Bronzetränen

OneshotDrama, Romanze / P16 Slash
20.12.2017
20.12.2017
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Um erfolgreich zu verdrängen, dass noch Prüfungsstoff auf mich wartet, und weil ich dieses Jahr entschieden zu wenig publiziert habe, habe ich diesen kleinen Oneshot angefertigt. Womöglich bin ich ein wenig aus der Übung geraten, vielleicht ist er zu kitschig, zu langweilig oder dergleichen – lasst es mich wissen. Veel plezier!

Bronzetränen


Das Telefon auf dem Beifahrersitz zappelt auf Xanax, aber hebt er nicht ab. Flucht bloß in Gedanken, denkt fuck, fuck, fuck und tritt aufs Gaspedal, als würde er es zerbrechen wollen. Er ist spät dran, vielleicht bereits zu spät, aber will das nicht denken. Der Anrufer lässt von ihm ab, wird stattdessen zum Absender und verschickt Nachricht en masse.

War er nie gläubig, doch betet nun zu Gott, dass er ihm gnädig sein möge. Dass er ihm Zeit verschaffen möge. Er starrt hinaus auf den Asphalt, aber sieht nicht die Straße. Er blickt in sein Gesicht, schaut ihm in die dunklen Augen. Die dichten Wimpern, die alles in Schatten legen. Unter den Fingerkuppen spürt er sein Haar, die widerspenstigen Haselnusslocken. Sieht sein Lachen und ist angesteckt, möchte mit ihm lächeln, aber wenn er den Mund verzieht, dann zu einer kläglichen Grimasse. „Ben“, würde er nun an ihm appellieren, die Hand womöglich auf seinen Oberschenkel legen und sein Interesse auf sich ziehen, „Benjamin, du solltest den Fall nicht von deinen Emotionen beeinträchtigen lassen.Sein Name wie einen Liebesschwur auf seiner Zunge. Gern würde er sich dem hingeben, gern würde Ben die Augen schließen, aber würde dann sein Ziel verlieren. Das Lenkrad verreißen und mit der Leitplanke kollidieren. Licht aus und Ende. Das Telefon singt wieder, trällert schrille Noten und das länger als zuvor. Blind sucht er nach dem Teufelsgerät, verfehlt den roten Knopf und gerät auf den grünen. Hört die Stimme seines Kollegen toben und eins geworden mit dem Donner, welcher draußen den Horizont bricht.

Ben!“, brüllt Semir mit all seinem südländischen Temperament. „Verdammt, wo treibst du dich herum?!“ Endlich bekommt er es zu fassen, das Mobiltelefon, das seit je her mehr Ärger als Freude bereitete. Hält es sich ans Ohr und versucht nicht erst, gegen die Argumente seines Partners anzuschreien. „Ich werde ihn retten“, spricht er ins Mikrophon und ist beinahe verblüfft, wie gefasst er ist. Welche Ruhe er aufbringen kann. „Wie kannst du wissen, wo er steckt?“, fällt die erste von vielen Fragen, „Wie kannst du glauben, es mit ihnen aufnehmen zu können? Wie kannst du sicher sein-Er bricht ab, aber Ben weiß, was er sagen will. Was er wagen will, auszusprechen und dem vielleicht Unvermeidlichem einen Namen zu geben. „Sprich!“, herrscht er ihn an und drückt das Pedal fester durch, als er es ohnehin schon tut. Der Wagen fliegt schier über die Straße. „Wie kannst du sicher sein, dass er noch lebt?“, fügt Semir hinzu, so leise, dass Ben es kaum verstehen kann.

