Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ich wollte doch nur, dass sie mal locker wird... - oder: Man kann nicht nur nachts Spaß in der Sachsenklinik haben

Kurzbeschreibung
OneshotHumor / P12 / Gen
Dr. Philipp Brentano
29.12.2017
29.12.2017
1
1.100
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
29.12.2017 1.100
 
Ihr Lieben!

Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich diesen Wahnsinn hier posten soll oder nicht... Letztlich war es nun die lustige Web-Serie "Nachts in der Sachsenklinik", die mich dazu gebracht hat, es zu tun...
Die Story ist letztes Jahr um Weihnachten rum entstanden und falls ihr euch fragt, ob mir jemand auch solche Kekse gebacken hat, oder ob ich etwas geraucht habe, bevor ich das geschrieben habe: Nein. Der Hintergrund ist der, dass meine Kollegin eine kleine Tochter namens Lea hat, die zu der Zeit das allererste Mal alleine auf dem Töpfchen war, was die Mama natürlich super stolz gemacht hat...
Aber lest selbst :)
Ich bin gespannt auf eure Meinung :D

GLG drleapeters

***********************************************************************************************************************************

"Philipp, Philipp, Philipp!" Lea kam aufgeregt ins Ärztezimmer gerannt. "Lea, was geht mit dir... Äh, Ihnen...? Ich meine..." "Ich bin gerade zum ersten Mal alleine aufs Töpfchen gegangen!", strahlte sie bis über beide Ohren. "Wow, super, ich bin stolz auf dich! Ganz ohne Dr. Kaminski?" "Ja, ganz alleine." Philipp musterte seine Kollegin. "Super Lea, wirklich. Aber wo ist denn deine Hose geblieben?" Lea blickte an sich runter. "Uuups, ich glaube die habe ich vergessen", lächelte sie schüchtern. "Du bleibst am besten mal kurz hier und ich suche deine Hose." Doch soweit sollte es gar nicht kommen. Schwester Ulrike betrat das Zimmer. "Ähm, Frau Dr. Peters, kann es ein, dass sie ihre Hose vergessen haben?" Die Schwester musste sich ein Lachen verkneifen. "Nicht mich auslachen", schluchzte Lea los. "Ich war das erste Mal alleine aufm Töpfchen." "Ah ja, na dann herzlichen Glückwunsch." Ulrike hielt Lea ihre Hose hin. "Sie steht noch völlig unter Drogen, ich hätte ihr keine Haschkekse backen sollen. Ich wollte ja nur, dass sie mal lockerer wird, aber so langsam tut  sie mir echt leid", entschuldigte Philipp das Verhalten seiner Kollegin und half ihr, die  Hose anzuziehen. „Ähm, was genau tun sie denn hier? Also ich will das junge Glück ja nicht stören, aber die Kollegen kommen gleich alle zur Ärztebesprechung. Vielleicht sollten sie ihr Techtelmechtel ins Bereitschaftszimmer verlegen, sofern sie da noch hinkommen." Dr. Kaminskis Blick war verwirrt. Dr. Brentano kniete vor Lea und war gerade dabei ihr die Hose hochzuziehen, was man aber auch als ausziehen interpretieren konnte. "Ich geh dann mal besser", merkte Schwester Ulrike an und verließ den Raum. Philipp knöpfte Leas Hose zu und stand peinlich berührt auf. Als Lea den Urologen sah, fiel sie ihm sofort um den Hals. "Rolfilein, ich war gerade zum ersten Mal alleine auf dem Töpfchen", lachte sie stolz. Dr. Kaminski nickte. Das waren eindeutig zu viele Informationen für ihn. Vorsichtig schob er die Kollegin von sich weg. "Geht es ihnen gut?" "Ja, ich war alleine Pippi machen." "Das freut mich für sie." "Sagen sie", er wandte sich an Dr. Brentano. "was ist denn mit ihr los?" "Naja, also sie wissen