Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

25 Gefühle [PROJEKT]

von Mandara
GeschichteAllgemein / P12
26.12.2017
06.11.2018
5
2.331
2
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
26.12.2017 746
 
Liebe Leser!
Ich nutze dieses Projekt um mein eigenes Verhalten bzw. meine eigenen Gefühle zu reflektieren.
Viel Spaß beim Lesen! :)

***


1. Liebe
Ich kann nicht behaupten, dass ich besonders viele Menschen liebe bzw. überhaupt mag. Richtig verliebt war ich schon, und mein Fazit besteht darin, zu sagen… Liebe geht vorbei. Die einzigen „Liebschaften“, die mir über die Jahre geblieben sind, sind wohl die Liebe zu Büchern und die Liebe zur Musik.
Im Grundschulalter habe ich meine Liebe zu Büchern entdeckt. Seitdem bin ich Mitglied in der örtlichen Bücherei. All die Geschichten, die man entdecken kann. All die Welten, in die man fliehen kann, wenn die Realität zu öde, zu schrecklich bzw. zu langweilig ist. In einem Buch erfährt man die wahren Hintergründe, die in einem Film verborgen bleiben. In einem Film sieht man, was eine Person macht. Im Buch erfährt man, warum diese Person es tut. Momentan lese ich noch die letzten des Steppenwolfes von Herrmann Hesse. (Ich habe mich selbst gefunden.)
Meine zweite Liebe gehört der Musik. Meine Lieblingsband sind immer noch die Goo Goo Dolls. Diese Band ist wesentlich zuverlässiger als manche meiner Mitmenschen, (ehemaliger) Freunde und Verwandte. Ich mag Menschen nicht besonders… Und diese Eigenschaft verstärkt sich noch je älter ich werde. Musik geht immer. Egal ob als Einschlafmelodie, zum Putzen oder zum Abreagieren.

2. Hass (und/oder Selbsthass)
Richtigen Hass empfinde ich nicht. Nur meine Abneigung gegenüber Anzugträgern kommt Hass sehr nahe. Politiker tragen (fast) immer Anzüge. Personen aus der Wirtschaft tragen (fast) immer Anzüge. Irgendwelche eingebildeten, hochnäsigen Personen tragen (fast) immer Anzüge. Dies sind Personengruppen, mit denen ich mich nicht identifizieren und anfreunden kann. Viele, nicht alle, Politiker denken nur an ihren eigenen Vorteil und handeln dementsprechend auch so, aber letztendlich streiten sie es doch ab. Personen aus der Wirtschaft tendieren dazu, andere zu ihrem eigenen Zweck auszubeuten. (Wie der Chef den Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer schuftet sich zu Grunde für seinen Chef.) Und mit eingebildeten und hochnäsigen Personen können mir erst Recht fern bleiben.

3. Neid
Während meiner Kindheit und Jugend war ich immer sehr neidisch auf meine Cousine. Ich war damals leicht zu beeindrucken und war davon fest überzeugt, dass es im Leben ganz wichtig ist, cool zu sein und auch von anderen als cool bezeichnet zu werden. Ich war damals neidisch darauf, dass sie immer Sachen besaß, die ich nicht hatte, aber gerne gehabt hätte. Sie war immer im Besitz von Spielkonsolen, hatte schon lange ein Handy, bevor ich eins hatte. Sie besaß ein Auto, ich nicht. Sie konnte immer ins Kino gehen, ich konnte es nicht. Sie besaß einen coolen Kleidungsstil, ich nicht.
Ich habe lange gebraucht, um über meinen Neid hinwegzukommen. Mittlerweile bin ich von meiner Cousine nicht mehr besessen und beurteile die Dinge heutzutage kritischer. Wir haben eigentlich kaum Kontakt. Ich bin wohl für meine Cousine auch nicht mehr gut genug, seit sie damals mit ihrem Job angefangen hatte.

4. Wut
Wut empfinde ich für wenige meiner Mitmenschen. Dazu gehören die Familie meiner Mutter und meine ehemalige beste Freundin.
Meine Mutter war für sehr lange Zeit schwer krank und starb an ihrer Krankheit. Noch zu ihren Lebzeiten habe ich mich mit ihrer Familie (wie meine Oma und mein Onkel u. Tante) nicht gut verstanden. Sie haben mich nicht so akzeptiert wie ich bin und mich haben immer ihre Scheinheiligkeit (und andere Eigenschaften) genervt. Wütend machte mich auch ihr Verhalten gegenüber meiner Mutter, worauf ich nicht näher eingehen möchte. Das letzte Mal gesehen habe ich diesen Teil der Verwandtschaft auf der Beerdigung meiner Mutter. Seitdem bin ich vollkommen frei und ärgere mich weniger über sie.
Und meine ehemalige beste Freundin ist ein Kapitel für sich, welches ich zum Glück hinter mir gelassen habe. Wir reden zwar seit Jahren nicht mehr miteinander, aber mittlerweile grüßen wir uns, wenn wir uns auf der Straße über den Weg laufen.

5. Trauer
Der Tod meiner Mutter hat mich ein wenig aus der Bahn geworfen. Wie bereits erwähnt, war sie über viele Jahre schwer krank gewesen. Als sie damals die Diagnose für ihre Krankheit bekam, hat uns das alle aus der Bahn geworfen. Die Krankheit war ihr Todesurteil, von Anfang an. Sie hat zwar durch Medikamente noch ein relativ langes Leben gehabt (normalerweise überlebt man die Krankheit nicht lang), aber am Ende war es genauso schmerzlich als wenn sie ohne Vorwarnung durch einen Verkehrsunfall gestorben wäre. Die ersten Monate nach ihrem Tod war ich mit der Trauer beschäftigt… Mittlerweile habe ich die Trauer überwunden, nur… Ich vermisse sie jeden Tag.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast