Dean x Castiel ~ Another Heartbreaking Story

KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Castiel Dean Winchester Sam Winchester
02.01.2018
02.01.2018
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Hallo ihr Lieben!
Ich wünsche Euch allen ein frohes neues Jahr! Ihr habt sicher festgestellt dass es in letzter Zeit eher ruhiger um meinen ACC gestellt war, nun bin ich aber wieder zurück und habe euch eine wie ich finde sehr süße kleine Destiel Story mitgebracht.
Ich freue mich wie immer sehr über eure Meinung :)
Und nun, viel Spaß <3


ANOTHER HEARTBREAKING STORY


"Dean?"
"Hey, Dean!", fragte der jüngere Winchesterbruder und versuchte einmal wieder die Aufmerksamkeit des Älteren auf sich zu lenken, dies erwies sich aber wie bereits die vergangenen Wochen seit dem Tod Castiels als zwecklos.
"Dean? Jetzt komm schon..", murmelte Sam. Der Jäger hatte vollkommenes Verständnis für die Situation in der sich sein Bruder jetzt befand, er war seelisch wie auch körperlich in Mitleidenschaft gezogen. Dean war tief in seiner Trauer versunken: er war depressiv, konnte kaum etwas essen, an jagen war nicht zu denken und er sprach kaum mehr ein Wort. Alles was er tat war allein in seinem Impala sitzen und in den Rückspiegel zu starren, als würde er hoffen das der Engel, sein Engel, jeden Moment wieder ungefragt auf der Rückbank auftauchen würde. Doch der Platz des Braunhaarigen blieb leer, kein Flügelschlag im Wind und auch nicht das Gefühl der Wärme dass immer in Deans Brust aufgestiegen war welches er bis zum Tod seines Freundes nicht einmal wahrnehmen konnte.

Sein Blick wanderte von der leeren Rückbank zu seinem eigenen Spiegelbild, seine Augen waren aufgeschwollen, gerötet und gläsern von den Tränen welche sich darin sammelten.
"Dean?", hörte er erneut die Stimme seines Bruders doch er wollte nicht recht auf ihn reagieren, es war nicht wichtig ganz im Gegenteil.. nur Castiel war wichtig, einzig und allein Castiel aber der Engel würde nie wieder plötzlich neben ihm stehen und sein 'Hallo Dean?' in sein Ohr flüstern, er vermisste das Gefühl der Gänsehaut während sich seine Nackenhaare davon aufstellten.
Stets war er davon ausgegangen dass es ihm unangenehm war, aber jetzt war ihm klar wie sehr er es vermisste, wie sehr er die Nähe des Mannes brauchte den er immer nur als einen Freund ansah. Nie wieder würde er in die strahlenden blauen Augen des Engels sehen können, nie wieder würde er sich in ihnen finden können oder sich in ihnen verlieren.. das war ihm öfter passiert als er es wahrhaben wollte aber jetzt im Nachhinein wurde ihm alles klar, er brauchte den Engel so wie die Luft zum atmen.. so wie ein wärmendes Feuer um nicht zu erfrieren.. aber genau das tat er.. ihm war kalt, er war am erfrieren in seiner Einsamkeit und nichts konnte ihn wärmen, nicht einmal die tröstenden Worte seines Bruders der selbst für sich mit seiner Trauer umgehen musste, aber Sam trauerte auf eine andere Art und Weise wie Dean.

Dean liebte Castiel, nicht so wie Freunde sich liebten, oder Brüder. Nein, er liebte ihn von ganzem Herzen und er war viel zu stolz und viel zu engstirnig um es sich einzugestehen als der Engel noch am leben war.. nun saß er hier in seinem Baby, saß mit gebrochenem Herzen und mit von Tränen geflutetem Gesicht hinter dem Lenkrad und klammerte sich an seine Erinnerungen während er seinen Bruder ignorierte der noch immer versuchte seine Aufmerksamkeit zu erregen.
"Dean!", sprach Sam nun energischer und der Ältere wandte den Kopf in seine Richtung um, jedoch erschien es vielmehr als würde er durch ihn hindurch sehen. Die von Schmerz, Qual und Leid durchzogenen Augen seines Bruders versetzten ihm einen tiefen Stich in seinem Herzen, es ging ihm durch Mark und Bein.

