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Wenn die Vergangenheit zurück kommt

von ChakDe
KurzgeschichteDrama, Familie / P16 / Gen
Alec Hardison Eliot Spencer Nathan Ford OC (Own Character) Parker
01.01.2018
23.04.2020
7
8.704
3
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
01.01.2018 1.359
 
Fandom: Leverage
Autor: ChakDe
Disclaimer: Ich habe keinerlei Rechte an „Leverage“ und verdiene kein Geld damit. Die zusätzlichen Charaktere sind von mir erfunden und Copyright bei ChakDe (mir). Sie sind nicht zur Nutzung freigegeben.
Spoiler: keine Spoiler
Timeline: irgendwann ab der 4. Staffel


Wie so oft in den letzten Tagen war Eliot im John McRoys Place, eine Bar in Bosten. Er hatte sich in den hinteren Bereich gesetzt, unter seiner Lederjacke trug er eine Kapuzenjacke, deren Mütze hatte er tief ins Gesicht gezogen. Um sich herum beobachtete Eliot die Gäste.

Eine schlechte Angewohnheit, wie er selber fand, doch konnte er nicht anders. Das hatte Eliot in seiner Armeeausbildung eingetrichtert bekommen und das hatte ihm auch so einige Male das Leben gerettet. Während er beobachtete, trank er immer wieder einen Schluck aus der Flasche Bier, die vor ihm auf dem Tisch stand.

Plötzlich öffnete sich die Tür und hereinkam eine Frau, groß, schlank und mit blonden langen Haaren. Sie blieb in der Nähe der Eingangstür stehen und ließ ihren Blick durch die ganze Bar schweifen. Offensichtlich suchte sie jemand, wurde aber nicht fündig.

Sie ging zum Tresen und sprach den Barkeeper an. Der Barkeeper nickte und wies mit seinem Kopf in Richtung Eliot. Sie drehte ihren Kopf in die Richtung und erblickte ihn. Eliot wiederum hatte sie schon beim Reinkommen erkannt. Sie war eine seiner Ex-Freundinnen. Die Frau ging quer durch die Bar und blieb vor dem Tisch von Eliot stehen. Eliot hob seinen Blick und sagte: "Hallo Jennifer!" – "Hallo Eliot!", ihr ernster Blick wurde freundlich und sie lächelte Eliot an. "Darf ich mich setzen?" Eliot’s Gesichtsausdruck bliebt nichtssagend, er atmete tief ein und blickte auf den noch leeren Stuhl neben sich. Jennifer setzte sich auf diesen Stuhl.

Einen kurzen Augenblick hielt Jennifer inne, denn sie musste sich die Worte zurechtlegen. Als sie zum Reden ansetzte, drehte sich Eliot ihr entgegen, sah ihr tief in die Augen und meinte: "Es ist lange her!" "Ja!" Jennifer’s Gesicht bekam einen bedauerlichen Ausdruck. "Eliot, das war damals nicht so einfach. Du bist ins Ausland gegangen, ohne mir Bescheid zu sagen." – "Ich konnte dir nichts sagen. Ich war damals für die Regierung tätig und als ich zurückkam, warst Du einfach weg!" Jennifer hörte den vorwurfsvollen Unterton in seiner Stimme.

Sie ging jedoch nicht weiter auf dieses Thema ein, sondern nahm ihren Schal ab. Darunter kamen blaue Flecke am Hals und Dekolleté zum Vorschein. Als Eliot die blauen Flecke sah, verfinsterte sich sein Gesichtsausdruck und er knurrte förmlich: "Wer hat dir das angetan?" Jennifer sah an sich runter: "Es ist nicht so, wie es aussieht!" Eliot zog kurz seine Augenbraue hoch. Er kannte diesen Satz zu genüge und er glaubte ihn nicht!

"Eliot, ich … " Jennifer atmete tief durch "Ich bin krank … akute Leukämie!" Eliot’s grimmiger Gesichtsausdruck verwandelte sich in einen mitleidigen Blick. "Die blauen Flecke sind ein Symptom. Schlimmer sind die Müdigkeit und Appetitlosigkeit.", sie hielt kurz inne: "Bitte kein Mitleid! Ich habe mich damit abgefunden." – "Gib es denn keine Heilungschance?", fragte Eliot mit ernster Stimme. "Nein, es gibt Medikamente, die alles erträglich machen … ich ähm … habe nur noch ein paar Monate!" Eliot musste schlucken, denn es schnürte ihn die Luft ab.

Es war 17 Jahre her, dass Jennifer und er zusammen waren, aber in diesem Moment fühlte Eliot sich ihr wieder nahe. Vor seinem inneren Auge spielten sich Szenen ab in denen, die beiden Spaß hatten. Er erinnerte sich, wie sie sich küssten und leidenschaftlich waren. Für Eliot war das eine wichtigen Zeit und die unfreiwillige Trennung, hatte er nie überwunden. Danach veränderte er sich und beschritt einen Weg, den er heute bereute und der schwer auf ihm lastet. Als ob Jennifer seine Gefühle spüren konnte, legte sie ihre Hand auf seine und holte ihn damit in die Gegenwart zurück.

