Goddamn Island

von Telda
GeschichteDrama, Krimi / P18
Hermine Granger Kingsley Shacklebolt Lucius Malfoy Severus Snape
27.12.2017
05.01.2018
10
19796
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Hey^^

ich kanns nicht lassen^^ Heute hatte ich diese Idee und musste anfangen zu schreiben. Wie schnell es weitergeht, kann ich noch nicht sagen, denn die Übersetzung geht vor.
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Disclaimer: Diese Geschichte gehört ausschließlich mir, aber ich muss die Charaktere am Ende frisch  geduscht und gekämmt zurückgeben...
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Für zwei Jahre nach Askaban verurteilt – sie schauderte. Und warf einen Blick zu ihrem Chef hinüber – oder besser, ihrem ehemaligen Chef, denn auch er war soeben zum gleichen Strafmaß verurteilt worden. Im gleichen Moment wandte Kingsley ihr sein Gesicht zu und er sah ebenso geschockt aus wie sie sich fühlte.

Sicher, Askaban, zumindest das Gebäude, das diesen Namen getragen hatte, war bald nach dem Krieg abgerissen worden. Stattdessen hatte man auf der Insel, die sich ohne das steinerne Monstrum als ziemlich groß erwiesen hatte, kleine Häuser gebaut, in denen die Gefangenen lebten. Sie konnten sich frei auf der Insel bewegen, aber sie konnten sie nicht verlassen. Den Namen hatte man aus Bequemlichkeit einfach beibehalten.

„Zauberstäbe abgeben!“ bellte der Wachhabende vor ihr und sie legte zögernd ihren Zauberstab auf den Tisch. Kingsley neben ihr tat das Gleiche und auch ihm schien das schwerzufallen.

„Und jetzt hier unterschreiben, dass Ihnen das Urteil verlesen und übergeben wurde.“

Hermione schaute auf das Pergament hinunter und starrte es eine Weile an, ohne etwas zu sehen. Wie war sie nur hierher geraten? In diese Situation? Da bemerkte sie, dass ihr eine Feder entgegen gehalten wurde und streckte die Hand aus, um sie zu nehmen.

Im gleichen Moment wurde sie fortgerissen.
~~~~~~


Als die Welt um sie herum aufhörte sich zu drehen, fand Hermione sich auf den Knien auf einem steinigen Boden wieder. Ein steifer Wind riss an ihren Haaren und ihrem Umhang. Noch immer keuchte sie und ihr Kopf hing zwischen ihren aufgestützten Armen herunter. Ihr war schrecklich übel und sie atmete erst ein paarmal tief durch.

Nachdem auch die Übelkeit vergangen war, hob sie ihren Blick und sah sich um. Kingsley stand unweit von ihr an einen Baum gelehnt und auch bei ihm schienen die Nachwirkungen des Portschlüssels langsam abzuebben.

Viel interessanter – und beunruhigender – war jedoch, dass neben ihm ein vierschrötiger Kerl stand, der nicht so aussah, als hätte er freundliche Absichten. Und als sie ihren Kopf drehte, erschienen in ihrem Blickfeld zwei Füße in groben Schuhen. Rasch stand sie auf und bereute es sogleich, denn ihr schwindelte wieder. Doch diesmal ging das, Merlin sei Dank, schnell wieder vorbei und sie konnte sich den Kerl ansehen, der jetzt die Hand ausstreckte, um sie am Arm zu packen.

Sie wich zurück, doch der Kerl war schneller und sein grober Griff drückte ihr den Arm beinahe ab.
„Brauchst Dich nicht anzustrengen, Süße. Hier kannst Du nirgendwohin abhauen. Aber was mit Dir passiert, darüber entscheiden die Bosse. Und da gehen wir jetzt hin.“ Und ohne auf ihren Widerstand zu achten oder ein weiteres Wort zerrte er sie mit sich.

Als sie sich nach Kingsley umsah, bemerkte sie, dass er ebenfalls und in die gleiche Richtung gezerrt wurde.
~~~~~~


Hinter einem Felsen hervor hatte ein Mann ungesehen die Szene beobachtet. Er machte öfter seine Runden auf diese Art, um die Wachposten zu kontrollieren. Es gab zwei solche Posten. Einen hier am Portal und einen im Dorf unten am Fuße der Klippen.

Der hier am Portal war der wichtigste, denn er wollte wissen, wer auf die Insel kam. Es hatte ihn zu viel Kampf gekostet, sich durchzusetzen, als dass er jetzt riskieren würde, dass jemand unbeobachtet auf die Insel kam und Unruhe stiftete.

Seine Gedanken wanderten fünf Jahre zurück zu dem Zeitpunkt, als er hier so angekommen war wie die zwei Neuen eben. Damals hätten diese beiden, die er sehr wohl erkannt hatte, hier nicht den Hauch einer Chance gehabt zu überleben, vor allem die Frau nicht. Er schüttelte sich, um die Gedanken daran zu vertreiben, was mit ihr früher hier geschehen wäre...

Allerdings, als er damals auf dieser gottverdammten Insel ankam, standen seine Chancen zu überleben auch nicht viel besser. Die meisten hier auf der Insel waren Mitglieder der heiteren Gesellschaft gewesen, die der Dunkle Lord vor seinem Untergang um sich versammelt hatte. Und auch wenn keiner von ihnen noch einen Zauberstab besaß, so waren sie deshalb nicht weniger gefährlich. Das hatte er gewusst. Damals gab es diesen Wachposten am Portal nicht und er hatte unbemerkt auf die Insel gelangen können.

Zwei Tage und Nächte hatte er beobachtet und gelauscht und sich einen Überblick verschafft. Prügeleien und öffentliche „Bestrafungen“ waren an der Tagesordnung, wie es aussah. Auf der Insel hatte die blanke Gewalt geherrscht, das hatte er sehr schnell herausgefunden, und auch, von wem diese Gewalt ausging und wer sie stützte. Das war am deutlich besseren körperlichen Zustand einiger weniger zu sehen. Andere hingegen sahen aus wie wandelnde Skelette und als er einen davon erkannte, war eine ungeheure Wut in ihm hochgeschossen.
~~~~~~


Der Wachposten stieß die schwere Tür aus Eichenbohlen auf und schob Hermione in den dahinter liegenden großen Raum. Gleich hinter ihr trat auch Kingsley in den Raum und als sie beide denjenigen sahen, dem sie plötzlich gegenüber standen, konnte Hermione ein leises Keuchen nicht unterdrücken.

„Zwei Neue, Boss, gerade eingetroffen.“

Der Angesprochene, ein schlanker Mann mit weit über die Schultern herab reichenden silberblonden Haaren, hatte am Kamin gestanden und nachdenklich in die Flammen gestarrt, als sich die Tür geöffnet hatte. Nun wandte er sich um und entließ die Wachposten mit einer nachlässigen Handbewegung.

Nachdem sich die Tür hinter den beiden geschlossen hatte, hob sich einer der Mundwinkel des Mannes ein wenig spöttisch. „Sieh' an. Was verschlägt zwei verdiente Kriegshelden und vorbildliche Auroren auf diese gottverlassene Insel?“

„Glauben Sie ernsthaft, Malfoy, dass wir Ihnen irgendetwas erzählen werden?“ fauchte Hermione.

„Tztztz...Miss Granger, noch immer so überaus anstrengend eine vollkommene Gryffindor“, stellte Lucius Malfoy maliziös lächelnd fest, bevor sich sein Gesicht blitzartig zu einem äußerst harten und bedrohlichen Ausdruck veränderte und er leise und sehr betont zu sprechen begann.

„Granger, so naiv, wie Sie gerade tun, können Sie nicht einmal in meiner Vorstellung sein. Schauen Sie da raus“, er wies auf das große Fenster und fuhr fort, „da draußen laufen die brutalsten Todesser herum, die es gegeben hat. Außerdem noch ein paar andere Schwerkriminelle, Schläger und Mörder. Es gibt hier nur wenige Frauen und Sie wären Frischfleisch, noch dazu muggelgeboren. Ich garantiere Ihnen, Sie würden in den nächsten drei Tagen stündlich darum betteln, getötet zu werden. Danach wird es Sie nicht mehr interessieren, denn dann sind Sie tot!“

Kingsley Shacklebolt hatte sich bisher ruhig verhalten und eher beobachtet. Jetzt jedoch legte er seiner ehemaligen Stellvertreterin die Hand auf den Arm. „Hermione...“

Bevor Hermione noch etwas sagen konnte, öffnete sich die Tür erneut und ein weiterer Mann trat mit katzenartigen Schritten leise ein.

Lucius Malfoy wandte sich ihm zu und ein besorgter Ausdruck huschte kurz über sein Gesicht, bevor er sah, dass der andere ihm beruhigend zunickte.

Hermione Granger war beim Eintritt des zweiten Mannes herumgefahren, stand nun mit vor Staunen weit aufgerissenen Augen da und hauchte: „Severus Snape!“