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Shameless

von MelethRus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Gaius Iulius Caesar Tiberius Licinius Crassus
07.01.2018
17.02.2018
14
13.030
2
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08.02.2018 960
 
Der Mond stand hoch am Himmel und erleuchtete die dunkle Nacht. Tiberius wälzte sich in seinem Bett von einer Seite auf die andere, fand jedoch in keiner Position Ruhe. In seinen Gedanken kreisten immer noch die Worte von Sabinus und hielten ihn wach. Immer wieder streifte Tiberius der Gedanke, dass die gesprochenen Worte des anderen vielleicht gar nicht so abwegig waren. Jedes Mal wieder versuchte der Schwarzhaarige diese Gedanken sofort wieder zu verwerfen, doch kaum war dies geschehen, kamen sie wieder zu ihm zurück. So gerne würde Tiberius den Worten von Gaius Glauben schenken, doch der Blonde hatte ihm schließlich noch nie einen Grund dazu gegeben, dass er ihm vertrauen könnte. Doch nicht nur dies stahl Tiberius seine Ruhe, auch die nicht vorhandene Anwesenheit von Gaius neben ihm lies ihn nicht zur Ruhe kommen. Hier in Rom war es für die beiden wesentlich schwieriger beieinander zu sein, aufgrund der vielen Menschen, die im großen Haus herumliefen. Und, nicht zu vergessen war hier auch Tiberius´ Mutter, sein kleiner Bruder und sein Vater. Im Lager war es wesentlich unriskanter, da sein Vater dort immer sehr beschäftigt war, doch jetzt wo sie Zuhause waren, war es für sie beinahe unmöglich unbemerkt zueinander zu kommen. Die Wachen, die überall aufgestellt waren, machten es zusätzlich schwierig. Der Schwarzhaarige vermisste die Nähe des Blonden bereits sehr, auch wenn es noch nicht so lange her war, dass er sie das letzte Mal gespürt hatte. Doch dies war nicht von Belang, er wollte seine Nähe spüren, seine starken Arme um ihn geschlungen fühlen und in seinem Kopf den Schein ihrer Liebe aufrecht erhalten, wenn dies doch das einzige war, dass ihn davon abhielt zu verzweifeln.

Kaum hatte der Schwarzhaarige sich wiedermal umgedreht, nahm er leise Schritte von außerhalb des Raumes wahr. Das Geräusch kam immer näher auf sein Zimmer zu und verstummte schließlich. Neugierig setzte Tiberius sich auf und wartete ab. Da nicht genug Mondlicht in das Zimmer schien, war es dementsprechend dunkel und der Schwarzhaarige konnte kaum etwas erkennen. Angestrengt versuchte Tiberius Umrisse zu erkennen, doch all die Mühe um sonst, der Raum war einfach viel zu dunkel. Plötzlich legte sich eine warme Hand auf seine Wange und er schmiegte sich an diese. Nun war es nicht mehr nötig etwas zu sehen, Tiberius erkannte Gaius sofort an seinem Geruch und flüsterte:,, Ich sehnte mich nach deiner Nähe.“ ,,Ich ahnte etwas in dieser Art.“, meinte Cäsar leise und mit ruhiger Stimme. Langsam legte der Schwarzhaarige seine Hand auf die des anderen und atmete tief durch. ,,Wie hast du es ungesehen an den Wachen vorbei geschafft?“, fragte der Jüngere und führte Gaius´ Finger an seine Lippen. Grinsend antwortete der Blonde:,, Eine Leichtigkeit für mich.“, und konnte fühlen, wie Tiberius seine Lippen um die Finger des Blonden schloss. Kurz schloss Gaius seine Augen und grinste leicht, dann entzog er dem Jüngeren seine Finger und drückte seine Lippen auf die des kleineren. Dieser lies Gaius gewähren und schloss die Augen. Ohne ein weiteres Wort drückte der Blonde ihn sanft nach hinten, so dass Tiberius auf dem Rücken im Bett lag und verstärkte den druck auf dessen Lippen. Zu Beginn wehrte der Schwarzhaarige sich nicht dagegen, doch als der Ältere anfing seine Hände unter die Kleidung des anderen wandern zu lassen, löste der Jüngere seine Lippen von Gaius´ und versuchte diesen von sich zu drücken. Aufgrund des Stärkenunterschiedes der Beiden, gelang ihm dies jedoch nicht und er schüttelte wortlos den Kopf. Gaius merkte sofort, dass etwas nicht stimmte und erhob sich einige Millimeter von Tiberius. ,,Welche Gedanken halten dich davon ab?“, fragte der Blonde in ruhigem Ton und legte seine Finger wieder an die Lippen des Kleineren. ,,Sehr viele Gedanken.“, flüsterte der Schwarzhaarige und drehte seinen Kopf zur Seite. Doch sofort packte Gaius sanft das Kinn des Jüngeren, drehte seinen Kopf wieder so, dass dieser in ansehen musste und meinte:,, Lege diese Gedanken beiseite und wende dich mit deinem Kopf mir zu.“ Zögernd wand der Schwarzhaarige sich wieder dem Blonden zu und sie vereinten ihre Lippen erneut. Hin und hergerissen von den Gedanken, die ihn quälten fing Tiberius an unbewusst leicht auf der Lippe des anderen herum zu kauen. Der Ältere schmunzelte in den Kuss hinein und lies seine Hände an die Hüfte des Jüngeren wandern. Dort verstärkte Gaius seinen Griff auf den Hüftknochen und ein leises Keuchen entkam der Kehle des Schwarzhaarigen. Plötzlich löste dieser sich erneut von ihm und keuchte:,, Nicht…“ Harsch packte Gaius das Kin des anderen erneut, drückte seine Stirn fest gegen die von Tiberius und lies seine zweite Hand an dessen Hintern wandern. ,,Gaius….“, kam es mit zitternder Stimme vom Jüngeren, der versuchte diesen von sich zu stoßen. Der Ältere jedoch hatte nicht vor den Jüngeren gehen zu lassen und führte grob zwei Finger in diesen ein. Mit schmerzerfülltem Unterleib bäumte Tiberius sich auf und lies einen lauten Schrei aus seiner Kehle. ,,Gaius….nicht…..ich kann nicht…“, flehte der Schwarzhaarige und versuchte beharrlich sich vom Älteren zu lösen. Dieser jedoch nahm die Worte des anderen gar nicht ernst, drückte ihn wieder fest auf das Bett und führte einen weiteren Finger in ihn ein. ,,Gaaaaaaaaius! Bitte.“, schrie der Schwarzhaarige und krallte sich in den Haaren des Älteren fest. Dieser konnte nicht anders als zu grinsen und raunte:,, Hör doch auf zu jammern. Ich versuche sanft zu dir zu sein, wenn du dich jedoch so sehr wehrst, wird es weh tun.“ ,,Gaius, bitte hör auf. Ich..ich kann das nicht.“, stotterte Tiberius und stemmt seine Arme zwischen ihn und Cäsar. Dieser verstand nicht was nun mit dem Jüngeren los war und fragte, verunsichert:,, Weshalb?“ Doch kaum hatte Gaius diese Frage gestellt, sah Tiberius beschämt zur Seite und schloss die Augen. Wie sollte er Gaius bloß sagen, dass er Zweifel an ihrer Liebe und dem Versprechen des Älteren hatte?
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