SELECTION The Betrayed

GeschichteAllgemein / P16 Slash
Amberly Schreave
25.12.2017
08.04.2019
5
14396
1
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Willkommen zu dieser kleinen FF!

Die Idee dafür spukte mir schon etwas länger im Kopf herum, und da ich in den nächsten Tagen Gelegenheit dazu finde, versuche ich jetzt einfach mal, das Ganze zeitgleich mit The One zu verbinden. Diese FF startet also in Illeà am 25. Dezember. America befindet sich zu diesem Zeitpunkt bei ihrer Familie in Carolina, doch in Angeles feiert man prunkvoll das Weihnachtsfest...



~Amberlys Sicht~

,,Der heutige Tag ist wirklich ein voller Erfolg gewesen.
Dank Dir, Amberly.” Sanft legte Clarkson seinen Arm um mich, während wir auf dem mächtigen Balkon zur Vorderseite seines Gemaches in unseren Nachtgewändern standen. Die laue Abendluft fühlte sich angenehm auf meiner Haut an. Ich lächelte und lehnte mich leicht an meinen Ehemann. Ich hatte größtenteils die Planung für diesen ersten Weihnachtsfeiertag übernommen, da Clarkson zurzeit ziemlich beschäftigt war,  und mir pausenlos Mühe gegeben, es allen recht zu machen. Wie es schien, hatte sich meine Arbeit gelohnt.
,,Nun, es freut mich, dass sich alle so prächtig amüsiert haben" ,entgegnete ich leise.

Clarksons Hände wanderten in meine Haare, und zu meinem Gesicht. Genüsslich schloss ich die Augen. Es war schön, einmal einen entspannten Moment nur unter uns zu erleben. Als Monarchen waren diese Augenblicke seltener geworden,  kostbar. Clarkson stand unter dem Druck, ein Land anzuführen und zu regieren. Und ich hatte auch nicht gerade wenig zu erledigen, große Staatsempfänge und extravagante Abendessen mit Würdenträgern aus verbündeten Ländern planten sich schließlich nicht von selbst. Momente unter uns beiden kamen daher leider meistens zu kurz. Doch ich war bereit, darauf zu verzichten, solange Clarkson für immer der Meine seien würde. Und ich die Seine.

,,Was hälst Du davon, die Nacht bei mir zu verbringen?” Sein leises Flüstern lies mich erschaudern.
,,Eigentlich recht viel.” Ich kicherte leicht. ,,Solange uns niemand um halb vier Uhr morgens wegen einer dringenden Nachricht weckt.” Ich schmunzelte bei dem Gedanken, dass genau das beim letztem Mal passiert war. Nicht einmal einen erhohlsamen langen Schlaf wurde uns Herrschern gegönnt.
,,Mach Dir darüber keine Gedanken. Seit diesem Tag ist das durch einen Notfall morgendliche Wecken äußerst selten geworden.” Im nächsten Moment wurde ich von ihm hochgehoben. ,,Clarkson!” Erschrocken keuchte ich auf. ,,Ich sorge nur dafür, dass die Königin schneller in das weiche und komfortable Bett kommt, welches sie erwartet."

Er trug mich hinein, so behutsam, als wäre ich aus zerbrechlichem Glas. Im Dunkeln legte er mich vorsichtig auf seinem Bett ab. Nur ein schwaches Mondlicht fiel durch die Balkonfenster herein. Clarkson legte sich neben mich und zog die Seidendecke über uns. Ich begegnete seinem intensivem Blick und errötete leicht. Wir hatten uns kurz vor seiner Krönung zum König darauf geeinigt, die Nächte in getrennten Betten zu verbringen. Einfach, um uns gegenseitig ein wenig mehr Freiraum zu lassen. Da ich mir früher, als ich noch in Honduragua gelebt hatte, zusammen mit meiner Schwester Adele ein Bett geteilt hatte, fühlte ich mich manchmal tatsächlich etwas einsam. Doch daran hatte ich mich mittlerweile gewöhnt. Und um so schöner war es, wenn wir beide zusammen in einem Bett schliefen, so wie heute.

Ich seufzte. ,,Den morgigen Tag werde ich wohl mit Lesen und Beantworten des rießigen Berges von Briefen und Karten auf meinem Schreibtisch verbringen dürfen."
,,Das ist meine Amberly." Lächelnd zog er mich an sich.
,,Stets ein Vorbild an Tapferkeit." Ein Schauer durchlief meinen Körper, welcher definitiv nichts mit mit den Berührungen meines Mannes zu tuen hatte.
Lady America hat zu mir genau dasselbe gesagt. Wie seltsam. Das schien dann wohl zu stimmen. Zumindest dachten schon zwei Menschen so.
,,Clarkson?"
,,Ja, Amberly?"
,,Ich liebe dich."
Zärtlich küsste er meine Haare.
,,Und ich dich auch. Für immer."
Ich seufzte glücklich und schloss die Augen. So schwierig unser Leben als Königspaar, das über ein Land herrschen musste, auch sein mochte: Zusammen waren wir in der Lage, auch die schwierigsten Situationen zu meistern. Dessen war ich mir absolut sicher.




Ich wünsche allen, die diese Zeilen lesen, fröhliche Feiertage!

LG Princessofthepearl
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