Warum ich, nerv doch jemand anders!

GeschichteAllgemein / P18
22.12.2017
08.12.2018
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Kapitel 7

Nachdem das Training beendet war verabschiedete ich mich von Satsuki und ging zurück in unseren Klassenraum. Ich fragte mich ob ich wohl hätte darauf achten sollen, dass Aomine auch erscheint, beschloss jedoch dann, dass das nicht meine Aufgabe war.

Ich setzte mich an meinen Platz und wartete auf unseren Lehrer, welcher wenig später das Zimmer betrat und sich umsah.
In einem gereizten Ton fragte er mich wo Aomine war, doch ich antwortete lediglich mit einem Schulterzucken.

Als er sich gerade darüber aufregen wollte kam Aomine durch die Tür spaziert und meinte, dass er beim duschen länger gebraucht hatte.

„nun gut..“ fing der Lehrer an und hielt und eine kleine Schachtel unter die Nase „gebt mir jetzt eure Handys. Ihr bekommt sie zurück, sobald die Zeit vorüber ist.“  

Als beide Handys darin lagen machte er auf dem Absatz kehrt und verzog sich ins Lehrerzimmer.

Ich pustete die Luft aus, streckte die Arme von mir und legte meinen Kopf auf dem Tisch ab.
„hat dir gefallen was du gesehen hast?“ durchbrach Aomine die Stille. „hmm?“ ich hob meinen Kopf und sah in seine Richtung. „was meinst du?“

„denkst du ich habe nicht mitbekommen wie du mich die ganze Zeit beobachtet hast?“ Meine Augen weiteten sich etwas und ich drehte mein Kopf in die entgegengesetzte Richtung, sodass er die leichte Röte auf meinen Wangen nicht sehen konnte.

Ich hätte nicht gedacht, dass er gemerkt hatte wie ich ihn während des Trainings ansah.
Doch dann runzelte ich die Stirn und legte meinen Kopf mit geschlossenen Augen wieder ab.

„spiel dich jetzt bloß nicht so auf, nur weil du ganz passabel Basketball spielen kannst.“ ich seufzte „und außerdem habe ich dich nicht beobachtet!“

Er lachte, jedoch sagte danach keiner mehr was und es herrschte eine für mich sehr angenehme Stille.

Nach einer Weile fragte ich mich wie viel Zeit wohl schon vergangen war, denn es fühlte sich bereits jetzt an wie eine Ewigkeit.

Also öffnete ich eines meiner Augen, nur um es seufzend wieder zu schließen. Es waren gerade mal 30 Minuten vergangen.

Gelangweilt saß ich da, weiterhin den Kopf auf dem Tisch und fuhr mir vorsichtig durch die Haare, die durch das dreckige Wasser aus dem Tümpel total verklebt waren.

„sieht auch nicht schlimmer aus als sonst“ genervt sah ich zum grinsenden Aomine und lächelte ihn sarkastisch an. „behalte doch deine dummen Kommentare einfach für dich ja?“ ich drehte meinen Kopf wieder nach vorn und fuhr erneut durch meine Haare.

Ich hörte wie er aufstand und keine Minute später stand er vor mir. „ne, keine Lust“ meinte er nun, weshalb ich schwer seufzte und ihn ansah „mir war es echt lieber als du still warst“

Er hatte seinen Trainingsanzug an, das war mir bisher nicht aufgefallen.
Dann schaute ich ihm wieder ins Gesicht und hob die Brauen „was willst du denn jetzt? Setzt dich doch einfach wieder hin und mach was du am besten kannst. Schlafen und die Klappe halten.“ ich sah von seinem Platzt zu ihm „du hast mich heute definitiv schon genug genervt, findest du nicht?“

Wieder zog sich ein breites Grinsen über sein Gesicht und auf einmal griff er mit einer Hand nach meinen Handgelenken und hielt sie fest.

Er holte irgendetwas hinter seinem Rücken hervor und hielt es mit der anderen Hand über meinen Kopf.
Kurz darauf spürte ich etwas nasses und sah nach oben. Dieser Idiot hielt mir doch tatsächlich den Schwamm, mit dem man die Tafel wischt, über den Kopf und drückte das dreckige Kreidewasser aus.

Und ich war auch noch so dumm und sah nach oben, sodass ich das Wasser auch noch im Gesicht hatte.
Angewidert senkte ich meinen wieder Kopf „ihh, wie eklig! Hör endlich auf damit..“ schrie ich ihn an und er lachte.

Dennoch hörte er auf und warf den Schwamm zurück zur Tafel.
„siehst du, jetzt siehts gut aus“ er grinste mich an „oh man, danke..“ meinte ich gereizt während ich mir das Wasser aus dem Gesicht wischte.

Er lehnte sich weiterhin grinsend zu mir runter „Rache ist süß“ ich verdrehte die Augen „Aomine, nerv doch mal jemand anderes!“ knurrte ich, doch das ließ sein Grinsen nur breiter werden.

„nein“ sagte er als er noch ein Stück näher gekommen war und pustete mir anschließend ins Ohr, sodass ich eine leichte Gänsehaut bekam.

Gelassen lief er an mir vorbei, doch jetzt reichte es. In letzter Sekunde stellte ich ihm ein Bein und er stolperte.

