht wohl um eine wichtige Angelegenheit. Mehr wollte er mir nicht sagen.“, erklärte der junge Soldat und verneigte sich entschuldigend vor dem Sohn des Heerführers. Obwohl die beiden schon sehr lange Freunde waren, vergas der Soldat nie die Förmlichkeit gegenüber dem Schwarzhaarigen. ,,Sage meinem Vater, dass ich ihn in einigen Minuten aufsuchen werde. Ich würde mich nur vorher gerne anziehen.“, gab Tiberius seinen Befehl und musste dabei leicht grinsen. Auch Sabinus grinste amüsiert, nickte und verlies das Zelt wieder. Schnell kleidete sich der Schwarzhaarige an, schnappte sich sein Schwert und machte sich auf den Weg zum Befehlszelt. Dort wartete schon sein Vater und sah sich gerade einige Karten an. Gerade ging Tiberius auf das Zelt zu, da bemerkte er, dass sein Vater mit jemandem sprach. Als er direkt vor dem Zelt stand ,richtete sein Vater den Blick auf ihn und meinte:,, Tiberius, da bist du ja endlich.“ ,,Tut mir leid Vater, ich hatte keine besonders ruhige Nacht.“, entschuldigte sich der Junge und trat an die Seite seines Vaters. Am anderen Ende des Kartentisches stand Cäsar, der gerade eine Route einzeichnete und leise etwas vor sich hinmurmelte. ,,Also warum hast du mich rufen lassen?“, fragte Tiberius mit stolzer Stimme und mied dabei den Blick des Blonden, der nun aufsah und ihn mit seinen strahlend blauen Augen musterte. Für einige Momente antwortete der Heerführer nicht, wand sich dann kurz Gaius zu und meinte dann:,, In Richtung Süden, nur einen Tagesritt entfernt von unserem derzeitigen Standort, befindet sich ein Lager der Aufständischen, die Spartacus zwar befreit hatte, die ihm aber nicht folgten. Dieses Lager muss zerstört werden, denn wer weis. Es könnte durchaus sein, dass sich diese Sklaven doch noch anders entscheiden und diesem Wilden folgen. Wir können einfach nicht riskieren, dass ihre Anzahl noch weiter steigt.“ ,,Das ist zu verstehen, aber was hat das nun mit mir zu tun?“, kam es etwas verwirrt vom jüngeren der Römer. Kurz wand sich der Blick seines Vaters an Cäsar, der stumm nickte und antwortete dann:,, Gaius und ich sind der Meinung, dass du langsam die Gelegenheit verdient hast, dich zu beweisen. Du sollst mit einigen Männern dort hin reiten und dieses Lager und alle die sich dort befinden vernichten. Siehst du dich dieser Aufgabe gewachsen?“ Sofort nickte der Schwarzhaarige und entgegnete stolz:,, Natürlich Vater. Ich werde dich nicht enttäuschen.“ ,,Es wird noch einige Stunden dauern, bis alle Männer bereit sind, was bedeutet du wirst in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages aufbrechen.“, warf der blonde Römer plötzlich ein und händigte dem Jungen eine Karte aus. Zögernd nahm Tiberius diese entgegen und verlies dann mit einem letzten Nicken das Zelt. Außen wartete schon Sabinus auf den Schwarzhaarigen und fragte:,, Und, was wollte dein Vater von dir?“ Doch Tiberius ging wortlos an seinem besten Freund vorbei, den Blick stur nach vorne gerichtet und die Fäuste geballt. Da der Soldat natürlich wusste, dass etwas nicht stimmte, folgte er Tiberius zurück in dessen Zelt, wo der Schwarzhaarige die Karte ,die er in der Hand hielt, achtlos in den Raum warf und aggressiv atmete. Beruhigend legte Sabinus eine Hand auf Tiberius´ Schulter und meinte:,, Tiberius, was ist los?“ Erst schüttelte der Schwarzhaarige abweisend den Kopf, doch als der andere fragte:,, Was wollte dein Vater nun von dir?“, wechselte er abrupt das Thema und knurrte:,, Du hättest sehen sollen, wie arrogant er mich angesehen hat. Sein Blick macht mich wahnsinnig.“ ,,Du redest von Gaius, nicht wahr?“ ,entgegnete Sabinus vorsichtig und sah ihn mitfühlend an. Stumm nickte Tiberius und zog scharf die Luft ein. Für den Schwarzhaarigen war es immer wieder eine Demütigung, nach einer gemeinsamen Nacht mit einem so arroganten Blick angesehen zu werden, der etwas aussagte wie:,, Du glaubst vielleicht, du stündest über mir, doch vergiss nicht, dass du gestern Nacht aufgrund meiner Stärke gewinselt und gestöhnt hast. Vergiss nicht wo dein Platz ist.“ Wütend trat Tiberius gegen einen Tisch und schrie kurz vor Wut. Nachdem Sabinus es geschafft hatte, den Sohn des Imperators zu beruhigen, lies dieser sich von ihm zu einer kleinen Trainigsrunde im Nahkampf überreden. So konnte Tiberius sich wenigstens etwas abreagieren und sich auf den bevorstehenden Kampf vorbereiten.
Als der Abend langsam näher rückte, bereitete Tiberius bereits seine Sachen für den nächsten Tag vor und warf bei der Gelegenheit auch einen Blick auf die Landkarte, die er von Cäsar bekommen hatte. Das Ziel war eindeutig zu erkennen, es war mit einem roten Punkt markiert. Nachdem er sich das Bild in sein Gedächtnis eingeprägt hatte, rollte er die Karte wieder zusammen und legte sie neben seine Rüstung, die bereits auf dem Tisch bereit lag. Einige Momente nahm Tiberius sich Zeit, um noch einmal tief durch zu atmen und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. Als er seine Sachen fertig gepackt hatte, warf er kurz einen Blick aus dem Zelt und stellte fest, dass bereits der Mond aufgegangen war. Es war stock dunkel, doch die Briese die Tiberius um die Nase wehte war ganz und gar nicht kalt, oder unangenehm. Eher warm und behaglich. Deshalb entschied sich der Schwarzhaarige auch dafür noch ein wenig schwimmen zu gehen, bevor er sich schlafen legte. Ein Stück weit vom Lager entfernt lag ein kleiner See, der perfekt dafür war. Schnell schnappte sich der Schwarzhaarige noch ein Handtuch und machte sich auf den Weg Richtung See.
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