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Das Jahr des Raben

GeschichteSchmerz/Trost, Übernatürlich / P16
OC (Own Character)
27.12.2017
09.04.2018
17
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27.12.2017 1.336
 
Knackende und knarrende Geräusche begleiten die beiden, in Schwarz gehüllten Männer, durch das Haus. Überall ist Asche und an einigen Stellen noch Glut! „Unglaublich! Ich hätte nicht gedacht, das Todesapostel so weit gehen?“ Der andere gibt ihm einen Schlag auf die Schulter: „Idiot! Todesapostel sind nicht so aggressiv! Die arbeiten viel filigraner!“ Nachdenklich blickt ihn sein Kollege an: „Ein Ghul? Oder ein anderes Schattenwesen?“ Mit einem Schulterzucken zeigt er seine Unwissenheit. „Teilen wir uns auf. Vielleicht finden wir was, bevor die Kirche die Spuren verwischt.“
Die Männer durchsuchen die Reste des Hauses. Den Spuren nach, hat ein heftiger Kampf, das Haus verwüstet. An manchen Ecken sieht man Blut und vereinzelt sind Kleiderfetzen mit Asche. Die Männer sind sichtlich nervös. „HEY! HIER UNTEN!“ Ruft einer der Männer aus dem Keller. Sofort eilt ihm sein Kollege nach. Beide stehen vor einer Wand, in der etwas eingeritzt ist. Sie verstehen es nicht; kopieren es allerdings und vernichten Beweise.
Zurück in ihrer Basis in Bukarest, fragt ihr Vorsitzender: „Und? Dasselbe Schema?“ Beide nicken. Seufzend lässt sich der Mann in seinen Sessel fallen: „(seufz) Das ist schon die sechste Familie in diesem Jahr. Genau wie letztes Mal; eine Familie, die die Todesapostel erforscht; ausgelöscht oder massakriert bis zum Letzten und dass ohne Hinweise.“ „Nicht ganz!“ Einer der beiden Männer hält dem Vorgesetzten das Foto von der Wand hin. Dieser erkennt die Zeichen und schickt sie sofort weiter. „Sir. Wem haben sie das geschickt.“ Er sieht ihn an: „Jemandem, der diese Person kennt.“