Jedoch griff auch er, wie ich am Morgen nach etwas um sich festzuhalten und erwischte dabei das Oberteil meines geliehenen Trainingsanzugs.

Dabei riss der Reißverschluss und da ich nichts weiter drunter hatte außer meines BH´s, hatte Aomine, der wie geplant auf dem Boden gelandet war volle Einsicht darauf.

Beschämt drehte ich mich auf dem Stuhl um und versuchte die Jacke an beiden Seiten wieder zusammenzuziehen.

„schick“ kam es von Aomine, woraufhin ich mich rot wie eine Tomate noch ein Stückchen weiter von ihm wegdrehte.

Er stand auf und legte mir die selbe Jacke nur viel viel größer um die Schultern, ich sah ihn verwirrt an „was soll das?“  doch er zuckte lediglich mit den Schultern „ist zwar nicht so als ob da viel zu sehen wäre, aber das muss trotzdem nicht jeder sehen.“

Dabei sah er mich nicht an, drehte sich jedoch zu mir und grinste „und, so schuldest du mir jetzt was“ ich runzelte die Stirn „dann kannst du sie gern wieder haben!“ und wollte die Jacke wieder ausziehen.

Er saß bereits wieder an seinem Platz und meinte hinterhältig ´schon zu spät´

Gerade als ich etwas erwidern wollte stand plötzlich der Lehrer vor uns und meinte wir könnten gehen.

Doch als ich sagte das es gerade mal knapp eine Stunde war sah er mich streng an „na und, das muss reichen. Ich hab heute noch besseres zu tun“ und war nachdem er die Schachtel mit unseren Handys auf den Tisch vor sich gestellt hatte schon wieder zur Tür hinaus.

Kopfschüttelnd griff ich nach meiner Tasche und stand gleichzeitig auf, doch die Schlaufe meiner Tasche hatte sich unter meinem Stuhlbein verhakt, woraufhin ich stolperte und dabei Aomine der gerade an mir vorbei lief mit mir zu Boden riss.

Ich setzte mich auf und merkte dabei, dass ich auf seiner Leistengegend saß.
Also wollte ich nur noch schneller aufstehen, doch ich spürte seine Hände auf meinem Hintern und dieses mal war es mit Sicherheit kein Versehen.

Wie letztens holte ich aus, um ihm erneut eine satte Ohrfeige zu verpassen, doch diesmal fing er meine Hand locker ab.

„was hab ich dir über Ohrfeigen gesagt?“ fragte er und schob mich grinsend von sich runter und stand auf.
„dann hör du auf mich zu begrapschen!“ erwiderte ich als auch ich dabei war mich wieder aufzustellen.

„ich begrapsche dich doch nicht, ich helfe dir nur“ meinte er hämisch grinsend während er einen Schritt auf mich zu machte.

Reflexartig wich ich leicht zurück und stolperte glatt wieder über meine blöde Tasche.
Aomine griff nach meinem Arm und verhinderte so, dass ich noch einmal Bekanntschaft mit dem Boden machte.

Er zog mich grinsend zurück auf die Beine „du solltest mal was gegen deine Tollpatschigkeit machen, ich bin nicht immer da um dich aufzufangen“ , „haha...“ gab ich sarkastisch von mir, befreite meine Tasche vom Stuhl und holte mein Handy.

Ohne ihn noch einmal anzusehen ging ich aus dem Zimmer und machte mich auf den Weg nach Hause.

Gerade lief ich am Tümpel vorbei, da erschreckte ich mich fast zu Tode als mir von hinten ein Arm um die Schulter gelegt wurde.
„na, Lust nochmal zu Baden?“ hörte ich Aomine sagen. Genervt sah ich ihn an „wag es ja nicht!“ und stieß seinen Arm weg.

„meine armen Haare leiden jetzt noch darunter.“ nuschelte ich eher zu mir als zu ihm, doch er reagierte trotzdem darauf.
„Ich hab dir doch schon gesagt, schlimmer als sonst siehts nicht aus.“ genervt sah ich ihn an, doch auf das Kommentar gab ich keine Antwort.

„aber immerhin hast du sexy Unterwäsche an die sogar zusammen passt.“ leicht schockiert sah ich ihn an und als sich unsere Blicke kreuzten grinste er mich wieder an.

„woher willst du das denn bitte wissen?“ fragte ich mit hochrotem Kopf.
„na, du hast mir doch heute schon deine komplette Unterwäsche präsentiert“ nun war ich verwirrt und sah ihn fragend an.

Er seufzte leicht nachdem er bemerkte, dass ich überhaupt nichts verstand. „na vorhin beim Nachsitzen deinen BH, dass wirst du ja wohl noch wissen.“

Ja ich wusste es noch und bei dem Gedanken daran starrte ich beschämt auf den Boden.

„und heute morgen dein Höschen, als du so akkurat aus dem Tümpel gekrochen bist“ im Augenwinkel sah ich wie sein Grinsen mindestens doppelt so breit wurde und jetzt konnte man die Farbe meines Gesichts locker mit einer Tomate vergleichen, so peinlich war mir das ganze.

Leicht vorgebeugt sah er mich an „das kommt davon, wenn man so tollpatschig ist wie du“
meinte er und lief nun einfach davon.
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