If A Boy Likes You ...

von CherryCat
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Josh Shannon Maddie Shannon Mark Reynolds Skye Tate Zoe Shannon
20.12.2017
20.12.2017
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20.12.2017 1.553
 
Weil ich gerade angefangen hab, Terra Nova zu sehen, und diese Vorstellung irgendwie hilarious fand. Ich hätte die Serie ja so gefeiert…
Kein komplettes Canonwissen vorhanden, aber für diese Story sollte das auch nicht sehr wichtig sein, glaube ich. Falls ich doch größere Fehler reingehauen hab (jetzt mal abgesehen vom Offensichtlichen), sagt mir Bescheid.

Und sonst viel Spaß mit der Geschichte :3
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If A Boy Likes You …

Maddy fand die momentane Situation trotz gezwungenem Hausarrest gar nicht so schlecht. Na schön, es ging um die Sicherheit der ganzen Kolonie, weil ein gewaltiger Schwarm Flugsaurier dabei war, alles und jeden zu zerstören, aber gleichzeitig waren es immerhin nur sehr kleine Flugsaurier und in den Häusern sollten sie außer Gefahr sein. Dafür würde Mark schon sorgen.
Mark …
Maddy konnte nicht anders, als ihm auf Schritt und Tritt zu folgen, wenn auch meistens nur mit Blicken. Sie traute sich nicht, zu viel direkt mit ihm zu interagieren, nachdem sie sich bis jetzt jedes Mal vollkommen lächerlich gemacht hatte, sobald sie in seine Nähe gekommen war. Das wollte sie gerade lieber nicht riskieren, um ihn nicht doch noch endgültig zu verscheuchen.
Andererseits hatte ihr Vater gesagt, dass allein Marks Anwesenheit hier ein eindeutiges Zeichen dafür war, dass er sie mochte, also sollte sie es vielleicht doch einfach wagen. Sie glaubte nicht, dass sie in nächster Zeit noch einmal eine solche Gelegenheit bekommen würde.

Während sie mit Zoe auf der Couch saß und spielte, beobachtete sie Mark aus dem Augenwinkel. Er stand bei Josh im Küchenbereich und unterhielt sich leise mit ihm, offensichtlich über irgendeine Jagd oder etwas ähnliches, wenn Maddy sein Gestikulieren richtig deutete. Josh lachte und warf von Zeit zu Zeit eigene Kommentare ein, die allerdings ebenfalls zu leise waren, um sie von der Couch aus zu verstehen.
„Maddy!“
Sie drehte ruckartig den Kopf zu ihrer kleinen Schwester, die neben ihr saß und sie empört ansah. „Was ist denn, Schatz?“
„Du sollst mit mir spielen.“ Zoe verschränkte die Arme vor der Brust und deutete mit dem Kopf auf eines ihrer Kuscheltiere. „Pickles ist dran.“
Maddy unterdrückte ein Seufzen, als sie nach der grünen Schlange griff. Wahrscheinlich war das sowieso besser. Sie kümmerte sich gerne um Zoe und außerdem konnte sie dabei auch keine Dummheiten anstellen, wie sich beispielsweise zu Mark und Josh zu gesellen und mit irgendeinem merkwürdigen Kommentar die Stimmung kaputtzumachen. Bevor sie sich trauen könnte, wirklich ein Gespräch mit Mark zu beginnen, sollte sie sich erst einmal ganz genau überlegen, was sie sagen würde.

Eine Weile lang ließ sie gemeinsam mit Zoe die Kuscheltiere über die Couch springen, doch sie konnte nicht verhindern, dass ihr Blick auch dabei immer wieder zur Küche huschte.
Mark und Josh waren immer noch in ihre Unterhaltung vertieft und mittlerweile hatte sich auch Skye dazugestellt.
Maddy spürte unwillkürlich leise Eifersucht in sich aufkommen, weil es für das andere Mädchen so viel einfacher zu sein schien, Kontakte zu knüpfen und sozial zu sein. Schon in der Zukunft hatte Maddy damit Probleme gehabt und hier war es auch noch nicht besser geworden.
Daran sollte sie wirklich arbeiten; vielleicht würde das einen besseren Eindruck auf Mark machen und sie würde dann mehr Zeit mit ihm verbringen können, wenn sie nicht mehr ständig ein nervliches Wrack war, sobald er in Sicht- und Hörweite war.