(Hauptquartier der Nachtwache)
„Was ist den Iswald. Diesmal hab ich wirklich nichts verbrochen!“ Der dunkelhäutige Mann sieht seinen Freund an: „Ich weiß. Satoshi Ellie. Danke, dass ihr Sebastian so schnell gefunden habt.“ „So schwer war es nicht. Nicht war Satoshiiiiiiiii…….“ Satoshi weicht einem erneuten Umarmungsversuch aus, wobei Ellie zu Boden fällt. „Man das war gemein von dir!“ Schmollend nimmt sie die angebotene Hand von Lisa.
Iswald sieht sie mit einer Mischung aus Pflichtgefühl und Sorge an: „Danke das du dir die Zeit genommen hast Lisa.“ Sie lächelt ihn an: „Mach nicht so ein Gesicht. Was ist denn los?“ „Das hier.“ Sie sieht sich das Bild an, dass Iswald bekommen hat. Anfangs ist sie noch ruhig; doch dann wird ihre Atmung immer schneller! Plötzlich überkommen sie ihre Emotionen und sie fällt auf die Knie!
Geistesgegenwärtig eilt Sebastian zu seiner Frau! „Was ist?“ Als Sebastian die Bilder sieht, realisiert er es ebenfalls. Er drückt seine Frau zu sich und wendet sich an Iswald: „Ich hoffe dies ist kein schlechter Scherz!“ Iswald sieht das traurige Bild an: „Es wurde mir heute aus Bukarest gesendet. Dort gibt es einen Serienvorfall, bei dem er involviert ist!“
Sowohl Ellie als auch Satoshi fragen sich, wer gemeint ist. Satoshi traut sich zu fragen: „Entschuldigt aber wer ist gemeint?“ Sebastian sieht über seine Schulter: „Der zahnlose Hund.“ Er weiß sofort was los ist; die Untersuchung in London! Doch wie sollte dies möglich sein? Er ist doch schon seit mehreren Jahren Tod.
Iswald löst die verspannte Situation: „Ich sehe es in euren Gesichtern.“ Er gibt Lisa etwas zu trinken, nachdem sie sich etwas gefangen hat. „Nach der Sache in London, habe ich mir seine Akte nochmal durchgesehen.
Er zog sich zunehmend zurück, nach dem Krieg in Braniewo. Bevor er zurück nach Irland ging, reiste er nochmal durch Europa. Allem Anschein nach hat er dort wohl etwas oder sollte ich sagen ‚Jemanden‘ aufgelesen! Hat es euch denn nicht gewundert, dass der Uhrenturm nicht mit seinem Mystic Code angegeben hat.“ Sebastian und Lisa realisieren es sofort: „Er hat den Code weitergegeben!“ kommt es gleichzeitig von beiden. Iswald nickt zustimmend: „Und dieser jemand jagdt nun alles und jeden, der mit Todesaposteln zu tun hat!“
Nun stellt sich Iswald aufrecht hin: „Sebastian und Lisa Koregaz; Ellie Koregaz und Satoshi Hinata. Hiermit erteile ich euch die Mission der Stufe S. Findet James O’Neil’s Erbe und stellt ihn.“ Sebastian hilft seiner Gattin hoch; Satoshi fragt eine missionsentscheidende Frage: „Wie stark ist er?“ „Er hat sieben Magierfamilien, welche starke Magie beherrschen ausgelöscht. Er ist sehr gefährlich! Passt auf euch auf.“
Niemand weiß genau, was sie von all dem halten sollen. Einzig Satoshi scheint entschlossen zu sein, diesen Mann zu finden.
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(In einem Gasthaus in Bukarest)
Erich liest sich das Buch durch, das vor ihm liegt. Plötzlich hört er ein klopfen von der Scheibe seines Zimmers. Er geht hinüber und öffnet kurz das Fenster um seinen Freund reinzulassen. Sirius fliegt fast jeden Tag über die Stadt und die Umgebung. Seit Erich seine Geliebte verloren hat, ist er permanent auf der Jagd! Dabei führt er akribisch eine Art Logbuch. Viele der Seiten sind blutverschmiert, da er sofort nach seiner ‚Arbeit‘ die Einträge verfasst.
„265 Todesapostel, 150 Vampire und 38 Ghule. Die Fallen haben sich ausgezahlt, die Zahl ist wirklich in die Höhe geschossen!“ Plötzlich hört er hinter sich eine Frauenstimme: „Dein Fortschritt ist wirklich bemerkenswert. Dir wird bald eine beträchtliche Summe als dank überwiesen.“ Ohne einen Blick zu wagen, gibt er der Stimme eine Antwort: „Geld ist mittlerweile Belanglos geworden. Ich werde diese Gattung ausrotten und alle, die sich mit ihnen einlassen.“ Er blättert dabei weiter durch das Buch. Auf den folgenden Seiten erscheinen die Namen der Magier und deren Familien, die hier in Rumänien Forschungen und Beziehungen zu Todesaposteln pflegten; angeführt von der Familie seiner geliebten Valerica! Er ballt seine Faust: „Knapp 100 Magier, dass sind hier Acht Klan’s gewesen; inklusive Nebenzweige und Verwandte! Ich dachte, dass wenn das Blut ausgedünnt ist, sie es nicht versuchen, doch auch die Studieren diese Monster!!“ Er wirft das Buch quer durch das Zimmer!
Ruhig und auch etwas besorgt redet wieder die Frau: „Ich weiß, dass dies sehr schmerzhaft war; doch du musst dich beruhigen. Auch wenn du das Wissen der ….“ Bevor sie weiterreden konnte, zieht er sein Schwert und richtet es auf den Bergkristall, durch den sie miteinander reden! „Wage es auch nur davon zu reden und ich brenne deine Kirche nieder; Ordensschwester!“ Selbstbewusst tritt sie ihm entgegen: „Nein, dass tust du nicht. Du erhebst nicht die Hand gegen ein Haus Gottes oder deine Schwester im Glauben.“ Erichs Zorn erreicht kurz ein hohes Niveau, sinkt jedoch schnell wieder ab. Eine unangenehme Ruhe herrscht im Zimmer, bis sie das Schweigen bricht: „Komm zu mir nach Sighisoara. Etwas Gebet und Entspannung werden dir nicht schaden.“ Danach beendet sie die Verbindung.
Seit vor einem halben Jahr Valerica, wegen eines Blutrituals für Todesapostel, ums Leben gekommen ist, hat es sich Erich zur Aufgabe gemacht, diese Wesen und alle, die mit ihnen zu tun zu haben, zu vernichten. Dabei erhielt er von zwei Quellen Hilfe. Als erste Quelle, ist da die Kirche von Rumänien. Wegen der dichten Wälder und vielen Versteckmöglichkeiten, konnten auch mehrere Razzien nicht alle Verstecke finden. Auch wenn die Kirche ihm zunächst feindlich gesonnen war; wegen seiner Familie, seiner Vorgeschichte und seiner vermeintlichen Verbindung zur Nachtwache, so ist sie nun sein stärkster Schild, da sie ihm Unterschlupf gewährt, Ausrüstung und benötigte Alchemiezutaten stellt und ihm eine Ordensschwester als Hilfe zugewiesen hat.
Seine zweite Quelle sind die Familienbücher, aus der Rhoell-Bibliothek in Lyon. Bevor er das Grab seiner Mutter besuchte und nach Rumänien zog, besuchte er das alte Familienanwesen in Lyon und nahm drei Bücher mit, welche das größte Geheimnis der Rhoell’s beinhalten; ein Geheimnis, größer als ihre stärkste Magie!

(Krächz, Krächz) Erich blickt zu seinem Freund. Er hört ihm genau zu; denn nur er versteht ihn. „So, so. Anstatt dass man den Eigentlichen Zweck dieser Organisation aufleben lässt, lassen sie denjenigen Suchen, der aufräumt um ihn auszuschalten! Die Nachtwache ist wirklich ignorant!“ Wütend schnappt er sich sein Gepäck, verstaut den Kristall und geht raus auf die Straße. Er holt tief Luft und überlegt: ‚Es gibt auch hier noch einzelne Nester; doch vermutlich ist es besser dort aufzuräumen‘ Entschlossen geht er zur nächsten Haltestelle.
Während er auf den nächsten Bus wartet, überlegt er sich, wer ihn wohl jagen wird. „Wird interessant sein, einmal der Gejagte zu sein!“ Ein böses Grinsen ziert sein Gesicht; denn er hat schon gehört, dass in der Nachtwache Todesapostel und Ghule existieren.
 
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