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Wege des Schicksals

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Hotsuma Renjou Shusei Usui Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
05.01.2018
13.02.2018
5
5.002
2
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
13.02.2018 1.357
 
Hallo meine Lieben,
dieses mal hat es leider etwas länger mit dem neuen Kapitel gedauert. Leider war ich gesundheitlich etwas angeschlagen und wollte euch kein halbfertiges Kapitel präsentieren. Ich hoffe natürlich, dass es euch trotzdem gefällt :)

Verdacht

Wie ein Tiger in seinem Käfig lief Hotsuma unruhig im Zimmer auf und ab. Er konnte nicht glauben, was Doktor Fujiwara ihm gerade gesagt hatte. Dabei hätte er damit rechnen müssen. Schließlich kannte er Shusei gut genug und wusste, dass genau diese Dinge schon seit langer Zeit ein Problem gewesen waren. Einerseits beruhigte es ihn zu wissen, dass sein Partner laut dem Doktor bald wieder auf den Beinen sein würde. Andererseits fragte er sich was er noch tun sollte, um derartiges in Zukunft zu vermeiden. Er konnte den Älteren weder dazu zwingen regelmäßig zu essen, noch konnte er genau überwachen, wie viele Stunden dieser schlief. Mit einem leisen Seufzen setzte er sich wieder auf die Bettkante. Dieses mal drehte er dem Auge Gottes den Rücken zu und ließ seinen Blick stattdessen auf einem alten Foto, welches das einzige Bild an der ansonsten weißen Wand war, ruhen. Es zeigte sie beide, als sie noch Kinder waren. Keiner von ihnen war mit einer besonders glücklichen Kindheit gesegnet gewesen. Doch als dieses Foto gemacht wurde, hatten sie dennoch ein fröhliches Lachen im Gesicht gehabt. Sie waren in diesem Moment tatsächlich glücklich gewesen, bloß weil sie einander hatten. Damals hatte ihnen schon das alleine ausgereicht. Die Stimme Gottes würde es niemals zugeben, doch er würde alles dafür geben, wieder dieses unbeschwerte, glückliche Lachen auf Shuseis Gesicht sehen zu können. Erneut seufzte Hotsuma. Möglicherweise wäre es besser für ihn, diese Hoffnung aufzugeben. Doch dafür bedeutete sein Partner ihm einfach zu viel.
„Du bist ein verdammter Idiot“, murmelte die Stimme Gottes, während er seine Hände zu Fäusten ballte.
Er war wütend. Wütend auf sich selbst, weil er einfach nicht wusste, was er tun sollte. Er hasste es, so vollkommen hilflos zu sein. Doch er war ebenfalls wütend auf den Älteren, weil er viel zu wenig auf seine eigene Gesundheit achtete.
„Ich weiß“, hörte er plötzlich Shuseis leise Stimme hinter sich. „Es tut mir Leid“.
Blitzschnell fuhr die Stimme Gottes herum und blickte seinen Partner an. Das hätte dieser eigentlich nicht hören sollen. Doch jetzt, da er es ohnehin mitbekommen hatte, konnte und wollte Hotsuma sich nicht mehr zurückhalten.
„Was soll das heißen? Es tut dir Leid? Das will ich nicht von dir hören!“, rief er wütend.
Einen Augenblick schaute der Ältere ihn irritiert an. Dann gewann er seine Fassung wieder.
„Was willst du dann von mir hören?“, fragte er ruhig.
Nun war es Hotsuma, der einen Moment lang verwirrt von der Frage seines Gegenübers war. Doch auch er fasste sich schnell wieder.
„Die Wahrheit“, antwortete er. „Ich will einfach nur wissen, was eigentlich mit dir los ist und warum du nicht einfach mit mir reden kannst?“.
„Hotsuma...“, begann der Ältere, unterbrach seinen Satz jedoch und wandte seinen Blick von dem Jüngeren ab.
Er hatte keine plausible Erklärung parat. Jedenfalls keine, mit der er seinen Partner beruhigen konnte.
„Schau nicht einfach weg!“, befahl die Stimme Gottes.
Shusei blieb jedoch regungslos liegen. Wie sollte er jetzt reagieren? Es gab nichts, was er Hotsuma erklären konnte oder wollte. Zu schweigen war wesentlich besser, als etwas zu sagen, was den Anderen möglicherweise noch mehr besorgen oder wütend machen würde. Davon war er fest überzeugt. Bis zu dem Moment, als er aus den Augenwinkeln eine Bewegung wahrnahm, mit welcher er nicht gerechnet hatte. Hotsuma holte mit seiner noch immer zur Faust geballten rechten Hand aus. Erschrocken blickte der Ältere nun doch in Richtung seines Partners, während dessen Faust nur wenige Zentimeter von seinem Kopf entfernt die Matratze traf.
„Hotsuma, was...?“, begann er, brach jedoch erneut seinen Satz ab, als der Kopf des Jüngeren plötzlich auf seine Brust sank.
„Du verdammter Idiot“, brachte Hotsuma mit brüchiger Stimme heraus.
Zögernd hob Shusei seine Hand und strich vorsichtig durch die Haare des Jüngeren, als dessen Körper zu zittern begann. Weinte er etwa? Der Ältere war sich nicht sicher.
„Hotsuma, ich werde in Zukunft mehr auf mich acht geben“, versprach das Auge Gottes, ohne sich sicher zu sein, dass er dieses Versprechen halten konnte. „Was heute passiert ist, hat mich wachgerüttelt“.
Die Stimme Gottes rührte sich nicht und vergrub sein Gesicht weiterhin in Shuseis Shirt. Einige Minuten verharrten die beiden in dieser Position, bevor Hotsuma sich langsam erhob.
„Ich muss zu den anderen“, meinte er, ohne seinen Partner dabei anzusehen.
Das Auge Gottes richtete seinen Blick auf die Zimmerdecke. Wie so oft hatte er gehofft, dass Hotsuma bei ihm bleiben würde. Aber er würde ihn nicht darum bitten.
„Ich komme später wieder“, verabschiedete sich der Jüngere, bevor er das Zimmer verließ.
Er brauchte frische Luft und musste seine Gedanken sortieren. Die ganze Situation ging ihm näher als ihm lieb war und er wollte jetzt keinen Fehler machen.