Er lebt“, pocht er auf ein Ziehen in seiner Brust, das nachlassen würde, wenn es anders wäre. Er vertraut auf den Unsinn, dass da mehr zwischen ihnen ist. Mehr als eine alberne, irdische Bindung. Weil er seinen Partner nicht länger erträgt, wählt er den roten Hörer und lässt den Protest verstummen. Wirft das Telefon auf den Beifahrersitz und verleugnet jedwede Stimmen, die ihm giftige Gedanken ins Ohr träufeln wollen.
Er bricht aus dem Teufelskreis der Wahngedanken aus und kehrt an einen Safe Space zurück, fernab der Dilemma, die ihn nun in die Manie treiben. Dann spürt er die Spinde ihm Rücken, das Metall, an welches er gedrängt wurde. Das Knie seines Liebhabers zwischen den Beinen und das Prickeln in der Brust, wenn sie sich unter Vorwänden davongemogelt hatten.

„Herr Jäger“, Baran hält die Hand zur Faust geballt und noch in der Luft, nachdem er geklopft hat. Rollt das R genüsslich langsam auf seinen Stimmbändern. „Herr Rafaelis“, er kann nicht unterdrücken, dass sich ein Schmunzeln auf seine Lippen stiehlt. „Auf ein Wort?“ Ben willigt ein und sieht auf zu Semir, als würde dieser ihm Antwort stehen, warum ihr Kollege auf Zeit nach ihm verlangt. Aber ist dieser ratlos, zieht die Schultern hoch und schlägt weiter auf die Tasten seines Computers ein. Klopft auf den Tower, ringt mit der Maus und versprüht Flüche in die Luft, die dem wetterfestesten Seemann die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Kaum, dass die Tür geschlossen ist, kann Ben die Hände nur unter allergrößte Mühe bei sich behalten. Erträgt bloß noch die Meter, die es bis hin in die Umkleide ist.

Er schlägt mit der Hand auf das Lenkrad, erwischt die Hupe und schreit mit ihr auf. Doch bewegt der LKW sich nicht und verharrt in einer unerträglichen Seelenruhe vor der signalroten Ampel. Links und rechts Autos, die ihm den Raum zum Ausweichen rauben, ihm das Überholen verbieten. Er schwitzt Blut und Wasser, jedoch überwiegend Blut. Seine rechte Seite steht in Flammen. Die Nähte halten ihn mühsam beisammen. Der Schmerz ist nebensächlich und wird im Adrenalin ertränkt, in dem er badet, seit jener, verhängnisvoller Anruf einging. Das Telefon schlägt erneut Alarm. Nicht Unbekannt, nicht Anonym, der Name seiner Chefin mitsamt Bildnis. Wahrscheinlich will sie ihn zur Vernunft bringen, auf ihn einreden wie sein bester Freund zuvor. Aber dafür hat er weder Ohren, noch Geduld. Die Ampel springt um auf grün.

„Ein Wort?“, hakt Ben nach und setzt ein Grinsen auf, spitzbübisch wie ein Schuljunge. „Vielleicht auch einhundert oder eintausend“, raunt Baran in sein Ohr und fasst ihn bei den Hüften, um ihn mit dem Rücken an die mannshohen Spinde zu dirigieren. Seine Zähne sind perlweiß und die Lippen einladend verführerisch. Im milden Licht der Umkleiden, hinter den teilweise heruntergelassenen Jalousien, erscheint alles surreal. Er nicht echt, Ben nicht echt. Die Situation wie aus einem Film, einer schmierigen Seifenoper. Einer der solchen, die er sogleich ausschaltet. Hier will er allerdings nicht weg und wüsste keinen anderen Ort, an dem er lieber wäre. Bens Grinsen versiegt und weicht dem Verlangen, das in ihm lodert. Er presst begierig die Lippen auf die des anderen Mannes und berührt seine Wangen, die so rau und kratzig wie Sandpapier sind. Die ihm zugleich jedoch auch schon fast vertraut sind, gemessen an der Zahl, wie oft er sie in vergangener Zeit berührt hat.

