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Liebe kann man nicht erzwingen

von Minimauss
GeschichteFantasy / P6 / Gen
Roxane
02.01.2018
02.01.2018
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728
 
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Als Roxane auf die Welt kam dachten alle sie müsste sterben. Das kleine Kind mit den dunklen Locken und dem bleichen Gesichtchen war viel zu früh auf die Welt gekommen, und das auch noch bei Vollmond. „Ein schlechtes Omen, ein schlechtes Omen“ murmelte die Kräuterfrau die gekommen war um bi der Geburt zu helfen. Ständig strich sie sich ihre Kleider glatt und schritt durch den Raum während das Kind schrie und weinte. Ihre Schritte verschluckten die Felle die auf dem Boden lagen. Nur von den kargen Steinwänden hallte ihr Gefasel leise wieder. Der einzige Stuhl im Zimmer war von einem Mann besetzt der der Vater des Kindes zu sein schien. Er raufte sich die Haare und bat die Kräuterfrau um eine Unterredung vor die Tür. Die Mutter des Kindes lag Schweißgebadet in dem Strohbett und streichelte ihr Kind. Ihr zweites, doch das erste war mit vier in einen Brunnen gefallen. Maneka so hieß ihre erste Tochter der ihre Neugier zum Verhängnis wurde. Der Gedanke schmerzte sie noch immer, weshalb sie in der Stunde der Geburt ihrer zweiten Tochter nicht darüber nachdenken wollte. Das Kind hatte sich beruhigt und ihr Mann Anamesch kam in das kleine Zimmer: „Malia meine Blume wie geht es die, Ich habe Valia gesagt sie kann gehen“ berichtete er über das frühzeitige verschwinden der Kräuterfrau „ Ich habe ihr ihren Lohn gegeben“ Doch Malia konnte nichts weiter tun als die Augen zu schließen und einzuschlafen.



                                                    15 Jahre später



„Roxane“ brüllte ihr Vater weit über das Lavendelfeld „Roxane wo steckst du“. Der Lavendelduft den Roxane roch liebte sie sehr. Sie hatte sich hinter dem Misthaufen versteckt damit sie unentdeckt ihre geheime Blumenpresse begutachten konnte. Seit zwei Jahren hatte sie das Hobby für sich entdeckt, Blumen aller Farben, Größe und Formen zu sammeln und sie zwischen zwei gekürtzte Bretter zu legen die sie mit Steinen unter ihrem Bett fixierte. Sie hatte am Morgen im Wald beim Pilze sammeln ein wunderschönes Veilchen entdeckt das sie gerade zwischen die Bretter klemmen wollte. Sie hatte keinen Platz mehr. “Roxane komm endlich raus“. Ihr blieb nicht mehr viel Zeit! Kurzerhand nahm sie eine Gepresste Mohnblume aus ihrer provisorischen Blumenpresse und steckte sie sich in ihren Ausschnitt, wo sie sie mit einem Schnürband befestigte Die Kette die ihr ihre verstorbene Mutter geschenkt hatte versteckte sie unter der Blume. „Roxane komm schnell wir haben besuch“ Ihr kleiner Bruder Nevius war plötzlich neben ihr aufgetaucht und erschrak sie. „Besuch?“ Fragte sie ungläubig, denn sie bekamen nie Besuch. „Ja der Schmied vom Nachbardorf ist da…“ er überlegte was er sagen sollte dann aber: „Mit seinem Sohn“ Roxane wunderte sich nicht denn sie hatte viele Verehrer. Kurzerhand drückte sie ihrem Bruder die Blumenpresse in die Hand und ging den Kiesweg zu dem kleinen Haus ihrer Eltern. „Ah Roxane meine hübsche“ begrüßte sie ihr Vater als sie noch mit Stiefeln in das Zimmer kam was sich Wohnzimmer schimpfte. Er verzog kurz die Nase lächelte ihr dann aber zu „ Du kennst doch bestimmt Armenius den Schmied mit seinem Sohn P..“ „Kommen wir gleich zum Punkt“ Viel ihm Armenius ins Wort. „Ich und dein Vater Anamesch haben beschlossen, daher das unsere Familien so gut befreundet sind“ Von welcher Freundschaft sprach er da sie kannte ihn und seinen Blonden Bengel ja nicht mal. „Das du und mein Sohn“ Na jetzt war sie gespannt sollte sie etwa in der Schmiede helfen. Oder war es doch „…Heiraten werdest vollendete er den Satz. „ Das soll ein schlechter Scherz sein?“ fragte sie ungläubig „Nein Liebes Ich“ versuchte ihr Vater „Wir..“ „Ihr wollt was?“ Rief sie nochmals Hysterisch „einfach mit diesem…SCHMIED… verheiraten und fragt nicht mal. Und verdammt ich bin Fünfzehn. FÜNFZEHN.“ Schrie sie „ Das ist ein normales alter um zu heiraten“ beschwichtigte Armenius „Das kann doch nicht euer ernst sein“ setzte sie nochmals an „ Ich…“ Doch plötzlich wurde ihr schwarz vor Augen. Sie sah noch ihren Bruder der Fassungslos im Türrahmen stand und alles belauscht hatte. Und sie sah das wütende Gesicht von diesem Armenius der gerade zu seinem Sohn sagte „ Das wird schon noch“. Doch ihr letzter Gedanke galt ihrem Vater, und das sie ihn hasste dafür was er ihr antat ihr und ihrem kleinen Bruder. Denn sie würde gehen weit weit weg um zu leben.
 
 
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