Zimtsterne

OneshotHumor, Romanze / P12
Dominique de Sade Louis de Sade Noé Archiviste
24.12.2017
24.12.2017
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Erst mal, fröhliche Weihnachten dir, deiner Familie und deinen Freunden!! Iss schön viele Plätzchen und bekomme schön viele Geschenke!!!!
So, bevor ich dich einfach das hier lesen lasse, ich hatte dass hier unter der Überschrift
VNC Secret Santa happy dominoé how to write this lol this is my most angsty one-sided ship hahahahah rip me
laufen. Ja. xDD Es war verdammt schwer für mich, dieses ship glücklich zu schreiben??? Ich liebe Angst einfach viel zu sehr und das ship hat einfach ein so gutes angst potential weil ich es leider im moment one-sided sehe ABER NOÉ VERDAMMT TU IHR JA NICHT WEH HNG ...aber ich gern hätte, dass das geändert wird, meinte ich natürlich. Deswegen habe ich es im Au geschrieben, damit es eben nicht aus versehen angsty wird.... ok, ich habe ein bisschen angst drin, aber die ist absolut nicht ernst, das merkt man hoffentlich xDDDD
So, joa, ich hoffe, dass es dir gefällt und dass es ok war, es auf deutsch zu schreiben, weil ich das wahrscheinlich besser kann als englisch.
naja gut, dann, viel Spaß, hoffe ich...? xD

~Nochmal schöne Weihnachtsgrüße, Schnuff

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„Ih! Domi, nein, das ist kalt!“
Noé begann, herumzuhüpfen und den Schnee aus seinem Nacken zu bekommen. Es war eins der schlimmsten Gefühle, die man haben konnte – etwas eiskaltes, was langsam den Rücken hinunter lief und nicht mehr wegzubekommen war.
Er schüttelte sich noch einmal und versuchte dann, sich irgendwie an die Kälte zu gewöhnen. Er schaffte es nicht.
„Aww, hast du etwa Angst vor ein bisschen Schnee?“
Noé ahnte schlimmes. Er drehte sich wieder Domi zu, die mittlerweile mit gut fünf oder sechs Schneebällen bewaffnet war und schon bereit war, den Ersten zu werfen.
„Hey, hey! Das ist unfair!“, japste der junge Mann verzweifelt und duckte sich unter dem ersten Geschoss noch gerade so weg.
Er  schob kurz seine Mütze wieder auf ihren Platz, dann griff auch er in den Schnee, um sich irgendwie zur Wehr setzen zu können, nur leider traf ihn dann der zweite Schneeball – mitten auf die Stirn.
Es würde echt nicht mehr lang dauern und er würde qualvoll bei -3 Grad Celsius erfrieren.
„Komm schon, Noé, sei nicht so lahmarschig!“
Er richtete sich mit einem Klumpen Schnee in den behandschuhten Händen wieder auf und sah seine Freundin an.
Die Spitzen ihrer schwarzen Haare waren pitschnass und ab und an hing eine Schneeflocke in ihnen. Der olivgrüne Mantel war auch schon nass.
Das kam davon, wenn zwei Erwachsene wie Kinder im ersten Schnee spielten.
Die Strickmütze schien ihr fast vom Kopf zu rutschen und sie hatte immer noch Schneebälle in der Hand.
Zudem grinste sie diabolisch.
Noé wusste, dass dieses Grinsen gar nichts Gutes bedeuten konnte.
Er wischte sich schnell über die getroffene Stirn, holte mit dem rechten Arm aus und traf Domi mitten im Gesicht.
Für einen kurzen Moment blieb sie stehen, als wäre sie bei dem Treffer zu einer Statue geworden.
Dann schüttelte sie sich wie ein nasser Hund, fuhr mit dem Ärmel über das bereits schmelzende Eis und setzte zum Gegenschlag an.
Noé aber wich aus und der Schneeball zischte ganz knapp neben seinem Ohr vorbei.
Das ging noch eine ganze Zeit so weiter.
Bis beide fast zu Eiszapfen geworden waren, ihre Finger von der Kälte schmerzten und Noé noch mindestens drei Mal Schnee im Nacken und im Gesicht hatte.
„Ich ergebe mich!“, rief er und ließ seine verbliebene Munition wieder zurück auf den Boden fallen.
Domi seufzte.
„Weichei, es wurde gerade spannend!“
„Mann, ich klappere mit den Zähnen, ich brauche jetzt Plätzchen und 'ne heiße Schokolade!“
Die Frau warf auch ihre Munition wieder weg und lief zu dem Größeren.
„Das ändert nichts. Du bist und bleibst trotzdem ein Weichei.“
Abe Noé konnte anhand ihres Lächelns sehen, dass sie es nicht schlimm fand, ein Weichei vor sich zu haben.

„Hier hast du deine Plätzchen und die heiße Schokolade. Und 'ne Decke. Ich gehe duschen, dann wird mir schneller war-“
Domi gab fast sofort auf, als sie Noé schmollen sah.
Er griff nach den Plätzchen und schob sich einen Zimtstern in den Mund.
Gleich darauf noch ein Vanillekipferl.
Sie stieß einen Seufzer aus und ließ sich neben ihn auf das Sofa fallen.
„Schon gut. Ich versteh schon.“
Noé nahm die Decke und breitete sie über Domi, sich selbst und die Blechdose mit Keksen aus.
Das war immer noch sein Lieblingmoment im Winter.
Mit Plätzchen, einem Kakao und Domi nach einer Stunde im Schnee auf dem Sofa zu sitzen und irgendwann dort einzuschlafen.
Ein Kopf lehnte sich mit nassen Haaren an seinen Arm und eine eiskalte Hand nahm seine.
So könnte er ruhig für immer bleiben.
Er sah hinaus.
Es hatte mittlerweile aufgehört zu schneien. Nur noch vereinzelt tanzten ein paar Flocken durch die Luft. Die kahlen Bäume wiegten sich leise im Wind hin und her.
Eigentlich war alles still.
Bis auf die glückliche Schreie von Kindern, die wahrscheinlich Schlitten fuhren oder sich auch eine Schneeballschlacht lieferten.
Domi rutschte näher an ihn, offensichtlich nach Wärme suchend weil sie immer noch ein bisschen zitterte.
„Domi?“, flüsterte Noé und küsste sie auf das nasse Haupt.
„Hm?“
Oje, sie war müde, er konnte es hören, sie hatte ja kaum mehr Kraft, überhaupt noch zu reden.
„Ich liebe dich.“
Er konnte sie ganz leise kichern hören.
„Ich dich auch.“

„Ey! Idiot! Nein! Ich falle, Hilfe!“
Und damit fiel Domi aus Noés Armen, weil er lieber ein Plätzchen essen wollte, anstatt seine Freundin zu halten, damit sie den Stern auf den Tannenbaum setzen konnte.
Sie kam zwar wohlbehalten auf dem Boden auf, aber trotzdem.
„Zimtsterne sind dir also wichtiger als ich. Interessant.“
Sie sah ihn vorwurfsvoll mit ihren gelben Augen an und Noé holte verzweifelt mit den Armen aus, begann, wild zu gestikulieren und öffnete den Mund. Ihm fiel allerdings nichts ein, mit dem er sich hätte rechtfertigen können.
Natürlich war Domi ihm wichtiger, als ein Zimtstern. Zumindest... generell gesehen. Nur manchmal war ihm Essen eben wichtiger.
Es war schließlich essen und es war fast Weihnachten. Und Zimtsterne schmeckten nun mal so gut, verdammt noch mal.
„Könntest du vielleicht wenigstens... versuchen, mir zu versichern, dass das nicht so ist?“
Sie war bereits wieder aufgestanden und hob den Stern auf, dem nun aufgrund des Sturzes eine Ecke fehlte.
„Ja... also, ähm... schau mal. Du hast einen Kopf. Das hat der Zimtstern nicht... außer du siehst diesen Zacken als Kopf. Und die anderen als Arme und Beine.“
Dominique schlug sich mit der flachen Hand ins Gesicht und ließ diese ganz langsam wieder daran herabsinken.
„Bitte. Noé, ist das dein verdammter Ernst?“
„Ja. Ja, der Zimtstern heißt Ernst.“
Sie grinsten sich kurz gegenseitig an.
„Naja, sobald du nicht vorhast, ein Plätzchen zu heiraten, bin ich ja zufrieden. Aber lass uns jetzt bitte diesen Stern aufhängen, ja? Und wehe, du lässt mich noch einmal fallen.“

Als es an der Tür klingelte, war Noé gerade dabei, die Gans aus dem Ofen zu holen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte, wie er zuerst gedacht hatte.
„Ich geh schon, warte!“
Er konnte Domis Schritte auf dem Parkett hören, dann die Haustür, die geöffnet worden war.
„Hey, warum bist du so spät? Kannst du nicht einmal pünktlich sein?“
Ah, das musste Louis sein.
Noé stellte das Blech mit der Gans darauf auf dem Herd ab und schlug den Ofen zu, damit der nicht die ganze Küche volldampfte.
Bevor man das Teil schneiden konnte, musste es zumindest mal ein paar Grad abkühlen. Kein normaler Mensch konnte das sonst auseinandernehmen.
Er eilte also auch zur Tür. Dort stand er, komplett eingeschneit. Selbst schuld, dass er nicht das Auto genommen hatte.
Das schwarze Haar hing an den Wangen und Domi musste kurz lachen, weil sein Gesichtsausdruck unbezahlbar war.
Noé bemerkte erst jetzt, warum.
Louis starrte Noé an, komplett verwirrt, weil er eine dieser Schürzen trug, die einen Aufdruck eines oberkörperfreien Mannes hatten.
Außerdem passte dieser Aufdruck nicht mal zu Noés Hautfarbe. Er hätte wissen müssen, dass das lächerlich wirkte.
„Sorry. Wir hatten keine Schürze mehr, ich wollte nicht, dass Domi dieses schwere... Ding da raushebt, also haben wir uns eine... naja, kannst du dir ja denken, eine Schürze von Vanitas geliehen. Ich weiß, dumme Idee. Hätten wir nicht tun sollen.“
„Nein. Nein, das hättet ihr tatsächlich nicht tun sollen. Ich hätte auch früher kommen können. Ich hab nämlich eine. Eine Normale, vor allem.“
Noé brachte ein wackeliges Grinsen zustande.
„Komm erst mal richtig rein, bevor du mir 'ne Standpauke erteilst.“
„Die du verdient hast. Zimtsterne sind ihm seit Neuestem nämlich wichtiger, als ich“, maulte Domi und begann, gespielt zu schmollen.
Louis schüttelte nur verzweifelt den Kopf und begann, zu lachen.
„Es ist grausam, dass du meine Schwester nicht mehr liebst, mein Lieber. Sehr grausam, sogar.“

Sonst verlief Weihnachten ganz normal.
Naja, außer, dass Louis Noé ausdrücklich verbot, Zimtsterne zu essen.
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