Als sie das nächste Mal aufsah, kam Skye gerade zu ihnen herüber. Etwas verblüfft hielt Maddy in ihrem Spiel inne, aber sie bekam dafür gleich einen ungeduldigen Stupser von Zoe, deshalb machte sie schnell weiter.
Skye setzte sich neben ihnen auf die Couch und lächelte. „Was dagegen, wenn ich zu euch komme?“, wollte sie wissen. „Das Gespräch da drüben wird mir zu … geschlossen.“
„Geschlossen?“, fragte Maddy verwirrt.
„Wie in ’geschlossene Gruppe’.“
Überrascht hob sie die Augenbrauen an und sah wieder zur Küche herüber.
Irgendwann in den letzten Minuten hatte Josh ihnen beiden wohl etwas zu trinken besorgt und nun stand er nicht mehr, sondern saß auf der Arbeitsplatte, nach wie vor völlig eingenommen von der Unterhaltung. Auch Mark drehte ein Glas Wasser in einer Hand, während er die andere benutzte, um seine Erzählungen zu unterstreichen.
Die Eifersucht über diese ganze Sache war immer noch da. Maddy wünschte sich wirklich, sie könnte auch so offen und locker im Umgang mit Mark sein wie ihr Bruder.
„Hallo, Terra Nova an Maddy.“ Skye wedelte mit einer Hand vor ihrem Gesicht herum, bis sie wieder ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. „Alles klar?“
„Was?“, fragte Maddy verwirrt und stockte kurz. „Ja, klar, alles klar. Tut mir leid.“
Skye lehnte sich auf der Couch zurück und verschränkte die Arme. „Ist nicht schön, das fünfte Rad am Wagen zu sein, oder?“, fragte sie missmutig.
Maddy runzelte unwillkürlich die Stirn. „Was meinst du?“
Einige Sekunden lang schwieg Skye, während sie sie nur aufmerksam musterte, als würde sie herausfinden wollen, ob sie die Frage ernst meinte oder nicht. Schließlich seufzte sie leise. „Gar nichts.“ Sie griff ebenfalls nach einem der Kuscheltiere und fragte Zoe: „Kann ich auch mitspielen?“
Zoe nickte eifrig und erklärte ihr sofort, dass sie gerade Miss Humpeding in der Hand hatte, die ein Vampirhund war und nur nachts rausgehen konnte.

Maddy überließ nur zu gerne Skye das Feld und nutzte die Zeit, um weiterhin unauffällig Mark zu beobachten.
Er sah wirklich gut aus, fand sie. Groß und durchtrainiert, mit dunklen Haaren – die waren ihr wichtig – und diesen wundervollen Augen. Und sie liebte sein Lachen, so wie jetzt, als Josh wohl irgendeinen Witz gemacht hatte. Es musste offensichtlich ein sehr lustiger Witz gewesen sein, denn Mark beugte sich beim Lachen vor und stützte sich mit einer Hand an Joshs Schulter ab.
Maddy knurrte innerlich. Warum konnte sie das nicht? Warum musste jetzt Josh da drüben sitzen, obwohl er doch derjenige gewesen war, der auf die Anwesenheit seiner kleinen Freundin bestanden hatte?
Ohne darüber nachzudenken, stand sie auf und ging zur Küche herüber, noch bevor sie sich bewusst gemacht hatte, was sie dann überhaupt sagen wollte. Als sie bei den beiden Jungs ankam, erstarb das Gespräch augenblicklich, was sie sofort wieder verunsicherte. Doch nun war sie schon hier und konnte keinen Rückzieher machen.
Sie grinste Mark beinahe schon manisch an. „Hast du Hunger? Ich wollte vielleicht was kochen.“
Für einen kurzen Moment sah Mark sie nur etwas verdutzt an, dann schüttelte er den Kopf. „Nein, aber danke“, antwortete er mit einem sachten Lächeln „Ich hab vorhin schon gegessen.“
„Oh.“ Ihr Grinsen erstarb. „Dann … meld dich, wenn doch was ist.“
„Klar. Danke.“ Er lächelte sie immer noch an, bis sie sich abgewandt hatte, dann nahm er sein Gespräch mit Josh wieder auf. Es ging um irgendeinen Dinosaurier, vor dem er vor ein paar Wochen hatte flüchten müssen, nachdem er bei einer Patrouille über sein Nest gestolpert war.
Als Maddy zur Couch zurückkam, sah Skye sie mitleidig an. „Für dich auch zu geschlossen, was?“, fragte sie.
Maddy schnaubte nur leise und nahm wieder eines der Kuscheltiere, um sich abzulenken. Sie hatte sich ja so peinlich verhalten! Hoffentlich nahm Mark ihr das nicht übel.

Eine halbe Stunde später brach um das Haus herum die Hölle los und kurz darauf waren die Flugsaurier auch noch im Haus zugange. Im folgenden Chaos wurde Mark fast sofort ausgeknockt und konnte nur mit Mühe in eines der Schlafzimmer gerettet werden.
Hinterher, als der Sturm sich gelegt hatte, saßen Maddy und Skye neben ihm, während Josh versuchte, Zoe wieder zu beruhigen. Vorsichtig strich Maddy Mark durchs Haar, ohne darauf zu achten, wie das wohl wirken könnte, wenn er schließlich wieder aufwachte. Oder vielleicht wollte sie auch, dass es genau so auf ihn wirkte. Gesten waren manchmal so viel einfacher als Worte und sie hatte sich wirklich Sorgen um ihn gemacht.
Bevor sie sich entscheiden konnte, was von beidem eher zutraf, riss Mark abrupt die Augen auf und schoss hoch. „Was ist passiert? Ist alles okay? Sind alle sicher?“
Maddy zog blitzschnell die Hand zurück und lächelte ihn – wie sie hoffte – beruhigend an. „Alles klar. Die Saurier sind weg, keine Sorge. Außer dir hat nur Josh ein paar kleine Kratzer abbekommen.“
Marks Blick wurde für eine Sekunde beinahe erschrocken, während er sich nach Josh umsah. Als er ihn gefunden hatte, sprang er auf und ging zu ihm und Zoe herüber, ohne auf Maddys verdutzten Ruf zu achten. „Hey“, sagte er sanft und gleichzeitig merkwürdig hektisch. „Ist alles klar bei dir? Hast du dich schlimm verletzt?“
Josh sah ihn etwas verwirrt an. „Nein, ist schon okay. Nur Kratzer.“
„Lass mich mal sehen.“ Ohne auf Joshs Zustimmung zu warten, hob Mark die Hände und untersuchte die Wunden an Joshs Armen. Seine Berührungen waren so vorsichtig, als hätte er Angst, ihm noch mehr wehzutun, obwohl die Wunden wirklich nicht sehr tief waren.

Das war der Moment, in dem Maddy plötzlich bewusst wurde, dass ihr Vater recht gehabt hatte: Marks Anwesenheit hier war wirklich ein Zeichen dafür, dass er jemanden mochte. Leider war Maddy allerdings nicht die einzige Person, die sich zu diesem Zeitpunkt in diesem speziellen Haus aufgehalten hatte. Und sie war auch nicht die Person gewesen, mit der er den ganzen Abend lang gesprochen hatte.
Ihr Gesicht musste ihr vollkommen entglitten sein, denn neben ihr seufzte Skye leise und legte ihr aufmunternd eine Hand auf die Schulter. „Ist nicht schön, das fünfte Rad am Wagen zu sein“, wiederholte sie und lächelte schief. „Es wird besser, glaub mir. Terra Nova hat noch eine Menge hübscher Jungs.“

Ende
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