Wie man sich irren kann

von FireFee
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
02.01.2018
10.02.2018
5
6775
1
Alle
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
Als wir in das Büro von Professor McGonagal eintraten, saß sie an ihrem Schreibtisch.
Er war groß und aus einem dunklen Holz gebaut.
Insgesamt war der Raum sehr schön. Er war groß und in angenehm dunklen Farben eingerichtet. An der Wand hing ein Portrait. Darauf sah man sie und Professor Dumbledore in jungen Jahren wie sie sich die Hände gaben und genau vor dem Schreibtisch standen an dem sie jetzt saß.
Als ich den Geruch von altem Pergament roch, fühlte ich mich gleich wohler und als mich unsere Hauslehrerin anlächelte, erlosch mein Unbehagen volkommen.
,,Setzen Sie sich doch.‘‘ Sie zeigte mit einer einladender Handbewegung auf ein gemütlich aussehendes braunes Ledersofa, dass neben dem Schreibtisch stand.
,,Ich weiß, dass es gerade schon Essen gab, aber fals sie doch noch einen kleinen Appetit haben bedienen sie sich ruhig.‘‘
,,Vielen Dank, Professor.‘‘ sagte ich, als ich den Teller mit großen Keksen und Lakritzschnappern sah.
,,Naja gut, kommen wir zu dem warum ich sie überhaupt hierher bestellt habe. Also erstmal freue ich mich, dass dieses Jahr beide Schülersprecher aus unserem Hause Gryffindor kommen. Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist das ein sehr großer und anspruchslvoller Job. Dumbledore hat Sie beide auserwählt, weil er der Meinung war,sie würden ein sehr gutes Team zusammen abgeben.‘‘
Potter und ich räusperten uns beide gleichzeitig.
,,Ja der gleichen Meinung war ich am Anfang auch, aber ProfessorDumbledore hat mir seine Gründe genannt und jetzt bin ich ganz seiner Meinung. Naja hinter diese Gründe werden sie dieses Jahr schon noch selber kommen. Ok nun zum Hauptgrund, warum sie hier sind. Also dieses Jahr wird es für sie beide eine kleine Zimmeränderung geben. Sie werden zusammen die Schülersprecherräume beziehen. Dort befindet sich für jeden ein Schlafzimmer und für Sie beide zusammen eine Bibliothek, einen Gemeinschaftsraum, ein Bad und ein Balkon. Ihre Koffer und Tierkäfige wurden schon in ihre Räume gebracht und nun würde ich Sie bitten sich auf den Weg zu machen. Es ist nämlich schon spät und wie Sie beide wissen ist bald Nachtruhe.‘‘
Verdattert schaute ich sie und Potter an.
,,Einen schönen Abend noch Professor.‘‘ Damit stand Potter auf und verließ das Büro.
,,Guten Abend.‘‘Verabschiedete ich mich ebenfalls und ging Potter hinterher.
Ich folgte ihm denn er ging zielgerichtet und schnurstracks die Gänge entlang. Anscheinend wusste er wo sich die Räume befanden. Ich hielt mich hinter ihm, denn auf ein Gespräch konnte ich gut und gerne verzichten. Er blieb stehen, was ich zu spät bemerkte und rempelte ihn an.
,,Oh, Sorry.‘‘
Er schaute mich von oben an und ich ging einen Schritt zurück. Schon irgendwie komisch, dass er mich nicht angemeckert hat. Naja mir war es recht. Als ich nun endlich um mich blickte sah ich, dass wir vor einem Gemälde standen. In dem Gemälde sah man einen Mann und eine Frau wie sie zusammen an einem Tisch auf einem Balkon saßen und einen Caffé tranken. Hinter ihnen sah man einen wunderschönen Horizont mit einem Wald und buntem Himmel. Am Himmel flog gerade eine Schar Vögel vorbei. Als die Frau, die am Tisch saß, sich zu uns drehte und sagte:,,Sie nennen jetzt ein Passwort mit welchem Sie den Eintritt für den Rest Ihres Amtes in diese Räume erlangen.‘‘
Potter sah mich an.
,,Zuckerpüpchen‘‘ sagte ich.
Keine Ahnung wie ich darauf kam, aber es schwebte mir aufeinmal im Kopf rum.
Potter sah mich mit einem belustigten Blick an und sagte laut ,,Zuckerpüpchen‘‘.
