Don't be afraid, I will protect you!

GeschichteDrama, Romanze / P16
Mark Foster Michi Beck OC (Own Character) Samu Haber Smudo
29.12.2017
04.03.2018
8
11327
5
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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Hey
Eine neue FF von mir. Ich hoffe sie wird euch gefallen.
Lasst mir bitte Reviews da, damit ich weiß, was ich verbessern kann, denn ich gebe mir wirklich Mühe dass die Kapitel eine gewisse Länge haben und würde mir dann wirklich wünschen Rückmeldung zu bekommen. :)

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen des Kapitels.

Beste Grüße Alphawolf7










Kapitel 1

Ich rannte so schnell ich konnte durch die dunklen Straßen. Hektisch, atemlos. Meine braunen langen Haare klebten feucht an meiner Stirn, mein Brustkorb hob und senkte sich so schnell, dass es schmerzte. Er war hinter mir her! Ich konnte ihn zwar nicht sehen, doch ich konnte seine Gegenwart spüren. Diese Kälte, die von ihm ausging…
Das Böse, das seine Fühler, wie ein Insekt, begierig ausstreckte und jeden Winkel nach mir abtastete, kam mir immer näher.
Er suchte nach mir. Wie jede Nacht. Ich konnte seine Schritte hören, ich musste mich beeilen! Ich ignorierte das schmerzhafte Stechen in meiner Seite und eilte weiter durch die Dunkelheit. Das Pflaster zu meinen Füßen war nass und rutschig, dass Echo meiner Schritte hallten dumpf von den Wänden. Wo war ich nur? Meine Fingerspitzen glitten zu beiden Seiten über raues Mauerwerk, welches sich wie spitze Nadeln in meine Haut bohrte.
Nach besserem Wissen blickte ich im Laufen über meine Schulter. Ob er noch weit entfernt war? Oder würde sich jeden Augenblick seine Hand in meine Schulter bohren und mich zurück reißen? Sosehr ich es auch versuchte, meine Augen konnten die Finsternis nicht durchdringen. Als ich mich wieder umdrehte, verloren meine Füße auf dem nassen Pflaster für einen kurzen Moment den Halt. Ich rutschte aus und fiel mit einem erstickten Aufschrei zu Boden. Etwas in meinem rechten Knöchel  brach mit einem knackenden Geräusch entzwei. Der Schmerz, der meinen gesamten Körper durchflutete, raubte mir für einen Moment fast das Bewusstsein.
Doch ich musste weiter. Ich durfte hier nicht verweilen! Eine innere Stimme in mir schrie verzweifelt, dass ich ihm niemals in die Hände fallen durfte! Ich ignorierte den Schmerz und kroch auf allen vieren weiter. Vorwärts, immer vorwärts, nur nicht an einer Stelle verharren!
Da - seine Schritte…
Ich stöhnte auf. Er war schon zu nahe, viel zu nahe. Ich hatte keine Chance mehr zu entkommen.
Direkt vor mir verstummte das Geräusch. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, ich hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Ich starrte mit weit aufgerissenen Augen ängstlich nach vorn. Vor mir stand er. Eine hochgewachsene Silhouette aus tiefem Schwarz. Er streckte langsam seine Hand nach mir aus. Ich schrie…