ja, dass sie normalerweise nicht so locker ist und da dachte ich mir… backe ich ihr zu Weihnachten mal ein paar Kekse. Dass das so ausartet habe ich nicht gewollt. Sie sollte ja auch nicht gleich die ganze Packung auf einmal essen." "Haschkekse?", fragte der Urologe und zog eine Augenbraue hoch. Dr. Brentano nickte verlegen. "Mist da kommen die anderen", bemerkte der Endoprothetiker mit einem Seitenblick auf Lea. "Wir spielen jetzt ein Spiel, Lea. Wer es schafft, länger den Mund zu halten, in Ordnung? Tun sie einfach so, als seien sie eine ganz gute Ärztin, sie sprechen nur, wenn sie etwas gefragt werden, in Ordnung?" "Ja, spielen, spielen, spielen!", rief Lea und hüpfte auf und ab. Dr. Heilmann und Dr. Globisch warfen der Kollegin ungläubige Blicke zu, setzten sich dann aber ohne weiteres und begannen mit der Ärztebesprechung. Es verlief alles gut, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Dr. Peters an der Reihe war, ihre Patienten vorzustellen. "Und was haben sie für uns, Frau Kollegin?", fragte Kathrin professionell. Leas Augen leuchteten, das war der Moment, in dem sie endlich Ärztin spielen durfte. "Ja, also 36-jährige Patientin mit Schädelhirntrauma, Befunde soweit OB, allerdings wurde beim CT ein Hirntumor festgestellt, Biopsie läuft." "Gut, halten sie uns auf dem Laufenden." Lea nickte. "Sonst noch was?", Kathrin blickte in die Runde. Lea rutschte nervös auf ihrem Stuhl hin und her und streckte ihren Finger nach oben. "Ähm, ja, Frau Kollegin",  sprach Dr. Heilmann die Neurochirurgin an. "Ich war heute das erste Mal alleine auf dem Töpfchen und hab ganz alleine Pippi gemacht", erzählte sie stolz. Dr. Kaminski und Dr. Brentano tauschten einen peinlich berührten Blick aus. Im Ärztezimmer herrschte Totenstille. Keiner sagte ein Wort. "Na super, herzlichen Glückwunsch." Kathrin fand als erste ihre Sprache wieder. "Rolfi ist auch ganz stolz auf mich, gell?" Die Neurochirurgin fiel dem Urologen um den Hals und küsste ihn auf die Wange. "Ich glaube wir beenden an dieser Stelle die Besprechung. Dr. Peters, Dr. Kaminski und Brentano, sie bleiben hier." Roland wartete, bis alle den Raum verlassen hatten. "Kann mir mal bitte einer von ihnen sagen, was hier los ist?" "Ich, ich, ich!" Lea streckte den Finger in die Luft und hüpfte nervös auf und ab. "Ich habe heute ganz alleine Pippi gemacht!", strahlte sie und sah ihren Chef an. "Und ich habe sie gar nicht drangenommen. Setzen!" Roland deutete aufs Sofa. Mit hängendem Kopf setzte Lea sich hin. "Also, ich höre?", Dr. Heilmann blickte zwischen den Ärzten hin und her. "Also, wie sie wissen, ist die Kollegin ja alles andere als locker und das wollte ich ändern. Es war echt nicht böse gemeint und ich konnte ja nicht wissen, dass sie gleich alle isst…" "Der Kollege hat ihr Haschkekse gebacken, die sie heute Morgen alle fröhlich verputzt hat." "Sie waren mega lecker! Danke nochmal Philipp", mischte sich nun auch Lea ein und kuschelte sich an Dr. Brentano. Dr. Heilmann musste sich ein Grinsen verkneifen. "Das ist jetzt nicht ihr ernst, oder Brentano?" "Doch…" "Also das können sie ja wirklich nicht machen." Nun konnte auch Roland sich nicht mehr halten vor Lachen. "Ich würde sagen, das baden sie mal schön wieder aus. Sie kümmern sich jetzt um die Kollegin bis sie wieder normal ist."
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast