Eigentlich...

GeschichteAllgemein / P18
FC Schalke 04
07.01.2018
09.10.2019
19
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Hallo zusammen,
fast pünktlich zum neuen Jahr komme ich noch mal mit einer neuen Geschichte um die Ecke. Kleine Warnung im Voraus: Da ich schon vor einiger Zeit angefangen habe, das hier zu schreiben, wird der ein oder andere Spieler vorkommen, der Köngisblau leider schon verlassen hat.
Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ihr dabei seid und mir auch den einen oder anderen Kommentar da lasst.
Ach ja, wie immer ist hier alles just for fun, ich verdiene also kein Geld damit, die Geschichte ist reine Fiktion und alle real existierenden Personen gehören nur sich selbst.
Dann mal viel Spaß mit dem ersten Kapitel!

1 - Überraschung

Man war das ein Tag gewesen…Ich fühle echt jeden Muskel, den ich habe, und will einfach nur noch auf’s Sofa und die Füße hochlegen.
Die Saisonvorbereitung dieses Jahr hat es echt in sich. Zuerst das Trainingslager und zurück in Gelsenkirchen müssen wir nicht weniger ackern. Dazu kommt noch, dass sich ausnahmsweise der Sommer auch noch mal wirklich so nennen darf.
In meiner Wohnung angekommen, werfe ich die Tasche in den Flur und lasse mich einfach nur noch auf’s Sofa fallen.
Egal, was jetzt noch kommt, heute werde ich mich hier nicht mehr weg bewegen.
Ich angele nach der Fernbedienung und schalte wahllos ein Programm ein. Was da eigentlich läuft bekomme ich gar nicht richtig mit, doch es hilft mir gerade einfach abzuschalten.
Irgendwann bin ich dann tatsächlich fast weggenickt, als mein Handy anfängt zu klingeln. Ich entscheide mich, dass wer immer dran ist sich schon noch mal melden wird, wenn es wichtig ist und lasse es klingeln. Im Moment habe ich echt keine Lust mich zu bewegen und nach ein paar Mal klingeln hört es dann auch auf.
Doch ich habe mich zu früh gefreut, nur zehn Minuten später klingelt es erneut. Wer auch immer mich da erreichen will ist echt hartnäckig.
Grummelnd rappele ich mich hoch und nehme ohne auf die Nummer zu achten ab.

„Ja“, brumme ich in den Hörer. Der Anrufer soll ruhig mitkriegen, dass ich gerade überhaupt keine Lust auf Gespräche habe.

„Hallo Sead“, höre ich da die Stimme meines Vaters und schlagartig bin ich wieder hellwach.

„Papa? Entschuldige meine schlechte Laune, aber das Training war echt hart heute. Wie geht es euch?“

„Ist kein Problem. Uns geht es soweit gut, nur ich möchte dich um etwas bitten“

Erstaunt ziehe ich die Augenbrauen hoch. Mein Vater hört sich so ernst an, das kenne ich gar nicht von ihm. „Mich? Was gibt es denn?“

„Es geht um deine Schwester“

„Um Biljana? Ist ihr was passiert?“, sofort fange ich an mir Sorgen zu machen. Biljana, die wir meistens Billi nennen,  ist meine jüngere Schwester und wir verstehen uns einfach super.

„Nein, ihr geht es soweit gut, es ist nur…“

„Komm schon, raus mit der Sprache“, fordere ich ihn auf.

„ Na ja, hat im Moment ein paar Probleme. Sie hat in der Schule die falschen Leute kennen gelernt und deine Mutter und ich machen uns echt Sorgen um sie“

„Und wie kann ich da helfen?“ Mein Vater spricht für mich immer noch in Rätseln.

„Wir haben überlegt, ob es vielleicht ginge, dass sie für den Rest der Sommerferien zu dir kommt. Sie soll einfach mal was anderes sehen, von diesen Leuten wegkommen und ihr habt euch doch immer so gut verstanden“

Bamm! Das muss ich erst mal verdauen.

„Sead, bist du noch dran?“

„Was? Äh ja, klar. Hältst du das wirklich für eine gute Idee? Ich meine Billi wird bestimmt nicht begeistert sein weg zu müssen und du weißt ja wie sie ist, wenn ihr was nicht passt“, fasse ich meine Bedenken zusammen.
Ich liebe meine Schwester wirklich, nur wenn ihr was nicht gefällt, kann sie verdammt stur sein. Das kenne ich von mir selbst am besten.

