Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kinder der Engel -- Filii angeli

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / Mix
Alexander "Alec" Lightwood Clarissa "Clary" Fray Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane
19.12.2017
06.03.2022
10
26.649
 
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
19.12.2017 3.120
 
Hi, Leute

Ich fürchte hier geht es mal nicht in allererster Linie um die Liebe zwischen zwei bestimmten Personen, und ich befinde mich auch noch im Schreibprozess. Dennoch bin ich gespannt, wohin mich diese Story führen wird und wie sie euch gefallen wird.
Es ist meine erste Shadowhunter- Story und ich habe gerade erst die kompletten Staffeln 1+2 geschaut und das erste Buch bis auf den Epilog gelesen. Also absoluter Neuling hier, aber ich weiß jetzt schon ich werde von beidem abweichen, nicht zuletzt durch meine OC.
Vorweg sei noch gesagt, in den ersten zwei Kapiteln ist wohl auch viel Informatives, ich hoffe nicht zu langweilig.

Viel Spaß dann!

Über Feedback würde ich mich sehr freuen, es ist mir Motivation, Lohn und Hilfe (wenn etwas nicht verständlich ist etc.)

LG Siri


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------



ShadowHunterS




     Kapitel 1     Noch ein Experiment von ihm     



Alec fühlt sich als würde er wahnsinnig werden. Er hat unvorstellbare Angst Magnus zu verlieren, er weiß wie kurz davor er geradesteht und kann es sich einfach nicht vorstellen, ohne ihn zu leben. Er fühlt sich verloren, so unendlich verloren. Verzweifelt setzt er sich auf das Bett in seinem Zimmer, beugt sich vor, legt sein Gesicht in seine Hände. Dann springt er wieder auf, durchstreift erneut unruhig sein Zimmer.
Plötzlich öffnet eine Tür und seine Schwester stürzt herein: „Es ist jemand gekommen! Aus Idris! Sie sagt sie will zu Magnus! Sie sagt, sie sei sein Beistand.“
„Sie?! Welche Sie, ich…“
„Alec!“

Er rennt los, will auf gar keinen Fall irgendjemanden seinen Posten, an Magnus seiner Seite einnimmt. Denn wer bitte, aus Idris soll Magnus ernsthaft verteidigen? Niemand dort wird ihn, einen Downworlder…
Eilig rennt er davon und hinunter zu den Zellen.

x


„Magnus!“

„Tia?!“
Erschrocken starrt er sie an.
Sein Schrecken ist kaum zu übersehen. Sie aber betritt ruhig seine Zelle. „Beruhige dich, ich weiß was ich bin und ich bin definitiv ruhig und bei Verstand. Ich komme her um dich zu verteidigen und nichts und niemand wird mich je davon abhal…“

„Ich verteidige ihn schon!“

„Al…“

„Sicher nicht. Jeder kann dir Voreingenommenheit vorwerfen. Wir alle wissen wieso. Mir nicht.“
„Ach ja? Weil dich der Rat schickt und der immer wahr spricht?“
„Nein. Weil der Rat und kein Shadowhunter verstehen wird, das Blut nicht dicker ist wie alles andere. Es gibt… Verbindungen die tiefer gehen.“ Ohne auf den Shadowhunter in der Tür zu achten, tritt sie auf Magnus zu und umarmt den Warlock. „Ich habe dich so unendlich vermisst, Abba!“
Magnus schiebt sie ein wenig von sich. „Jetzt wissen sie es.“
„Hältst du mich für so dumm? Sie wissen es nicht.“
„Eine Hexe? Wieso nennt sie dich…“, der Shadowhunter formte das Wort nur stumm mit den Lippen und achtete darauf nicht in die Kamera zu schauen. „Hexe? Echt jetzt?“, fragt sie und zieht ihre Ärmel hoch, wodurch sie Runen offenbart. „Er fand mich, rettete mich. Brachte mich ins nächste Institut, Alicante und war Jahrelang der einzige dem ich traute. Er ist… Familie. Vertrau mir, zweiter Abba.“, grinsend dreht sie um und verlässt die Zelle.

„Magnus, wer ist sie?“
„Das hat sie eben ziemlich genau klargestellt. Mich wundert eher… dass du ihr nicht wiedersprichst. Sie benannte dich eben mit dem gleichen A- Wort.“
„Das sie von uns weiß, ist wohl wenig verwunderlich, ist sie eine Shadowhunterin.“, grummelt er und atmet tief durch. „Du hast… nie von ihr erzählt.“
„Nein habe ich nicht. Eigentlich dachte ich auch nicht, dass sie und ich noch so eng miteinander sind. Das ich sie… wiedersehen würde. Ich ging davon aus, sie lebe… mehr oder weniger eingesperrt in Idris. Aber nicht hier, bitte.“ Alec nickt verstehend, legt ihm eine Hand an die Wange. „Wenn sie dich vertritt, muss ich mich nicht zurückhalten.“, sagt er und beugt sich vor, küsst den Warlock verlangend: „Bald.“
„Hoffentlich.“
„Klang bei ihr optimistischer.“
„Sie kennt keinen Pessimismus und Verlieren steht auch nicht in ihrem Vokabular.“
„Ich glaube… ich sollte sie kennenlernen.“
„Denke ich nicht, sie ist…“
„… Familie, genau. Bis später, Magnus.“

x


„Phoebe!?“
Oh ne, muss das sein? Wieso ist gerade sie die Inquisitorin? War ja klar. Einen Moment nimmt sie sich zum Durchatmen und entscheidet sich in diesen Sekunden für Angriff: „Sie SOLLEN mich NICHT so nennen!“, zischt sie ärgerlich, um sich danach sehr langsam zu der verhassten Shadowhunterin des Clave herumzudrehen. Imogen Herondale lächelt sie mit einem, dieser furchtbar, gestellten Lächeln an: „Meine Liebe, das ist dein Name. Aber mich würde ohnehin mehr interessieren was du…“
„Tia.“, fällt sie der Frau ins Wort, laut und deutlich, „mein gewählter Name ist Tia. Ich habe drei davon Phoebe Tia Novalee und ich bevorzuge nach wie vor Tia. Und wenn ich mich recht entsinne gebietet die Höflichkeit das Sie, wir sind nicht verwandt, noch befreundet, oder stehen uns sonst in irgendeiner Form nahe.“ Sie macht auf dem Absatz halb kehrt und lächelt dabei: „Und hier bin ich um Magnus Bane zu vertreten. Wir wissen beide, er hat nichts getan.“
„SO, vertrittst du sicherlich ab Morgen Abend dich selbst! Wo sind deine Manieren? Jemanden wie mich hast du ausreden zu lassen un…“
„Meine Manieren kehren für gewöhnlich jenen den Rücken, die mich behandeln und ansprechen wie ein kleines Kind, statt mit der gebührenden Anrede. Mrs. Herondale, ich lege mich hin und vielleicht haben wir bis heute Abend ja beide unser Benehmen wiedergefunden.“
„Ich werde mich über di…“
„SIE! Es heißt SIE!“, faucht sie zurück und ballt ihre Hand zu Fäusten, verdrängt das, was niemand sehen soll tief in ihr innerstes und starrt Imogen Herondale hasserfüllt an. „Es ist damals, nicht meine Schuld gewesen, das sie starben und ich nicht!“

Aus der Distanz werden Jace und sein Parabatai Alec Zeugen der Auseinandersetzung von Imogen Herondale und einer jungen Shadowhunterin. Jace tickt den Freund, der ihm ein Bruder ist an. „Wer ist sie?“
„Sie kennt Magnus. Eines… seiner Geheimnisse. Sie wird ihn… vertreten.“
„Wird sie?“
Alec nickt.
„Mmh, sie gefällt mir, allerdings sollte sie aufpassen, wie sie mit meiner Verwandten spricht, Imogen ist nicht besonders…“

