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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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16.02.2018 1.050
 
,,Aber Tiberius, er hat doch..“, fing der Vater des Schwarzhaarigen an, sich für sein Tun zu rechtfertigen, wurde jedoch sofort still, als er das Flehen in den Augen des Jungen erkennen konnte. Schweren Herzens, jedoch seinem Sohn zu liebe lies Crassus den Blonden los und legte dann seine Hand auf Tiberius´ Schulter. Dies war immer das Zeichen dafür gewesen, dass er erzählen sollte, was los war. Kurz wanderte der Blick des Schwarzhaarigen zu Gaius, der gerade außer Atem versuchte sich wieder aufzurappeln und sagte dann, mit schwerer Stimme:,, Vater, bestrafe nicht Gaius für meine mentale Schwäche.“ ,,Aber Tiberius…“, wollte der Imperator ihn unterbrechen, wurde jedoch aufgrund des Kopfschüttelns des Schwarzhaarigen wieder still und hörte sich an, was sein Sohn zu sagen hatte. ,,Vater, ich weis dass das alles vielleicht seltsam auf dich wirkt und ich kann verstehen wenn du sauer bist, aber ich ….“, begann Tiberius seinem Vater die Wahrheit zu erzählen. Plötzlich jedoch unterbrach ihn Sabinus und beschleunigte das ganze ein wenig:,, Tiberius hat sich in Gaius verliebt.“ Die geweiteten Pupillen des Imperators ließen dessen Entsetzen deutlich werden und er wand sich wieder dem Blonden zu. Ohne ein Wort ging er auf den Kleineren zu und blieb dann vor diesem stehen. Wieder fing Cäsar an, etwas zu sagen, wurde jedoch wieder unterbrochen, nur dieses mal von einem Schlag in den Magen. ,,Ich wusste, mit dir hole ich mir den Teufel ins Haus.“, war alles was Crassus noch sagte bevor er den Raum verließ. Kaum war der Imperator verschwunden, ließ sich Tiberius neben Gaius auf die Knie fallen und versuchte diesem hoch zu helfen. Auch wenn Sabinus Tiberius noch so liebte, konnte er das einfach nicht mehr länger mit ansehen. ,,Es tut mir leid Tiberius, aber irgendjemand musste deinem Vater die Wahrheit sagen.“, meinte der Ältere der beiden entschuldigend und verlies dann ebenso den Raum. Natürlich hatte Tiberius sich denken können, dass sein Vater nicht gerade begeistert davon war, dass er für Gaius Gefühle hegte, doch dass dieser so reagierte, hätte er auch nicht gedacht. Und Sabinus…..von seinem besten Freund fühlte Tiberius sich einfach nur verraten. Ganz gleich wie gut der Braunhaarige es letztendlich gemeint hatte, er hatte ihn verraten und nichts auf der Welt entschuldigte einen Verrat.

