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23.Keine Feier ist auch eine Feier

OneshotFamilie, Liebesgeschichte / P12
OC (Own Character)
23.12.2017
23.12.2017
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Die Fahrt mit dem Taxi verlief ruhig. Fast schon zu ruhig. Weder Emma noch Erich redeten ein Wort miteinander; aus dem einfachen Grund, dass sie nicht wussten, was sie sagen sollten. Beide spüren sie eine Verbindung zueinander und doch stehen sie sich selbst im Weg.
Ihr Taxi bringt sie raus in die Außengebiete von Fuyuki, wo der Landsitz der Einzberns steht. Den Weg gehen sie zu Fuß. Eine Ruhe umgibt den Wald, da der ständige Lärm der Stadt hier fehlt; doch leider gibt es auch hier Probleme: „Riechst du das?“ „Was meinst du?“ fragt Emma ihren Begleiter. Für einen Moment dachte sie, er wolle ihr einen Scherz aufbinden, doch dann rennt er blitzschnell los! Sofort sprintet sie hinter ihm her!
Je näher beide dem Landsitz kommen, desto mehr erkennt nun auch Emma, was los ist; von ein paar Fenstern steigt Rauch auf! So schnell es ging, rannten beide zum Einsatzort, nur um festzustellen, dass es nur ein Küchenbrand gewesen ist. Emma kichert leicht, da sie es ja von ihrer Schwester kennt; doch Erich ist wütend: „ILLYA!!!! Wie oft hab ich dir gesagt, dass man nicht alles toasten kann!! Hast du dir von Sella nicht zeigen lassen, wie man kocht?“ Mit wütenden Blick sucht er die Homunculi-Dienerin; doch mit Ausnahme von Liz findet er niemanden! „Liz wo ist Sella?“ Mit ihrer üblichen Monotonen, aber auch geheiterten Stimme gibt sie eine Antwort: „Sella in Stadt. Sucht Illya bei Jungem. Ich mit Illya und Berserker mit.“ Mit leichter Verzweiflung reibt er sich die Stirn; sie haben Sella im Emiya-Anwesen zurückgelassen, als alle zum Strand gingen.
Er spürt ein sanftes Klopfen auf seiner Schulter: „Lass es gut sein. Es ist Weihnachten.“ Er dreht seinen Kopf nach: „Schon. Aber ich bin es wieder, der die Nachbeben ausbaden muss.“ Sie klopft nochmal auf seine Schulter und hilft anschließend beim Aufräumen.

Eine angenehme Wärme ist im Landsitz eingekehrt. Die Runen entsprechend zu platzieren war klug, da der Kasten sonst die reinste Gefriertruhe gewesen wäre. Mit einer Flasche Wein sitzt er auf den Stufen zur Eingangshalle. Die Feier, die sie geplant hatte, kann nicht mehr stattfinden, da Illya das meiste Essen vernichtet hat und zudem hat Erich nun Kopfschmerzen, weil er Sella’s Standpauke abbekommen hat. Es ist der Tag vor Weihnachten und alles was geplant war ist gescheitert.
„Kannst du nicht schlafen?“ hört er hinter sich eine weibliche Stimme. „Seit zwei Jahren kann ich nicht mehr richtig schlafen. Deswegen habe ich einen neuen Freund.“ Er schüttelt die Flasche in seiner Hand, bevor er einen Schluck daraus nimmt. Ein ernster Ton kommt ihm entgegen: „Zu saufen macht es nicht besser.“ „Nichts tun aber auch nicht. Und der Wein ist gut.“
Emma nähert sich ihm mit leisen Schritten. Sie hat eines der leeren Zimmer bezogen, weil Riani nun länger in dieser Welt verweilt; doch an ihre Anwesenheit muss er sich noch gewöhnen. Sie will sich neben ihm setzten, doch er winkt ab. Stattdessen setzt sie sich nun hinter ihm und lehnt ihren Rücken an seinen: „Wieso bist du noch immer so? Der Krieg ist vorbei und es ist Weihnachten. Trotzdem willst du noch immer kämpfen! Wieso?“ Erich nimmt noch einen Schluck: „Mein Leben lang hab ich gekämpft um nur das Recht zu haben am Leben zu bleiben. Mir ist so viel genommen worden und dann hab ich Blut vergossen um die Leere zu füllen. So jemand soll nun ausgelassen feiern und wieder glücklich werden?“ er schüttelt leicht den Kopf.
Emma lehnt sich weiter zurück; sie spürt seine Atembewegung und nimmt leicht seinen Herzschlag war. Sie merkt, dass er aufgeregt ist; dennoch ist er auch sehr gelassen. „Versuch einen Neuanfang. Weihnachten und Neujahr sind dafür die beste Zeit.“ Sie nimmt ihm dann die Flasche aus seiner rechten Hand und nimmt nun ebenfalls einen Schluck: „Hast Recht. Der ist gut.“ Ein schmunzeln überkommt Erichs Gesicht. Entspannt fragt Emma: „Was ist mit Illya?“ „Die hat genug Ärger verursacht, also hab ich sie Schlafen geschickt.“ „Ist sie freiwillig gegangen?“ „Ich hab überzeugende Argumente.“ Nun fangen beide an, zu kichern. Emma nimmt daraufhin noch einen Schluck und legt unbemerkt ihre Hand auf die seine. Noch bevor sie sie zurücknehmen kann, legt er seine Finger darüber und ergreift ihre Hand.
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(auf dem Dach des Landsitzes)
„Sehr gut. Sehr gut.
Ok. Hm, was könnte ich noch machen? Ich weiß, vielleicht ein Teppichfalte, worüber sie stolpert und Papa sie dann auffängt! Etwas klischeehaft aber sicher wirksam!“
Das Mädchen will schon ihre Magie wirken, da hört sie eine andere Stimme: „Was tust du da Schwester!“ Sofort zuckt sie zusammen und pfeift unschuldig. Sie dreht sich um und erblickt ein weiteres Mädchen. Sie hat dunkelbraunes Haar und hat mehr die Kleidung einer Jägerin. Ihre Haare hat sie zu einem Zopf geflochten, der ihr bis zur Hüfte reicht. Mit ihren hellen, braunen Augen sieht sie ihre ‚Schwester‘ an: „Lass es und komm nach Hause. Du weißt doch, dass er uns an Weihnachten zu Hause haben will.“ Die Akteurin, die schon in der Stadt für Verwirrung gesorgt hat, gibt eine geradlinige Antwort: „Warte noch etwas. Wenn alles klappt, dann haben wir dieses Jahr auch eine Mama, mit der wir feiern können.“ Ihre jüngere Schwester hält sich die Nasenwurzel und schüttelt den Kopf: „Auch wenn du vieles geschafft hast, weißt du nicht wann man es lassen sollte.“ Noch während sie dies sagt, wirkt ihre Schwester bereits Magie. Mit ärgerlichem Flüsterton fährt sie sie nun an: „Schwester lass es und komm mit!“ Sie greift nach ihrem Rücken und holt eine Bogen hervor.
„Ich hab’s gleich!.......AUA!“ Umgehend verschwindet die Magie von ihrem Finger, sie geht in die Knie und reibt sich den Kopf. Als sie hochblickt, sieht sie einen älteren Mann mit weißen Haaren und einem ernsten Gesicht. Sofort erkennt sie wer es ist: „PAPA!“ Der Mann reicht ihr die Hand um ihr aufzuhelfen: „Was tust du hier, Valerica?“ Schuldbewusst gibt sie ihm Antwort: „Ich wollte dir und uns allen ein schönes Geschenk machen.“ Mit einem Seufzen legt er eine Hand auf ihren Kopf: „Hey. Lass gut sein. So wie es ist, ist es gut. Du weißt am besten, wie gefährlich es ist Dinge in Parallelwelten zu ändern! Es hat Auswirkungen auf alle anderen Welten.“ Mit leichten Tränen in den Augen sieht sie ihn an: „Aber ich will sehen wie du glücklich bist. Ich weiß, dass du jemanden brauchst. Ich fühle es.“ Er streichelt ihre Wange: „Danke für deine Sorge. Aber lass es sein. Feier mit uns. Ich brauch noch Hilfe beim Hausschmücken.“ Sie lächelt und umarmt ihn; ebenso wie ihre Schwester. Anschließend stellen sich alle zusammen und Valerica bereitet ihre Magie vor. Bevor alle heimkehren fragt sie allerdings noch was: „Werde ich bestraft?“ Ihr Vater gibt lächelnd eine Antwort: „Nicht zu Weihnachten.“ Erleichtert atmet sie aus, nur um dann erneut nachzufragen: „Und danach?“ Mit einem leichten Kopfnicken sagt er: „Nun ja; der Rabenschlag muss mal wieder gesäubert werden.“ Ihre Schwester kichert. Valerica gibt kleinlaut eine Beschwerde: „Aber das sind Behausungen für über 100 Vögel.“ „Tja, daran musst du denken, bevor du das nächste Mal Unfug machst.“ Wehmütig erstrahlt ein Licht und alle drei verschwinden.

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So das war meine letzte Nummer.
Mit der nächsten endet auch dieses Event. Ich danke schon jetzt mal allen Teilnehmern und jenen, die ihr uns begleitet habt.
Frohe Weihnachten.
Wir sehen uns zu Silvester.
Aeric
 
 
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