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Hanamifest

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFreundschaft / P12 / Het
Hiyori Iki Yato Yukine
27.12.2017
27.12.2017
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27.12.2017 1.505
 
Wichtelprojekt: Offen für Neues?
Beitrag für AurinaDeMirora.
Ich hoffe dir gefällt mein kleiner One Shot^^
Viel Spaß beim Lesen.

Lg Katty
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Hiyori lag mit dem Kopf auf Yatos Brust, schmiegte sich an seinen warmen, schlafenden Körper und atmete seinen Duft ein. Wie sie ihn liebte diesen unvergleichlichen Duft, der ihre Sinne wie sonst nichts betören konnte. Yato hatte im Schlaf einem Arm um sie gelegt, lag sonst aber etwas quer und ausgebreitet auf dem Bett. Hiyori war schon eine gute Weile wach und konnte nicht mehr einschlafen, sie versuchte zu rekonstruieren wie sie mit Yato in diesem Bett gelandet war. Ihr Kopf war etwas schwer. Hatte sie Alkohol getrunken und konnte sich deshalb nicht erinnern? Und weshalb trug sie diesen Kimono, den sie für das Hanamifest gekauft hatte? Er war ganz unordentlich, zerknittert und halb geöffnet, so dass der Stoff sie nur noch locker bedeckte. Vorsichtig, um Yato nicht aufzuwecken, erhob sie sich um sich umzublicken. Der Raum war ihr völlig unbekannt. Sie war doch nicht etwa in einem Lovehotel gelandet? Ihr Gesicht wurde bei der Vorstellung knallrot und sie war kurz davor Yato, aus einem Abwehrinstinkt heraus, von sich aus dem Bett zu schubsen. Er hatte doch hoffentlich nichts unanständiges mit ihr gemacht. Neben ihm hier zu liegen war eine Sache, aber das andere, wenn sie wirklich betrunken gewesen war, war mehr als schlecht. In der Nähe des Bettes, stand ein breites Sofa auf welchem Yukine lag. Hiyori konnte nicht genau sagen ob er wach war oder schlief. Langsam wurde es ihr immer unangenehmer. Was war nur geschehen?

Es war früher Nachmittag als Hiyori, mit Hilfe ihrer Mutter, ihren Kimono anzog. Sie hatte sich extra einen neuen gekauft, nachdem sie Yato und Yukine dazu überredet hatte, mit ihr zum Hanamifest zu gehen.
„Gehst du auf ein Date? Sonst hast du noch nie so viel Aufwand betrieben, nur um zum Hanami zu gehen“, fragte ihre Mutter neugierig.
„Was? Nein! Ich ähm treffe mich nur mit Freundinnen und wir dachten, wir gehen dieses Jahr ganz traditionell.“ Doch ihr gerötetes Gesicht verriet sie. Ihre Mutter lächelte nur wissend und sagte sonst nichts mehr.
Als Hiyori in kleinen Schritten vor die Tür trat, flogen ihr schon die ersten rosa Kirschblüten zu, die von einem nahestehenden Baum davon geweht wurden. Die Sonne schien hell und warm, doch allgemein war es noch relativ kühl. Langsam lief sie zu dem Park in dem sie Yato und Yukine treffen wollte. Sie hatte einen Furoshiki worin sie ein Bento gewickelt hatten, das für sie drei gedacht war.
Als sie am Treffpunkt ankam, warteten die beiden schon auf sie. Yato winkte und hielt dabei eine große Flasche hoch. Er sah ausgelassen aus, während Yukine etwas von ihm Abstand hielt.
„Hiyori schön dich zu sehen, du siehst gut aus“, meinte Yato lachend. Yukine begrüßte sie ebenfalls und wurde etwas verlegen.
„Ist das Sake?“, fragte Hiyori.
„Natürlich, was ist Hanami ohne Sake?“ Yato grinste breit, woraufhin Hiyori leicht ihren Kopf schüttelte.
„Ich hab versucht ihn davon abzubringen, aber er wollte nicht“, meinte Yukine entschuldigend.
“Na gut wie dem auch sei, lasst uns losgehen und hoffen, dass wir noch einen guten Platz finden”, meinte Hiyori freudig und ging voran.
Im Park war schon einiges los. Familien, Freunde, Paare und Arbeitskollegen hatten sich auf zahlreichen Picknickdecken versammelt. Manche waren ebenfalls so traditionell gekleidet wie Hiyori, viele jedoch in Alltags- oder Bürokleidung. Die Stimmung war ausgelassen, wie Yato sagte, Sake gehörte zum Hanami und wurde von so manchen bereits ausgiebig genossen. Es dauerte bis die drei Freunde einen Platz fanden auf denen sie eine Decke ausbreiteten, die Hiyori von einer Gruppe Freundinnen ausgeliehen hatte. Sie selbst hatte ihre vergessen, doch die Mädchen waren zum Glück sehr hilfsbereit gewesen.
Yato, Yukine und Hiyori ließen sich auf der bunten Decke nieder, die passend zum Fest, mit vielen Kirschblüten bedruckt war. Es war wirklich ein wunderschöner Tag und obwohl es noch kühl war, ließen sich die Menschen im Park nicht davon abhalten das Fest zu feiern.
Hiyori packte ihr Bento aus, welches sie mit großer Mühe vorbereitet hatte. Die beiden anderen stürzten sich sogleich darauf. Hiyori lachte darüber und die andern blickten sie erstaunt an, stimmten dann aber in ihr Gelächter mit ein.
„Das Bento schmeckt lecker, danke Hiyori“, sagte Yato mit vollem Mund und Reiskörnern im Gesicht kleben. Yukine versuchte sich vor Hiyori etwas zurückzuhalten, aber auch ihm sah man an wie hungrig er war und ihm das Essen schmeckte.
Der Tag ging schnell vorüber. Yato trank mit anderen Leuten Sake und amüsierte sich prächtig. Hiyori unterhielt sich etwas mit Yukine und anderen die auch auf den Alkohol verzichteten. Doch heimlich beobachtete sie Yato verstohlen. Die Leute mit denen er feierte, würden ihn schnell wieder vergessen, doch sie gehörte nicht dazu. Sie freute sich, dass er Spaß hatte, sie würde diesen Tag definitiv nicht vergessen. Als Yato jedoch langsam Anstalten machte, etwas sehr dummes zu machen, schlug sie vor, dass sie doch langsam nachhause gehen könnten. Es war schon dunkel geworden und in dem Park hatten viele kleine Laternen und andere Lichtquellen aufgestellt. Doch die meisten waren bereits gegangen.
„Wir begleiten dich noch nach Hause“, bot Yukine an.
„Jaja du darfst so spät nicht alleine raus. Böse Männer könnten dich entführen oder schlimmeres“, pflichtete Yato bei. Sein Gesicht war gerötet und er hatte definitiv etwas zu viel getrunken, doch er hatte sich noch gerade so im Griff, redete aber etwas übertriebener als sonst.
Plötzlich klingelte sein Telefon.
„Hier ist Liefergott Yato, was kann ich für Sie tun?“, fragte er.
Er sagte ein paar Worte und nickte immer wieder.
„Gut wir sind sofort bei Ihnen“, sagte er bevor er auflegte.
„So wir haben einen neuen Auftrag bekommen, Yukine. Hiyori, möchtest du mitkommen? Ich würde dich ungern hier alleine lassen. Hier sind viele betrunkene Männer unterwegs.“ Er beugte sich dicht zu ihr und blickte sie verschwörerisch an. Sie verdrehte nur ihre Augen.
„Ja meinetwegen, ich sag nur schnell Zuhause bescheid, dass es etwas später werden könnte.“
Hiyori wusste nicht was es für ein Auftrag war, sie hoffte nur, dass es nicht solange dauern würde. Trotzdem war sie auch froh, dass sie noch etwas Zeit mit Yato und Yukine verbringen konnte.