Yvonne schlug ihre Augen auf. Ihre Hände krallten sich in der Bettdecke fest und ihr Pyjama klebte unangenehm auf ihrer Haut.
Ich bin in der Realität, flüsterte sie sich wie jeden Morgen selbst zu, das hier ist real! Mit zitternden Fingern fuhr sie sich über die Augen. Es war nur ein Albtraum!
Langsam beruhigte sich ihr Herzschlag wieder und die Angst verflüchtigte sich wieder. Sie schloss für einen Moment ihre Augen und atmete tief durch.
Danach schlug sie die Decke zurück, um in das Badezimmer zu gehen. Dort entledigte sie sich ihrem Schlafanzug und stieg unter die Dusche. Das warme Wasser prasselte auf ihren Kopf und ihre Schultern. Yvonne vergaß alles um sich herum und war vollkommen in ihren Gedanken. Erneut hatte sie den Traum gehabt, wie jede Nacht, seit sie sich von ihrem Lebenspartner Oliver Wnuk getrennt hatte.
Die Beiden waren bereits sechs Jahre verheiratet gewesen, doch irgendwann hatte die „Chemie“ der Beiden nicht mehr gestimmt. Sie hatten sich mehr gestritten, als etwas gemeinsam gemacht. Er war immer spät nachhause gekommen und Yvonne hatte sich in ihrem Arbeitszimmer verkrochen, um an neuen Songs zu schreiben. Daraufhin hatten die Beiden sich dazu entschieden sich voneinander zu trennen, da es das Beste für einander wäre. Oliver hatte schnell eine neue Freundin gefunden und war glücklich mit ihr.  
Yvonne öffnete ihre Augen und seufzte traurig. Das Wasser war bereits kalt geworden, doch das störte sie kein bisschen.
Sie hatte nach ein paar Monaten ebenfalls jemand neues kennengelernt. Sein Name war Stefan Meyer. Er hatte sie eines Tages in einem Café gesehen und hatte sich einfach zu ihr gesetzt. Zunächst war Yvonne etwas überrumpelt gewesen und ihn gebeten sich woanders hinzusetzen, da sie ihre Freundin erwarten würde.
In Wirklichkeit jedoch, wollte sie nur alleine sein und im Selbstmitleid versinken. Stefan ließ sich aber nicht so leicht abwimmeln und so sprachen sie miteinander, lachten zusammen. Bevor sie sich versah, hatte sie sich in ihn verliebt. Die Beiden trafen sich daraufhin immer wieder und bald gestand Stefan, dass er in sie verliebt war. Sie zogen zusammen in eine gemütliche kleine Wohnung. Im gesamten Haus gab es kaum Mieter, da das Haus bereits sehr alt war und alle Angst hatten, dass es bald in sich einstürzen würde, wie ein Kartenhaus. Nur ein altes Ehepaar lebte ganz unten.
Yvonne stieg aus der Dusche, wickelte sich ein weißes Handtuch um ihren Körper und schaute in den Spiegel. Ein Bluterguss zierte ihre rechte Schläfe und eine blutige Kruste war auf ihrer Unterlippe zusehen. An ihrem gesamten Körper hatte sie Blutergüsse. Sie nahm ihren Kamm in die Hand, um ihre Haare zu kämmen. Dabei versank Yvonne wieder in ihre Gedanken.
Doch zu Hause verhielt Stefan sich ganz anders, als in der Öffentlichkeit. Er wurde Yvonne gegenüber gewalttätig und misshandelte sie. Daraufhin hatte sie versucht ihm zu entfliehen, und wollte zu Oliver, doch der war auf Geschäftsreisen mit seiner Freundin. Sie hatte darüber nachgedacht den Coaches Samu, Michi, Smudo und Mark ihr Problem mit Stefan mitzuteilen, doch sie wollte die Vier nicht mit hineinziehen. Yvonne wollte sogar die Polizei einschalten, doch Stefan fand es heraus, sodass sie später von ihm verprügelt wurde. Daraufhin gab sie auf und blieb zuhause bei ihm. Sie konnte nirgends hin, ihre Freundinnen wohnten sehr weit weg und das Geld befand sich unter Stefans Kontrolle.
Tränen hatten sich in ihren Augen gebildet und flossen stumm an ihren Wangen herunter. Ein leises Schluchzen entfloh ihren Lippen.
Plötzlich hämmerte jemand voller Wut gegen ihre verschlossene Schlafzimmertür.
„MACH DIE VERDAMMTE TÜR AUF!“, hörte Yvonne die Stimme von Stefan.
„Ich komme“, rief sie.
Schnell wischte sie sich die Tränen weg und ging zur Tür. Der Schlüssel drehte sich im Schloss herum. 
Sofort wurde die Tür aufgetreten und Stefan stand in ihrem Zimmer.
„Wieso hast du die Tür verschlossen?“, fragte dieser zornig, „Bin ich etwa jemand völlig fremdes? Na los, antworte mir!“
„Ich war gerade duschen und-“, sie sah seine Hand nicht kommen, sondern spürte nur noch den brennenden Schmerz auf ihrer Wange. Der Schmerz breitete sich wie ein Waldfeuer auf ihrer Wange aus. Ihre Augen waren geweitet und ihre linke Hand lag auf der Wange, die sich rot verfärbte. Yvonne schluckte hart, Tränen füllten ihre Augen.
„Heul bloß nicht los!“, meinte Stefan mit kalter Stimme, „Ich werde heute etwas später nach Hause kommen und wenn du nicht in dieser Wohnung bist, kannst du was erleben! Hast du mich verstanden?!“
Yvonne nickte und blickte dabei zu Boden.
Stefan packte sie an ihren Haaren, was sie mit einem schmerzhaften Aufschrei beantwortete und riss ihren Kopf zurück. Mit ängstlichen Augen schaute sie in seine.
„Du sollst mir antworten und mir gefälligst in die Augen schauen, wenn ich mit dir rede!“, sagte er wütend.
„Ja, ich habe verstanden“, sagte Yvonne.
„Gut“, sagte Stefan mit etwas ruhiger Stimme.
Im nächsten Moment drückte er unsanft seine Lippen auf die ihre und schob grob seine Zunge in ihren Mund. Er hielt sie mit einem Arm festumschlungen und mit dem anderen hielt er ihren Kopf fest. Yvonne wollte sich aus seiner „Umarmung“ winden, doch er hielt sie eisern fest.
Nach einer gefühlten Ewigkeit ließ er sie los und sah sie mit Lust erfüllten Augen an.
„Ich werde jetzt leider gehen müssen, aber wir werden heute Abend weiter machen, wo wir gerade aufgehört haben“, sagte er und drückte ihr nochmal unsanft einen Kuss auf ihre Lippen, „Du wirst heute die Wohnung nicht verlassen.“

