Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

.“~°~”. Eine gayanische Drabble-Geschichte

von - Leela -
DrabbleAllgemein / P12 / Gen
Alanta Boo Galger Gayvan Zeck Zino
03.01.2018
03.01.2018
1
886
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
03.01.2018 886
 
Vorwort

Dies ist eine Original gayanische Drabble-Geschichte. Jedes Drabble hat genau 100 Worte, aus der Sicht der Gayaner!
      Was bedeutet das für uns? Da Gayaner mit dem Oktalsystem rechnen, und nicht wie wir mit dem Dezimalsystem, haben die Drabbles umgerechnet also für uns jeweils 64 Worte.
      Nichtsdestotrotz, fragt man einen Gayaner - und um diese geht es hier ja schließlich - so haben alle Drabbles eine perfekte Länge von genau 100 Worten! ^^
      Da ich vermute, daß meine Erklärung von den Administratoren von FanFiktion.de nicht anerkannt werden würde ;-), würde es mir aufgrund der »mindestens 100 Worte pro Kapitel-Regel« wahrscheinlich nicht erlaubt werden, die Drabbles einzeln zu posten.
      Daher gibt es hier die komplette Geschichte in einem Stück, so daß ich in einem Kapitel auf mindestens 100 Worte - in Dezimal! - komme. ^^
      Viel Spaß dabei!

________________________________________________________________________________________

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.




.“~°~”.
Eine gayanische Drabble-Geschichte

»Die Heimat der Glücklichen«, so hatte Bürgermeister Gayvan Gaya genannt. Und das sicher voller Überzeugung! Gaya war eine harmonische Welt, mit wundervollen Gegenden, die zum verweilen einluden – die Berge, das Meer, die unberührte Natur, das friedliche Dorf mit seinen Bewohnern… Die prächtige Landschaft erstrahlte im sanften Licht des Dalamiten. Ja, dieses Land lud dazu ein, glücklich zu sein. Und was sagten die Gayaner dazu…?

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

Galger war alles andere als zufrieden. „Was bilden sich diese Gayaner eigentlich ein? Als wenn es nur einen zu bejubeln gäbe in dieser Welt, und dann auch noch dieser überhebliche, nichtsnutzige, elendige, dumme Möchtegern-aber-ist-es-nicht-Held Zino! Aber ich werde es diesem Schönling zeigen! Dann ist Schluß mit seinem ‚Rettung naht‘! Dann bekommt mal jemand anderes verdiente Anerkennung, als diese Mädchenzimmer-Dekoration, und dieser jemand heißt Galger!“

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

Zeck hatte indes ganz andere Probleme. Er stand am Fenster und sah unglücklich hinaus. In Gedanken war er bei dem Mädchen, das er liebte. Doch was nützte es ihm? Selbst wenn sie überhaupt registrieren würde, daß er existierte, nie würde er die Chance bekommen, mit ihr zusammen zu sein. Nie würde die Gesellschaft zulassen, daß die Tochter des Bürgermeisters sich auf einen Schnurk einließ…

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

Auch bei Bramph herrschte gerade nicht die allergrößte Freude. Er hatte sich schon so auf Zeldon-Sahne-Schnitzel gefreut, doch im ganzen Land schien Zeldonfleisch gerade ausverkauft zu sein. Es gab weder Schnitzel, noch Filet, noch das berühmte Zeldon-Gyros – er hatte nicht einmal einen Zeldon-Burger bekommen können, auf den er sich als Alternative noch eingelassen hätte. Bramph sank frustriert auf das Sofa. Der Tag war gelaufen!

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

Zur gleichen Zeit lief Zino mißmutig über die gayanische Promenade. „Diese Schnurks werden echt zur Plage! Galger wird immer dreister! Bis wirklich mal etwas schlimmes passiert, und jemand zu Schaden kommt – von Mord will ich noch nicht einmal sprechen! Die gehören aus dem Verkehr gezogen, ein für alle Mal, für die Sicherheit von ganz Gaya! Aber ich werde schon dafür sorgen, das schwöre ich!“

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

Boo seufzte tief und versank in seinen eigenen Gedanken. Zum wiederholten Male hatte Zino eine Verdienstmedaille bekommen – zum wiederholten Male hatte keiner auf ihn geachtet, obwohl die Mission ohne seine Erfindung keinen Erfolg gehabt hätte. Es war nicht so, daß er seinem besten Freund den Ruhm nicht gönnte. Ganz sicher nicht, Zino hatte es verdient. Doch hatte er nicht auch ein bißchen Anerkennung verdient…?

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

Alanta lief aufgebracht in ihrem Zimmer auf und ab und hätte am liebsten irgendwo gegengeschlagen. Sie haßte dieses Leben, sie haßte dieses Kleid, und sie haßte diesen Wohltätigkeitsball, zu dem sie gleich mußte, um für ihren Vater ein vornehmes Bild nach außen zu vermitteln, während Zino auf großes Abenteuer ging. Und sie haßte Zino, dafür, daß er das Leben führte, von dem sie träumte…

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

In der Zwischenzeit lag Jolyn auf ihrem Bett und weinte sich die Seele aus dem Leib. Von dem lebensgroßen Pin-Up-Poster an der Tür lächelte Zino zu ihr herunter. Wie oft hatte sie davon geträumt, dieses Lächeln galt ihr, nur ihr… Doch in Wirklichkeit würde er sie nie beachten. Sie war eine von vielen, nichts weiter als ein überdrehtes Fangirl. Und das wußte sie genau.

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

Gaya, die Heimat der Glücklichen. So romantisch wie Bürgermeister Gayvan es sich auch vorstellte, und so glücklich die Gayaner auch sein konnten, in ihrem wunderschönen, harmonischen Land, das Leben spielt nach seinen eigenen Regeln. Und nicht immer sind die persönlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, glücklich zu sein. Aber, gab es denn niemanden in Gaya, der gerade richtig glücklich war? Schauen wir uns doch mal um…

.~°~. ----- .`~°~´. ----- .^~°~^. ----- .*~°~*. ----- .“~°~”. ----- .*~°~*. ----- .^~°~^. ----- .`~°~´. ----- .~°~.

In der gayanischen Ebene zwischen den Bergen herrschte eine friedliche Ruhe. Niemand störte die besinnliche Stille. Ein leichter Wind wehte durch das hohe Gras und ließ es leise rascheln. Zwischen dem Gras saß zufrieden ein dreiäugiger gayanischer Schlammfrosch, genoß den neuen Tag in der wärmenden Sonne, und erfreute sich daran, daß in diesem Teil der Gegend schon seit einiger Zeit keine Autorennen mehr stattfanden…
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast