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Die Zeit heilt alle Wunden- nein das tut sie nicht, man wird nur stärker und lernt mit gewissen Situationen umzugehen

von Naddii
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character)
25.12.2017
27.01.2021
9
8.296
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25.12.2017 593
 
Die Zeit heilt alle Wunden- nein das tut sie nicht, man wird nur stärker und lernt mit gewissen Situationen umzugehen

Prolog


Wochen, Monate, Jahre waren vergangen seitdem ich nicht mehr in Seattle lebte und jetzt sollte ich an den Ort des Geschehens zurückkommen und dort meine Patisserie eröffnen. Meine eigene Patisserie davon habe ich immer geträumt, als ich klein war wollte ich diese unbedingt in Seattle eröffnen aber jetzt war ich mir nicht mehr so sicher ob ich dies in Seattle tun wollte.

Allerdings drücken konnte ich mich davor auch nicht, denn ich hatte schon meine Ladenräume und sie waren auch schon eingerichtet. Ich konnte jetzt kaum einen Rückzieher machen. Ich stand gerade in meinen Ladenräumen und erledigte die letzten kleinen Handgriffe für die Eröffnung und die Erfüllung meines Traumes. Eigentlich müsste ich mich freuen ich würde in wenigen Tagen meine eigene Patisserie eröffnen allerdings fühlte es sich auf einmal moralisch total falsch an.

Ich ging in mein Büro und ließ mich auf meinem Bürosessel nieder. Ich schloss meine Augen und genoss die Stille. Als ich meine Augen öffnete blickte mir das freundlichste Gesicht dass ich kannte entgegen. Liam hatte stahlgraue Augen und blondes Haar. Er war ein wahrhaftiger Engel, er war alles für mich. Für seine fünf Jahre war er wahnsinnig einfühlsam.

Ich griff nach dem Bilderrahmen und fuhr die Konturen meines Sohnes nach. Verdammt warum hatte ich mich damals auf alles eingelassen. Ryan wäre sicherlich ein besserer Vater geworden als Dean es je sein mag. Shit, Dean mag zwar Liam auf seine eigene Art und Weise lieben aber richtig akzeptieren wird er ihn nie. Irgendwann wenn ich genug Kraft habe muss ich die ganze Sache beenden. Würde Liam nicht so nach Ryan kommen würde Dean ihn auch mehr akzeptieren.

Ich schüttelte den Kopf, griff nach meinem Handy und schrieb April einer Freundin, die eine Tochter im gleichen Alter hat, die ich damals in der Mutter- Kind- Gruppe am College kennen lernte und schrieb ihr das ich mich am Weg nach –Hause machen würde. Sie war heute mit Liam, ihrer Tochter Isabella und ihrem Ehemann Dylan im Zoo. Sie war nicht nur meine Geschäftspartnerin sondern sie wurde in den vergangenen Jahren auch zu meiner persönlichen Psychologin. Sie hatte immer ein offenes Ohr für mich und ertrug Deans miese Launen wenn sie zu Besuch war.

Ich verließ die Patisserie, schloss hinter mir ab. Es fing an zu regnen. Ich reckte meinen Kopf den Regen entgegen und genoss die zarten und warmen Regentropfen für einen Moment. Plötzlich rief jemand >> Valerie << Shit! Ich würde diese Stimme unter tausenden erkennen. Es war niemand geringerer als meine kleine Schwester Evelyn.

Ich atmete tief durch, ohne mich zu Evelyn zu drehen wandte ich mich und ging zu meinem Wagen. Ich öffnete die Fahrertüre und sprang wortwörtlich in den Wagen und startete ihn, ich fädelte mich in den Verkehr ein und sah zu dass ich schnell weg von Evelyn kam. Das konnte doch nicht alles war sein.

Als ich zu Hause ankam merkte ich dass welches Wunder Dean nicht da war, stattdessen spielten Dylan, April mit Isabella und Liam. Ich atmete tief durch bevor ich aus meinem Wagen stieg. Als Liam mich bemerkte ließ er die drei links liegen und rannte auf mich zu. Ich öffnete meine Arme und ließ mich herzlich umarmen. Für seine fünf Jahre war er schon relativ groß, ganz zu meinem Leidwesen. Er umschlang mich mit seinen Armen und legte seinen Kopf auf meinem Bauch. Ich strich ihm durch das blonde dichte Haar und genoss die Nähe zu Liam.
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