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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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Dieses Kapitel
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12.02.2018 994
 
Es dauerte einige Minuten bis Tiberius es schaffte dem Blonden in die Augen zu sehen. Gerade öffnete der Jüngere seine Lippen, um etwas zu sagen, da traf ihn die Hand des Älteren im Gesicht und dieser meinte wütend:,, Du wolltest immer ein Wolf sein, also benimm dich nicht wie ein Schaf.“ Tief atmete Tiberius durch und antwortete dann mit Unsicherheit in der Stimme:,, Gaius…Ich kann das nicht.“ Als der Jüngere dies sagte, fing der Blonde an zu lachen, zog den anderen dich an seine Lenden und meinte amüsiert:,, Es ist nicht von Belang, ob du kannst oder nicht. ICH entscheide wann du mir deinen Arsch hinhältst und wann nicht. Du gehörst mir, hast du das schon vergessen?“ Plötzlich zog sich Tiberius´ Magen zusammen und ihm wurde schlagartig schlecht. Hatte Gaius mit ihm gerade wirklich wie mit einem Sklaven geredet? Der Hals des Jüngeren fühlte sich ganz plötzlich staub trocken an und er räusperte sich leise. ,,Gaius, wie….wie kannst du nur?“, fragte Tiberius heiser und mit zittriger Stimme. Plötzlich hielt der Ältere inne und fixierte seinen Blick auf die glasigen Augen des Jüngeren. War er gerade wirklich im Begriff gewesen, den Schwarzhaarigen gegen dessen Willen zu nehmen? Gaius hatte Tiberius schon des Öfteren wehrend ihrer nächtlichen Liebeleien weh getan, doch nie hatte er ihn gegen seinen Willen genommen. Es war dem Blonden immer schon bedeutsam gewesen, dass der Kleinere aus freien Stücken zu ihm kam. Auch wenn Gaius ihn oft grob genommen hatte, konnte Tiberius nicht behaupten, dass er es nicht jedes mal genossen hatte. Sanft legte Gaius seine Hand an das Kin des anderen, zog diesen nahe an sein Gesicht und drückte leicht seine Lippen auf die des Jüngeren. ,,Es…Es tut mir leid. Ich kann nur nicht damit umgehen, dass du dich mir wiedersetzt. Also bitte tu es nicht.“, meinte Cäsar und drückte wiedermals fest seine Stirn an Tiberius´. Noch nie in seinem Leben hatte der Schwarzhaarige so eine schlechte Entschuldigung gehört, doch der Wunsch danach, dass die Liebe des Blonden tatsächlich echt ist, verzerrte seinen Blick für die Wirklichkeit und mit einem sanften Lächeln legte er seine Lippen wieder auf die des Älteren. Unsanft drückte Gaius den Jüngeren wieder auf das Bett und flüsterte:,, Wiedersetze dich mir nicht. Lasse mich gewähren und ich werde dir nicht weh tun.“ ,,Gaius, bitte. Ich bin heute nicht dazu in der Lage, kannst du nicht meine Nähe genießen ohne deine Männlichkeit in mich zu stecken?“, fragte der Schwarzhaarige mit leiser Stimme und schob eine Hand zwischen seine und Gaius´ Lippen. Sanft hauchte Gaius seinen heißen Atem an die Hand des Jüngeren und nickte wortlos. ,,Verzeih mir.“, hauchte Tiberius leise und schmiegte sich an den Hals des Älteren. Dieser atmete tief durch und drückte den Jüngeren fest an sich. ,,Es gibt nichts zu verzeihen.“, flüsterte der Blonde und schlang seine Arme schützend um Tiberius. Eine einzelne Träne entkam dem Augenwinkel des Schwarzhaarigen, welchem ein Stein vom Herzen zu fallen schien. Es fühlte sich an, als wäre ein große Last einfach verschwunden, als wären ihm schwere Ketten vom Hals genommen worden. So musste es sich wohl für einen Sklaven anfühlen, wenn man ihm die Ketten abnahm. Fest umklammert lagen die beiden Römer nun Arm in Arm und spürten den warmen Atem des jeweils anderem im Gesicht. Die blauen Iriden des Älteren verloren sich in den Augen des Jüngeren und Beider Atem wurde immer ruhiger und ruhiger. Es dauerte nicht mehr lange bis beide der Schlaf ereilte und sie ins Land der Träume fielen. Eines hatte Tiberius in dieser Nacht gelernt, und zwar, dass Gaius unberechenbar und unbeherrscht sein konnte.

Als am nächsten Morgen die warmen Strahlen der Sonne Tiberius aus seinem Schlaf holte, konnte er immer noch die starken Arme des Blonden um sich geschlungen fühlen. Kurz hielt der Schwarzhaarige Inne und ein leichtes Lächeln huschte über seine Lippen, bevor er sich aufsetzte und sich durch die kurzen Haare fuhr. Grinsend wand der Jüngere dann seinen Kopf zur Seite und beobachtete einige Momente den auf dem Bauch liegenden, schlafenden Cäsar. Dieser murmelte kaum hörbar etwas vor sich hin und atmete ruhig. Schnell drehte sich Tiberius herum, so dass er nun auf allen Vieren stand und beugte sich über den Älteren. Behutsam legte der Schwarzhaarige eine Hand auf den nackten Rücken des Blonden und strich sanft dessen Wirbelsäule entlang. Ab und an war ein wohliges grummeln von Gaius zu hören, was den Jüngeren noch mehr grinsen lies. Schnell senkte der Schwarzhaarige seinen Kopf und presste sanft seine Lippen auf die warme Haut an Gaius´ Rücken. Der Blonde, der inzwischen aufgewacht war, grinste nun ebenso, hielt seine Augen jedoch weiterhin geschlossen. ,,Es glich einem Wunder, dass ich dich noch neben mir fand.“, flüsterte Tiberius, die Lippen immer noch auf Gaius´ Rücken gedrückt und lächelte. Nun erhob sich der Ältere und meinte grinsend:,, Wunder geschehen nicht oft, aber dennoch.“ Sanft zog Gaius den Jüngeren an sich, biss diesem leicht auf die Unterlippe und flüsterte:,, Jedoch kann ich nicht länger bleiben. Du weißt, dein Vater würde mich köpfen, würde er uns so sehen. Und, deine Mutter würde mich zum Teufel jagen.“ ,,Ich weiß. Vor allem solltest du nicht vergessen, dass mein Vater noch etwas mit dir zu besprechen hat, und es wäre nicht von Vorteil wenn du zu spät kommen würdest.“, antwortete Tiberius und konnte seine Augen nicht vom Älteren lassen, als dieser sich vom Bett erhob und seine Kleidung vom Boden aufsammelte. Dies bemerkend, grinste der Blonde wieder und ging nochmals auf den Jüngeren zu, nachdem er wieder bekleidet war. ,,Du bekommst bald wieder die Gelegenheit mich nackt zu sehen, keine Angst.“, meinte Gaius grinsend und küsste den Kleineren nochmals. Als sich die beiden von einander lösten, erwischte der Blonde Tiberius dabei, wie er verlegen lächelte. Kaum hatte der Schwarzhaarige dies bemerkt, drückte er den Älteren vorsichtig von sich und meinte:,, Jetzt geh schon.“ Nachdem der Blonde verschwunden war, lies sich Tiberius wieder mit dem Rücken in die weichen Kissen fallen und grinste. War das gerade wirklich passiert?
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