"C..as?", flüsterte Dean unsicher und mit zittriger Stimme während er in die großen blauen Augen des Mannes blickte dessen Gesicht sich nun unmittelbar vor seinem eigenen zu befinden schien, doch die Ernüchterung schlug ebenso hart zu wie die Erkenntnis dass es sich bei dem Gesicht nicht um das des Engels handelte sondern dass sein Verstand ihm einen simplen Streich zu spielen schien den vor ihm stand keineswegs Castiel, sondern sein Bruder Sam.
"Nein..", flüsterte dieser leise und wartete auf eine weitere Reaktion seines Bruders doch dieser wandte sich direkt ab und blickte erneut in den Spiegel, wartend dass der Mann den er über alles liebte einfach hinter ihm auftauchen würde, wie schon so oft bevor. Doch Castiel kam nicht.
"Dean, ich weiß dass er dir fehlt.. mir fehlt er auch..", versuchte der Jüngere verzweifelt zu seinem Bruder durch zu dringen.
"Cas hätte nicht gewollt..", setzte er erneut an und blickte schon in die verärgerten grünen Augen des Jägers.

"Was? Was hätte Cas nicht gewollt? Er hätte es nicht gewollt zu sterben! Er hätte es verdient dass wir ihn retten Sam, warum waren wir nicht da als es darauf ankam? Warum konnten wir ihm nicht helfen, warum konnten wir nur teilnahmslos daneben stehen als Lucifer..", die Stimme des Mannes brach ab und seiner Kehle entkam ein leises und wimmerndes Schluchzen.
"Ich weiß Dean.. ich weiß", versuchte Sam den Dunkelblonden zu beruhigen und umfasste seine Schulter durch das Fenster des Impalas, doch Dean konnte sich nicht beruhigen. Er gab sich selbst die Schuld an Castiels Tod, er hätte schneller sein sollen, ihm helfen sollen.. er hätte es ahnen müssen, besser wissen müssen.. aber er war eben nur ein einfacher Mensch, das war seine größte Schwäche wie er es sich selbst einredete.

"Dean.. du musst etwas essen.. Cas wäre unglücklich wenn er dich so sehen würde..", flüsterte Sam und entfachte erneut die aggressive Stimmung seines Bruders. "Woher willst du wissen was Cas glücklich gemacht hätte, du hast doch auch nur das gesehen was du sehen wolltest! Woher willst du wissen was er wollte und was er nicht wollte? Woher willst du wissen dass er will dass ich etwas esse? Ich sollte ebenso tot sein, ich sollte an seiner Stelle sein! Cas war viel zu wichtig!", entgegnete Dean seinem Bruder mit aufkommendem Zorn und Sam schluckte. "Du liebst ihn..", sagte Sam leise und blickte in die nun leicht geschockten Augen seines Bruders ehe er dass Gesicht schnell wieder abwandte. "Ja.. du liebst ihn Dean..", entgegnete er erneut und beobachtete Dean wie er einfach nur leer vor sich starrte. Der jüngere Winchester war sich sicher dass sein Bruder sich seine Gefühle gewiss eingestanden hatte aber es jetzt noch einmal von jemand anderem bestätigt zu kommen musste eine gewaltige Welle der Emotionen in dem Mann auslösen.
"Geh..", flüsterte Dean leise während die ersten Tränen erneut über seine Wange liefen. "Was?", fragte Sam nach und Dean reagierte nun energischer, emotionaler.. am Ende. "GEH!", schrie er und der Jüngere zuckte augenblicklich zusammen.

"Dean..", flüsterte Sam noch einmal und sah wie sein Bruder am ganzen Leib zitterte, da wusste er dass er recht hatte mit dem was er zuvor sagte.
"Es tut mir leid..", sagte der Jäger leise doch sein älterer Bruder schien vollkommen in seinen Gedanken gefangen zu sein.
"Ich bin sicher Dean, er hat dich auch geliebt.. auf seine eigene Art und Weise..", flüsterte Sam und wandte sich zum gehen, er konnte bei dem Dunkelblonden so eh nichts bewegen, noch einmal blickte er über die Schulter zu seinem Bruder zurück und konnte gerade noch sehen wie er sich die Hand vor die Augen hielt und entgültig in Tränen ausbrach, der jüngere Winchester seufzte.