In diesem Augenblick öffnete sich die Tür und riss Eliot aus dieser Situation. Instinktiv hatte er zur Tür gesehen und seinen Freund Nathan Ford erkannt. Nathan ging zum Tresen und verlangte nach einem Drink. Mit diesem in der Hand sah er sich um und entdeckte sofort Eliot und die, für ihn, unbekannte Frau an einem Tisch. Nathan trank einen Schluck aus dem Glas, stellte es zurück auf den Tresen und ging dann zielstrebig auf Eliot und Jennifer zu. "Hallo Eliot! Dich hatte ich hier nicht erwartet." Nathan versuchte damit die Situation zu überspielen, denn er hatte auf den letzten Metern zum Tisch gesehen, dass Jennifer verzweifelt die blauen Flecke mit ihrem Schal zu bedecken versuchte. "Würdest Du uns bekannt machen?" – "Nate, das ist eine alte Freundin von mir, Jennifer Chesterfield. Jennifer, das ist Nathan Ford. Wir arbeiten zusammen." Nathan lächelt: "Hallo Jennifer!" – "Hallo", lächelte Jennifer gezwungen zurück.

Nathan sah von Jennifer zurück zu Eliot: "Ich hoffe, ich störe nicht!" – "Doch!", knurrte Eliot, trank den letzten Schluck aus der Flasche Bier und stand selbstbewusst auf. Er hielt Jennifer seine rechte Hand hin. Jennifer ergriff sie und stand ebenfalls auf. "Lass uns gehen. Meine Wohnung ist nicht weit weg!" Er ließ ihre Hand nicht mehr los und führte sie an Nathan vorbei aus der Bar hinaus. Nathan blieb alleine zurück, er kannte Eliot’s ruppiges Verhalten. Für ihn sah es so aus, als ob Jennifer Eliot’s Hilfe brauchte. Aber solange Eliot nichts sagte, wollte sich Nathan nicht einmischen.

Als die Zwei draußen und ein Stück die Straße hinunter bis Eliot’s silbernen Ford Pick-up gelaufen waren, blieb Jennifer stehen und zog Eliot an sich heran. "Ich habe Dich vermisst!", hauchte sie ihm ins Ohr. Als Jennifer ihren Kopf zurücknahm, tauchte der Vollmond ihr Gesicht in ein besonderes Licht. Mit der linken Hand ergriff Eliot ihren Hals und strich mit seinem Daumen über ihre Wange. Langsam gab Jennifer Eliot einen innigen Kuss. Eliot drehte daraufhin vorsichtig ihren linken Arm auf ihren Rücken und zog Jennifer an sich heran. Er erwiderte ihren Kuss leidenschaftlich. Zwischen beiden knisterte es wieder.

Wenige Minuten später waren sie an seiner Wohnung. Eliot öffnete und ließ Jennifer an sich vorbei in die Wohnung. Jennifer ging bis in die Mitte des Raumes, vor sich sah sie eine moderne Junggesellen Wohnung. Der Raum war groß mit einer Ledercouch Garnitur in der Mitte und einem großen Flatscreen an der darüberliegenden Wand. Große Fenster gaben die Sicht auf Bosten frei und an der rechten Wand wies eine Holztreppe den Weg auf eine Galerie. Viel weiter konnte sich Jennifer nicht umsehen. Eliot hatte die Tür hinter sich geschlossen und war langsam hinter sie getreten. Jennifer hörte seinen Atem und drehte sich um. Sie griff mit ihren Händen unter seine Lederjacke und Kapuzenjacke und schob beides über seine Schulter, sodass die Jacken an Eliot herunterfielen. Obendrein knüpfte sie Eliot’s Hemd auf und schob auch dieses von seinen Schultern. Jennifer musste feststellen, dass Eliot nichts von seiner Attraktivität verloren hatte. Er war immer noch muskulös und gut in Form, Attribute die sie an ihm geliebt hatte. Auch Eliot ließ sich nicht lange bitten. Dezent zog er Jennifer’s Jacke aus und ihre Bluse. Dann ließ er seine Hände an ihrem Oberkörper herunter gleiten. Jennifer genoss diese Zärtlichkeiten sichtlich. Sie hatte schon länger keinen Partner mehr gehabt. Stilvoll schob Eliot Jennifer weiter bis zur Couch, gemeinsam mit ihr ließ er sich elegant auf die Couch fallen und küsste sie leidenschaftlich.

Plötzlich stach irgendetwas Eliot in den Hals. Er riss die Augen auf und schob Jennifer von sich runter. "Was …" – "Es tut mir leid, Eliot!" Jennifer hatte ihm eine Spritze in die Halsseite gestoßen. Das verabreichte Mittel zeigte binnen Sekunden Wirkung. Eliot wurde es im Kopf schwindelig und er begann gegen die drohende Ohnmacht anzukämpfen. Er versuchte sich aufzurichten, doch das gelang ihm schon nicht mehr. Eliot sackte zurück und bliebt ohnmächtig auf der Couch liegen. Jennifer stand auf: "Ich kann nicht anders, es geht um meinen Sohn. Es tut mir so leid!", über ihre Wange lief eine Träne.
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