Wieder war ich überrascht, dass er sich weder zu meiner Meinung äußert noch beschwert. Als sich das Bild von der Wand abhob, konnte man in einen wunderschönen Raum gucken. Man sah einen Kamin vor dem ein großes Sofa stand.
Über dem Kamin war ein Bild von Hogwarts. Neben dem Kamin war ein großes Fenster, das auf einen Balkon nach draußen führte. Ich sah noch zwei Schreibtische aus fast dem selben dunklen Holz wie das aus dem auch Professor McGonagals Tisch geschnitzt war. Auf der andere Seite des Raumes sah man drei Türen. In der mittleren Tür war ein Schild angebaut mit der Anschrift Bad. An der rechtenTür daneben war ein Schild mit dem Namen James und an der ganz linken eins mit dem Namen Lilli. Außerdem sah man noch eine Wendeltreppe, die hoch in ein anderes Stockwerk ging. Ich ging die Treppe hoch und stand zwischen Regalen. Regalen voller Bücher. Ich atmete tief ein und roch den angenehmen Geruch von altem Pergament.
Ich musste leise lachen. Ich ging die Regale entlang und strich mit den Fingern über die Buchrücken. Mir viel ein, dass Miri garnicht wusste, dass ich hier war. Schnell schickte ich ihr einen Gedankenzauber der ihr alles erklärte. Ich ging runter in das nennen wir es Wohnzimmer. Potter saß auf dem Sofa und starrte ins Kaminfeuer.
,,Anscheinend müssen wir jetzt mehr zusammen arbeiten als wir gedacht hatten.‘‘
sagte er ruhig ohne mich anzuschauen. Ich sah ihn an. Irgendwie war er hübsch. Wie seine Haute im Schein des Feuers so golden schimmerte und plötzlich machte es mir garnichts mehr aus mit ihm zusammen zu arbeiten. Über all die Jahre habe ich mich viel zu sehr damit beschäftigt ihn zu hassen, dass ich ihn garnicht mit anderen Augen betrachtet hatte.
,,JA.‘‘ erwiderte ich leise.
,,Ich gehe schlafen. Gute Nacht Lilli.‘‘
Ich sah ihn an. Er stand auf und ging in sein Zimmer und kurz bevor er seine Tür schloss sagte ich,,Gute Nacht James.‘‘ Erst als ich hörte wie die Tür ins Schloss fiel, bemerkte ich was ich gerade gesagt hatte. Ich hatte ihn James genannt und es fühlte sich richtig und gut an. Ich ging auch in mein Zimmer. Es stand ein Bett darin. Das Bett war groß und war sehr gemütlich. Ich ließ die Tür offen stehen, da ich eigentlich noch ins Bad wollte, aber als ich mich kurz in das Bett legte und meine Augen schloss, schlief ich sofort ein. Ich träumte diese Nacht das erste mal von diesem Traum. Ich sah nichts es war alles schwarz. Das einzige was ich hörte war eine verschwommene Stimme und Babygeschrei. Ich spürte ein leises und schwaches Brummen in mir. Es war meine Stimme. Ich redete, aber ich verstand nicht was ich sagte. Aufeinmal wurde das Babygeschrei lauter und ich sah nur noch ein grünes Licht das auf mich zu schoss. Es sah aus wie Strahl. Wie als wenn jemand einen Fluch   schoss und dieser war auf mich gerichtet. Als er mich traf schrie ich und wachte schweißgebadet auf.

Als ich die Augen öffnete sah ich das meine Tür geschlossen war. Das muss James gewesen sein.
,,Lumox!‘‘ Mein Zimmer wurde nun durch das Licht meines Zauberstabes beleuchtet.
Ich fuhr mir durch die Haare. Oh Gott ich hatte ja wirklich sehr geschwitzt. Das war ja ekelhaft. Ich setzte mich auf. Als ich tief ein und ausatmete gewann ich langsam wieder meine Fassung. Ich stand auf und ging ins Bad. Auf dem Weg dorthin sah ich James auf dem Sofa sitzen. Ich überlegte ob ich ihn Begrüßen sollte überlegte es mir dann aber doch anders. Ich meine es war ja schon genug, dass ich ihn beim Vornamen nannte. Naja wie man so schön sagt ,Nicht zu viel vom Guten‘. Ich ging also ins Bad. Das Bad war schön nicht zu klein und nicht zu groß. Es gab eine Dusche, ein Klo und zwei Waschbecken. Man sah sofort, dass James sich schon eingerichtet hatte.