„Eine Verwandte Jace? Ich meine.. so mit Imogen Herondale zu sprechen, das ist… entweder sehr sicher, dass nichts geschieht, oder aber… sehr dumm.“
Jace zuckt die Achseln: „Keine Ahnung wer das ist. Offenbar kennt Magnus sie.“
Isabelle blickt von dem Blonden, hinüber zu ihrem Bruder. „Ach ja? Mmh, irgendwie kann ich mir gerade noch weniger Grund vorstellen, das Imogen sie mögen könnte.“
„Er sagte: Pessimismus ist ihr fremd und Verlieren stehe nicht in ihrem Wortschatz.“
„Irgendetwas muss sie aber wissen, oder aber mit Imogen verbinden, wenn sie so mit ihr spricht und…“
„Jace, sie kommt.“, raunt Izzy und sofort verstummt der Blonde.

x


Sie ist fast an dem ihr zugewiesenen Quartier angekommen, da stößt sie mit jemandem zusammen, einer rothaarigen und grinsend reicht sie ihr eine Hand. „Hi. Tia Silvermoon und ich habe das Vergnügen mit?“
„Clary. Clary Fra… Fairchild.“
„Freut mich, Clary Fray.“, antwortet sie zwinkernd und sie drücken einander kurz die Hand. „ich hoffe, wir werden uns gut verstehen. Ich möchte… wenn das mit Magnus erledigt ist Sie und Jace zu gerne kennenlernen.“ Sie öffnet ihre Tür, huscht hinein und schließt sie hinter sich. Sie kann hören, wie Clarissa weitergeht und stößt sich von der Tür ab.
Das Imogen hier ist, kann ihr Vorhaben deutlich verkomplizieren. Aber anderseits erklärt es auch, wieso ihr Antrag auf Versetzung dieses Mal direkt durchgegangen ist. Imogen ist nicht im Clave. Sie wird also einfach darauf hoffen, dass ihre Versetzung schneller ankommen wird, wie Imogen ihre Kollegen in Idris…
Es klopft.
Am Fenster stehend dreht den Kopf nach hinten: „Ja?“
Es ist der Institutsleiter, wie sie feststellt und so dreht sie sich ihm zu: „Alec. Alexander Lightwood.“
Er nickt: „Phoebe Tia Novalee Silvermoon? Laut dem hier?“
Ja! Sie ist da! Gewonnen!
„In der Tat, doch nennen Sie mich bitte Tia, ich mag Phoebe nicht und Novalee… hat mich eigentlich immer nur einer genannt.“, sie schaut zu Boden, atmet tief durch, „Magnus.“
„Einverstanden, Tia. Aber dann… lassen wir das Sie. Hier bei uns benutzen wir das Du, weniger steif, kürzer und im Ernstfall viel praktikabler.“
„Gefällt mir. War in London auch so.“
Alec nickt und kommt langsam näher, deutet auf einen der Stühle, fragt ob er sich setzen darf. Sie nickt ein wenig irritiert und nimmt auf ihrem Bett Platz. „Du und Imogen… warte!“, er hebt seine Hand, als sie den Mund öffnet, „es geht mich nichts an. Aber… sie kann gefährlich sein, als Feindin und…“

