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Wege des Schicksals

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Hotsuma Renjou Shusei Usui Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
05.01.2018
13.02.2018
5
5.002
2
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
06.01.2018 892
 
Hallo zusammen,

da bin ich schon wieder mit einem neuen Kapitel. Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass von dem Pairing Hotsuma/Shusei auch in diesem Kapitel noch nichts zu lesen ist... Ab Kapitel drei geht es aber auch damit los. Versprochen :)

Fieber

Die Fahrt im Taxi kam Yuki vor als dauerte sie eine halbe Ewigkeit. Immer wieder blinzelte er, um die aufkommenden Tränen zurückhalten zu können. Er hatte Angst. Angst davor, dass es Luka schlecht ging und er nicht bei ihm sein konnte. Angst davor, Luka nicht helfen zu können. Doch das schlimmste war die plötzlich erwachte Angst davor, Luka zu verlieren. Es gab keinen rationalen Grund dafür. Er wusste nicht was passiert war und möglicherweise hatte Hotsuma recht gehabt. Vielleicht gab es keinen Grund dafür sich Sorgen zu machen. Doch solange er nicht bei dem Schwarzhaarigen war und sich selbst davon überzeugen konnte, gingen ihm die schlimmsten Gedanken durch den Kopf. Was, wenn es doch etwas ernstes war?
Seit er Luka zum ersten mal begegnet war, hatte er gewusst, dass eine besondere Verbindung zwischen ihnen bestand. Als er zum ersten mal in dessen silberne Augen geblickt hatte, war ihm klar geworden, dass der mysteriöse Schwarzhaarige ihm wichtig war. Sehr wichtig. Er hatte ihn zu diesem Zeitpunkt nicht gekannt und dennoch war der hübsche Duras ihm seltsam vertraut vorgekommen. Erst später hatte er zumindest ansatzweise verstehen können, warum er vom ersten Augenblick an so fasziniert von ihm gewesen war.
Erst vor kurzem war ihm bewusst geworden, dass es für ihn kaum noch eine Rolle spielte, welche Art von Beziehung er in seinem vorherigen Leben zu Luka gehabt hatte. Verlorengegangenen Erinnerungen nachzujagen machte wenig Sinn. Was wirklich zählte waren die Gefühle, die er in diesem Leben für den Schwarzhaarigen hatte. Er wollte ihm näher sein als je zuvor. Er wollte ihn festhalten und niemals wieder loslassen. Er wollte, dass dieses Kribbeln in seinem Bauch niemals verschwand. Das Kribbeln, welches er jedes mal fühlte, wenn Luka ihm behutsam eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich, zärtlich seine Wange streichelte oder ihn nur einen Moment länger anblickte als es üblich war.
Unruhig biss Yuki sich auf die Unterlippe. Ihm war sehr wohl bewusst, was diese Gefühle zu bedeuten hatten. Dennoch hatte er jede Gelegenheit mit Luka darüber zu reden ungenutzt verstreichen lassen. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass dies ein Fehler gewesen war.

Vorsichtig nahm Shusei das nasse Tuch von Luka's Stirn und tauchte es in die auf dem Nachttisch stehende Schale. Die Eiswürfel, welche er noch vor einer halben Stunde in das kalte Wasser gelegt hatte, waren bereits komplett aufgetaut. Er würde sie bald ersetzen müssen. Langsam legte er das kalte Tuch zurück auf die Stirn des Schwarzhaarigen und sein ernster Blick wanderte zu Isuzu. Der Privatarzt des Giouclans hatte seit seinem Eintreffen in Luka's Zimmer noch keinen einzigen Satz gesagt, den er in irgendeiner Weise zweideutig interpretieren konnte. Dies betrachtete er als ein weiteres Indiz dafür, dass seine Sorge berechtigt war.
„Das ist doch nicht zum aushalten“, gab der Mediziner seufzend von sich. „Theoretisch müsste er vollkommen gesund sein“.
„Ist er aber nicht“, stellte Shusei das offensichtliche erneut fest, während sein Blick zurück zu Luka wanderte.
„Ich kann keinerlei Infektionen oder Entzündungen in seinem Körper feststellen die ein derartiges Fieber auslösen könnten. Ich habe also praktisch nichts was ich behandeln kann. Wenn sein Fieber weiter steigt, dann...“. Er brach seinen Satz ab und sah stattdessen hilflos auf den Boden.
„Was passiert dann?“, hakte Shusei weiter nach, obwohl er die Antwort bereits erahnen konnte.
„Ab 39 Grad wirkt sich das Fieber negativ auf das Herz-Kreislauf-System aus. In der Regel hält ein ansonsten gesunder Erwachsener ein Fieber dieser Höhe zwei bis drei Tage aus und erst dann wird es kritisch, wenn das Fieber nicht zurück geht. Da Luka's Puls und Blutdruck allerdings schon schwankten bevor sein Fieber sich erhöht hat, sollten wir kein Risiko eingehen“, erklärte Isuzu, während er auf dem Stuhl neben dem Zweilt platz nahm.
„Was können wir tun?“, fragte Shusei, der den Ernst der Lage bereits vor der ausführlichen Erklärung des Arztes begriffen hatte.
Dieser erklärte weiter: „Im Prinzip können wir bloß die Symptome behandeln. Das wichtigste ist, dass wir sein Fieber senken. Es darf auf keinen Fall über 39 Grad ansteigen. Da fiebersenkende Medikamente das Herz-Kreislauf-System ebenfalls belasten können, müssen wir es anderweitig senken“.
„Eine Badewanne mit kaltem Wasser“, begann der Zweilt, während Isuzu ihm mit einem Nicken zustimmte. „Wir legen ihn dort hinein und...“.
Das plötzliche laute Öffnen der Tür unterbrach ihn in seinen Überlegungen. Yuki lief in den Raum, stoppte abrupt vor Luka's Bett und griff nach dessen Hand.
„Luka?“, fragte er mit zitternder Stimme.
Mit seiner freien Hand strich er vorsichtig durch das nachtschwarze Haar des Duras, bevor sein fragender Blick erst zu Shusei und dann weiter zu Isuzu wanderte.
„Yuki!“, rief Kuroto besorgt, während er nun ebenfalls in den Raum stürmte und wenige Schritte von der Tür entfernt stehen blieb.
Hinter ihm erschien nun auch Senshiro, der mit einem fragenden Blick in die Runde schaute.
„Erkläre Yuki kurz was los ist“, meinte Shusei an Isuzu gerichtet.
Er stand auf und ging schnellen Schrittes auf das eben eingetroffene Zweiltpaar zu.
„Kuroto, Senshiro, kommt mit mir. Ich brauche kurz eure Hilfe. Alles weitere erkläre ich euch währenddessen“.
Das Zweiltpaar folgte ihm schweigend, während sie fragende Blicke austauschten.
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