Sam blickte in Richtung des Himmels, er sah die leuchtenden Sterne und ein paar vereinzelte Wolken die am Nachthimmel vorbei zogen ehe er noch einmal zu seinem Bruder blickte und dann das Wort an den Engel wandte. "Cas.. wenn du noch irgendwo da draußen bist, wenn du mich hören kannst.. Dean braucht dich..", auch er kämpfte hart mit seiner Fassung, er hatte nicht nur einen Freund verloren sondern auch ein wichtiges Familienmitlied, aber der Verlust den sein Bruder erlitten hatte den konnte er trotz seiner eigenen Verluste nicht einmal annähernd nachvollziehen. Dean und Castiel waren von Anfang an schon immer mit einem sehr speziellen Band verbunden aber dass sich eines Tages ein wirklich aufrichtiges Gefühl der Liebe und Zuneigung daraus entwickeln würde, damit hatte er niemals gerechnet. Vor allem bei seinem Bruder nicht.

Der Wind pfiff durch die Äste der umstehenden Bäume und auch durch die Haare des Jägers, es schien beinahe so als würde der Engel ihm antworten aber Sam wusste dass das nicht sein konnte. Er strich sich mit der Hand durch sein vom Wind zerzaustes Haar und betrat das Motel in dem sie seit dem Tod ihres Freundes wohnten in der Hoffnung dass sein Bruder vielleicht doch noch nachkommen würde aber die Hoffnung war nicht sonderlich groß.
Auch Dean spürte den Wind auf seiner Haut, wie er ihm durch dass Gesicht strich und es kam dem Jäger merkwürdig vertraut vor, er lehnte sich nach Hinten, stützte seinen Kopf ab und genoss einen Moment lang die Ruhe und das Rauschen der Blätter im Wind, es fühlte sich an als würde der Wind sanft sein Gesicht umschmeicheln, wie eine Hand die zart über seine Wange strich und da öffnete der Jäger langsam die Augen. Wie zu erwarten war dort aber nichts..

"Cas.. ich wünschte du wärst hier.. ich habe dir so vieles zu sagen von dem ich niemals glaubte dass ich das einmal sagen wollen würde..", flüsterte er in den Wind in dem Glauben dass dieser seine Worte zu dem Engel tragen würde. "Ich..", setzte der Jäger an.. "Ich liebe dich..", flüsterte er und erneut stieg ihm eine Träne in sein Auge. "Cas ich brauche dich hörst du..", flüsterte er mit zerbrechlicher Stimme. "Bitte komm zu mir zurück..", es war nun kaum noch mehr als ein Flüstern und erneut wurde der Jäger von einem zarten Windhauch umschmeichelt als wäre es Castiel der nun die Hand an seine Wange legte und der Dunkelblonde schloß die Augen und stellte sich eben dieses vor. Stellte sich vor wie er an seinem Auto lehnt und Castiel vor ihm steht und die Hand an seine Wange legte, stellte sich vor wie es sich wohl anfühlen würde die Hand des Engels an seiner Wange zu spüren, welche Wärme von den blauen Augen ausgehen würde während er mit seinen Grünen Iriden in die des Engels blickte.

Langsam öffnete er seine Augen und blickte wieder in die ihn nun immer stärker umgebende Dunkelheit, er seufzte leise ehe er die Hand an den Türgriff seines Impalas legte um diese zu öffnen und aus zusteigen.
Erschöpft und geschafft lehnte er sich mit dem Rücken gegen den Wagen und blickte hinauf in die Sterne ehe er kurz die Augen schloss. "Ich brauche dich..", flüsterte er erneut und zum ersten Mal stellte er sich vor wie die Situation mit ihm und dem Engel die vorhin in seinem Kopf entstanden war weiter gehen könnte, er konnte sich nicht dagegen wehren als er sich in Gedanken ausmalte wie sich wohl die Lippen des Engels anfühlen würden, wie es sich anfühlen würde wenn er sich ihm ganz langsam näherte, sich auf die Unterlippe biss ehe sich ihre Lippen langsam und zögerlich aufeinander legten. Er spürte wie zart die Lippen des Engels waren, das Kribbeln welches in seinem Bauch entstand und das kurze Glücksgefühl welches er verspürte ehe die kalte Ernüchterung wieder einsetzte, niemals würde er herausfinden wie es ich anfühlte Castiel zu küssen.. niemals. Doch das Gefühl auf seinen Lippen schien anzuhalten, er verlor sich in dem Gedanken sich gänzlich an den Engel zu verlieren, doch dann wurde es wieder kalt an seinen Lippen und die sanfte Zärtlichkeit verschwand. Langsam öffnete Dean die Augen, blickte erneut auf in die Sterne noch während er sie öffnete und wandte seinen Blick dann direkt vor sich wo er sofort auf ein Paar leuchtend blauer Augen traf die im Bruchteil einer Sekunde sofort wieder verschwanden und den Mann alleine zurück ließen.