Tia steht wieder auf, tritt ans Fenster: „Können wir hier drinnen offen reden, oder könnte sich anschließend jemand das Gespräch ansehen und anhören?“
„Komm mit!“, sagt er, steht auf und wendet sich der Tür zu. Er lächelt: „Die Ohren?“
Grinsend nickt sie, greift sich ihren Schal und folgt ihm dann. Er führt sie durch einen Seitengang hinaus und in den Park, um das Institut. In der Nähe laufen einige Mundie und weiter entfernt spielen zwei Jugendliche mit Plastikschlägern Tennis. Sie bleibt an einem der Bäume stehen und blickt sich zu Alec um. „Okay… keine Ohren nehme ich an?“
„Also?“, beginnt er auch direkt ohne Umschweife, „Imogen?“
„Damit das klar ist, das folgende erzähle ich dir nicht als zuständigem Leiter dieses Instituts, das erzähle ich dir nur, um Magnus‘ Willen. Weil ich sicher bin, er würde es dir jetzt selbst erzählen könnte er. Imogen, würde mich… wegsperren, oder schlimmeres erführe sie von diesem Gespräch hier.“
„Ich habe also Recht? Sie will dich nicht hier haben.“
„Sie will mich nirgendwo haben. Sie hätte mich schon damals als vierjährige am liebsten getötet, als sie mich zum ersten mal sah.“
Interessiert schaut er sie an. Sie seufzt und setzt sich trotz der Kälte auf die aus dem Boden ragende Baumwurzel. „Ich war… vier, fast fünf, da brach meine Welt, wie ich sie kannte zusammen. Ich trug damals nur die ersten Runen, jene, welche Neugeborene Shadowhunter bekommen. Von dieser ganzen Downworld- Sache und Shadowhuntern wusste ich nichts. Ich lebte bei einer Frau, Liza Turro, die ich für meine Mutter hielt. Heute weiß ich, dass sie eine Warlock war, eine alte Weggefährtin meines Vaters Oliver Moonhunter und ihr richtiger Name war Elizabeth da Silver. Sie zog mich weit ab, von allem bei den Mundies auf, sie wollte zumindest. Doch dann wurden wir gefunden, angegriffen. Sie floh mit mir, schickte Nachricht an einen alten Bekannten, sie wusste, wir würden fortan gejagt werden und außerdem hatte der Angriff, oder eher meine Angst Kräfte in mir geweckt, die ich nicht hätte haben dürfen. Sie und ihr Freund, ein Warlock trafen sich in der Nähe von Idris, es war…“
„Magnus?“

Sie nickt und erzählt weiter: „Wir wurden aufgespürt und angegriffen. Sie schützte mich, starb aber dabei, einige Shadowhunter, darunter auch aus dem Clave waren alarmiert durch die Dämonen aufgetaucht und während Magnus mich versorgte, erkannte einer von ihnen meine Zeichen. Sie forderten ihr Recht an mir. Magnus versuchte es ihnen zu verwehren, hielt mich schützend im Arm und als sie versuchten mich von ihm wegzuholen, da musste er mit Magie verhindern, dass der Mann, der mich packen wollte sich an mir verbrannte.“ Sie schüttelt ihren Kopf und blickt hinauf zum Himmel. „Sie forderten, dass wir beide mitkämen. Er gehorchte, heute weiß ich, dass er kaum eine Wahl gehabt hat. Sie untersuchten mich, aber er behielt mich im Arm. Ich wusste, dass er Lizas Freund ist, die anderen kannte ich nicht, sie waren dunkel gekleidet, hatten grimmige Gesichter und besonders Imogen machte mir eine Heidenangst.
Kurzum, nach allem was ich heute weiß, durch einen Großonkel der mich aufnahm, nachdem Magnus mich Kontrolle, die Grundlagen der Magie und das Vertrauen in andere lehrte, da besitze ich diese Fähigkeiten zur Magie wohl, weil meine Mutter eine Anhängerin von Valentine war. In den Tagebüchern meines Vaters steht, dass er sie versucht hat zu bekehren, aber sie seinen Argumenten nicht zugänglich war. Insbesondere da die Heiler überzeugt waren sie würde mich verlieren, aber Valentine was anderes behauptete. Inzwischen brauche ich keine Fantasie, um zu wissen, was damals wohl passiert ist. Wieso ich doch lebe. Ich weiß, soweit reichen meine Laborkenntnisse, reines Engelsblut, vermischt mit ein wenig Warlockblut, doch mit den Jahren hat sich dieser Teil meines Blutes verändert, es vermischt sich immer mehr.“
„Was wurde aus deiner Mutter, wenn du geglaubt hast Liza da Silver sei es?“