Er fetzt über die Straße und zieht sämtliche Register, um mehr aus dem Auto herauszuholen, als es überhaupt hergibt. Schießt von einem Gang in den nächsten, beschleunigt von null auf hundert. Die Chefin hat es aufgegeben, sein bester Freund nicht. Lässt es erneut klingeln und klingeln und klingeln. Bis Ben es nicht erträgt, das Geräusch ihm einen schmerzenden Kopf und eine pochende Seite beschert. Er könnte es abschalten und ins Handschuhfach stopfen, aber würde auch sich damit der Möglichkeit berauben, geortet zu werden, wenn es darauf ankommt. „Du wirst dich umbringen, Ben. Du bist nicht kuriert, geschweige denn genesen und die Wunde in deiner Seite eine tickende Zeitbombe!“, zischt Semir und im Hintergrund hört er einen Motor aufheulen. Reifen quietschen und das Getriebe jaulen. Sie kommen ihm nach – gut, sie haben ihn im Auge – gut. „Verhalte dich ein Mal wie ein Freund!“, faucht er, bösartiger als gewollt und beißt sich auf die Zunge. Aus ihm spricht die Wut, die Besorgnis, die Angst, die nun an die Oberfläche bringt, was er zuvor verbarg. Was er abgetan und abgeschoben hatte. Was er Semir nicht mehr zum Vorwurf machen wollte. Vergeben und Vergessen.

Ich versuche dir ein Freund zu sein, wenn du mich bloß lassen würdest!Er hat keine Zeit für die Diskussion ihrer Grundsätze. Er legt auf, sie haben genug geplaudert. Schleudert das Telefon zurück auf den Beifahrersitz und beschwört sich, nicht wieder einen Anruf zu akzeptieren. Die letzten fünfhundert Meter ziehen sich ins Unendliche. Dann kann ihn nichts mehr halten. Springt wie gestochen aus dem Auto und hin zum Eingang der Lagerhalle. Ben hämmert wie ein Geisteskranker an die schwere Metalltür. „Keine Waffen, keine Polizei“, flüstert die Erinnerung an den Anruf in sein Ohr. Schlängelt sich durch Mark und Bein. Eine Stimme, von der er annahm, sie nie wieder an sich heranlassen zu müssen. Aber nun war Mikael Strijd wieder in sein Leben getreten, nachdem er ihn einst wegen Vergewaltigung, Menschenhandels und Mordes dingfest gemacht hatte. Hatte seine Familie zerfetzt, das Business zerrissen und eine Herde menschlicher Schafe in die Freiheit entlassen. Er drohte ihm mit Vergeltung, mit Rache, schon damals, wer tat das allerdings nicht? Vom kleinkriminellen Taschendieb zum Haifisch-Geschäftsmann – sie alle spuckten auf seinen Namen und wollten ihn büßen lassen. Ben war leichtsinnig gewesen, hatte sich in Sicherheit gewogen und auch nicht mit der Wimper gezuckt, als Mikael Strijd die Flucht in die Türkei gelungen war.

Lange Küsse, ausdauernd und anspruchsvoll. Nicht flüchtig und zum bloßem Austausch vom Atem gedacht, wie er es mit seinen kurzen Bekanntschaften hielt. Gott, wie er ihn begehrt. Von Kopf bis Fuß und bis weit in die Wurzeln. Wie es ihn nach seinen Berührungen verzehrt, seinen Fingern unter dem Hemd und auf der bleichen Haut. Ganz anders als die seines Gegenübers, das südländische Bronze. Stets voller Wärme, wie ein brodelnder Vulkan. Mit heißen Handflächen, einem glühenden Kopf und dem überspringenden Funke in den Augen, der einen ganzen Flächenbrand auslösen konnte. Einer Leidenschaft, wie er sie nicht für möglich hielt, ihn aber von Anfang an hypnotisierte. „Wenn Semir mich sucht, könnte es unangenehm werden“, sagt Ben heiser. Die Brauntöne ihrer Iriden schlagen aufeinander auf. „Warum? Weil ich seinen Partner glücklich mache?“, Baran küsst seine Lippen. „Tust du das?“, will Ben wissen und entlockt sich und ihm ein Grinsen.

Sollte er ein Problem der türkischen Behörden sein, sollten sie ihm nachjagen. Niemand hatte damit gerechnet, dass er zurückkehren würde. Vor allem hatte niemand mit der Unterstützung gerechnet, die der Bosporus sandte und damit einen jungen Mann, der sich schier krankhaft auf den Flüchtigen versteift hatte. Hartnäckig hatte er Akten studiert, Zeugen befragt und in den Wahn getrieben. Mit ihnen Ben und Semir, die Chefin, die Abteilung und allem voran sich selbst. Er und sein Ehrgeiz hatten sie krank gemacht.

Weil sich die Tür nicht öffnet, möchte er das Schloss zerschießen oder auf sonst eine Art und Weise ruinieren, um sich Zutritt zu verschaffen. Aber jede Lautstärke könnte eine weitere Verletzung oder gar Barans Tod bedeuten. Ben entscheidet sich, sich einen Überblick zu verschaffen. Das gesamte Gebäude ins Auge zu fassen und womöglich eine neue Perspektive aufzudecken. Er nimmt Abstand von der Tür, aber verharrt noch Sekunden, weil er nicht glauben will, dass sie geschlossen bleibt. Weil sie es aber doch tut, nimmt er die Beine in die Hand. Läuft um die Halle herum. Fenster außerhalb seiner Reichweite, über seinem Kopf und nirgends Hilfsmittel, die ihm Einlass ermöglichen könnten. Noch eine Tür, aber abermals verschlossen. Mit einem Griff, der nicht nachgeben will und sich wahrscheinlich auch nur von innen öffnen lässt. Als er den Metallblock zur Hälfte umrundet hat, ist er außer Atem und muss sich die Seite halten, in der offenbar sein Herz nun schlägt, denn spürt er es unter seinen Fingern, wie seine Haut wiederholt vibriert.

Sein Körper will aufgeben. Sich gegen seinen Kopf und den Verstand stellen und zurück ins Auto kehren, um damit aufhören zu müssen, der schwindelerregenden Müdigkeit, die sich seine Waden hocharbeitet, Einhalt zu bieten. Da sein Herz und sein Kopf sich jedoch zu einer Allianz geschlossen haben, sind seine körperlichen Leiden nur nebensächlich. Nicht weit von ihm steht ein Auto, ein verdreckter BMW, dessen schwarze Lackierung einem schmuddeligen Anthrazit gewichen ist. Ben rechnet sich keine Chancen aus, aber reißt doch alle Türen auf, als sich zu seiner Verwunderung herausstellt, dass der Wagen nicht verriegelt wurde. Als er sich auch Blick in den Kofferraum verschafft, erfasst ihn ein eisiger Schauer. Eine rote Flüssigkeit ist in den Stoff gesickert und frisst sich nun durch die Materialien. Sein Magen sendet Übelkeit aus, zugleich wird ihm heiß und kalt. Er will sich übergeben, aber sein Magen ist leer und so würgt er nur beißende Galle hoch.

Eine letzte Tür und seine letzte Chance. Aber kaum, dass er sie geöffnet hat – dass es ihm endlich gelungen ist, Einlass zu finden – fährt Strijds Schlag auf ihn nieder. Voller Kraft und derart stark, dass es ihm beinahe das Bewusstsein raubt. Ungebremst schlägt sein Körper auf dem Beton auf. Und kaum, dass er diesen ersten Schlag verkraftet hat, ereilt ihn der nächste. Setzt ihm ein Surren in die Ohren und schwarze Flecken vor die Augen, die sein Sichtfeld stark beeinträchtigen. Er krümmt sich und zieht die Beine an den Körper, wirft instinktiv die Arme hoch, um den Kopf zu schützen. „Dumm von dir, alleine zu kommen“, Mikaels Spott brennt beinahe noch mehr, als der Schmerz, der ihm durch Mark und Bein geht. Als dessen Fußspitze seine Seite trifft, den aktuell verwundbarsten Punkt seines Körpers, schreit er erst auf und wird dann unheimlich still. In seinem Kopf blitzen die Leitungen, wie kurz vor einem Kurzschluss. Hinter geschlossenen Lidern blitzen Lichter und schießen über seine Netzhäute. Unterhalb seines rechten Rippenbogens breitet sich eine unangenehme Wärme aus, ein gar glitschiges Gefühl. Seine Überlebensinstinkte reißen an ihm herum, versuchen für Klarheit zu sorgen, wo das Chaos herrscht. „Ohne deinen Partner bist du ein Nichts!“, brüllt eine Stimme und er kann nicht sagen, ob sie aus unmittelbarer Nähe oder der weiten Ferne kommt. Ben zwingt sich die Augen zu öffnen und versucht sich auf Strijd zu konzentrieren, dessen Gesicht förmlich über ihm schwebt. Alles andere um ihn herum ist gleißend hell.

Baran, denkt er und kann nicht aufhören, an ihn zu denken.

In Mikaels Gesicht haben sich Furchen gegraben, motiviert vom Alter, den Sorgen, dem Stress, der Gewalt und der Wut, die er in seiner Brust trägt. All diese Gewichte haben aus ihm einen hässlichen Mann gemacht. Sein Haar ist ergraut, die Haut erschlafft und hängt nun wie ein Lappen an den hervorstehenden Knochen. Was hält ihn am Leben? Wie hält er das aus? Verlassen von der Familie, nachdem seine Machenschaften öffentlich gemacht wurden, nährt er sich jetzt an Rachegelüsten und Mordgedanken, um sich durch das Leben zu hangeln.

Ben greift die Waffe unter der Jacke aus dem Gurt. Er drückt ab. Eins. Zwei. Drei. Mikaels vor Entsetzen geweitete Augen verlieren sich in der Ferne. Sie werden bleich. Sie weisen ab. Sein Körper verliert jeglichen Halt und fällt in sich zusammen.

Der Kommissar lässt die Hand sinken, den Kopf in den Staub und stützt sich dann unter ächzenden Knochen und klagenden Gliedern auf. „Baran!“ Er schreit und eilt zu der Betonsäule, an welcher der junge Mann lehnt. Seine Augen sind geschlossen und die Brust hebt sich schwach unter starker Mühe. Sein Gesicht ist von einem blutigen Massaker entstellt, das Auge ganz zugeschwollen, die Nase blutig entstellt und die Lippen von all dem Blut gefärbt. Ben rüttelt in verzweifelter Panik an seinen Schultern und presst dann das Ohr an seinen Oberkörper, um seine Lunge rasseln zu hören. „Wenn du glaubst, ich würde dich sterben lassen“, er mag die Worte gar nicht aussprechen, „dann hast du dich geschnitten.“ Er zerrt an den Handstellen hinter Barans Rücken, die jedoch nicht nachgeben wollen. Er könnte Strijd nach ihnen untersuchen, alles auf den Kopf stellen, will aber auch nicht von der Seite des Kommissars weichen. „Ben ...“, es ist so leise, dass er den Laut kaum hören kann. Sofort weicht er zurück, um seinen Gegenüber ansehen zu können. „Mache ich dich glücklich?“

Ben könnte lachen, wenn es dafür ausreichen würde. So bringt er nur ein Lächeln an die Oberfläche. Er legt dem Südländer die Hände an die Wangen und presst ihm die Lippen auf das Gesicht. Auf die Nase, die Wange, die Stirn – und überall schmeckt er Blut. Ihm entflieht heiseres Gelächter. „Mehr als sonst etwas.“ Barans Mundwinkel zucken kaum sichtbar nach oben und aus dem gesunden Auge läuft eine Träne. Bahnt sich ihren Weg durch den Schmutz und das getrocknete Blut. Eine Bronzeträne, will er meinen und drückt den geschundenen Körper an seine Brust.
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