Deans Herz machte kurz einen Sprung und raste in der Brust des Jägers, sein Bewusstsein spielte ihm mächtig gemeine Streiche und er wusste nicht wie lange er dass noch aushalten würde. Langsam aber sicher verlor er die Kraft in seinen Beinen und rutsche mit dem Rücken an seinem Wagen auf seine Knie wo er sich direkt mit beiden Händen im Gras abstützte. "Cas..", wimmerte er erneut den Namen des Engels während die letzten Tränen die er zu weinen vermochte in das Gras fielen ehe die Quelle seiner Tränen versiegte. "Cas..ich liebe dich..", flüsterte er erneut und ballte seine Hände im Gras. Erst das Gefühl einer warmen Hand an seiner Wange ließ ihn aufblicken und ihm alles aus dem Gesicht fallen als er nun in die blauen Augen blickte die ihn aus dem Gesicht von Castiels Hülle zugeneigt anblickten. "C..Cas?", wimmerte der Jäger mit zittriger Stimme und war sich sicher dass sein Kopf ihm wieder einen grausigen Streich spielte. "Dean.", sagte der Engel mit ruhiger Stimme und kniete sich zu dem Dunkelblonden auf den Boden, Dean konnte erkennen dass er wirklich vor ihm stand da sein beiger Trenchcoat dunkler wurde an den Stellen wo er die Erde streifte.

"Wie ist das möglich?", fragte der Jäger mit zittriger Stimme und Castiel lächelte ihm entgegen. "Das ist nicht wichtig.", entgegnete er ihm. "Ich habe deine Worte gehört Dean.", flüsterte der Engel und der Dunkelblonde errötete umgehend und blickte zu Boden, doch ebenso schnell wie er zu Boden blickte spürte er auch die warme Hand des Engels unter seinem Kinn welcher sein Gesicht wieder nach oben lenkte.
"Bitte, ich möchte dass du es mir ins Gesicht sagst.", flüsterte der Blauäugige während er Dean treu in die Augen sah und seelenruhig abwartete was der Jäger tun würde, dieser legte nun still eine Hand an die Wange des Engels, nicht gefasst dass eben dieser nun die Augen schließen und sich in diese hinein schmiegen könnte, doch genau so geschah es und Dean schien langsam zu begreifen dass er wirklich hier war, dass sein Castiel lebte, wie auch immer es möglich war.
Sein Blick wanderte von den geschlossenen Augen des Engels zu dessen Lippen die mit einem leichten Lächeln direkt vor ihm lagen. "Cas..", flüsterte er leise und überwand die Distanz zwischen ihren Lippen und legte seine eigenen auf die des Mannes die er liebte, er konnte nicht anders als ihn einfach zu küssen.

Castiel wich keineswegs zurück, die Reaktion des Jägers war ihm Antwort auf seine Bitte genug denn besser hätte er ihm nicht zeigen können was er empfand, sanft legte er die Hand in den Nacken des Jägers, stets Bedacht diesem in seinem gerade recht schlechten Zustand nicht noch zu belasten. Er konnte sich nicht vorstellen wie sehr er Deans Seele gerade heilte, wieviel Kraft er dem Mann mit seiner Auferstehung schenkte und noch viel weniger war ihm bewusst geworden dass Dean in tatsächlich so sehr liebte. Er sah sich selbst als Familienmitglied der Winchesters, er hatte sich auch von Beginn an zu Dean hingezogen gefühlt aber er konnte nicht recht etwas mit den Gefühlen anfangen. Erst Amara, die Dean helfen wollte und ihn von seiner Pein befreien wollte und ihn zurück ins Leben holte gab ihm die Fähigkeit auch als Engel empfänglich für die Gefühle der Menschen zu sein, ihr war es zu verdanken dass er nun fühlen konnte was seit Anfang an bereits tief in ihm verborgen war und dass er dort sein konnte wo er wirklich hingehörte, an die Seite seiner Familie und in das Herz eines gewissen Jägers.
Langsam öffnete er die Augen als er spürte wie Deans Lippen sich entfernten, doch noch ehe der Jäger etwas sagen konnte erhob der Engel das Wort:
"Ich liebe dich Dean Winchester.", flüsterte er und zeigte erstmals seine gewaltigen Flügel mit denen er seinen Jäger behutsam umschloss um ihn erneut zu küssen.

~The End
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