Als sie schließlich angekommen waren, öffnete ihnen eine ältere Frau die Tür. Als sie gerade eingetreten waren, fing sie an von einer Liste abzulesen, was sie alles für sie machen sollten. Von Aufräumen, sauber machen bis Sachen von einem hohen Regal holen, woran sie nicht selbst herankam, war so einiges dabei. Hiyori fielen fast die Augen aus dem Kopf, aber da sie nun einmal hier war, musste sie wohl oder übel helfen. Sie hatte jedoch nicht die passende Kleidung und die Frau hatte auch keine Sachen für sie, die ihr passen konnten, deshalb lockerte sie einfach den Stoff des Kimonos um mehr Bewegungsfreiheit zu bekommen.
Hiyori wischte den Boden, während Yukine für Yato eine Räuberleiter machte damit er an das obere Regal kam. Er hatte es fast, da kam Yukine ins Schwanken und Yato riss einen großen Topf herunter, als er versuchte sich festzuhalten. Dieser Topf fiel natürlich direkt auf Hiyori zu, die den Blick nach unten gerichtet hatte. Auch durch die Warnrufe konnte sie nicht schnell genug reagieren. Der Topf traf sie am Kopf und ihr wurde schwarz vor Augen.
„Hiyori geht es dir gut?“, hörte sie Yato als sie langsam wieder zur Besinnung kam. Er sah sehr besorgt aus und hielt ihre Hand. Neben ihm standen die Frau und Yukine die nahezu den gleichen Gesichtsausdruck hatten. Ihr Schädel brummte und sie war müde, wie spät war es eigentlich?
„Ich glaube sie muss sich noch etwas ausruhen“, meinte die Frau. „Vielleicht bleibt ihr besser über Nacht, es ist schon spät. Morgen könnt ihr dann weiter machen.“ Yato und Yukine nickten. Hiyori fielen wieder die Augen zu, am Rande spürte sie wie jemand sie hoch hob und vermutlich auf ein Bett trug, bevor ihre Gedanken schließlich in den Schlaf abdrifteten.

Nun war Hiyori wieder alles eingefallen was passiert war. Sie war erleichtert, dass nichts wirklich schlimmes passiert war. Ihr Kopf schmerzte immer noch sehr aber sonst war alles gut gegangen. Dass sie sich an Yato und er sich an sie im Schlaf gekuschelt hatte, war sicher nur ein Zufall gewesen. Vermutlich war er es gewesen, der sie ins Bett getragen hatte und dabei ebenfalls schnell eingeschlafen war. Sie musste sich nichts weiter dabei denken, trotzdem nahmen ihre Wangen wieder einen rötlichen Schimmer an. Vielleicht war da doch etwas zwischen ihr und Yato, doch um das herauszufinden hatte sie noch genug Zeit. Erst einmal konnte sie nicht zu viel darüber nachdenken, da es bei ihr Kopfschmerzen verursachte. Außerdem mussten sie erst noch den Auftrag beenden. Da die anderen jedoch noch nicht wirklich wach wirkten, beschloss sie auch noch einmal die Augen zu schließen, bis sie wach wurden. Gerade als sie sich wieder ordentlich hinlegte, mit einem kleinen Abstand zu Yato, drehte sich dieser um und legte wieder einen Arm um sie. Er murmelte etwas, schien aber tatsächlich zu schlafen. Kurz danach schlief Hiyori auch ein, jedoch mit einem seltsamen Gefühl in der Brust.
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