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Neujahr

von Cinema
Kurzbeschreibung
OneshotFreundschaft / P12 / Gen
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
05.01.2018
05.01.2018
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Mein Beitrag zum Offen für Neues Wichteln, heißt - ich habe immer noch kaum Ahnung von Naruto und den Charakteren, aber ich habe mein Bestes gegeben. xD

Die restlichen Vorgaben von Schwan97:

Charaktere: Sasuke Uchiha, Naruto Uzumaki, Sakura Haruno
Genre: Freundschaft
Schlagworte, die irgendwie eingebracht werden sollen: Nukenin, Verrat, Neujahrsfest, Bewährungsstrafe, Team 7



-


Neujahrsfest. Das bedeutete: Neuer Anfang, neue Vorsätze. Nur nicht für Sasuke. Alle Vorsätze, die er je gehabt hatte, ließen sich sehr gut unter einem Punkt zusammenfassen: Besser werden. Besser werden als Naruto im Ninja-sein, besser als sein Bruder. Aber vor allem besser als Naruto und das war nichts, was er je auf einen Tag im Jahr beschränken würde. Und das mit dem Neuanfang… in ein paar Gläsern Reisschnaps konnte er vielleicht sosehr über diese Vorstellung lachen wie der Rest des Dorfes.
Im Kontrast zu seinen Gedanken stellte er das volle Glas ab. Rokudaime hokages Neujahrsansprache war beendet. Sasuke hatte keine Ahnung, was er jetzt tun sollte. Auch wenn beides darauf hinauslief, dass er sich relativ frei bewegen konnte, lagen Meilen zwischen einer Bewährungsstrafe und einem Freispruch. Was Konohas Bewohner, die er sein halbes Leben kannte (wenn er auch nicht jeden unbedingt mochte), ihm jetzt entgegen brachten waren verächtliche Blicke und Beschimpfungen. Manchmal spuckte jemand vor ihm auf den Boden. Mütter zogen ihre Kinder näher an sich. Als wäre er von Dämonen besessen, die jeden aus seinem Körper vertrieben, der sich ihm auf drei Schritte näherte.
Dass er keine Ahnung hatte, was er jetzt tun sollte, ließ sich sehr gut von diesem einen Abend ausweiten.

Sein halbes Leben waren Hass gegen Itachi  und ein Verlangen nach Rache unermüdlich mit dem Blut durch seine Adern gepumpt. Seit sein Bruder tot war, wusste Sasuke nicht mehr, was er fühlen sollte. Er hatte Itachi nicht einmal ermordet. Aber angesichts dem, was danach enthüllt worden war, sollte er vielleicht sogar dankbar sein, dass Itachi ein schwaches Herz hatte. Was zurückgeblieben war, ist eine dumpfe Leere. Er wusste nicht, ob es etwas gab, mit dem er sie füllen konnte. Susuke hatte das Potential und die Arroganz und die Kaltherzigkeit gehabt, um ausgezeichnet zu sein. Er war es nicht, nie gewesen, zumindest nicht richtig.

Dass die Leute angefangen hatten, Kreuzzeichen zu machen, wenn sie ihn sahen, hatte dazu geführt, dass er eine weitere seiner Fähigkeiten perfektionierte: das Nicht gesehen werden. Keinen Ton von sich geben, so lange still stehen, bis er mit den Schatten verschmilzt. Und er ist gut darin. Oder Naruto hatte die Beobachtungsfähigkeiten einer labbrigen Nudel. Ganz sicher konnte er beides bestätigen.
Das unverkennbare Orange biss sich schrecklich mit dem Rosa von Sakuras Rock, als die beiden ein paar Minuten nebeneinander standen und vermutlich gute Wünsche für das neue Jahr austauschten. Auch über die Ferne konnte er erahnen, dass Naruto ihr breit zulächelte, aber Sasuke hatte Naruto in letzter Zeit oft genug beobachtet, um eine eindeutigere Bilanz zu ziehen.

Naruto war verletzt und wütend und traurig und man sah es ihm an. Wie auch er Sasuke ansah, wenn er glaubte, dass der es nicht bemerkte. Er hätte auch den ganzen Rest seines Lebens auf eiserne Stäbe starren können. Warum hat er es verhindert? Wenn Sasuke ein Beispiel für irrational und völlig unlogisch finden sollte, würde er das hier nennen.
Irrational und völlig unlogisch 2 war der Wunsch, dass Naruto ihm vergab.
Es war nicht das erste mal, dass Sasuke glaubte er hätte nichts mehr zu verlieren. Dieses mal war er sich sicher. Und wahrscheinlich war das der Grund, warum er - unter Blicken, immer unter Blicken - quer über den Platz auf Naruto zulief.

"Wir werden reden", sagt er, und vielleicht ist der bestimmte Tonfall wirklich nicht ganz angebracht, denn Naruto sieht aus als wäre er kurz davor zu explodieren. Sasuke befürchtet schon, dass er gleich vor dem gesamten Dorf zu Boden geschlagen wird. "Wenn du bereit dazu bist", fügt er steif (und etwas verspätet) hinzu. Naruto hat die Fäuste geballt und die Lippen fest zusammengepresst, als müsste er sich wirklich mit aller Kraft beherrschen. Er macht Anstalten zu gehen, aber Sasuke kann das nicht zulassen. Sonst war es für immer vorbei ,das wusste er, und nur deshalb gab er all seinen Selbstschutz auf.
"Team 7?", sagte er leise, fast zaghaft und das ist so dermaßen untypisch für Sasuke Uchicha , dass Naruto wahrscheinlich mehr aus Überraschung als aus einem tatsächlichen Willen ihm ein Gespräch zu gewähren stehen blieb.

Sie enden etwas außerhalb, für eine ewige Minute schweigend, in der Naruto Sasuke herausfordernd anfunkelt.
Sasuke räuspert sich. Für alles was er schon durchgemacht hat, sollte sein Herz nicht ausgerechnet jetzt anfangen so schnell zu schlagen. "Ich weiß, nach meiner…meinem…"
"Verrat!", bot Naruto aggressiv an.
Sasuke nickte und leckte sich über die trockenen Lippen. "Wir haben beide, dass Gesetz lang genug studiert, um zu wissen, dass ich eigentlich ein Nukenin geworden wäre." Er hat te Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden, aber genug Selbstdisziplin, um gerade und aufrecht stehen zu bleiben und Naruto in die Augen zu sehen. "Warum? Warum nicht, wenn du mich…offensichtlich so sehr hasst."

Naruto schnaubt verächtlich. "Du hast dein Dorf verraten, Sasuke. Du wolltest mich töten?" Er wird unbewusst lauter, seine Stimme überschlägt sich. "Weißt du, wie oft ich vor sowas gewarnt wurde? Nie, nie, habe ich darauf gehört oder es auch nur in Erwägung gezogen. Wir waren ein verdammtes Team, ich hätte alles für dich gemacht! Und als der Kerl mit den langen weißen Haaren mich gebeten hat, dich aufzugeben, da hab ich’s nicht getan. Da stand mit großen, roten Blockbuchstaben Falle drauf, und ja, das hab sogar ich gesehen. Aber ich bin trotzdem gegangen. Für dich und du-"

"Shhht!", forderte Sasuke und wischte den angefangenen Satz mit einer schnellen Handbewegung beiseite.
Naruto verhaspelte sich und stoppte, abrupt aus dem Konzept gebracht.
"Shhhht???", wiederholte er fassungslos. "Ich erkläre dir quasi meine Liebe und du…! Du…bist so!"
"Ich wollte nur etwas richtigstellen." Er seufzte. "Ich wollte dich nicht töten", murmelte er.
"Was?"
"Ich wollte dich nicht töten. Und Sakura auch nicht. Eine Zeit lang dachte ich, ich wollte es. Aber als ich die Gelegenheit hatte…" Er ließ den Satz unbeendet und hoffte, dass Naruto auch so verstand, was er meinte.
"Nicht?", hakte er leise nach, als  hätte Sasuke ihm allen Wind aus den Segeln genommen.
"Nein." Er schüttelte den Kopf.
"Ich habe es gehofft", gab Naruto zu. "Aber ich war mir nicht sicher."

Es war ein Anfang, immerhin, und 1000 mal mehr, als sich Sasuke erhofft hatte.

Sakura umarmte ihn so fest, als hätte sie nur auf Narutos Erlaubnis gewartet, dass sie nicht mehr wütend auf ihn sein mussten. Sasuke musste es zugeben, er hatte ihren naiven Optimismus vermisst.
"Wir sollten wieder zusammen Einsätze übernehmen. Als Team 7.", sagte sie mit großen, hoffnungsvollen Augen.
"Bewährungsstrafe", erinnerte er sie und genoß insgeheim ihre vertraute Wärme an seiner Seite.
"Okay, kein Einsatz wie unsere üblichen, aber etwas kleines, ja?"
"Hm", machte Naruto. "Ein Einsatz mit ihm?"
"Vertraust du mir jetzt?"
"Ja." Naruto zuckte zusammen, als würde er erst jetzt realisieren, was er gerade gesagt hatte. "Moment mal - nein!"
Sasuke lachte. Es klang unbeholfen und rau, und er konnte es nicht einmal auf seinen Verrat, die Bewährungsstrafe und deren Folgen schieben. Er hatte auch davor nicht viel gelacht.
Naruto sah Sasuke von der Seite her an. Sie standen jetzt dichter beieinander, Narutos Schulter berührt fast Sasukes Oberarm. "Es gibt bestimmt einen Weg es wieder gut zu machen."
"Ich koche dir keine Nudelsuppe", entgegnete Sasuke trocken.

Sie hatten viel vor sich, viel Vertrauen wieder aufzubauen, und selbst dann würde es wahrscheinlich nie wieder so wie früher werden. Aber es war einen Versuch wert.
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