An dem vorderen Waschbecken standen eine Zahnbürste, Deo und ein Duschbad. Außerdem hingen an der Wand vier Haken. Zwei davon waren schon besetzt mit einem großen und einem kleinem Handtuch außerdem noch mit einem Bademantel. Neben den Haken war ein Schrank. Ich öffnete ihn und darin waren Handtücher und ein Bademantel.
Ich überlegte kurz und ging dann nochmal schnell in mein Zimmer um Waschtasche und Anziehsachen zu holen. Ich duschte ausgiebig und machte mich fertig. Das heißt Zähne putzen, Haare bürsten und Schminken. Wie immer schminkte ich mich nicht sehr stark im Gegensatz zu anderen Mädchen. Nur Wimperntusche und Concealer. Ab und zu benutzte ich auch etwas Puder, aber heute nicht. Als ich fast fertig war, bemerkte ich eine Tür. Komisch, dass ich sie nicht schon davor bemerkt hatte. Ich ging zu der Tür und drehte den Knauf um. Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Hinter der Tür befand sich ein riesengroßer Raum. Fast über die Hälfte des Raumes erstreckte sich ein Becken mit dampfendem Wasser. Mir stand der Mund offen. Sowas hatte ich bisher noch nie gesehen. Ich nahm mir vor, dass ich in den nächsten Tagen hier baden gehen würde. Ich stand noch kurz im Türrahmen, schloss sie dann aber schließlich.
Ich beschloss mich auf den Weg zu Miri zu machen. Schließlich hatten wir außer beim Essen noch gar keine richtige Möglichkeit mit ihr zu reden. Vor allem nicht über die Situation in der Kutsche, als sie Black angestarrt hatte.
Leider kam ich bei meinem Weg nicht weit, denn als ich aus dem Bad raus war sah ich, dass James Tür offen war. Wahrscheinlich hatte er vergessen sie zu schließen. Ich ging zu der Tür um das für ihn zu machen doch als ich meine Hand auf dem Knauf hatte, sah ich, dass James in seinem Zimmer war. Oberkörperfrei.
Anscheinend bemerkte er mich nicht, denn er legte seine Decke ganz normal weiter zusammen.
Ich schluckte. Sein Oberkörper war durchtrainiert. Sehr durchtrainiert. Man sah jeden einzelnen Muskel.
Sie waren alle einzeln definiert. Ich schluckte nochmal. Hatten alle Quiditschspieler so einen Oberkörper. Wenn ja, dachte Lilli … Nein das kam nicht in Frage. Sie würde niemals auf einen Besen steigen. Sie war schon immer eine Null und bleibt auch eine im Fliegen. Obwohl sie es wirklich gerne könnte. Aber sie würde es niemals wieder ausprobieren. Sie ist als Erstklässler in der ersten Flugstunde bei Madame Hooch vom Besen gefallen. Sie wurde ausgelacht. Natürlich kamen von den Slytherins blöde Sprüche, aber auch von den Rumtreibern.
,,Kann ich jetzt mein T-shirt anziehen oder willst noch weiter meinen Körper anstarren?!‘‘ James lachte.
Ich wurde hochrot und ging in mein Zimmer. Dort legte ich meine Sachen von gestern Auf mein Bett und zauberte sie sauber. Ich legte sie in meinen Schrank, der hinter meiner Tür stand. Ich konnte meine Sachen natürlich auch in meinem Schrank zaubern. Ich will aber irgendwie trozdem noch was von der ,menschlichen Welt‘ anbehalten. Ich meine klar war ich eine Hexe, aber irgendwie auch ein Mensch. Und Bewegung schadete dem Körper ja auch nicht. Wenn man das Bewegung nennen konnte.
Ich ging aus meinem Zimmer und machte mich auf den Weg zu den Gemeinschaftsräumen von Gryffindor. Dieses mal wurde ich nicht aufgehalten.