„Ja“, immer wenn sie einen Freien Tag hatte, durfte sie die Wohnung nicht verlassen. 
Stefan verließ ihr Zimmer und als Yvonne hörte, wie die Haustür ins Schloss fiel, atmete sie aus. Sie hustete und hatte den Geschmack von Stefans Frühstück im Mund. Schnell ging Yvonne in das Badezimmer und putzte sich ihre Zähne, um einen anderen Geschmack im Mund zu haben.
Nachdem sie sich etwas frisches angezogen hatte, ging sie in die Küche. Benutztes Geschirr stand auf der Arbeitsfläche, sowie Pizzaschachteln und kleine Kartons von Fertiggerichten. Yvonne seufzte und begann das ganze Chaos zu entsorgen. 
Danach machte sie sich ein Brot mit Marmelade, einen Kaffee und setzte sich nach draußen auf den kleinen Balkon. Die Sonne schien hell vom Himmel, ein paar Wolken waren zu sehen. Bäume verloren ihre Blätter und Vögel flogen in den Süden. Die Winterzeit begann. Es hatte bereits vereinzelt geschneit, doch war es noch zu warm oder zu wenig Schnee, um liegen zu bleiben. Kinder liefen durch die Straßen und ein paar Leute gingen mit ihren Hunden nach draußen.
Nachdem Yvonne gefrühstückt und ihren Teller in die Spülmaschine gestellt hatte, schaute sie auf die Uhr, 12:38 Uhr. Sie schaute auf den Frühstückstisch und sah dort einen Zettel liegen, wo etwas drauf geschrieben war. Sie nahm ihn in die Hand und begann zu lesen.

Mach die Wäsche, räum’ mein Arbeitszimmer auf, putz die Fenster und sauge in der Wohnung durch. Danach ließ ein Buch oder glotz Fernsehen. Wenn ich wieder zu Hause bin, hast du alles gemacht, sonst weißt du was geschehen wird!
Stefan


Yvonne schluckte. Sie legte den Zettel wieder auf den Tisch und begann mit der Arbeit. Zunächst putzte sie die Fenster, danach saugte sie die gesamte Wohnung, räumte dann das Arbeitszimmer von Stefan auf und machte als letztes die Wäsche.
Als Yvonne mit ihrer Arbeit fertig war, schaute sie auf die Uhr, 18:46 Uhr. Sie hatte keine Zeit mehr ein Buch zu lesen oder Fernsehen zu schauen, da sie nun das Abendessen vorbereiten musste. Mit einem seufzen öffnete Yvonne den Kühlschrank und holte ein paar Tomaten, Karotten, Paprika und Lauch heraus. Das alles schnitt sie klein, um das Gemüse in eine Pfanne zu schmeißen. Danach gab Yvonne die gekochten Nudeln dazu und erhitzte alles auf kleiner Flamme.

„Ich bin wieder zu Hause!“, hörte sie nach einer halben Stunde die Stimme von Stefan in der Diele.
Yvonne hatte bereits den Tisch für beide gedeckt und legte gerade noch zwei Servierten auf die Teller. Stefan kam zu ihr und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen.
„Was hast du denn schon wieder gekocht?“, fragte er genervt und hob den Deckel der Pfanne an, um zusehen was drinnen war.
„Eine Gemüse Pfanne mit Nudeln“, antwortete Yvonne.
„Hab’ kein Hunger auf das Essen“, meinte Stefan, legte den Deckel wieder auf die Pfanne und ging zum Sofa, um sich dorthin zu setzen und den Fernseher anzuschalten, „Bestell’ ne Pizza und bring mir eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank.“

„Aber ich dachte du-“
„Du sollst nicht denken, Yvonne“, unterbrach Stefan sie, „Du sollst machen was ich dir sage und jetzt bestell’ ne Pizza. Ich habe Hunger!“
Yvonne nahm das Telefon in die Hand und bestellte eine Pizza. Danach holte sie eine Bierflasche aus dem Kühlschrank, öffnete diese und übergab sie Stefan. Einen Teller mit ihrem Essen machte sie sich voll und begann allein am Tisch sitzend zu essen.
Nach einer Viertelstunde klingelte es. Der Pizzabote übergab Yvonne die Pizza, sie zahlte ihm das entsprechende Geld und sie gab Stefan die Pizza. Der nahm diese ohne eine Antwort zu geben an sich und begann zu essen.
„Ich gehe ins Bett, ich bin müde“, sagte Yvonne und wollte schon in ihr Zimmer, doch Stefan hielt sie auf.
„Nein, du wirst nicht in dein Zimmer gehen, sondern mir Gesellschaft leisten!“, sagte er mit einem Ton, der keinen Widerspruch erlaubte.
Yvonne schluckte und kam zu ihm, um sich auf das Sofa zu setzen. Stefan legte einen Arm um sie und zog sie näher zu sich. Die beiden schauten weiter Nachrichten.
Als diese zu Ende waren, drehte sich Yvonne zu ihm hin.
„Darf ich jetzt ins Bett? Bitte?“, fragte sie mit flehender Stimme.
Stefan schaute seine Freundin einen Augenblick an, dann packte er sie blitzschnell an ihr Kinn. Yvonne wollte seine Hand von ihrem Kinn wegschieben, doch er hielt es so fest zwischen seinen Fingern, dass es weh tat.
„Bitte, hör auf, du tust mir weh“, sagte sie.
Statt einer Antwort, beugte er sich nach vorn und drückte seine Lippen unsanft auf die ihre. Sofort schmeckte sie den Alkohol und die Pizza in ihrem Mund, als er seine Zunge in ihren Mund schob. Stefan drückte sie runter auf das Sofa und lag nun auf ihr. Er begann ihren Hals zu küssen und ihre Kleidung auszuziehen. Yvonne wollte sich wehren, doch sie wusste, was dann geschehen würde. Er würde sie schlagen. Deswegen ließ sie es geschehen…
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