Der Dramione Jahreskalender 2018 ~ Mit Hermine und Draco bunt durch das Jahr

von Egoistic
GeschichteAllgemein / P16
01.01.2018
23.02.2018
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                                                                                                  ~ *10. Februar 2018 ~ Kosmos*~  



Der Kosmos ist Endlos. Er besitzt keinen Anfang und auch kein Ende. Er ist die Gesamtheit von Raum, Zeit und aller Materie sowie Energie, die sich in ihm befinden. Und das alles war Draco Malfoy für Hermine Granger. Und umgekehrt.




Es war einmal in einem weit entfernten Königreich. Dort lebte eine wunderschöne Prinzessin, eingesperrt in einem riesigen Schloss, umzingelt von Dornenranken und wilden, feuerspeienden Drachen. Sie war einsam, sehr einsam. Denn um Sie herum gab es nichts als Mauern und Feuer.
Und die wilden roten Rosen, die sich jeden Frühling bis in den späten Sommer aus den Knospen der sonst so dornigen Hecken erblühten und sich im warmen, goldenen Sonnenlicht ergötzten.
Ihr Duft war betörend und traumhaft, ihre Berührung süß und schmerzhaft.


Hermine, so ihr Name, träumte in jeder Nacht von dem mutigen Prinzen auf dem majestätischem Schimmel, der aus dem Sonnenaufgang geritten kam und Sie von ihrem Elend erlöste.
So wie in den Büchern, die ihr ihre Mutter immer vorgelesen hatte.
Zweifelslos würde er die dichten Dornenhecken durchschreiten, den bösen Drachen besiegen und sie retten.




Und dann wachte Hermine meist auf und ihr Traumprinz, der Sie mit dem Kuss der ewigen und wahren Liebe befreite, zerpuffte. Wie ihr Traum selbst.
Ein Trauerspiel.
Denn die Traumwelt und die Realität waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht, wie Eis und Feuer. Wie Ying und Yang.

Es gab nicht viel, an das das Mädchen glaubte. Wissenschaft und standhafte Beweise.
Aber der Gedanke, das es vielleicht doch irgendwo die wahre Liebe gab, war ein wenig..
aufbauend ?  
So in etwa. Aufbauend.

Mit gerade einmal sechzehn Jahren an die wahre Liebe zu glauben, wenn man die besten Jahre seines Lebens vor sich hatte, war ein wenig suspekt.

Andere ihres Alters, feierten wilde Partys und Ausflüge. Waren lebhaft und ausgelassen.
Alles, was Hermine war oder besser gesagt hatte, war eine lebhafte Fantasie. Und einen IQ von 180.
Insofern war ihr nicht nach wilden Partynächten oder gar Teenagerschwangerschaften, Sexorgien oder Schule schwänzen.

Gut, es gab eine Sache, die ihr Herz flattern ließ, die ihre Wangen in einen wunden Babypo verwandelte und ihre sonst so deutliche Aussprache in einen unverständlichen Wortkabular verhexte. Oder eher, einen gewissen jemand.

Sein Name war Draco Malfoy, der Mädchenschwarm schlecht hin. Mit seinen weißblonden Haaren, den dunklen, verwehten Augen und dem linken Grübchen in der Wange, welches sich bei seinem spitzbübischem Lächeln bildete, hatte er schon gleich am ersten Schultag ihr Herzchen flattern lassen und Hermine in seinen Bann gezogen.  

Als Hermine ihn gesehen hatte, war ihr Atem stockend und unregelmäßig geworden, ihr wurde Heiß, Kalt und Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn.
Ihr Körper zitterte.
Sie hatte sich jedoch nichts anmerken lassen, war zu ihrem Platz gegangen und hatte dort ihre Nase hinter irgendein Schulbuch gesteckt.

Die Mädchen ihrer Klasse, darunter Pansy Parkinson und Astoria Greengrass, sülzten Draco
mal wieder  völlig zu, klimperten unschuldig mit den Wimpern oder wickelten verlegen Haarsträhnen um ihre Finger.
Und das jeden Morgen.
Solange, bis Professor Snape das Klassenzimmer betrat und genervt wie eh und je jeden auf seinen Platz scheuchte.
So wie jeden Morgen.

Eigentlich mochte Hermine ihn, er war zu jedem gleich und gerecht, auch wenn seine Art und Weise seltsam sowie unheimlich wirkte und er den Eindruck machte, jeden zu einer Salzsäule starren zu wollen. Trotzdem war er irgendwo ein guter Mensch.


„Miss Granger, wollen Sie weiterhin Löcher in die Luft starren oder doch lieber am Unterricht teilnehmen? Ich kann mir nicht vorstellen, das dem so wäre.“  
Erschrocken zuckte Hermine zusammen und starrte Professor Snape an, der vor ihrem Tisch stand und sie mit Skepsis musterte.
Peinlich berührt schüttelte das Mädchen den Kopf.
„Nein Sir. Gewiss nicht.“
Er nickte und wand sich dann wieder der ganzen Klasse zu.
Gott Hermine, bist du ein Dummkopf.