Natürlich wusste ich das Passwort für den Gemeinschaftsraum. Schließlich hatten James und ich uns die Passwörter ausgedacht und da wir sie brauchten, falls wir Nachts auf die Gänge gingen um zu sehen, ob alle Schüler in ihren Schlafsälen waren hatte ich sie mir alle gleich eingeprägt. Ich nannte das Passwort und sah Miri auf dem Sessel im Gemeinschaftsraum sitzen. Ich sah sie an. Wie oft hatte ich schon in diesem Sessel gesessen. Gelacht wegen Miris Witzen und geweint wegen den Witzen der Slytherins über mich. Wie immer hatte sie mich getröstet und dafür bin ich ihr noch immer sehr dankbar. Als sie mich sah stand sie auf und kam zu mir. Sie lächelte.
,, Hey, ich hab deine Nachricht gestern noch bekommen. War ne gute Idee mit dem Gedankenzauber.‘‘ sie zwinkerte  ich an.
,,Komm lass uns draußen spazieren gehen. Ich muss dir noch was erzählen.‘‘ sagte sie dann schließlich noch mit einem schrägen Grinsen.
,,Und ich glaube ich weiß sogar was.‘‘ murmelte ich leise, aber das bekam sie nicht mit, weil sie schon am Gemälde stand und mich ansah.,, Kommst du ?‘‘
,,Ja, klar.‘‘
Wir gingen die Gänge entlang ohne etwas zu sagen.
Irgendwann dachte ich, dass jemand jetzt endlich etwas sagen sollte. Also machte ich den Anfang.
,,Ok also ich weiß nicht wie ich das sagen soll, aber irgendwie ist James anders geworden. Er ist netter und irgendwie naja ich weiß nicht. Halt irgendwie anders. Er war gestern und heute anders als sonst. Er hat mich nicht verspottet sondern ganz normal mit mir geredet. Ich hab ihn noch nie so gesehen. Es war komisch, aber als Professor McGonagal gesagt hat, dass wir sozusagen zusammen ziehen, hat es mich nicht gestört. Im Gegenteil. Ich hab mich irgendwie gefreut und ach keine Ahnung Miri.‘‘ In dem Moment als ich es ausgesprochen hatte, war ich verwundert und erstaunt, wo das alles herkam. Aber als ich kurz darüber nachdachte, wusste ich, dass es die Wahrheit war. Ich schaute sie an. Und sie lächelte. Ja sie lächelte. Damit hätte ich nun garnicht gerechnet. Dann fing sie an zu reden:,,Irgendwie sind sie alle anders geworden. Sirius ( ja sie hatte wirklich Sirius gesagt) ist auch anders geworden. Als wir auf dem Hinweg nach Hogwarts im Zug saßen, war ich doch allein
im Abteil, weil du ja mit Potter deine Aufgaben und so machen musstest. Jedenfalls saß ich dann dort und schaute aus dem Fenster. Als es an der Abteiltür klopfte drehte ich mich um. Da stand dann Sirius und hatte gefragt ob er sich setzen könne.
Was ich nicht verstand, weil er doch mit Lupin und Petigrew so dicke ist. Jedenfalls dachte ich dann so,ja komm sei höflich und ich sagte ihm, dass er sich setzen könne.
Wir unterhielten uns und ich muss sagen, dass es eigentlich ziemlich lustig war.
Jedenfalls habe ich gestern noch mit Sirius am Abend vor dem Kamin gesessen und wir hatten uns unterhalten. Über alles mögiche irgendwie. Über unsere Zukunft. Das Leben als Muggel und über das was uns dieses Jahr erwarten würde.‘‘
,,Ich wusste es!‘‘ sagte ich und lachte los.,, Ich hab es schon gesehen als wir in der Kutsche saßen. Ich wusste es,wusste es, wusste es. Also stehst du auf ihn? Ich meine irgendwie ist es ja schon komisch. Ich meine vor den Ferien konnten wir die beiden überhaupt nicht ab und jetzt?!‘‘ Ich lachte und schaute sie an. Wir gingen weiter und sie lies meine Frage unbeantwortet. Das nahm ich ihr aber nicht übel, denn sie hätte es mir auch nicht übel genommen.
Wir gingen schweigend die große Brücke entlang.
,,Hey, Schlammblut!‘‘
Ich spürte den Schmerz der Worte sofort in mir. Es war wie immer. Ein Stechen. Wie ein Dolch, der in einer Wunde rumbohrt, die nie richtig verheilt.
Ich drehte mich um und sah Bellatrix Lestrange vor mir.