„Das kriegen wir schon hin. Sie hat doch schon länger davon gesprochen dich mal zu besuchen“

Ich schnaube nur. Das ist dann aber unter ganz anderen Voraussetzungen gewesen…
„Ich muss aber auch jeden Tag mindestens einmal zum Training, dann wäre sie immer hier alleine und das wäre ja auch nicht Sinn der Sache“

„Kannst du sie nicht mitnehmen? Bitte Sead“ Mein Vater hört sich echt verzweifelt an, so kenne ich ihn gar nicht.

Schließlich gebe ich mich geschlagen. „Also gut, irgendwie krieg ich das schon hin. Wann kommt sie denn?“

„Wenn es geht…übermorgen“

Ich schnappe nach Luft. „O-kay“

„Ich werde gleich mit ihr reden und melde mich dann noch mal bei dir“

„Ist gut, bis später, Papa“

Wir legen auf und kaum habe ich mein Handy neben mich gelegt, beginnen meine Gedanken zu rasen.
Meine Eltern scheinen echt mit ihrem Latein am Ende zu sein, sonst würden sie mich nicht um Hilfe bitten. Andererseits kann ich mir bei Billi aber gar nicht vorstellen, dass sie etwas macht, was meinen Eltern solche Angst macht.
Was auch immer es ist, ich werde wohl abwarten müssen, bis sie bei mir ist...
Wenig später meldet sich mein Vater dann auch wieder und erzählt mir, dass Billi übermorgen um 15.00 Uhr mit dem Zug in Gelsenkirchen ankommen wird.
Wie sie selbst dazu steht, sagt er mir nicht und ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt gut oder schlecht ist…
Dann werde ich morgen wohl das Gästezimmer fertig machen und auch mit dem Verein abklären müssen, ob es okay ist, wenn Billi mit mir zum Training kommt.
Der ruhige Abend hat sich auf jeden Fall erledigt, ich kann einfach nicht mehr abschalten, dafür hat mein Vater mir einfach zu viel zum Nachdenken gegeben.
Und auch, wenn ich mir einerseits echt Sorgen mache, was mich erwartet, ist da auch ein Teil von mir, der sich richtig freut meine kleine Schwester zu sehen.

Noch vor dem Training am nächsten Tag spreche ich mit unserem Trainer über Billi. Zum Glück gibt er sein okay und ich habe schon ein Teil weniger zu erledigen. Jetzt muss nur noch Billi mit dieser Lösung einverstanden sein.

„Hey Seo, was hattest du denn mit dem Trainer zu besprechen?“, fragt mich Julian, als wir auf den Platz gehen.

„Musste ihn was fragen. Morgen kommt meine kleine Schwester zu Besuch und ich wollte wissen, ob es okay ist, wenn sie zum Training mitkommt“

„Wie alt ist denn deine kleine Schwester, dass du sie nicht alleine lassen kannst?“, fragt Bene jetzt nach.

„Sie ist 17, aber meine Eltern meinten, dass sie es im Moment nicht so leicht hat und es deshalb besser ist, wenn sie nicht alleine bleibt“, erkläre ich ihm.

„Ach so. Also, wenn du ein Unterhaltungsprogramm brauchst, wir stehen gerne zu Verfügung“, zwinkert Max mir zu.

„Ich komme gerne darauf zurück“

Das folgende Training ist nicht weniger hart als das von gestern. Wir machen Zirkeltraining in das vor allem Kraftübungen eingebaut sind und uns wird wieder alles abverlangt.
Doch diesmal habe ich nachher keine Zeit mehr mich auf die Couch zu legen, schließlich will ich noch ein Zimmer für Billi fertig machen und auch noch ein kleines Bergrüßungsgeschenk für sie besorgen.
Mit so viel Beschäftigung kommt der nächste Tag dann auch rasend schnell und schon stehe ich am Bahnhof und warte auf ihren Zug.

***
Das war schon Kapitel Nummer 1. Es ist etwas kürzer, aber ich denke zum Einstieg passt es ganz gut. Was ihr davon haltet, Lob, Kritik oder Anregungen, könnt ihr mir natürlich gerne in Form eines Reviews dalassen ;)
LG des kleine kobi
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