Yuki lief nervös neben Lukaʼs Bett auf und ab. Er wollte endlich wissen, ob ihre Bemühungen etwas gebracht hatten. Eigentlich war er sich sicher, dass die Stirn des Schwarzhaarigen nicht mehr so heiß war wie noch kurze Zeit zuvor. Doch es war auch möglich, dass er sich irrte. Er brauchte einfach die Gewissheit, dass es ihnen zumindest gelungen war das Fieber des Duras zu senken. Ein leises piepen riss ihn aus seinen Gedanken und mit einigen wenigen Schritten war er wieder an Lukaʼs Seite. Neugierig und auch ein wenig nervös blickte er auf das Fieberthermometer, welches Tsukumo in der Hand hielt. Das Lächeln auf dessen Gesicht verriet bereits, dass das Fieber des Duras gesunken war. Doch Yuki war erst in dem Augenblick beruhigt, als er es mit seinen eigenen Augen sah. Das Thermometer zeigte 38,7 Grad an. Somit war der Schwarzhaarige vorerst außer Gefahr.
„Ich habe doch gesagt, dass es funktioniert hat“, meinte Tsukumo lächelnd. „Möglicherweise hat schon diese kleine Hilfe ausgereicht. Vielleicht kommt sein Körper mit dem Rest alleine klar“.
„Das hoffe ich“, meinte das Licht Gottes mit einem Lächeln auf den Lippen. „Du hattest Recht, als du gesagt hast Luka ist stark. Aber ich mache mir trotzdem Sorgen“.
Ohne es zu merken griff er nach der Hand des Schwarzhaarigen.
„Er wird bald wieder gesund sein“, meinte das Ohr Gottes, während er aufstand. „Ich werde die anderen über alles informieren. Sie werden sicher erleichtert sein zu hören, dass es Luka anscheinend besser geht“, erklärte er, bevor er sich langsam auf dem Weg zur Tür machte, um Lukaʼs Zimmer zu verlassen.
„Yuki, ich verstehe, dass du dir Sorgen machst“, begann Tsukumo. „Du solltest wissen, dass wir auch besorgt um ihn sind. Auch wenn er nicht zum Giouclan gehört, gehört er irgendwie doch dazu“.
Das Licht Gottes strich Luka durch sein nachtschwarzes Haar, während er erneut lächelte. Ob dem Duras wohl bewusst war, wie die anderen wirklich von ihm dachten? Gerade öffnete er seinen Mund um etwas zu sagen, als er eine leise, bekannte Stimme hörte.
„Yuki...“.
Es war Luka, der einige male blinzelte und schließlich seine Augen öffnete.
„Luka", flüsterte Yuki leise und bemerkte im selben Augenblick, wie Tsukumo zurück in den Raum stürmte und plötzlich wieder neben ihm stand.
„Was... was ist passiert?“, fragte der Schwarzhaarige verwirrt und sah sich im Zimmer um.
„Was genau passiert ist, wissen wir nicht“, antwortete Tsukumo und warf dem Duras einen besorgten Blick zu. „Du hattest plötzlich Fieber. Doktor Fujiwara konnte den Grund dafür nicht finden“.
Auf Lukaʼs fragenden Blick hin erklärte Yuki: „Selbst nach mehreren Untersuchungen konnte er nicht feststellen, was dein Fieber ausgelöst hat. Außerdem war dein Herzschlag sehr unregelmäßig. Auch dafür konnte er keinen medizinischen Grund finden“.
„Dann habe ich eine Vermutung was passiert ist“, antwortete Luka und ließ seinen Blick einen Moment lang an der Decke des Zimmers verweilen. „Bitte hole Doktor Fujiwara her. Ich werde seine Hilfe brauchen“, meinte er an das Ohr Gottes gerichtet.
„Natürlich“, antwortete dieser. „Ich hole ihn sofort“.
Mit diesen Worten drehte der Zweilt sich um und lief erneut in Richtung der Tür.
„Was ist los, Luka?“, fragte das Licht Gottes besorgt, während Tsukumo eilig aus dem Zimmer stürmte.
„Es ist kompliziert“, antwortete der Duras und wandte seinen Blick nun Yuki zu. „Ich vermute, dass jemand versucht mich umzubringen“.
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