,,Na du Missgeburt. Bist ja jetzt Schülersprecher. Stolz drauf ? Also ich schäme mich. Ich meine wer lässt denn bitte sowas wie dich Schülersprecher werden? Du ekelhaftes, minderwertiges...‘‘ ,,Hör sofort…!‘‘ Doch da hatte Bellatrix Miri schon in eine Starre verzaubert.
,,Wie gesagt, dich minderwertiges Schlammblut mit nichts in der Birne hätte ich nicht zum Schülersprecher erwählt.‘‘ Ich sah sie fassungslos an. Mir schossen Tränen in die Augen. Ich darf keine Schwäche zeigen. Doch da kullerte mir schon eine Träne über die Wange. Bellatrix lachte gehässig und laut. Den Moment nutzte ich und entledigte sie ihrem Zauberstab.
Ich nahm den Zauber von Miri.
,,15 Punkte Abzug für Slytherin. Und jetzt verpiss dich Bellatrix sonst gibt es noch mehr Punkte Abzug. Den Zauberstab kannst du dir nachher bei deinem Hauslehrer persönlich abholen.‘‘
,,Das kriegst du zurück!‘‘ sagte sie noch doch verschwand.
Ich schaute Miri an.
,,Danke das du mich verteidigen wolltest. Ich bringe den Zauberstab noch zu Professor Minch. Nehm es mir nicht übel, aber ich brauche jetzt meine Ruhe ja?‘‘
,,Klar. Falls du jemanden zum reden brauchst, weißt du ja wo ich bin.‘‘
,,Ja, danke.‘‘
Ich drehte mich um und nahm direkt den Weg zu den Schülersprecherräumen.
Die Tränen rollten an meinem Gesicht herunter und ich konnte mir das Schluchzen nicht verkneifen. Es waren noch einige andere Schüler auf den Gängen, deswegen rannte ich. Die Worte drangen immer weiter zu mir durch.
Schlammblut
minderwertig
ekelhaft
Missgeburt
Ich schluchzte noch lauter und ich die Tränen rannten nun meine Wangen hinunter.
Ich kam an unseren Räumen an und sagte das Passwort. Ich stürmte in das Wohnzimmer. James sprang auf und sah mich mit erschrockenen Augen an. Ich rannte an ihm vorbei in mein Zimmer und schluchzte nur noch lauter. James klopfte an meine Tür.
Es klopfte nochmal. Ich antwortete nicht.
Ich schluchzte nur und spürte die warmen Tränen.
Langsam öffnete sich meine Tür. James sah mich an und kam rein. Ich saß zusammengekrümmt auf meinem Bett und weinte laut. Ich konnte es mir nicht verkneifen. Was ich auch probierte. James setzte sich neben mich. Ohne etwas zu sagen nahm er mich in den Arm. Und streichelte meinen Kopf. Ich lehnte mich an
ihn. In dem Moment war es mir egal, dass ich gerade in James Armen lag und
weinte. Ich war froh, dass jemand an meiner Seite war. Jemand an den ich mich stützen konnte auch wenn ich Miri gerade gesagt hatte, dass ich genau das jetzt nicht gebrauchen konnte.
,,Wer war das und was hat er dir angetan ?‘‘
Ich hob den Zauberstab von Bellatrix.
,,Diese verdammte Schlampe!‘‘, sagte er während er wütend vor sich hin schaubte.
Daraufhin musste ich nur noch mehr weinen. Irgendwie traf es mich, dass er sich darüber anscheinend aufregte. Ich war irgendwie positiv überrascht. Das zeigte mir nämlich wieder, dass ich James immer anders gesehen hatte als er wirklich war.
In dem Moment als ich in seinen Armen weinte und schluchzte war es mir egal wie ich aussah. Wahrscheinlich war meine ganzes Make-up total verwischt. Wenn James mich aber so am Boden zerstört sah, war mein Make-up glaube ich das mindeste worüber er sich irgendwann lustig machen würde. Irgendwie konnte ich mir das aber nicht vorstellen. Nicht nachdem er mit mir gerade in meinem Bett sitzend, und über die Schulter streichelnd beistand. Ich weiß nicht wie lange wir dort saßen, aber irgendwann schlief ich dann ein und durch die Wärme, die James ausstrahlte  schlief ich gut … bis mich der grausame Traum wieder einholte.



Hey Leute,
würde mich sehr über ein Review oder so freuen.:)
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag !
LG
Review schreiben
 
'