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Between the Fame

von Eljana
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Chris Evans Chris Hemsworth OC (Own Character) Tom Hiddleston
29.12.2017
25.11.2022
32
152.773
47
Alle Kapitel
162 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
29.12.2017 1.067
 
Hallo meine Lieben,

das ist meine erste FF über Tom Hiddleston, Der Brite mit dem schönen Lächeln hat es mir schon länger angetan aber nun hat mich endlich die Muse geküsst und habe begonnen diese FF zu schreiben.
Nun überarbeiten meine Beta und ich die alten Kapitel immer wieder, damit alles auf einem Niveau ist. Ich würde mich daher sehr um eine Rückmeldung von euch freuen.

Eure Eljana

………


Kapitel 1: Rotwein gehört nicht auf Anzüge

Es war wieder eine dieser Galas, welche nur dem Schein dienten. So empfand Eva das zumindest. Sicher, es waren einige von ihren Kunden anwesend und einige davon trugen auch Kreationen von ihr, ihrem Bruder oder sogar ihrem Vater. Viele davon grüßten sie freundlich und hielten Eva kurz auf, um ein paar nette Worte mit ihr zu wechseln. Doch heute Nacht war ihr das alles zuwider. Sie wollte sich nicht mit diesem Verein aus Schauspielern, Musikern, Reichen und Adligen auseinandersetzen. Viel lieber wollte sie ein neues Stück auf ihrer Geige üben, ein neues Kleid entwerfen oder ganz einfach nur auf ihrer Couch sitzen und sich einen alten Film ansehen. Doch es half alles nichts, einer aus der Familie musste sich halt immer auf diesen Veranstaltungen blicken lassen. Da ihre ältere Schwester mit ihren zwei kleinen Kindern schon genug beschäftigt war und ihr Bruder gerade die nächste Modeschau vorbereitete, war Eva zum Handkuss gekommen. So machte sie gezwungenermaßen gute Miene zum bösen Spiel, während sie für das Modehaus Turner gewaltig die Werbetrommel rührte und wurde dazu von ihrer Assistentin Jenny hin und her gescheucht.

Nach unzähligen Gesprächen und diversen Terminvereinbarungen für Anproben hatte Eva nun wirklich genug. Sie wollte nur noch irgendwo in Ruhe ihren Rotwein austrinken und sich dann heimlich, still und leise davonmachen. Ohne, dass Jenny was davon mitbekam. Doch das liebe Schicksal machte ihr mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Gerade, als sie sich schnell umdrehte, passierte es. Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich ein männlicher Oberkörper vor ihr auf. Eva musste schlagartig stoppen, konnte aber nicht mehr vermeiden, dass sich ihr Rotwein über das dunkelblaue Jackett ergoss.

„Verdammt, Armani, dazu noch ein Seidenhemd! Sowas kann auch nur mir passieren!“, schoss es ihr durch den Kopf, wobei sie ihren Blick langsam hob und in zwei - zwar wunderschöne, aber total schockierte - blaue Augen sah. Eva schluckte kurz.

Irgendwie kam ihr der Mann bekannt vor, sie wusste aber gerade nicht woher. Kurz räusperte sie sich und stammelte nur: „Es tut mir so unendlich leid“, während die rote Flüssigkeit langsam sein Jackett und das darunterliegende weiße Hemd weiter ruinierte.

„Mann, hoffentlich fängt der jetzt nicht an eine Szene zu machen … Es schauen ohnehin schon genug Leute!“, dachte Eva, während sie leicht rot anlief und etwas verlegen versuchte weiterhin das Flüssigkeitsunfallopfer anzusehen. Er hätte jetzt alles tun können - rumschreien wäre zum Beispiel. Doch seine Reaktion erstaunte Eva komplett. Er blieb ganz ruhig und sprach nur mit einem herrlichen britischen Akzent: „Kein Problem, Miss! Das kann jedem passieren.“

Sicher, dass er Brite war, war nicht verwunderlich, immerhin fand die Gala in London statt, doch seine ruhige Art brachte Eva nur noch mehr aus dem Konzept. Erst recht, als er begann, sich mit einer Serviette vorsichtig einen Teil des Weines abzutupfen. Diese Geste rüttelte Eva wieder wach, ganz geschockt sah sie auf sein Tun.