Nachdem Tiberius Gaius in sein Zimmer gebracht und dort ins Bett gelegt hatte, meinte er mit enttäuschter Stimme:,, Ruhe dich aus, bis die Schmerzen vom Schlag meines Vaters vergangen sind. Es tut mir in der Seele weh dass er so reagiert hat.“ Ein kurzes, schmerzerfülltes Stöhnen entkam der Kehle des Blonden und er legte vorsichtig eine Hand an die Wange des Schwarzhaarigen. ,,Ich kann deinen Vater irgendwie verstehen. Er liebt dich, mehr als du denkst und er will dich bloß vor mir beschützen, da er weiß wie ich bin, oder besser gesagt, da er weiß wie ich sein kann. Er will nicht, dass ich dir schaden zufüge und diese Sorge kann ich verstehen.“, kam es mit angesträngter Stimme vom Älteren, der Mühe damit hatte sich aufzusetzen. Tiberius´ Miene verzog sich keinen Millimeter und er keuchte:,, Er muss mich aber nicht beschützen. Ich tue dies alles schließlich aus eigenem Willen.“ ,,Jedoch hast du bereits selbst erlebt, wie unbeherrscht ich sein kann, wenn etwas nicht nach meinem Willen läuft. Ich werde mich davor hüten dich noch einmal zu verletzen oder anzufassen.“, kam es plötzlich mit ernster Stimme von Gaius, der seine Hand wieder vom Kleineren weg nahm und seinen Blick von diesem abwand. Der Schwarzhaarige konnte nicht glauben, was er da gerade gehört hatte und packte sanft die Hand des Älteren, welcher dadurch automatisch seinen Blick wieder auf ihn richtete und fragte, mit trauriger Stimme:,, Was…..was bedeutet das? Wieso sagst du so etwas?“ Einige Minuten kam keine Antwort vom Blonden, der schwer atmend nach Worten suchte. Als sein Atem dann ruhiger wurde, legte er sanft eine Hand an Tiberius´ Brandzeichen und antwortete mit zittriger Stimme:,, Auch wenn ich dich noch so sehr begehre, und du mich noch so sehr erregst, kann ich dich einfach nicht mehr anfassen. Ich würde dich nur wieder verletzen. Anfangs war es genau das, was dieses Spiel so interessant gemacht hatte. Ich wollte deine Schmerzgrenzen austesten und dich besitzen, ich wollte es unbedingt. Letzte Nacht jedoch bin ich zu weit gegangen. Ich habe dich nie gegen deinen Willen genommen, doch gestern Nacht war ich kurz davor, und dass hätte ich mir niemals verziehen. Du hast keines der Male zuvor geweint, doch als ich gestern die Tränen in deinen Augen erblickte, hasste ich mich selbst dafür. Ich möchte nicht , dass du dich jemals wieder so fühlen musst, wie gestern Nacht.“ Als der Blonde verstummte, nahm er auch seine Hand vom Brandzeichen des Jüngeren und wand wieder seinen Blick ab. ,,Bitte,……hör auf. Ich habe mich dir hingegeben, weil ich es so wollte. Mir war von Anfang an bewusst, dass du nicht gerade ein zimperlicher Mensch bist. Ich habe nie geweint, weil ich immer aus freien Stücken zu dir kam und es liebte wenn du mich berührtest. Für dich hatte ich so viel ertragen und war dazu bereit, meinen ganzen Stolz für dich hinunter zu schlucken. Nichts war mir mehr von Bedeutung, als dass ich dein sein konnte. Ich wusste, dass mein Vater nichts davon halten würde, jedoch war mir dies egal gewesen. Er hat mich selten behandelt, als würde ich ihm in irgendeiner Weise wichtig sein, er liebte meinen Bruder immer schon mehr als mich. Der Schmerz, den ich wegen dir ertragen musste, konnte mich wenigstens von diesem Schmerz ablenken. Ich weiß nicht weshalb genau du, jedoch habe ich mich in deinen Armen immer sicher gefühlt, auch wenn ich dazu keinen Grund hatte. Also, bitte…….sage nicht dass du mich nie mehr anfassen könntest, denn der Schmerz der damit verbunden ist, wäre kaum zu ertragen.“, versuchte Tiberius dem Älteren mit schluchzender Stimme ins Gewissen zu reden und führte bei den letzten Worten dessen Hand wieder an sein Brandzeichen. Vorsichtig fuhr Gaius die verbrannte Haut entlang und atmete dabei tief durch. ,,Es tut mir unendlich leid. Ich hätte dir das niemals antun dürfen.“, meinte der Blonde leise und zog den Kleineren zu sich hinunter. Nun da auch der Jüngere auf dem Bett saß, legte der Ältere sanft seine Stirn an die des Schwarzhaarigen und schloss die Augen. Tiberius tat es ihm gleich und flüsterte:,, Es war mein freier Wille.“
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