Tia blickt hinauf in den Himmel und zuckt mit ihren Achseln. Tja, wenn ich das nur wüsste. „Laut Aufzeichnungen, von Aussagen ehemaliger Kreismitglieder, hat Valentine mit meiner Mutter experimentiert, wodurch sie dem Wahnsinn verfiel und verrückt wurde sich umbrachte. Imogen erzählte einmal einem ihrer neuen Assistenten, das meine Mutter zur Zeit der Schwangerschaft aus dem Lin- See getrunken habe und sie das den Verstand kostete, sie habe versucht das Monster, mich aus sich herauszuschneiden und nur das Eingreifen einer Hexe, die mich mit Blutmagie gerettet habe, lebe ich überhaupt. Mein Großonkel hat mir jedoch erzählt, mein Vater habe meine Mutter und ihren Abschiedsbrief gefunden, sie habe sich erhängt, an einem Dachbarren und mein Vater habe uns beide für tot gehalten, bis ich mich bewegt hätte und so habe er mich aus ihr herausgeholt, habe das Haus abbrennen lassen und sei mit mir verschwunden, bis zu jenem Tag, das Liza mich zu Magnus brachte und ich schließlich in Idris landete.
Imogen wollte mir die Runen nehmen, mich dann entweder zu den Warlocks schicken, oder einsperren, ich sei eine Gefahr, ich war sechs! Mein Großonkel auch im Counsil konnte sich durchsetzen, übernahm die Verantwortung. Magnus unterrichtet mich und er ebenso. Imogen ließ alles überwachen, prüfte mich regelmäßig, Idris durfte ich nicht verlassen, auf Dämonenjagd durfte ich nicht gehen, obgleich ich die Beste war.“ Tia blickt auf ihre Hände und schüttelt beim Gedanken an dieses leben im silbernen Glaskäfig den Kopf.

„Wir kamst du dann nach London und nach draußen?“, fragt Alec und wirkt als sorge er sich um sie, in seinem Blick liegt definitiv Mitleid. Sie lächelt und schüttelt dann ihren Kopf: „Hab kein Mitleid. Ich wurde dadurch wer ich bin, jede Ablehnung eines meiner Anträge, jedes Nein wurde für mich nur ein weiterer Umweg zum Ziel“
„Das ist es, nicht? Magnus sagte bei dir gibt es kein Verlieren, das kenne dein Wortschatz nicht.“
Sie lacht leise auf und nickt: „Magnus und mein Verwandter lehrten mich nie aufzugeben, jedes Scheitern als Lernerfolg zu sehen. Für mich wurde Imogen Herondale zu meiner größten Herausforderung und ich wusste… ich weiß einfach, irgendwann… siege ich und bin frei.“
Alec kommt nicht umhin, die jüngere nun mit ganz anderen Augen zu sehen. Sein Mitleid von eben ist wirklich verflogen. Jetzt sieht er in ihr eine starke Kämpferin, mit der Entschlossenheit zu siegen und jeder Unwägbarkeit zu trotzen. Damit erinnert sie ihn sehr deutlich an Jace und Clary. Er kann einfach nicht anders, als Respekt vor ihr zu bekommen.
Imogen Herondale scheint alles getan zu haben, um dieses Mädchen irgendwie einzusperren, sie einzuschränken, ihr keine Möglichkeiten zu geben, sich zu entfalten, ohne zu sehen, dass sie genau damit den Ehrgeiz des Mädchens fördert und sie an all dem nur weiter wächst.
„Wie hast du es geschafft, ihrem Einfluss also zu entkommen und in London zu landen?“
„Mein Großonkel wurde krank. Er wusste wie sehr ich dort raus wollte, als letzte Amtshandlung nutzte er seinen Einfluss, als Abkömmling der Herondales und eines Ravenscars hatte er einigen, und ließ mich nach London schicken.
Aufgrund meiner Leistungen und Aussagen meiner Tutoren und Lehrer stimmte die Mehrheit des Rates zu. Immerhin schien ich nicht unwillentlich Magie zu benutzen, noch sonst unnormal zu sein. Das Einzige, was sie aufgrund mangelnder Erfahrung und ähnlicher Dinge durchbekam war, dass ich nur eingeschränkten Zugang zu allem hatte und das Institut nicht verlassen durfte.“