„NEIN! … Nicht! Das ist Seide! Reibung macht das Ganze nur noch schlimmer …“, entfuhr es ihr, worauf er sofort innehielt und sie fragend ansah.

„Sie scheinen sich ja gut mit so etwas auszukennen. Rührt Ihr Wissen daher, dass Sie Ihre Getränke öfters auf Andere schütten?

Insofern es noch möglich war, wurde sie noch röter. Kurz räusperte sich Eva und rang sichtlich um Fassung. Mit leicht zittriger Stimme erwiderte sie: „Nein, normalerweise bin ich nicht so schusslig. Es ist nur berufsbedingt, dass ich mich mit Stoffen auskenne.“

Eva konnte genau sehen, dass ihre Antwort bei ihm nur noch mehr Fragen aufwarf. Daher begann sie sofort in ihrer grünen Clutch nach einer Visitenkarte zu suchen. Als sie eine gefunden hatte, reichte sie ihm diese. Nachdem er die Karte in den Händen hielt, wollte sie gerade ansetzen ihm zu erklären, dass sie Modedesignerin war, doch machte ihr Jenny einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

Über mehrere Köpfe hinweg rief sie laut: „EVA! Wo bist du? Wir müssen los!“

Genervt verdrehte Eva die Augen und sah ihn entschuldigend an. „Es tut mir leid, ich muss gehen, aber auf der Karte haben Sie meine Kontaktdaten. Melden Sie sich, ich zahle die Reinigung, und es tut mir wirklich unendlich leid.“

Nun war er es, der verdattert dastand, als sie davoneilte und ihr grünschwarzes Kleid mit jedem Schritt von ihr mitschwang. Sie spürte seine Blicke noch eine Weile auf ihrem Rücken. Erst, als sie um die Ecke ging, fühlte sie sich nicht mehr beobachtet. Kurz atmete Eva durch, um gleich darauf einer sehr sauren Jenny gegenüberzustehen. „Wo um alles in der Welt warst du?“

Gerade wollte Eva ansetzen, sich zu verteidigen, da fuhr ihr Jenny schon wieder ins Wort: „Egal! Wir müssen gehen, du musst morgen früh raus. Andi hat gerade angerufen, du musst morgen seine ganzen Anproben übernehmen, er schafft es nicht ins Hauptquartier.“

Jetzt war Eva nur noch mehr genervt, der Abend hätte gar nicht schlimmer enden können. Nur etwas Gutes hatte es, dass Jenny so gestresst war. So nahm sie Evas rote Wangen nicht wahr. Wenn sie diese bemerkt hätte, dann wären die Fragen auf sie nur so eingeprasselt. Doch trotzdem war Eva nun froh, die Gala zu verlassen. Erst das Rotweinfiasko und nun auch noch die Anproben morgen. Sie seufzte laut und lief brav hinter Jenny her. Es half alles nichts, die Modeschau war nun mal zu wichtig.Ohne Widerworte stieg sie in die Limousine, während Jenny gerade dabei war, ihre ganzen Termine von morgen auf andere Tage umzulegen. Die Lichter des nächtlichen London zogen an ihnen vorbei und Eva konnte nicht anders, immer wieder kreisten ihre Gedanken um den Mann, der dank ihr eine Rotweintaufe erhalten hatte, und seine unglaublich faszinierenden blauen Augen. Nur nebenher bekam sie immer wieder mit, wie Jenny etwas Ähnliches wie „Nein, das geht nicht“ oder „Das klappt dann wieder mit dem Termin nicht“ vor sich hin murmelte. Nun war der Abend endgültig gelaufen und Eva freute sich auf genau drei Dinge, abschminken, duschen und ihr Bett, und zwar genau in dieser Reihenfolge. Morgen war ein neuer Tag und der würde wieder Herausforderungen ganz anderer Art mit sich bringen.
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