In den Pausen verschwand Sie jedes Mal hinter irgendeinen Busch, verkroch sich auf der Bank und schmöckelte in Büchern herum.
Als Schulstreberin und gelegentlicher Klugscheißerin hatte Sie keine Freunde.
Das hatte Sie auch gewissen Intriganten Zicken aus ihrer Klasse zu verdanken, die sonst jede freie Sekunde nutzten, um Hermine eins reinzuwürgen.
Manchmal versteckte sich das Mädchen in der Besenkammer oder Schultoiletten und blätterte durch eines ihrer anderen Lieblingsbücher.
Eines ihrer weiteren Hobbys oder eher Interessen, bestand nämlich aus der weiten Astronomie.
Ihr Zimmer war voller Sternenkarten und Büchern, die Astronomie zu bieten hatte.

„Hier, die hast du vergessen.“ Perplex und erschrocken zuckte das Mädchen zusammen und blickte im nächsten Augenblick  in das Gesicht von Draco Malfoy, welcher ihr ihre Sternenkarte entgegenhielt. Er lächelte.
„Du bist vorhin so schnell aus dem Klassenzimmer verschwunden und hast Sie liegen lassen.“
„D-Danke.“
Verdutzt nahm Hermine ihm ihre Karte ab und ließ Sie ein wenig peinlich berührt in ihrer Tasche verschwinden.
„Kein Problem.“ Er setzte sich einfach neben Sie.
„Du interessierst dich also für Astronomie ?“ Hermine nickte nur.
„Interessant. Und was gefällt dir daran am besten ?“  
Nervös und fieberhafte überlegte Sie. Sie wollte nicht zu besserwisserisch klingen, denn das könnte dieses normale Gespräch sofort zerstören und das wollte Sie gerade überhaupt nicht.
„Die Tatsache, das es immer etwas neues zu entdecken gibt. Außerdem sind Meteoriten, Planeten und Sterne, ja nicht einfach nur Körper die dort oben im Weltall vor sich hin schweben.
Sie haben ihre eigene Grundlage. Es ist wirklich sehr vielseitig und weitreichend. Das macht es, für mich jedenfalls, auch so spannend.“

Als Sie registrierte, wie viel sie gerade geredet und was sie gesagt hatte, packte Sie ihre Sternenkarte schnell wieder aus  ihrer Tasche, um Draco nicht ansehen zu müssen und studierte nervös jede einzelne Abbildung.

„Das ist wirklich interessant.“ Der blonde Junge hatte sich ein wenig herübergelehnt, um ebenfalls einige Blicke auf die Karte werfen zu können und berührte Hermine mit seiner Schulter.
„Vielleicht sollte ich die Astronomie ebenfalls zu einem meiner Hobbies machen, dann hätten wir etwas gemeinsam. Worüber man auch reden kann.“
„Etwas gemeinsames? Reden?“  
Sie musste wie ein kleines dummes Schulmädchen auf ihn wirken, so daneben wie sie sich aufführte.
Hermine du blöde Ziege.
Draco lachte. „Ja, ich denke nämlich nicht, das dich Sport oder Autos interessieren.“
Hermine kräuselte die Stirn. „Nein, wahrlich nicht.“
„Dachte ich mir.“
Mit dem Lächeln auf den Lippen schulterte Draco seine Tasche über die Schulter.
„Ich muss jetzt los. Hast du Lust, später ins Café zu kommen? Du könntest mir noch mehr von deinen Astronomiebüchern und Skizzen zeigen.“
„Ist das dein ernst ?“  
Holla, die Waldfee.. Hermine..
„Natürlich! Also, was sagst du ?“
„Ich.. ähm.. I-Ich..“
Und du willst schlau sein? Du hast die sprachgewandheit einer Erdnuss du dummes Mädchen!  
„G-Gern!“
Der blonde strahlte Sie an.
„Super! Also, ich wäre so gegen fünf Uhr da. Ist das in Ordnung?“
Sie nickte nur.
„Klasse! Dann bis um fünf!“
Damit wand er sich ab und schlenderte rüber zu den Fahrradständern, wo sich seine Freunde tummelten.
Hermines Herz schlug bis zum Anschlag.  

Eine Verabredung. Mit Draco Malfoy. Zum Sterne studieren. Was zur Hölle.. ist passiert?!  

Ein Lächeln umspielte ihre Lippen.

Vielleicht wird der Tag heute doch nicht so doof, wie gedacht Mädchen!  




To be continued ..?

Heute mal etwas.. absolut gar nicht astronomisches. Ich liebe Astronomie.. und so.
Aber beschreiben liegt mir gar nicht v=v'
Euch ein schönes Wochenende ~
~Egoistic ♥
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