Sie schaut hinüber zum Institut, in dem nun immer mehr Lichter aufzuflammen scheinen und faltet ihren Schal auseinander, legt ihn sich um die Schultern. „Ich habe immer wieder einen Antrag auf Versetzung gestellt, seit ich von Valtentines Kindern gehört hatte und schließlich, als ich wieder einmal zu einer Testung bei Imogen war, noch mehr, über Jace und Clary erfuhr. Ich bekam Absagen, der Institutleiter die Ermahnung mich drinnen zu lassen.
Doch dann mehrten sich die Dämonenangriffe Sebastian Verlac verschwand und ich wurde eine Shadowhunterin im Außeneinsatz. Als ich nun gestern erfuhr, dass Imogen nicht in Idris ist…“

„Du hast ausgenutzt das Imogen nicht in Idris war?“, Alec sieht das Mädchen aus verstehenden Augen an. „Du hast Freunde dort?“
„Einen, dem ich mein Leben anvertrauen würde ja. Dem besten Freund meines Großonkels, im Council, er ist nur… nicht sehr einflussreich, das ist alles. Aber ja, ich habe es ausgenutzt, erschreckt?“
„Nein, mutig. Das lässt dich auf der Beliebtheitsskala sicher nicht steigen.“
„Werde ich ohnehin niemals.“, gibt sie ruhig zurück.

„Dich dürfte es also noch weniger geben wie meinen Parabatai und Valentines Tochter? Oder… meine Liebe zu einem Warlock? Ich denke, du bist hier in recht guter Gesellschaft.“
Sie grinst unwillkürlich noch breiter und steht dann seufzend auf, mit ernster Miene sieht sie ihn an:
„Genau damit wären wir beim Punkt. Imogen wird es sicherlich niemals zugeben, doch ich denke, sie wusste schon immer wieso ich anders bin, dass meine Mutter eine der treuen Gefolgsleute Valentines war. Das Problem ist nämlich: Imogen war einst eine Art Mentorin für meine Mutter, die eine Freundin ihrer Schwiegertochter war. Sie gibt mir die Schuld an Mums Tod. Sie hasst mich deswegen.“
„Meine Eltern haben mal erzählt, sie sei früher sehr umgänglich gewesen, freundlich…“
„Ja, mein Großonkel auch, er hat Bilder gehabt aus ihrer Jugend und der, seiner Tochter. Wie zwei Seiten einer Medaille.“ Alec blickt sie nachdenklich an, reibt sich die Schläfe: „Ich denke wir sollten hinein und wenn jemand fragt, so habe ich dir sehr deutlich gemacht, was ich von meinen Untergebenen erwarte und nicht tolerieren würde.“ Sie nickt: „Ich nehme an, Imogen weiß noch nichts von der Nachricht, in deiner Ha…“

„ALEC! Verdammt! Da bist du ja, Imogen will dich sehen, sie ist nicht… erfreut. Oh und… hi, Isabelle, seine Schwester.“
„Hi. Tia Silvermoon.“
„Ich habe von dieser Familie noch ni…“
„Du hast ihre Namen kombiniert?“
„Er war mein Vater, auch wenn ich mich nicht erinnere und Liza die einzige Mutter die ich je hatte, es schien mir… richtig. Die beiden haben alles aufgegeben.“
Er nickt und Isabelle schaut fragend in die Runde, ihr Bruder seufzt schwer. „Später, bring sie in ihr Zimmer und da…“
„Eigentlich… will Imogen euch beide sehen.“
„Ich sagte doch, sie hasst mich. Wetten sie versucht uns beiden jetzt ein Komplott vorzuwerfen?“
„Wie gut das ich, vor diesem hier nicht wusste, dass du herkommst.“
Sie grinst und zuckt die Achseln. „Sie ist ein bissiger Hund, von dem du nur genügend Geheimnisse wissen musst, damit sie das Bellen einstellt. Zum Beispiel… das, das Schwert nicht da ist?“
„Woher…!“
„Ich sagte doch, ich habe einen Freund im Council. Er mag dort nicht genug Einfluss haben, um das Ruder herumzureißen, aber… er würde mich schützen, wie es zuvor mein Großonkel tat.“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast